Stromverbrauch Aufheizung 25 l Warmwasserboiler?

  • Bei mir ist ein 25 l Warmwasserboiler von Quick (B3112S5) verbaut, der entweder über Motor oder Landstrom heizen kann. Leistungsangabe ist 1.200 W.


    Als letzten Schritt zur völligen Unabhängigkeit möchte ich den gerne über meinen Inverter (VE Multi Plus 12/2000/80) betreiben, der also 2.000 W zur Verfügung stellen kann.


    Die Frage ist jetzt: Wie lange braucht der Boiler um aufzuheizen? Also wie viel Energie meiner 200 Ah (LiFePO4) geht drauf, wenn ich von null auf heiß erhitzen will? Leider habe ich keinerlei Angaben gefunden, wie lange der Boiler braucht, um die 25 l auf die serienmäßigen 60° aufzuheizen. Hat da jemand Erfahrung oder Schätzwerte?

  • Hallo Peter,


    Es dauert fast 1 Stunde, wenn das Wasser anfangs 20°C warm ist: t = 25 kg * 4190 J/Kg/K * 40 K / (1200 J/s)


    Bei eine Stunde Betrieb mit 1200 W ist die 2400-Wh-Batterie halb geleert (zzgl. Wandlerverluste).


    David

  • lida

    Tausend Dank, ich liebe die Fachkompetenz hier. Das ist dann im Sommer problemlos verträglich. Dann geht das ja. Das Nachheizen wird dann kein relevantes Thema mehr sein.

  • 20min Motor genügt auch, da ja doch zum An-Ablegen, Ankermanöver der Motor läuft würde ich mir um Warmwasser keine Gedanken im Sommer machen.


    Gruß Odyseus

  • odysseus:

    Das reicht nicht. Ich plane ja z.B. für Juli eine Tour mit 3 Tagen auf der Nordsee hin und zurück dasselbe. Da möchte ich gerne zwischendurch duschen können, wenn ich will -ich habe eigenes Duschabteil drinnen und die Außendusche hat auch kalt + warm Wasser. Daher sollte das dann über Inverter funktionieren.

  • Ich bin mir nicht sicher was günstiger ist. 0,3 Liter Diesel für 20 Minuten im Leerlauf oder ein (neuer?) Wandler und ein halber Zyklus der Batterie? Ich würde dafür nicht die Hälfte meiner Batteriekapazität opfern.

    LG und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel!


    Maik

  • Hey Mussi1975

    Aus ökologischer Sicht ist fossile Energie zu vermeiden. Solar und Wind habe ich schon. Das MultiPlus hab ich auch schon. Und die Batteriezyklen -wer weiß, wie viele das werden, das ist alles Theorie bisher. Daher hab ich ja LiFePO4, damit ich die auch ausnutzen kann...

  • Moin Peter,

    wenn wir mal Deine fossile Energiesparproblematik ausser acht lassen, bist Du m.E. mit dem Diesel weitaus schneller am Ziel. Was ich weniger verstehe: warum muss ein Mann, allein an Bord, der in drei Tagen nach N will und nach einem Tag ebenfalls min. drei Tage zurück segelt (also ein Hardcoretörn) duschen wollen? :mosking:

    Gruß Klaus

  • Hey Mussi1975

    Aus ökologischer Sicht ist fossile Energie zu vermeiden. Solar und Wind habe ich schon. Das MultiPlus hab ich auch schon. Und die Batteriezyklen -wer weiß, wie viele das werden, das ist alles Theorie bisher. Daher hab ich ja LiFePO4, damit ich die auch ausnutzen kann...

    Das ist löblich. Eine Flaute sitzt du auch aus? Ich würde eher 1-2 Tage Katzenwäsche machen, erst recht bei Wind, sprich Lage und Seegang bevor ich die Ladung oder auch nur halbe Ladung meiner Batterie für eine warme Dusche opfere. Aber jeder wie er mag.

    LG und immer eine handbreit Wasser unterm Kiel!


    Maik

  • und zu guter Letzt: 200A Akku, die Hälfte für den Boiler, was bleibt für 3Tage Navigation, Autopilot, Posis und Kühlschrank?

    Fahren zu 4. Wismar -Töre. Ohne duschen


    Gruß Odysseus

  • Leutz, bei normalem Wetter ist die Batterie mit Solar (aktuell 2 x 120 Wp) und Wind über Tag wieder deutlich angefüllt -zusätzlich zur aktuellen Fahrtverbrauchskompensation. Tatsächlich überlege ich mir für längere Fahrten noch einen Wassergenerator -nur der einzige mögliche Anbringungsort ist bei mir für die Schrauben extrem schwer zugänglich (hinter dem Gasflaschenfach, das eingeklebt ist und mühsam zu de- und remontieren).


    Mussi1975:

    Für Flaute gibt es Leichtwindsegel -Code0, Gennacker und demnächst wieder ein Parasail. Motoren tu ich nur in besonderen Fällen (neben notwendigen Rangierfahrten im Hafen/bei Schleusen/Brücken), versuche es aber zu vermeiden, wenn möglich. Und hier ist es möglich. Ist ja nicht so, dass ich nie motore. Aber ich versuche das so stark zu beschränken, wie möglich.

  • Moin Peter,

    hast du schon mal geprüft ob der Boiler unter Landstrom die Maschine mit heizt? Ist bei mir leider so. Dann kommst du mit den berechneten 1200 Wh nicht aus.

    Das liegt wohl daran, dass das Heizwasser unter Schwerkraft durch den Motor zirkuliert.

    Zausel

  • hast du schon mal geprüft ob der Boiler unter Landstrom die Maschine mit heizt? Ist bei mir leider so. Dann kommst du mit den berechneten 1200 Wh nicht aus.

    Das liegt wohl daran, dass das Heizwasser unter Schwerkraft durch den Motor zirkuliert.

    ..das wäre ja einfach zu lösen, indem man in die Zirkulationsleitung eine Brücke mit Ventil einbaut .


    LG Curt W.

  • Moin Zausel,

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    Ist doch fein was Peter da vor hat. Bevor der überschüssige Sonnenstrom verpufft, kann er da besser warm mit duschen. Die 100 Ah fallen ja auch nur bei einem kalten Boiler an. Außerdem korreliert günstigerweise die Sonnenintensität mit dem Drang zu duschen :smiling_face:

  • Zausel:

    Danke für den Hinweis, nein, so eine Idee ist mir nicht gekommen bisher. Hilf mir doch mal auf die Sprünge: Wie kann das gehen? Wenn ich es richtig verstehe ist im Boiler eine Heizspirale für 220V. Die macht das Wasser warm. Das Wasser zirkuliert aber nicht, weil ja keine Pumpe an ist.

    An meinem Motor sind zwei Schlauchanschlüsse. Ich gehe einfach mal davon aus, dass bei laufendem Motor da heißes Kühlwasser durchgepumpt wird, das um den Boiler/durch diesen geführt wird und so das Wasser aufheizt. Das zirkuliert durch die normale Motorkühlwasserzirkulation.

    Motorkühlwasser und elektrische Heizspirale sind nicht verbunden.

    Das ginge ja nur, wenn das durch Strom erwärmte Trinkwasser im Boiler dann das getrennte System des Motorkühlwassers erhitzt. Aber das kann ohne Motorlauf ja nicht im Motor zirkulieren -oder wie soll das mit Schwerkraft gehen?

    Aber ich sehe schon, das bringt eine Komplexitätsstufe mehr ins Spiel :O

  • Moin Peter,

    der elektrisch beheizte Boiler erwärmt die Motorkühlflüssigkeit im integrierten Wärmetauscher. Dies führt zu Dichteunterschieden im Kühlwasser woraus in der Regel Bewegung folgt. Deine teure Wärme dissipiert in den Motor.

    Dies kannst du aktiv unterbinden, z. B. durch ein Magnetventil im Wärmetauscherkreis, das durch Anliegen der "Zündung" geöffnet wird. Oder passiv durch eine durchdachte Verlegung der Schläuche, siehe Thermosyphon.

  • Meine Lösung für Warmwasser mit Bordstrom, die ich seit ein paar Jahren in Betrieb habe:


    Ich habe dem Anschluss des Boilers einen Dimmer vorgeschaltet, mit dem ich die Leistungsaufnahme stufenlos regeln kann. Sobald die Batterien per Solar/Wind/Wasser wieder voll sind, kann ich den Boiler einschalten und die Leistungsaufnahme so einstellen, dass nur die nun überschüssige Leistung verbraucht wird und die Batterien nicht belastet werden.


    Dauert natürlich länger zum warmen Wasser, aber es funktioniert. Allerdings habe ich auch nur einen 600W Heizstab.

  • So, damit wir nicht über verschiedene Boiler von Quick reden. Ich habe den Typ

    Quick Boiler B3212S5

    Dazu heißt es:

    "Die Quick Boiler sind mit einem Wärmetauscher ausgestattet und können an den Kühlkreislauf des Motors angeschlossen oder auch elektrisch mit der eingebauten elektrischen Heizpatrone betrieben werden."

    Ich lese das so, dass das zwei getrennte Erwärmungssysteme sind. Das also die elektrische Heizpartrone das Wasser heizt und nicht den Wärmetauscher des Motors. Oder ist das falsch?