Sportbootkontrollen in MV, HH,HB, Nds. und SH

  • Das würde mich wundern, auch die Binnen-Weser ist Bundeswasserstraße. Und für Bundeswasserstraßen ist die Notwendigkeit des SBF Binnen Segel abschließend geklärt. Ha­vel-Oder-Was­ser­stra­ße, Un­te­re-Ha­vel-Was­ser­stra­ße und die Spree-Oder-Was­ser­stra­ße. Alles andere sind das Bundesländer die einen Segelschein fordern, das können sie aber nur auf eigene Gewässer und nicht auf Bundeswasserstraßen. Kannst du mal die Quelle nennen?


    Was man Binnen auch noch braucht wäre dann ein Kennzeichen, das man anbringen muss und natürlich die entsprechende Registrierung.

    Ziehe meine Bemerkung demütig zu rück, ist ab Februar 2022 anders.


    Gruß Klaus

    Ab Windstärke zwölf gibt es keinen Atheisten mehr.( Helmut Gollwitzer)

  • Ich behelfe mir immer konsequenter mit dem fluchtartigen verlassen der Deutschen Gewässer und dem hiesigen Kontrollwahn. Ab DK ist dann Urlaub/Entspannung. Letztes Jahr (noch mit der Hanse 411) wollte ich eigentlich von Klintholm nach Ystad (weiters Ziel Bornholm), da das jedoch ein Anlieger, bzw. eine Kreuz bei 15 kn Wind war habe ich umdisponiert und wir sind nach Glowe (Rügen) mit einer schönen Backstagenbrise gerauscht. Der schöne Segeltag fand dann mit einer Kontrolle (oder Schikane ?) durch eine Zollkreuzerbesatzung (oder vielleicht noch eine VOPO Patrouille?) seinen Abschluss. Da ich mit AIS fahre konnte mein Start/Ziel und die Schiffsidentität problemlos verfolgt wurde. Im Hafen erfolgten dann Fragen zu Führerschein, Eigentumsnachweis (Mehrwertsteuer) und die konnte ich auch noch durch Vorlegen von Dokumenten beantworten. Passen musste ich bei der Frage warum ich den 3. Hilfsstander nicht gesetzt hätte. Meine Frage was ist denn dass für ein Teil wurde Lehrbuchmäßig beantwortet und wie ich hinterher im Internet recherchiert habe muss ich so eine Flagge 150 cm x 120 cm groß mitführen und bei der Rückkehr aus DK nach D auch tatsächlich setzen. Mein Kommentar dass ich so ein Teil in den letzten 30 Jahren nirgendwo gesetzt gesehen habe, insbesondere bei der Karawane an Booten die von DK nach Heiligenhafen segelt hat die Beamten nicht beeindruckt und dazu angespornt mich zu verwarnen.



    Dieses Erlebnis passt (leider) zu den anderen Kontrollen die ich in D erlebt habe, oder von denen berichtet wurde (Eindruck: da werden ein paar ruhige Pöstchen abgesichert). Meine Entscheidung für das nächste mal ist klar ich wähle die Kreuz und lasse den 1., 2. Und 3. Hilfsstander weiterhin im Nebel der Unkenntnis vor sich hinmodern.

    Hallo Jürgen, schön mal wieder was von dir zu lesen. Und jetzt auf 3 Beinen, da bin ich ja etwas überrascht, da war doch mal die ganz andere Richtung im Gespräch.

    Und ich kann da nur zustimmen, ich fühle mich unter anderen deswegen in DK im Urlaub viel wohler als in DE.

    Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

  • Hallo Günther, es reicht einmal auf einer Dragonfly zu segeln um süchtig zu werden 😎

    Mens sana in Campari Soda

  • Hallo Günther, es reicht einmal auf einer Dragonfly zu segeln um süchtig zu werden 😎

    Na dann sollte ich das mal schön bleiben lassen. Man muss sich seine Süchte auch leisten können. Aber viel Spass mit dem neuen Boot, bei dem reicht dann ja auch wirklich die Handbreit.

    Ein Freund ist, wer Dich für gutes Schwimmen lobt, nachdem Du beim segeln gekentert bist.

  • Ich kann nur sagen: die haben sie wohl nicht alle auf Rügen!

    Würde ich auch so sehen. Und kann ich aus persönlicher Erfahrung bestätigen. Wir wurden mal von der Bundespolizei zwischen Rügen und Hiddensee angehalten, weil die irgendwelche Papiere (alle Persos) sehen wollten. Völlig überzogene Aktion und mega nervig mit einem Traditionssegler in dem engen Fahrwasser.

  • Der Kontrollwahn besteht nicht nur in D. In anderen Ländern sind zwar andere Kontrollen, aber oft nicht weniger Formalitäten. Deshalb werde ich z.B. wohl nie in die USA reisen.


    Jüngstes Beispiel vor zei Wochen auf Ven: Der Hafen ist voller Dänen (und Schweden). Und auch weitere Deutsche waren da, aber wohl nicht gerade an Bord. Ein Polizistenpaar taucht auf, gerade als wir unser Boot verlassen wollen. Niemand außer uns wird kontrolliert, obwohl wir und unser Boot sicher nicht kriminellverdächtig aussehen. Man will die Personalausweise sehen.

    Auf die Frage, zu welchem Zweck, kommt die Antwort. "Das ist wie am Flughafen - dort werden sie ja auch kontrolliert." Ich habe dann nicht weiter diskutiert.

  • Also ich bin auf der Förde noch nie kontrolliert worden, kenne aber die Geschichten aus MePo. Deshalb werde ich wohl auch niemals dort segeln. Wenn ich rigendwo hin fahre, dann entweder nach DK oder ich bleibe in SH, da wird das nicht so gemacht. Ehemalige VoPos sind halt so anscheinend.

  • Ich segle nun seit längerem regelmäßig in MV (Küste und binnen). Ich bin nie kontrolliert worden. Hier im Brandenburgischen 1x vor 18 Jahren. Ich kann die Berichte über irgendeine Kontrollwut seitens der Wapo nicht nachvollziehen. Besonders nicht den Blödsinn mit den "ehemaligen Vopos". Ein Teil der jetzt aktiven Polizisten dürfte zum Mauerfall noch nichtmal auf der Welt gewesen sein.

    Im Binnenland wünschen wir uns eine stärkere Polizeipräsenz (und Durchsetzungsvermögen), aufgrund steigenden Rowdytums mit hochmotorisierten Booten.

    Ich brauche keine Therapie. Ich muss nur segeln.

  • Besonders nicht den Blödsinn mit den "ehemaligen Vopos". Ein Teil der jetzt aktiven Polizisten dürfte zum Mauerfall noch nichtmal auf der Welt gewesen sein.

    Zumal jemand, der zu DDR-Zeiten schon als Polizist unterwegs war, über 30 Jahre später kaum im Streifendienst (sei es Straße oder Wasser) eingesetzt sein dürfte.

    Ich befürchte so langsam, dass es wirklich mindestens 2-3 Generationen braucht, bis diese leidige Ost-West-Denke endlich vom Tisch ist.

    Sorry für OT.

    Ich kann gar nicht segeln. Mein karges Wissen habe ich aus dem Internet. Ich schreibe hier nur mit, um Frauen kennenzulernen.

  • Vielleicht sollte man auch dieses Thema in "Politik" verschieben

  • Vielleicht sollte man auch dieses Thema in "Politik" verschieben

    Ist nicht nötig, wenn alle beim Thema bleiben und die Vergangenheitsbewältigung bzw. Fortführung überholter Vorurteile unterlassen.


    Grüße Jürgen

  • Nein, das Ost-Bashing kann gern unterbleiben. Ich wurde 2004 auf der Flensburger Förde kontrolliert. Da hatte ein übereifriger Revierleiter eine Riesenaktion angezettelt. Gern hätte er auch die Dänen mit involviert, aber die haben sich an die Stirn getippt.

    Ich hatte etwas Pech; wegen einer Dienstreise einige Tage zuvor waren meine Auweispapiere zuhause in der Aktentasche geblieben. Deswegen musste ich € 20,- löhnen und es wurde mir verboten, Egensund anzulaufen, wo unsere Autos standen.

    Glücklicherweise war später Nachmittag und die Uniformierten wollten rechtzeitig zum Feierabend wieder in Flensburg sein. Wir sind dann solange auf- und abgesegelt, bis das Zollboot verschwunden war und danach schnell nach Egernsund.

    Gruß, Klaus

  • Ich verstehe die Aufregung nicht - in 20 Jahren bin ich auf der Ostsee 1mal kontrolliert worden (Persos).

    Auf unserer Tour ins Mittelmeer insbesondere ab Spanien: 2x Guadia Civil kamen in voller Fahrt aufs Boot (Persos, Schiffregistrierung, Versicherung), 3 mal im Hafen Zoll - größeres Formular ausfüllen, in jedem Hafen beim einchecken (Perso, Schiffspapiere, Versicherung) - kein großes Ding. Muss man sich nicht aufregen

    Gruß


    Jürgen

  • Ist nicht nötig, wenn alle beim Thema bleiben und die Vergangenheitsbewältigung bzw. Fortführung überholter Vorurteile unterlassen.


    Grüße Jürgen

    Oooch, immer diese Spielverderber. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Bei aller Aufregung über Kontrollen, sei es durch die WaschPo, BP, Zoll oder wen auch immer, denkt an den Wald, in den man hineinruft. Höfliches, gar freundliches Auftreten entschärft die Kontrollsituation von vornherein. Aufkommenden Arger herunterschlucken und Mundwinkel hochziehen. Das hat auch schon zu DDR-Zeiten bei der Ein- und Ausreise gut funktioniert.

    Für jedes Problem gibt es eine Lösung, die einfach, klar und falsch ist.

  • Bei aller Aufregung über Kontrollen, sei es durch die WaschPo, BP, Zoll oder wen auch immer, denkt an den Wald, in den man hineinruft. Höfliches, gar freundliches Auftreten entschärft die Kontrollsituation von vornherein. Aufkommenden Arger herunterschlucken und Mundwinkel hochziehen. Das hat auch schon zu DDR-Zeiten bei der Ein- und Ausreise gut funktioniert.

    Volle Zustimmung! Eine Kieler Bäckereikette hat an den Tresen Schilder stehen. Sinngemäß "Man braucht 12 Muskeln, um die Stirn zu runzeln und nur 2, um zu lächeln. Wozu anstrengen?". Wie wahr.


    Grüße Jürgen

  • In den letzten 30 Jahren nur zweimal kontrolliert worden. Man hat mich nur nach Devisen > 10K€ pro Person gefragt. Ich habe geantwortet, dass wir aus dem Urlaub zurückkommen und bereits alles ausgegeben haben. Wir konnten zusammen darüber lachen :winking_face:

    Gruß
    Arne

  • Der Kontrollwahn besteht nicht nur in D. In anderen Ländern sind zwar andere Kontrollen, aber oft nicht weniger Formalitäten. Deshalb werde ich z.B. wohl nie in die USA reisen.

    Außer bei der Einreise wirst du in USA nicht kontrolliert. Sowas wie verdachtunabhänige Kontrollen gibt es in den allermeisten Bundesstaaten der USA nicht und andres ist bereits ein Verstoß gegen die Bürgerechte (Gegenwärtige Strafen die Bundesgerichte gegen Polizeibehörden diesbezüglich verhängen sind im fünfstelligen Bereich, und du hast das Recht Polizeibeamte zu filmen während sie dich kontrollieren). Alles andre was DEU oft denken ist Hollywood und hat nichts mit der Realität hier zu tun.


    Das heißt auch wenn du angehalten wirst, ob nun auf Wasser oder Straße gibt es auch ein Ticket, weil der Sheriff oder Polizist meint du hast gegen Gesetze oder Verordnungen verstoßen. Typisch auf dem Wasser, keine Schwimmweste dabei oder zu nahe an anderen und mit high Speed an anderen Verkehrteilnehmer.