Albin 78: Minimaler Wassereintritt bei Krängung / Entfernung Wassertank

  • Im Ankerkasten steht kein Wasser, aber ich werde ihn nachher einmal Fluten. Mittlerweile tippe ich auf eine brüchige Dichtung in der Toilette? Merkwürdig ist auf jeden Fall, dass ich über den Pumphebel Wasser ziehen kann, auch wenn das Seeventil eigentlich zu ist. Andererseits ist das Seeventil selbst eben nicht undicht…


    Danke und Grüsse

  • Helfen diese Bilder weiter? Da haben wir die Klappe zur Bilge in der Vorpiek vor der Seewassertoilette; im zweiten Bild dann in diese zum Bug hin hineinfotografiert - unter der Toilette durch (und auch den Wassertank) bis zum Bug. Die Restfeuchte (ich hatte das Wasser eben mit einem Schlauch abgepumpt) ist auf dem Boden noch zu erkennen…


    Danke und Grüsse

  • Das war es, der Ankerkasten ist undicht! Habe ihn eben, wie empfohlen, zur Hälfte volllaufen lassen und es lief direkt signifikant unter die Vorpiek durch! Tausend Dank für den Tipp mit dem Volllaufen lassen, denn blosses Reinhalten mit dem Schlauch genügte nicht. Wie einfach - Neulaminieren - wird sich das Leck jetzt beseitigen lassen? Kostenpunkt? Mit blossem Auge kann ich das Leck nicht ausmachen.


    Viele Grüsse

  • Möglicherweise siehst Du die Stelle(n) erst, wenn Du Boden und Wände etwas aufschleifst. Die Sanierung ist übrigens nicht so kompliziert, wenn es sich um Topcoat (also Polyester) handelt, was dort verstrichen wurde (und nicht irgendein 1K-Lack)- etwas aufschleifen und dann per 1..2 Lagen Glas + Harz + Topcoat beschichten. Der Ankerkasten ist ja weder groß noch tief - sollte also in 3..4 Arbeitsgängen a 1h machbar sein - von einem Bootsbaubetrieb - also irgendwo um die 500€ kosten.

  • Danke! Habe jetzt noch herausgefunden, dass die Undichtigkeit (Haarrisse und Mikrolöcher) unweit des unterrn Bereichs beim Lenzaustritt liegt. Und zwar vor allem an den Rändern. Ich dachte, dass es für eine Abdichtung womöglich schon reichen könnte, die Ecken/Ränder mit Sikaflex, Epoxidharz oder Gelcoat zu überstreichen. Was würde sich da als einfachste Lösung anbieten? Ein komplettes Laminieren des Ankerkastens halte ich für übertrieben.


    Danke und Grüsse

  • Moin,


    mit Matsche wird das nicht richtig dicht.

    Anschleifen, oder wenn Farbe drauf ist, abschleifen, zwei Lagen dünnes Gelege mit Epoxyd auflaminieren, fertig.


    Jörg

  • Wie entwässert der Ankerkasten?

    Direkt über eine Bohrung nach draußen oder erst über einen Schlauch nach draußen?

    Bei meinem Hanseaten hatte sich die Schlauchtülle, mit der der Schlauch an der Ankerkastenentwässerung befestigt ist, teilweise gelöst und es tropfte nebenbei.

  • Der Ankerkasten entwässert direkt über eine Bohrung nach draussen. Ich bin eben mit abgedichtetem Ankerkasten auf die Ostsee raus. Ergebnis: Weniger Wasser unterhalb der Vorpiek, aber es sickert dennoch minimal nach. Und zwar immer von unterhalb der Toilette. Kann es sein, dass dort - neben dem Ankerkasten - auch eine Undichtigkeit ist? Trotz trockenem und geschlossenem Seeventil?

    Danke!

  • Der hier wird offenbar gar nicht entwässert - außer mit einem Schwamm.
    Solange da Beschichtungen drauf sind, kann keine vernünftige Aussage zur Reparatur getroffen werden. Die Pfusch (Trial an Error)-Variante ist die der Dichtmasse, die handwerklich saubere Lösung ist ein rundum intaktes Winkellaminat, dass nicht an den L-Stellen, sondern in den spitzen Winkel durchaus eine Herausforderung darstellen dürfte.

    Kompromiss: Die Fugen mit Dremel und Fräskopf aufmachen. Dann wird man sehen, ob bereits Dichtmasse verwendet wurde oder nur (sprödes) Topcoat oder whatever. Und dann eine Hohlkehle rundum mit angedicktem, d. h. faserverstärkem Epoxid legen. Der Sperrholzboden sollte insgesamt so versiegelt sein, dass das Sperrholz auch durch länger stehendes Wasser nicht feucht werden kann.

    Gruß
    Andreas