Mal ne Frage zum Thema DSC Funke

  • Deinen letzten Punkt würde ich ja gern teilen, aber auch der ist sachlich nicht korrekt: in der Welt vor DSC durften nur solche Anlagen nach einem Verkauf wieder angemeldet werden, die in der Positivliste der Post gelistet waren. Die änderte sich alle paar Jahre, dem techn. Fortschritt geschuldet. So musste ich die alte astreine Dantronik Funke des Voreigners rausschmeißen, weil ein Kanal nicht zu sperren war. Das ist heute alles passé und deutlich liberaler.

    Angesichts der Kosten für Neuprogrammierung unter 30€ und des Preisverfalls der Anlagen mag eine Neuprogrammierung vielleicht unwirtschaftlich klingen, aber darin nun gleich böswillige Geschaeftemacherei zu wittern halte ich für überzogen.

    Aber das kann jeder gern anders sehen.


    Die Pflicht zur Hörwache auf 16 ist (imho leider) entfallen.

    Meldet den Kram an, tragt die Kennungen ins Gerät ein und macht einfach die nötigen Scheine. Das ist ja nun kein Physikstudium.

    Was gibst da ewig zu diskutieren bitte?

    spliss

    Wo steht dass keine Hoerwache gegangen werden muss? Auf SeeSchStr auf alle Fälle…

    Gruß

    Edited once, last by ohlson38: Ein Beitrag von ohlson38 mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Für die RYA-Prüfung ist das nicht bekannt, daher wird der Schein momentan nur mit Anpassungsprüfung in Deutschland dauerhaft anerkannt.

    Ich dachte, das wird in Deutschland aber nicht hart kontrolliert bzw. mit dem RYA-Schein ist bei Kontrollen von der WaPo-Seite alles Ok.

  • Verstehe den Sinn nicht. Warum erst das UK-Patent machen dazu eine „Anpassungsprüfung“ (was soll das sein?)

    Klingt nach Murphy’s Law: there is never time to do it right but there is always time to donut twice.


    Da ich das alte Seefunksprechzeugnis habe brauchte ich „nur“ eine Zusatzprüfung machen. Fazit: Dauer der Vorbereitung, Umfang und Kosten der Prüfung identisch zum Src. Einziger Vorteil, ich brauch keins für Binnen neu machen, das alte gilt dort weiter, da gibts kein DSC.

  • Lange Zeit hieß es, dass es nicht klar ist, ob die Forderung der Anpassungsprüfung wegen EU-Recht vor Gericht Bestand haben würde. Möglicherweise wurde auch aus diesem Grund nie richtig kontrolliert bzw. RYA-Scheininhaber durchgewunken. Sollte das nämlich doch vor Gericht kommen und sich herausstellen, dass der RYA-Schein auch für Deutsche anerkannt werden muss, wäre die Anpassungsprüfung ja überflüssig, was man sicherlich nicht riskieren wollte.

  • Warum sollte ein deutsches Gericht einen ausländischen Schein anerkennen, wenn das Thema nicht mal vom Fachreferat geklärt werden kann?


    Auch das Gericht müßte ja erstmal feststellen können, ob der RYA-Schein den Anspruchen der WRC entspricht. Und dann müßte das Gericht ermitteln, ob es noch den deutschen Prüfungsanforderungen entspricht. Dazu wären aber die Informationen aus GB nötig. Und die liegen nach Auskunft der BMVI halt nicht vor.


    Ein deutsches Gericht wird nicht mehr informationen von den Briten bekommen wie das zuständige Ministerium. Auch ein EU-Gericht wird da nix machen können. Also müßte die ITU/WRC herangezogen werden. Und das macht wiederum das Ministerium, nicht das deutsche Gericht.


    Gerichte sind nicht für die Diplomatie zuständig und können auch nichts daran ändern, daß eine ausländische Stelle nicht zur Auskunft bereit ist.


    Darum ist es immer noch Sache der Exekutiven, einen RYA-Funkschein zu akzepieren oder halt nicht.


    Gruß, christian

    "Nach vorn geht mein Blick, zurück darf kein Seemann schau'n!" (La Paloma, Hans Albers)

  • Hallo Christian,


    ich meine, dass es darum geht, dass ein EU-Land nicht die Scheine eines anderen EU-Landes für den selben Einsatzzweck ablehnen darf. Und GB war ja EU-Mitglied.


    Wegen dieser Rechtssicherheit meine ich kontrolliert die WaPo das nicht wirklich.


    Mir ist kein Fall bekannt, in dem ein deutscher RYA-Scheininhaber in Deutschland beim Thema Funk Probleme bekommen hat.

  • Robert_H Das mit der EU hat sich erledigt. Die Briten wollte es ja so.


    Aber darin liegt vllt. auch eine Unsicherheit bei der Exekutiven. Diese muß vllt. prüfen, welches Ausstellungsdatum der RYA-Funkschein hat. Ich kenne deren Dienstanweisungen zu diesem Thema nicht.

    Gerichte werde da aber trotzdem nix klären können, allenfalls den Fall nach oben tragen EUGH und ITU. Und ob es das wert ist bleibt Sache des Klageführenden.


    Aber vllt. ergibt sich in Kürze ja mal die Gelegenheit einen Beamten nach seiner Auffassung zu der Anerkennung der RYA-Funkscheine zu fragen.

    Die Polizei soll ja in den kommenden Wochen verstärkt Kontrollen bei den Sportbootfahrer/-innen durchführen. Wenn jemand unbescholten durch ist, könnte er ja mal ganz freundlich den Beamten fragen, wie er den Fall sehe. Es besteht dann ja durchaus die Chance eine klärende Antwort zu bekommen.


    Soweit, christian

    "Nach vorn geht mein Blick, zurück darf kein Seemann schau'n!" (La Paloma, Hans Albers)

  • Hallo Christian, ich meine, dass hier im Forum das genau so berichtet wurde und bei WaPo-Kontrollen der RYA-Schein nicht beanstandet wurde und die Stellen auch die Direktive haben, dass nicht zu monieren.

  • Meine Lieben, ihr seid meilenweit vom Thema weg...

    Der UBi_funker nutzt ATIS. Die Brexiter werden wieder ein Anerkennungabkommen der WRC bekommen / haben.

    Den Entfall der Hörwache suche ich jetzt (unterweg) nicht heraus.

    Gute Fahrt!

    Holt groß das Dicht !

  • Ja, wir sind weit weg vom Thema. Zum Thema Hörwache ein Zitat aus der bekannten Broschüre „Sicherheit auf dem Wasser“ : „Wenn zum Beispiel eine UKW-DSC-Anlage an Bord ist, besteht auf See Hörwachpflicht auf UKW-Kanal 70 (DSC). Wenn der Schiffsbetrieb es zulässt, sollte auch UKW- Kanal 16 abgehört werden. Auf den deutschen Seeschiff­ fahrtsstraßen besteht zudem die Verpflichtung, die von ei­ ner Verkehrszentrale gegebenen Verkehrsinformationen und -unterstützungen abzuhören.“