Haftpflichtversicherung für Barfußroute

  • ... frag da deine Haftpflicht an:


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    und du wirst sie vermutlich bekommen. Weltweit.


    Mit etwas Glück bekommst du auch eine Kasko Europa, Med, Atlantik bis zu den Kanaren, sonst 200nm westlich in den Atlantik rein.


    Aber Haftpflicht reicht ja im Grunde. (was ggf. jeder für sich selbst entscheiden muss)


    Holger

    Holger

    SV RUNAWAY (Catalina 34) - gerne mal anklopfen, wenn ihr mich irgendwann irgendwo seht :smiling_face:

  • Auch bis zu den Kanaren reicht. Welchem Päckchenlieger willst Du denn mitten auf dem Atlantik den Bugkorb abfahren oder die Seite zerkratzen?


    Ich hatte mal ne günstige Bootshaftpflicht (!), die nach Fahrgebiet gestaffelt war. Ohne England, Skagerak und Bretagne war deutlich günstiger. Mehr als Europäisches Festland mit Mittelmeerinseln bis Ägäis und brit. Inseln hätten sie auch gegen Aufpreis nicht gewollt. 3te Einschränkung: HP nur auf direktem Weg vom Festland zu besagten Inseln und sonst nur In Sichtweite von Land (=Merkmal für terrestrische Navigation). Die teuersten Sachen, die man realistischerweise kaputtfahren kann, sind sowieso irgendwo festgemacht oder angeschraubt. - Perfekt also.

  • Die teuersten Sachen, die man realistischerweise kaputtfahren kann, sind sowieso irgendwo festgemacht oder angeschraubt.

    Oder der Kahn säuft ab und muss geborgen werden, mit Diesel Absaugung ect. Ist nur realistischerweis !


    Gruß Klaus

    Ab Windstärke zwölf gibt es keinen Atheisten mehr.( Helmut Gollwitzer)

  • Die ziehen den aus’m Atlantik! Mitten raus!

    Wenn du mit der Kiste spektakulär absäufst, versteckte Schätze an Bord hast und der Name auf "-anic" endet - bestimmt.



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  • Die ziehen den aus’m Atlantik! Mitten raus!


    Die ziehen den aus’m Atlantik! Mitten raus!

    sind sowieso irgendwo festgemacht oder angeschraubt. Auf´n Atlantik?


    Gruß Klaus

    Ab Windstärke zwölf gibt es keinen Atheisten mehr.( Helmut Gollwitzer)

  • Bavaria 56 V du hast aber schon auch die vorherigen Posts gelesen, in denen es darum geht, so lange man küstennah unterwegs ist eine entsprechende Versicherung zu haben und nur während der Überfahrten darauf zu verzichten?


    Und nochmal, weil du das ansprechend wollen wirst: man kann Bergekosten versichern lassen, auch ohne Kasko.

  • Oder der Kahn säuft ab und muss geborgen werden,

    Bei einer einfachen HP ist das ja ohnehin nicht dabei. Bei der, die ich hatte, war zwar keine Bergung, dafür aber Umweltschäden versichert. Bis 50ooo glaube ich mich zu erinnern. Was soll da großartig passieren, wenn nichts aufreißt.*


    Bergung hätte Pantenius im Rahmen einer Totalverlust-Versicherung zu etwas mehr als dem 11fachen meiner damaligen Prämie übernommen, auch wieder nur für begrenzte Fahrgebiete. Dafür war mir das Risiko nicht groß genug.


    Lt. der Zeitschrift Zeilen gehört zu den teuersten Einzelposten beim Bergen das Suchen, z.B. des Boots oder eines Masts. Das reine Wegschleppen oder Aufladen der Trümmer ist fast schon erschwinglich dagegen.

    Also niemals :whistle2: Bootsnamen auf Anker, Mast und derlei Gerödel anbringen. Macht keiner! "Kuhfortis Stalleeris", wie Petrus schon predigte.



    * beim Tanken kräht das damals kleine Kind durch die Totenstille des Hafens: "Papa, guck mal, das ganze Öl was da schwimmt, das ist doch von uns." So schnell habe ich noch nie 100 Köpfe aus den Lukendeckeln auftauchen gesehen. Im Gleichschritt. Natürlich war da nix. In etwas Entfernung kamen ein paar einsame Schlieren angetrieben. Danach der Hafenfuzzi, keine 2 min (<<120s). Es war immer noch nichts. Er meinte, das Öl wäre von mir, weil ihm das einer, der nichts gesehen hat, so berichtet hätte. Lange Geschichte, kurz erzählt, ich habe weder etwas bezahlt noch irgendeine Rechnung offen.

  • Einigen geht wohl erwartungsgemäß das Geld aus, das Boot unverkäuflich da völlig runtergewirtschaftet, Rückweg zu weit/ nicht machbar und dann werden alternative Entsorgungen gesucht was dann zu Bergungskosten führt (ist mittlerweile ja auch fast immer ausgeschlossen). Extrem schlecht gewartete Motoren oder Rigg kann halt auch schnell Fremdschäden verursachen an Mensch oder Material (Motorausfall beim anlegen in der Marina...). Ein Makler erzählte mir, sie versichern überhaupt nicht mehr außerhalb der EU, da die Wetterkapriolen aufgrund des Klimawandels einfach zu unsicher geworden sind.

    Da wird etwas dran sein. Es hat sich ein segelndes Präkariat gebildet, das häufig irgendwann irgendwo "strandet". Der Versicherungswert des Bootes ist oft das einzige, was bleibt. Wenn Versicherer einen Mindestwert ansetzen, steht dahinter die Erwartungshaltung, dass es sich dabei nicht um Abenteurer handelt, die einen in der Bucht ersteigerten Oldtimer irgendwo zu Tode reiten und die Rückkehr in die Zivilisation von der Versicherungssumme bestreiten. Diese Art Exit würde möglicherweise überhand nehmen oder nahm es bereits, insbesondere in abgelegenen Gegenden, wo eine neutrale Untersuchung oder Begutachtung durch den Versicherer mit vertretbarem Aufwand nicht möglich ist. Die Schäden durch tropische Stürme kommen on top. Da werden zuweilen dreistellige Millionenwerte durch einen Hurrican vernichtet. Der Ostsee-Eigner will (imho zu Recht) mit solchen Risiken nicht in einen Solidartopf geworfen werden. Unsere Versicherung hat unter Hinweis darauf mehrfach satt die Prämien erhöht. Wir haben denen gesagt, dass wir bei aller liebe mit einem mehrjährigen Moratorium rechnen und sie ihre Risiken anders und angemessener gruppieren sollen - sonst sind wir raus. Man müsste Eignern also vorhalten, sich z. B. in der Hurrican-Saison überhaupt in einem bestimmten Revier aufgehalten zu haben: ein Aufenthalt in der Karibik ist von Mai bis November ausgeschlossen oder so in etwa. Vermutlich nicht praktikabel. Daher wird man mit älterem Bootsmaterial auf Langfahrt wohl zunehmend ohne doppelten Kasko-Boden auskommen müssen. Dass eine Haftpflicht verweigert wird, erschließt sich mir allerdings nicht. Bei uns sind Bergekosten über die Kasko gedeckt. Kann jedoch sein, dass Umweltschäden bzw. eine Entsorgung zur Vermeidung von Umweltschäden Haftpflichtfälle wären und sich die o. g. Problematik auch darauf zunehmend auswirkt.

    Gruß
    Andreas

  • Da wird etwas dran sein. Es hat sich ein segelndes Präkariat gebildet, das häufig irgendwann irgendwo "strandet". Der Versicherungswert des Bootes ist oft das einzige, was bleibt. Wenn Versicherer einen Mindestwert ansetzen, steht dahinter die Erwartungshaltung, dass es sich dabei nicht um Abenteurer handelt, die einen in der Bucht ersteigerten Oldtimer irgendwo zu Tode reiten und die Rückkehr in die Zivilisation von der Versicherungssumme bestreiten.

    Aus dem ersten Absatz in "Die richtige Versicherung für eine Langfahrt finden"kann man schon ablesen, dass bei der Versicherungsbranche Vorbehalte gegen die Versicherung von Langfahrten bestehen und einer der Gründe hast Du wohl richtig benannt.

  • Einen US-Versicherer würde ich mir abschminken. Ich hab es bei meiner Atlantiküberquerung erlebt, welche exorbitanten Raten von denen verlangt werden. Und dann steht bei einigen im Vertrag: Fahrtgebiet Max 50 sm vor der Küste, obwohl Ozeanüberquerung angefragt wurde.

    Die USA sind auch ansonsten sehr häufig von Versicherungsleistungen ausgeschlossen, und das ist den Versicherungen auch nicht zu verdenken. Da sind die Risiken nicht kalkulierbar.


    Handbreit