MwSt. verstehe es nicht.

  • Als ich das letzte Boot gekauft habe, war die Situation so:

    Hergestellt in Finnland, geliefert nach Dänemark. Hier war dann der Händler verpflichtet die Steuer mit der Übergabe an den Kunden zu entrichten. Dieser Händler war zu meiner Erwerbszeit nicht mehr am Markt und es gab keine Originalrechnung.

    Auf meine Anfrage an das Zollamt Lübeck was zu tun ist, hieß es: Den Nachweis auf geeignete Weise erbringen. Auf meine Frage was denn die geignete Wise sei, bekam ich die Auskunft, dass dies die Beamten vor Ort entscheiden.


    Danach habe ich mir eine Unbedenklichkeitsbescheinigung die VAT betreffend von einem dänischen Zollkommissar erstellen lassen. Der brauchte ein wenig Motivation das in dänischer und englischer Sprache zu verfassen.


    Damit wieder zum Zoll. Die Aussage nun, er würde das akzeptieren. Was die Kollegen vor Ort entscheiden wäre aber ihre Sache....

    Viele Grüsse


    Dieter

  • Tja, das passiert leider wenn irgendein Torfkopp im Hinterzimmer sich irgendwelche Regeln überlegt, diese in ein Gesetz gießt ohne dabei einen Gedanken an die praktische Umsetzbarkeit zu verschwenden und genaue Durchführungs Richtlinien zu erlassen.


    Ist dann wie hier in Griechenland. Da interpretiert auch jeder Hafenpolizist das Gesetz, sofern er es überhaupt kennt und verstanden hat, wie er gerade möchte. Und am nächsten Tag schon wieder anders.


    Anmerkung am Rande: Selbst wenn mal alle Unterlagen wasserdicht hat, mit Originalrechnung und lückenloser Nachweis des Aufenthaltsorts der Yacht über die letzten 50 Jahre, kann es trotzdem passieren dass ein Neunmalkluger Beamter von dir fordert nachzuweisen, dass die Umsatzsteuer nicht irgendwann zwischen durch erstattet wurde. Was natürlich unmöglich ist nachzuweisen, denn beweise mal ein Negativum.

    Ist in Griechenland gerade beliebter Beamtensport in Verbindung mit EU versteuerten UK Yachten.


    Will sagen, man kann sich nur so gut mit Dokumenten absichern wie möglich. Wenn dem Beamten deine Nase nicht passt, wird er die nicht anerkenne. Nunja, die Gerichte und Anwälte wollen ja auch nicht arbeitslos werden.

  • Wenn man von privat ein Boot (dänischer Wertbau 1986) gebraucht kauft und es gibt lediglich einen Kaufvertrag von Makler an heutigen Eigner, ist das ein Problem?

    Muss ich was zusätzlich beachten bzw. in die Wege leiten?

    Mich wundert, dass noch niemand gefragt hat, wen der Makler dort vermittelte und wo sich das Boot befindet. Wenn aus dem Kaufvertrag hervorgeht, dass dieses Boot vor xy (Kritische Frist kenne ich nicht, steht evtl. im Yacht Artikel, den ich vor längerer Zeit las) Jahren an Eigner außerhalb der EU verkauft wurde, wirst Du wohl neu nachdenken müssen.
    Ich nehme jedoch an, dass beide Parteien ihren Wohnsitz in der EU haben und Du das Boot nunmehr auch von einem EU-Bürger kaufst und dass sich das Boot auch dort befindet und nicht vor xy Jahren (Frist: siehe oben) auf den Mond verbracht wurde, von dem Du es nun zurück in die EU überführen müsstest.


    Gruß
    Andreas