Corona durch Crew-Mitglieder eingeschleppt

  • Hast du als Skipper denn nicht vorab von allen Crew Mitgliedern einen Schnelltest verlangt?

    Wer viel verlangt, kriegt viel, wird stets reich beschenkt.


    Für eine echte Erkältung, dicht gefolgt von Corona spricht die statistische Wahrscheinlichkeit. Die ebenfalls stat. Wahrscheinlichkeit heil rauszukommen, kennt ja jeder.


    Grippeähnliche Symptome hätte man möglicherweise auch bei Dengue-Fieber. Auch die Pest ist nicht ausgerottet. Lungenentzündung, die stets ansteckend ist, beginnt relativ moderat. Früher haben junge Paare AIDS-Tests gemacht. Ihr erinnert Euch? Naja, zu 6st auf so einem Boot?

  • Ganz schwieriges Thema. Sieht man an einem Mediziner, der eigentlich als Minister sagen sollte, wohin die Reise geht - statt dessen macht eine Kleinpartei lautstark von sich reden. Ich fahre bald zu einem 80. Geburtstag in der Familie. Jubilar mit nur noch 35% Herzleistung. Riesen Feier - aber keiner redet über Corona-Tests. Also lass ich ihn auch weg - obwohl viel zwischen fremden Menschen unterwegs.


    Insofern - zur Ausgangsfrage - bin ich der Meinung, wenn keiner fragt, dann darf hinterher auch keiner meckern.

    Volker

  • Nun steht der böse Verdacht im Raum, dass man uns die Corona-Erkrankung verschwiegen hat, um an dem Törn noch teilnehmen zu können und sich dann auf dem Boot von der "Erkältung" auskuriert hat. Wohlgemerkt, das (waren) mal sehr gute Segelfreunde. Ich wäre mit denen auch über den Atlantik gesegelt, solch ein Vertrauen hatte ich.

    Gute Freunde - bedeutet die haben nix absichtlich gemacht - bedeutet falsche Einschätzung der Situation ..

    ((jeder! jeder weiß ;hat es einer und du kommst den anderen 10 zu nahe habe es davon mindestens 5 - so meine Erfahrung bei Freunden und Bekannten


    Aber die Dreistigkeit, ich muss es so sagen, nach mehr als 2 Jahren Corona keine Test zu machen "weil es sich nicht so angefühlt hat", finde ich einfach erschütternd

    das kann man FORDERN ... aber erwarten ... wenn ich denke es ist nix .. und keiner verlangt es ... weiss nicht .. "Dreistigkeit" finde ich bei Freunden das falsche Wort - total falsch eingeschätzt und ebenfalls die Konsequenzen ...


    ((meine besten Freunde anzustecken (vielleicht sogar zu gefährden) denke ich ist wenn man einigermaßen Normal ist schon die Höchststrafe ?

    Edited once, last by Sunshine Moody: Ein Beitrag von Sunshine Moody mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Wir waren gestern abend bei Freunden. Deren Tochter überraschenderweise verschnupft. Test negativ.


    Meine Tochter sauer, weil sie nächste Woche KiWo segeln will.


    Ja, hätte man vorher texten/sagen können, aber komm: Wozu ist ein Immunsystem gut? Mittags war`s halt noch nicht so wild.

    Aus Leistungssporttagen gilt: Will ich unbedingt auf einen Wettkampf, dann "isolier" mich so gut wie möglich und mach auch keine Downhills mehr...

    Normalerweise einfach gucken, dass das eigene Imunsystem ok ist und der Rest ist Lebensrisiko. Ich würd*s entspannt sehen. Mir wär die Freundschaft wichtiger.

  • Wäre es nur eine Erkältung gewesen, wären es auch 7 Tage gewesen. Symptome gleich, Verlauf gleich.

    Bei uns war vor 3 Monaten Covid sehr milde im Verlauf. Die Erkältung 2 Oichen später hat und alle 2 Wochen aus der Bahn geworfen und VIEL schlimmer.

    Möchte hier Covid nicht klein reden, aber die Verläufe sind eher harmlos. Und da wir mit 4 Personen an vier verschiedenen Schulen sind, weiß ich, wovon ich spreche, da ich dutzende Erkrankte kenne.

  • Freunde sind kostbar..

    Wie Wein, wertvoller, je älter man selbst wird.


    Eigentlich ist es egal, ob sie es eingeschleppt haben oder nicht, "wissentlich" oder nicht...

    Ich kotze hier jeden Morgen ab, Husten, Nase zu, Hals dick, eiter spucken...

    Und das ist normal.

    Da braucht es kein Corona, bei mir.

    Ich habe auch gar keine entsprechenden Kontakte (C-App:"Keine Kontakte" seit März 2020), wir haben uns seit rund 20 Monaten eingeigelt und draussen nur mit FFP2 und in meinem Fall Handschuhen und das auch nur allermöglichst turboselten. Mülleimer, Briuefkasten und Sohn mit dem Auto abholen mal außen vor...

    Frau im Job auch nur mit FFP2. Die Kunden tuscheln schon und regen sich - berlintypisch - auf.

    Aber einen Test habe ich erst einmal gemacht, als ich in ein Hotel in MV einchecken musste.

    Sonst gibt es einen einfachen Indikator meinerseits. Solange ich lebe habe ich kein Corona gehabt.


    Am Ende läuft es darauf hinaus, ob sie

    a) einen Test gemacht haben und wussten, dass sie positiv sind, oder

    b) den Verdacht hatten und dem nicht nachgegangen sind, oder

    c) keinen Verdacht hatten - "Erkältung" hatten so viele in letzter Zeit, die sich nicht getestet haben...gar nicht auf die Idee gekommen sind / kommen wollten....

    d) die Freundschaft Deiner Meinung nach so etwas aushalten kann oder können muss...


    Meiner Meinung nach ist entsprechendes Verhalten ähnlich zu bewerten, als ob jemand am Abend vor einer Reise, bei der er selbst fährt und andere im Auto mit nimmt, so viel trinkt (das ist gar nicht so viel...), dass sicher von ihm anzunehmen wäre, sofern er sich richtig informiert hätte haben wollen, dass er noch stundenlang am nächsten Morgen beeinträchtigt ist.


    Bei mir läuft das so, dass sobald andere von meinem Verhalten abhängig sind, ich es noch mal wesentlich genauer mit den Regeln nehme als sonst...


    Ich finde es interessant, dass es hier exakt um ein Dilemma geht, dass ich hier bereits 2020 thematisiert und damals hier furchtbar Prügel bezogen habe...

    :smiling_face:


    Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute und dass Euch nicht allzu viel zurück bleibt!

    Der Weg ist das Ziel.
    Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
    Jeder Alkoholismus mit einem ersten Glas.
    Jede Sucht mit einem ersten Mal.


    Jeden Abend ´nen Bier - Ganze Leben Alkoholiker


    Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...


    Cetero credo Putin esse delendum.

  • Möchte hier Covid nicht klein reden, aber die Verläufe sind eher harmlos.

    An der Grundschule meines Sohnes waren die Verläufe eher weniger "harmlos"...

    2 Lehrer sind dauerhaft arbeitsunfähig und vermutlich aus dem Dienst ausgeschieden.

    Einmal unbekannt, einmal Depression in Therapie.

    Unterricht findet klassenstufenweise (!) in einigen Fächern gar nicht mehr statt!

    Meine Mutter ist dran gestorben und wir kennen etliche, die damit wirklich schwer zu kämpfen haben. Vor allem auch danach.

    Die Toten mal raus genommen.

    Dabei einer, der nach Dreifachimpfung dreimal erkrankt war, immer schlechter wurde von Mal zu Mal und dann beim dritten Mal eben nicht mehr aus dem Krankenhaus kam.

    Die Frau vollkommen verzweifelt, doch seinen Stammtisch, den habe er ja schließlich nicht aufgeben wollen.

    Im erweiterten Bekanntenkreis sind da noch Schwerhörigkeit und eintretende Demenz, Nierenschaden, Dauerprobleme mit dem Darm, extreme Kurzatmigkeit selbst Monate später, echte Wesensveränderungen, vollkommene Antriebslosigkeit...

    Kaum einer, der nichts behält...


    Standardsatz:"So krank war ich noch nie!"


    Mit den bleibenden Symptomen wird dann häufig nach Monaten einfach resignierend weiter gelebt, die Hoffnung auf Besserung "zurück geschraubt", das Leben eben angepasst.


    Auswahlfehler eingeräumt, da meine Frau in einer Apotheke arbeitet.

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  • ch finde es interessant, dass es hier exakt um ein Dilemma geht, dass ich hier bereits 2020 thematisiert und damals hier furchtbar Prügel bezogen habe...

    :smiling_face:

    Da ging es auch noch um Varianten, die erheblich mehr Potenzial für tödliche Verläufe hatten und sehr viel mehr wirklich schlimme Krankheitsergebnisse lieferten.


    Gruß, Manfred

  • Aber insgesamt deutlich weniger Tote insgesamt!

    Die Zahl schnellte rst diese Jahr so richtig nach oben...

    Rücknahmen von Maßnahmen als Stichwort.

    Und Existenzen... Nun, ich habe in so richtig großer Zahl erst in diesem Jahr miterlebt, wie es Menschen zerstört hat. Vorher waren weniger, mehr dramatische Fälle.


    Ich finde es seltsam, dass Tote mehr oder weniger wert gezählt werden, je nachdem, nach welcher relativen Wahrscheinlichkeit ihr Tod statt gefunden hat!

    Da wurde viel verzerrt.

    Absolut gewinnen die leichteren Varianten. Sowohl bei den Toten, als auch bei den Long Covid Fällen. Nur die ITS sind weniger belastet, was ja zumindest auch mal was Gutes ist.

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    Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...


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  • Bleibt hier bitte mal beim speziellen, vom TE vorgegebenen Thema. Für eine allgemeine Coronadiskussion haben wir den bekannten Trööt.


    Danke und Gruß


    Manfred

  • Wenn aktuell Corona so verläuft wie eine Erkältung, kann man es auch ähnlich ernst nehmen. Es ist ja offenbar so, dass Impfung und Booster sehr helfen, um die Schwere der Erkrankung massiv zu senken.

    Also, ich würde dafür keine Freundschaft versenken.

    Ich brauche keine Therapie. Ich muss nur segeln.

  • Die Diskussion kann einen auch wundern:

    Bei einem Gruppentörn muss man als Organisator, der der Skipper ja auch ist, im Vorfeld klare Regelungen treffen, wie, wann ein Test zu erfolgen hat und welche Folgen daraus resultieren. Corona ist ja nichts neues und wird uns weiter begleiten.

  • Die Lehrer, die dann länger krank sind, kenne ich auch…

    Komisch, dass das meist die sind,

    die sonst auch alle 3 Wochen 2

    Tage fehlen…

  • ...geschlossene... hatte ich bei Therapie vergessen...

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    Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...


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  • moin

    ich kann Pusteblume nur beipflichten. Ich hatte wahrscheinlich auch Corona (alle im Haushalt hatten das), hab das nur nicht gemerkt, Alle Tests waren negativ. 2 Tage etwas Halsschmerzen (gedacht, das wird wohl eine Sommererkältung werden...) das wars. Jede "richtige" Erkältung ist schlimmer. Wegen so`n peanuts eine Freundschaft aufs Spiel setzen? Ist für mich etwas zu empfindlich reagiert. Mit Corona werden wir leben müssen, genau wie mit Erkältungen. Da macht man nicht so`n Aufriss davon.

    Handbreit

    bukh1

  • Das sehe ich grundlegend anders. Sich zu zweit mit Corona positiv in die Crew eines Segeltörns einzusortieren, ohne die anderen zu informieren, wäre verantwortungslos. Und es hätte insofern fast schon Züge von Körperverletzung, als dass derjenige, der positiv ist, über die körperliche Unversehrtheit der anderen entscheidet, ohne ihnen eine Chance der Mitsprache zu geben.


    Wenn sich alle einig wären und unisono die Haltung hätten: wird schon nicht so schlimm sein, die paar Erkältungssymptome ..., ok, dann wäre es ja in Ordnung. Aber es kann nicht sein, dass ein Positiver - hier sogar ein positives Paar, falls der Verdacht zutreffen sollte - diese Entscheidung für die anderen alleine trifft.


    Ich habe gerade Corona hinter mir, hab mich heute Morgen freitesten können, und ich darf sagen, dass ich die ersten Tage der Erkrankung mit ü39° Fieber ganz sicher nicht an Bord eines Segelbootes erleben möchte. Und sollte ich dann feststellen, dass ich mich bei einem verpaarten Crewteil angesteckt habe, die ihre eigene Infektion verheimlicht haben, dann würde mir echt der Kamm schwellen und die Freundschaft wäre Geschichte.


    Wenn man das mal zu Ende denkt, dann kann sowas die Sicherheit des Törns gefährden.


    In meinen Augen hat der TE als Skipper nur eine Chance, diesen Verdacht aus der Welt zu schaffen: das offene Gespräch, das unter Freunden selbstverständlich sein sollte. Kommt das nicht zustande, wird dieser Verdacht ewig im Raum hängen bleiben und unausgeprochen die Freundschaft auf Dauer belasten.


    Gruß, Manfred

  • Wäre es nur eine Erkältung gewesen, wären es auch 7 Tage gewesen. Symptome gleich, Verlauf gleich.

    Bei uns war vor 3 Monaten Covid sehr milde im Verlauf. Die Erkältung 2 Oichen später hat und alle 2 Wochen aus der Bahn geworfen und VIEL schlimmer.

    Möchte hier Covid nicht klein reden, aber die Verläufe sind eher harmlos. Und da wir mit 4 Personen an vier verschiedenen Schulen sind, weiß ich, wovon ich spreche, da ich dutzende Erkrankte kenne.

    Sorry, und die Leute im Krankenhaus simulieren nur ?

  • Sorry, und die Leute im Krankenhaus simulieren nur ?

    . . . und die 60 Toten/Tag sind auch nur scheintot (über 140.000 gesamt in Deutschland)

    Der Tod wird viel zu gern ausgeblendet.

    Die Zahl der Toten in der Ukraine auf beiden Seiten ist unbekannt.

    Die toten Soldaten sind nur Gefallene (hingefallen). Nach dem Krieg stehen sie wieder auf.

    Das Leben geht dann weiter.

    . . . ich schweife schon wieder ab.


    Reinhard

    Keiner und Nichts kann mich enttäuschen.
    Nur meine Erwartungen vermögen das.

  • Hier sollst du doch keine Antwort erwarten.

    Herzlichen Gruß - Peter Jc. :jugo: