Mal ne Frage zum Thema DSC Funke

  • Ich muss diesen Sommer ein Boot von Frankreich nach Deutschland überführen.


    In dem Boot ist ein DSC Funkgerät eingebaut aber nicht registriert und somit ohne MMSI. Ich vermute, dass der Vorbesitzer die Funke nie benutzt hat. Der neue Besitzer hat keinen Funkschein und somit auch keine MMSI.


    Wie kann ich das Funkgerät für die Überführung nutzen? Gibt es irgendeine Möglichkeit eine temporäre MMSI anzufordern (ähnlich dem roten Kennzeichen bei einem Kfz)? Ich kann ja schlecht die MMSI von meinem Boot verwenden.

  • In der Not sonst halt Sprechfunk.

    DSC funktioniert nicht ohne Eingabe einer MMSI. Da durch das Fehlen einer Anmeldung bisher kein Rufzeichen zugeteilt wurde, darf das Gerät auch nicht im normalen Sprechfunk verwendet werden. Das wird aber niemand merken, solange nicht nach dem Rufzeichen gefragt wird. Not- oder Dringlichkeitsverkehr wäre die Ausnahme unter der das Gerät legal verwendet werden darf.

  • Funkgerät ausbauen, oder anmelden, wobei dann MMSI/ATIS eingegeben werden müssen (kann man oft nur 1x machen). Der Schiffsführer (See) muss im Besitz den passenden Funkzeugnisse sein. Frequenzzuteilungsurkunde muss im Original mitgeführt werden.

    Bei einer Kontrolle gibt das sonst sehr wahrscheinlich Ärger.

  • Warum?

    Weil ein Funkgerät nur in der Kombination Anmeldung (Frequenzzuteilung), eingetragene MMSI/ATIS und den passenden Schein betriebsbereit auf dem Boot sein darf. Die Stromversorgung abklemmen oder einfach die Antenne vom Funkgerät abschrauben langt nicht: das Funkgerät darf nicht mit Bordmitteln einsatzbereit gemacht werden können.

  • Ist ja offenbar fremdes Eigentum, da würde ich ins vorhandene Gerät unabgesprochen nichts eingeben, schon garnicht meine eigenen Daten.

    Wirklich besser wär, der neue Besitzer holt sich vor Fahrtbeginn die Lizenz bei der BNetzA, er wird es ja ohnehin regeln müssen.

    spliss

    Holt groß das Dicht !

  • Wäre für einen Überführungstörn nicht eine billige Handfunke ohne DSC eine Lösung? Da könnte man auf Kanal 16 zumindest minimal kommunizieren. Vielleicht will man ja mal einen Fischer oder einen Frachter anfunken? Das sollte damit doch gehen.

  • Rechtlich ändert die Handfunke nichts, für die Teilnahme am Seefunk braucht es den SRC und ein Rufzeichen. Ob Handfunke oder Einbaugerät, das bleibt sich gleich.


    Gruß

  • Über diesen bundesdeutschen Regulierungswahn lacht man sich am MM mausetot.

    Da wird gefunkt bis die Antenne glüht und keine Behörde stört es.

  • Über diesen bundesdeutschen Regulierungswahn lacht man sich am MM mausetot.

    Da wird gefunkt bis die Antenne glüht und keine Behörde stört es.

    Mag natürlich sein, dass wo anders weniger kontrolliert wird. Wobei in Deutschland/Niederlande bin ich nie kontrolliert worden, dafür wurde in Griechenland mal meine Frequenzzuteilung verlangt.


    Aber es ist ein Missverständnis zu glauben, dass es sich dabei um eine bundesdeutsche Regelung alleine handelt. Der Seefunk und die Teilnahme daran ist über die ITU/WRC weltweit für alle Vertragsstaaten gleich geregelt.

  • Über diesen bundesdeutschen Regulierungswahn lacht man sich am MM mausetot.

    Da wird gefunkt bis die Antenne glüht und keine Behörde stört es.

    Dafür gibt es im MM auch nicht mal ansatzweise so viele Gespräche mit "sozialem Charakter" wie in der westlichen Ostsee.

  • Der Schwatzfunk hat aber seinen Unterhaltungswert.

    Gleich geregelt? Der Betrieb ja, aber nicht die Zugangsvoraussetzungen.



    Weil ein Funkgerät nur in der Kombination Anmeldung (Frequenzzuteilung), eingetragene MMSI/ATIS und den passenden Schein betriebsbereit auf dem Boot sein darf. Die Stromversorgung abklemmen oder einfach die Antenne vom Funkgerät abschrauben langt nicht: das Funkgerät darf nicht mit Bordmitteln einsatzbereit gemacht werden können.

    Da soll es doch tat sächlich Segler geben die haben Funkgeräte als Ladung an Bord.

    Edited once, last by erpel-ernst: Ein Beitrag von erpel-ernst mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • ha ha ha,


    NL Probleme!
    Da segelt man in DK im "großen Strom" der Falster und Seeland trennt....und wird auf 16 von niederländischen Funksprüchen auf Kanal 16 quasi erschlagen. Drei Boote.....wer backt die Pizza wer bringt das Bier usw....und zwei von den dreien trillern jedesmal ihre Artiskennung raus, wenn sie die Taste loslassen.
    Lyngby Radio mag sich das angehört haben, sagte aber nichts!


    Ich würde das Ding drin lassen, fertig. Hat einer einen SRC und einen SBF, der an Bord ist? Dann ist es eben eine normale Funke, fertig. Not kennt keine Regeln! Handfunke ist da keine Option.....wenn 25sm möglich wären!
    Gerade gestern auf Kanal 16 bei Lyngby Radio. "Mayday Mayday Mayday" Jacht vor Hafen Barkenkop hat zu einer anderen Jacht Hilfe per Voice "Hilfe gerufen", 1 Person verletzt, Boot durch die verbliebene einsatzbereite Person nicht händelbar. Nun fährt die Yacht, die diesen Zuruf erhalten hat, in den Hafen und informiert einen weiteren Teutonen, weil die eigene Funke angeblich defekt ist.....Der nun dritte im Bunde tätigt nun den Funkspruch per Voice. Wo die Yacht in Not ist....." Vor dem Hafen Bargenkop....Alles nur verwirrend...aber eben ein Abbild dessen, was in Deutschland (und daher natürlich auch hier im Forum) Richtung Funk abgeht.
    (Wir waren noch mindestens 4 Stunden von Bargenkop weg, haben aber dieses Bild aus den Funksprüchen bilden können.)

    Das Leute Scheu vor dem SRC haben, mag auf einige Prüfungsausschüsse, aber ganz sicher nicht jeden Ausschuß, zurückzuführen sein.
    Ich kenne 4 Segelfreunde, die einfach Schiss haben, dieses Ding zu machen und lassen sich immer neue Ausreden einfallen. Kenne aber keinen, der nicht wenigstens eine Handfunke im Schalbennest liegen hat....

    Eure Aussagen sind also rechtlich richtig, aber rein aus gesunden Menschenverstand nicht nachvollziehbar.

    Wurde letztens von der Küstenwache kontrolliert. Nur Personalausweis in den Stockbeutel....alles andere scheinen die in einer Datenbank zu haben. "Haben die ein Funkgerät an Bord?" "Hey, ihr habt mich doch auf dem AIS gesehen, oder!"....schmunzeln, lächeln und gut war...das ich einen SRC habe, stand garantiert gerade auf dem Bildschirm des mobilen EDV Gerätes.....das ich pensioniertes Staatsdiener bin, stand da wohl auch....


    VG

  • Zur Lösung meines Falles könnte der Eigner doch eine Frequenzzuteilung beantragen. Dazu muss der Eigner ja keinen Funkschein haben. Dann könnte ich die Funkanlage während der Überführung problemlos nutzen (Ich habe ja die Berechtigung). Wie lange dauert denn aktuell dieser Vorgang? Kann man den ggf. beschleunigen?

  • Hat aktuell 8 Tage gedauert mit Briefpost.

  • ja, wo ist denn dann das Problem?

    Schiffsname bleibt oder ist bekannt?
    Eine Handfunke kommt ja sicher auch an Bord (ggf. später) . Gleich mit beantragen!
    schlappe 60 Euro abdrücken und fertig!
    Beim Antrag wird noch nicht mal die genaue Bezeichnung der Funke abgefragt.

    Dann haste sogar die MMSI, und ATISkennung und natürlich kannst Du dann auch ein Rufzeichen benutzen.


    Alles gut. Das geht online wirklich schnell.


    VG

  • Ich frage mich gerade nur ob jemand der diese Basics nicht weiß, eine Segelyacht offshore um den halben Kontinent segeln sollte inkl. Gibraltar, Biskaya und Englischem Kanal....ach ja ein wenig Nordsee ist ja auch noch bei....