Stromverbrauch Aufheizung 25 l Warmwasserboiler?

  • Lerigau:

    Der Gesetzgeber in Form von Regelungen für Gasanlagen. Ich hab die Quelle aber aktuell nicht zur Hand. Wenn ich es richtig im Kopf habe, muss ein Gerät eine Zulassung für den Gebrauch an Bord haben, den Gasdurchlauferhitzer nicht mehr bekommen, ich meine wegen der Problematik der Frischluftzufuhr. Dein Boot willst Du für Sturm luftdicht abschließen, Gasboiler müssen Frischluftzufuhr haben, die nicht verschließbar sein darf. Irgendwie so.


    Mux:

    Das macht vom System her keinen Sinn, ein Zweistecksdosensystem im Boot aufzubauen. Daher gibts ja Geräte wie das MultiPlus, das genau diese Funktion übernehmen. Liegt Landstrom am MultiPlus an, wird dieser verteilt, liegt keiner an, der Strom aus der angeschlossenen Batterie. Das vereinfacht das System enorm.

    Sailing is Boundless freedom.


    Peter



    http://www.sy-boundless.net

    Edited once, last by pf: Ein Beitrag von pf mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Bei mir hat der Boiler einen Stecker und es gibt neben dem Boiler eine vom Landstrom gespeist Steckdose. Ich könnte aber relativ einfach umstecken auf Inverter. Damit hat man beide Optionen.

    Finde ich eine gute Lösung, insbesondere wenn man das nur selten/ab und zu braucht. Bei vielen Booten ist der Boiler ja über eine "normale" Steckdose angeschlossen. Ein Mini-Verlängerungskabel zum Inverter und schon geht der Boiler auch unterwegs 👍

  • Robert_H:

    Schau mal auf die benötigte Leistung. Und dann schau mal in eine Anleitung eines Inverters, der diese Leistung bringen kann (dauerhaft, nicht als kurzzeitige Spitzenlast), welche Kabeldicken da vorhanden sein müssen. Dann wird Dir schnell klar, dass der Inverter möglichst nah bei der/den Batterie/en sein muss. Da ist dann nichts mehr mit Mini-Verlängerungskabel.

    Für mich ist das immer auch eine Frage der Sicherheit: Lose Teile auf dem Boot sind zu vermeiden oder ansonsten für jede Fahrt zu sichern. Daher wenn, dann tatsächlich Zweisteckdosensystem. Da hast Du dann aber auch wieder erheblichen Platzverschleiß dafür.

    Hat halt alles seine Pros und Cons.

  • Da ist dann nichts mehr mit Mini-Verlängerungskabel.

    Bei mir sind das unter zwei Meter :smiling_face: Wenn es um das Thema lose Teile geht, wäre das auf meinem Boot total einfach zu lösen. Ich würde das Verlängerungskabel einfach unter dem Cockpitboden liegen lassen (respektive einfach entlang des bestehenden Boilerkabels führen) und entsprechend befestigen und lediglich den Stecker ausstecken, oder noch besser, das Kabel mit einem Schalter "aktivierbar" machen, dann muss nur noch der Boilerstecker umgesteckt werden, was bei einem Blauwassertörn halt einmalig gemacht wird und nicht vor jedem Duschen notwendig ist.


    Mein Eindruck ist allerdings, wenn ich sehe, wie rigoros du solche Vorschläge abbügelst, dass du das einfach nicht willst. Insofern macht es dann wahrscheinlich auch wenig Sinn über diese Art von Lösung weiter nachzudenken und kleinere Problemchen zu lösen, die dabei noch auftreten könnten. Trotzdem vielen Dank an Mux Ich finde das einen guten Vorschlag.

  • Mein Eindruck ist allerdings, wenn ich sehe, wie rigoros du solche Vorschläge abbügelst, dass du das einfach nicht willst. Insofern macht es dann wahrscheinlich auch wenig Sinn über diese Art von Lösung weiter nachzudenken

    Robert, ich denke da hast du vollkommen recht. Peter hat die komplette Technik an Bord. Da würde ich auch die Vorschläge zu wilden Strippen abbügeln.

    Seine Eingangsfrage bezog ich darauf, wie lange er den Boiler autark betreiben kann, nicht darauf, wie er ihn anschließen soll.

  • Sorry, sollte so absolut nicht rüber kommen. Aber wilde Strippen passen einfach nicht in dem Boot. Und da ich das MultiPlus selbst eingebaut habe, weiß ich um Größe, Bedarf für Lüftung, Lautstärke bei Volllast, Anschlusskabeldicke etc. Da ist nichts mit "Mini"-Verlängerungskabel.

    Ich versuche auch mit dem MultiPlus das KISS-System umzusetzen. Ein Satz Steckdosen ist jetzt schon im ganzen Boot werksmäßig verteilt. Da noch eine Parallelverlegung für Invertersteckdosen macht für mich keinen Sinn. Der Aufwand ist viel größer als alles über das MultiPlus laufen zu lassen. Daher hab ich von Anfang an in das MultiPlus investiert.

    Ich will auch kein wildes Umstecken. Da vergißt man was und schwupps, passiert was. Das MultPlus kann ich komplett über das GX Panel in der Naviecke steuern. Da entspricht meiner Auffassung von KISS.

  • Moin Peter ist zwar off Top Aber du hattest ja mal vor Einen Warmwasserkollektor einzubinden funktioniert das nicht so gut? Oder bist du da noch in der Erprobung?


    Zum Multi plus ich würde ihn auch einfach dazwischen schleifen dafür ist er ja gemacht Notstromfunktion, Stombegrenzung,

    Netzstützung Bei schwach abgesicherten Zuleitung und großen Verbrauchern und so weiter.


    KISS the way to go 👍 wenigstens in diesem Feld


    Gruß Matze

  • Schlickschieber:


    manchmal muss man sich Fehlentscheidungen eingestehen. Die Investition in diesen Warmwasserkollektor (mit Steuerung, Pumpe etc), war eine Fehlinvestition, weil ich alles vorbereitet hatte, die spezielle Halterung auf dem Geräteträger ist angefertigt worden (und vorhanden), es hätten nur noch die Leitungsanschlüsse gemacht werden müssen. Das war in Coronohochzeit und keiner wollte mir das machen. Insbesondere die Trennstelle durch das Heck.

    Dann kam das neue Bimini, neue Projekte und ich sehe, dass ich zur Warmwasserbereitung den Kollektor nicht brauche. Meine Deutung ist so: Das Schicksal hat mir die Sache verzögert um mir zu zeigen, dass da oben für Starkwindbeanspruchung nochmals 20 oder 30 kg (mit Wasserdurchfluss) draufzupacken vielleicht keine so gute Idee ist. Also hab ich es gelassen. Die Halterung vorne abgeflext, damit das Bimini perfekt angepasst werden konnte, und obendrauf werde ich eine dritte Solarplatte anpassen. Ich schätze mal dass das ca. 80 Wp zusätzlich zu den vorhandenen 2 x 120 Wp werden.


    Das ist die (traurige) Wahrheit. Manchmel kommt es anders, als man denkt.


    Wenn Du also noch einen Warmwasserkollektor brauchst, ich gebe ihn Dir günstig ab :smiling_face:

  • manchmal muss man sich Fehlentscheidungen eingestehen.

    Ist doch etwas völlig Normales im Rahmen der Findungsphase. Man plant etwas und merkt im Laufe der Zeit, ob man sich damit wohlfühlt oder nicht. Manchmal erst, wenn man es ausprobiert hat und es bereits umgesetzt ist und manchmal früher. Wundere mich daher sowieso immer, wie du hier im Forum bei Vorschlägen von anderen immer sofort weißt, dass das für dein Boot falsch oder richtig ist.


    Bei mir selbst ist so etwas auch sehr phasenabhängig, manchmal habe ich Lust dieses und jenes am Boot umzusetzen, worauf ich dann ein paar Monate später, wenn zwischenzeitlich und natürlicherweise anderes in den Vordergrund gerückt ist, überhaupt keine Lust mehr habe.


    Diese Vielfältigkeit und nicht vorhandene Eindeutigkeit finde ich am Bootsfahren jedenfalls auch einer der tollen Sachen. Übertrieben gesprochen mich in einem fertigen Boot einfach nur tagelang ins Cockpit zu setzen und von A nach B fahren, wäre mir zu langweilig und einseitig. Aber bei jedem ist das natürlich anders :smiling_face:

  • Danke dir für die ehrliche Antwort, geplant ist sowas bei mir noch nicht. Und ein 3KW Multi plus habe ich auch schon an Bord.

    Derzeit laufen versuche mit Induktionsherdplatte zusätzlich zum Dieselkocher. Ich habe Gas komplett verbannt.

    Liebe Grüße und handbreit Matthias

  • Bei der Umrüstung meiner Sissi für Langfahrt ist der riesige Warmwasserboiler rausgeflogen. Der musste Platz machen für den Watermaker. In der Karibik war die Wassertemperatur jedenfalls sehr angenehm. Jetzt sind wir auf den Azoren und der Atlantik ist merkbar kühler geworden, das Duschen an Bord ist recht erfrischend geworden.


    Bei einer kleinen Recherche im Internet habe ich kleine Durchlauferhitzer mit 2 kW Anschlussleistung gefunden, die sind damit im Bereich dessen, was unser großer Inverter liefern kann. Für mich ist klar, dass im nächsten Winterlager ein kleiner Durchlauferhitzer eingebaut wird. Durch ein paar Sekunden Duschen werden die Batterien sicher nicht gekillt und der Komfortfaktor ist sicher immens.


    Obwohl... vielleicht duschen wir wieder länger, wenn das Wasser schön warm ist...

  • Bei der Umrüstung meiner Sissi für Langfahrt ist der riesige Warmwasserboiler rausgeflogen. Der musste Platz machen für den Watermaker. In der Karibik war die Wassertemperatur jedenfalls sehr angenehm. Jetzt sind wir auf den Azoren und der Atlantik ist merkbar kühler geworden, das Duschen an Bord ist recht erfrischend geworden.


    Bei einer kleinen Recherche im Internet habe ich kleine Durchlauferhitzer mit 2 kW Anschlussleistung gefunden, die sind damit im Bereich dessen, was unser großer Inverter liefern kann. Für mich ist klar, dass im nächsten Winterlager ein kleiner Durchlauferhitzer eingebaut wird. Durch ein paar Sekunden Duschen werden die Batterien sicher nicht gekillt und der Komfortfaktor ist sicher immens.


    Obwohl... vielleicht duschen wir wieder länger, wenn das Wasser schön warm ist...

    Moin mir sind diese klein Durchlauferhitzer Bekannt ich bin selber im SHK Bereich tätig, erwarte davon nicht zu viel.

    Selbst die 3,5 KW Version ist für ein Handwaschbecken mit wenig Wasserbedarf maximal ne schlechte Notlösung.

    Zum duschen wird es äußerst knapp Selbst bei lauwarmer Temperatur


    Gruß und Handbreit Matthias

  • Moin,

    mein WW- Boiler enthält 25 ltr Brauchwasser und im Mantel 9 ltr Systemwasser. Die Aufheizung erfolgt über 220 V, über die Bordheizung und über die Maschine. Außerdem verwenden wir eine Solardusche. Wenn es kühler wird, sind die Wasserheizung sowie die Maschine schon wegen Dunkelzeiten zunehmend in Betrieb, so dass über das Systemwasser nach innen im Boiler stets genug warmes Brauchwasser sowie 12 Volt vom Generator zur Verfügung stehen.

    Ich war längere Zeit samt Schiff in Norwegen. Da bot sich dieses System an, zumal die Maschine über einen geregelten Zwischen- Plattenwärmetauscher stets auf 50 Grd C dankbarerweise mit vorgewärmt ist und einen zusätzlichen Wärmespeicher innenbords darstellt. Nach meiner Auffassung ist es sinnvoller wie effektiv, gelegentlich die dieselbefeuerte und wasserführende Heizung anzuschmeißen anstatt wertvollen Akkustrom ineffektiv zu 220 V zu machen….

    Handbreit…! F⚓️🇺🇦

  • Moin mir sind diese klein Durchlauferhitzer Bekannt ich bin selber im SHK Bereich tätig, erwarte davon nicht zu viel.

    Selbst die 3,5 KW Version ist für ein Handwaschbecken mit wenig Wasserbedarf maximal ne schlechte Notlösung.

    Zum duschen wird es äußerst knapp Selbst bei lauwarmer Temperatur


    Gruß und Handbreit Matthias

    Selbst wenn es die Temperatur nur um 10°C erhöht, wäre es eine verdammt große Verbesserung des Komforts. Die Borddusche hat jetzt auch nicht den Durchsatz einer Dusche zu Hause an Land. Natürlich kann ich keine Wunder erwarten, doch spätestens in der Irischen See werde ich mir überlegen, noch mit dem kalten Wasser zu duschen. Etwas wärmer wäre schon echt geil.

  • craighouse

    Was meinst Du mit Durchsatz? Den Wasserdruck? Denn ansonsten versteh ich das nicht. Ich dusche an Bord wie zu Hause, nur dass hin und wieder der Absaugknopf fürs Abwasser gedrückt werden muss -hat wohl Zeitschaltung. Auch zu Hause nutze ich nicht vollen Wasserdruck, wobei auch die Dusche an Bord wahrscheinlich die nicht ganz 3 bar von Zuhause schaffen würde. Ich seh da bis auf etwas mehr Platz zu Hause ehrlich gesagt keinen Unterschied.

  • Ich hatte da noch eine Idee zur Ursprungsfrage nach dem Energiebedarf des Beulers. Wenn man mal einige Zeit Landstrom hat, so einen kleinen 20€ Energiemesser Zwischenstecker in die Zuleitung zum Beuler einbinden. Dann ein wenig das Nutzungsschema auf See / am Ankerplatz nachbilden und man kann die Berechnungen überprüfen.

    Nur eine Idee…

  • Warum sollte die Wärmekapazität des Wassers und andere elementare Grundlagen der Wärmelehre auf einmal nicht mehr stimmen? Auf ein paar Sachen ist auch heute noch Verlass :winking_face:

  • Warum sollte die Wärmekapazität des Wassers und andere elementare Grundlagen der Wärmelehre auf einmal nicht mehr stimmen? Auf ein paar Sachen ist auch heute noch Verlass :winking_face:

    Auf die schon, aber auf die Wirkungsgrade des Systems Batterie - Inverter - Boiler nicht unbedingt, sprich, die sind im Zweifel nicht bekannt.

    Darum ist der empirische Ansatz gar nicht so verkehrt.


    Und dazu gleich das praktische Beispiel von heute morgen (man verzeihe mir bitte, dass ich nicht genau gemessen habe):


    Um meinen 30l Boiler von etwas-wärmer-als-das-normale-Tankwasser auf bereits-etwas-zu-warm-zum-duschen-ohne-Kaltwasser-Zusatz habe ich innnerhalb von 30-45 Minuten ca. 500 Wh verbraten, wovon 75% aus der Batterie kamen und 25% direkt von der Sonne.