Was fehlt noch an Bord für den Schlag nach Portugal / Kanaren

  • Von Wassermacher bin ich noch nicht so richtig überzeugt. Ich finde der Salzgehalt ist dabei einfach immer noch zu hoch, auch wenn man das nicht unbedingt schmecken muss.

    Ein Watermaker reduziert den Salgehalt in der Regel um 99%. Mit zunehmendem Alter der Membran kann sich der Wert etwas verringern.


    Aus Seewasser mit im Schnitt 35000 ppm werden also 350 ppm. Der Grenzwert, um als Frischwasser durchzugehen, liegt bei 1000 ppm.


    So manches Mineralwasser hat m.W. einen höheren Salzgehalt als das aus dem Watermaker.


    Ich denke mal, die Salzmengen die du täglich mit der Nahrung aufnimmst, übertreffen 2-3 Liter Trinkwasser aus dem Watermaker bei weitem.

  • Aus Seewasser mit im Schnitt 35000 ppm werden also 350 ppm

    Ich tue mich mit dem Umrechnen von ppm in g immer etwas schwer. Falls 350 ppm aber 350 mg/l entsprechen, finde ich das viel. Das wäre bei 3 l pro Tag eine extra Aufnahme von 1 g Salz/Tag. Wenn man sich anschaut, was aus medizinischer Sicht sinnvoll ist, ist dieses Extra-Gramm schon viel.


    Aber nicht jeder achtet bei diesem Thema so auf seine Gesundheit und die Alternative, ständig auf Wassersuche zu sein, ist auch nicht unbedingt so toll. Von daher nochmal die Betonung, dass dies lediglich meine eigene Gewichtung ist und das auf jeden Fall jeder so machen kann, wie er es will. Kein Pädagogisches von oben herab :smiling_face:

  • Ich tue mich mit dem Umrechnen von ppm in g immer etwas schwer. Falls 350 ppm aber 350 mg/l entsprechen, finde ich das viel. Das wäre bei 3 l pro Tag eine extra Aufnahme von 1 g Salz/Tag. Wenn man sich anschaut, was aus medizinischer Sicht sinnvoll ist, ist dieses Extra-Gramm schon viel.


    Aber nicht jeder achtet bei diesem Thema so auf seine Gesundheit und die Alternative, ständig auf Wassersuche zu sein, ist auch nicht unbedingt so toll. Von daher nochmal die Betonung, dass dies lediglich meine eigene Gewichtung ist und das auf jeden Fall jeder so machen kann, wie er es will. Kein Pädagogisches von oben herab :smiling_face:


    Man schwitzt ja doch viel an Bord, da kann Salz nicht schaden. Ich meine die Segeljungs hatten davon berichtet, dass sie - nach Rücksprache mit einem Arzt - auf ihrer Pazifikpassage Symptome von Salzmangel hatten (Übelkeit, Kopfschmerzen, „kein klarer Kopf“).

  • Man schwitzt ja doch viel an Bord, da kann Salz nicht schaden.

    Das ist in dieser Pauschalität so leider nicht richtig, auch wenn Salz zu vielen Speisen einfach dazugehört oder umgekehrt viele Speisen ohne einen gewissen Mindestgehalt an Salz einfach nicht gut schmecken. Bei Brot z. B. liegt die Grenze ungefähr bei 8 g pro 1 kg Brot. Darunter wird es grenzwertig.


    Aus medizinischer Sicht haben sich trotzdem sehr klare Grenzen herausgebildet, ab denen es deutliche gesundheitliche Nachteile gibt. Einer davon ist z. B. der Wert von 5 g/Tag, auch wenn das viele nicht hören wollen und es bei so etwas dann schnell einen Aufschrei gibt, aber rein medizinisch sehen die Daten halt so aus. Da gibt es relativ wenig Zweifel im Wissenschaftsbetrieb. Aber wir sind ja in einem freien Land. Da kann jeder damit umgehen, wie er will und Prioritäten al gusto setzen.

  • Ich tue mich mit dem Umrechnen von ppm in g immer etwas schwer. Falls 350 ppm aber 350 mg/l entsprechen, finde ich das viel. Das wäre bei 3 l pro Tag eine extra Aufnahme von 1 g Salz/Tag. Wenn man sich anschaut, was aus medizinischer Sicht sinnvoll ist, ist dieses Extra-Gramm schon viel.


    Aber nicht jeder achtet bei diesem Thema so auf seine Gesundheit und die Alternative, ständig auf Wassersuche zu sein, ist auch nicht unbedingt so toll. Von daher nochmal die Betonung, dass dies lediglich meine eigene Gewichtung ist und das auf jeden Fall jeder so machen kann, wie er es will. Kein Pädagogisches von oben herab :smiling_face:

    Robert_H Die Rechnung stimmt so. Allerdings sind unter der Annahme, dass die 350 mg/l aus reinem Kochsalz bestehen, nur etwa 40%, also ca. 140 mg, davon Natrium. Und dessen Zufuhr sollte in der Tat 1,5-2 g/Tag nicht überschreiten, das Chlorid ist bei normaler Trinkmenge weitgehend unkritisch. Da bleibt also bei einer täglichen Flüssigkeitzufuhr von 3 Liter noch Luft nach oben. Die von MichaelK angegebene Grenze von 1000 ppm, entsprechend ca. 400 mg stammt übrigens von der WHO und definiert "trinkbares Wasser", was nicht unbedingt unseren Anspruch in D abbildet. Die Trinkwasserverordnung schreibt für Natrium einen Höchstwert von 200 mg/l fest. Auch dieser Wert wird also von den Watermakern zumindest sicher errreicht, wenn die Membranen frisch sind. Von großer Bedeutung für den Erhalt des Entsalzungseffekts ist, die Membranen der Geräte gemäß den Herstellerangaben auch regelmäßig auszutauschen.


    Grüße Jürgen

  • Zuerst, trotz aller guter Ratschläge: Der Schlag über die Biskaya ist immer noch gut planbar, die Wettervorhersagen sind gut genug. Und wie wir in einem anderen Thread gelernt haben, hat das franz. Arome-Modell eine sehr gute Vorhersagequalität, bietet aber leider nur Vorhersagen für zwei Tage - für die Biscaya reicht das fast. Wir hatten damals Ende Oktober eine Querung bei sehr angenehmen und schnellem Halbwindkurs.


    Zum Kochen unterwegs: Da braucht man keine großen Aufriss mit Tiefkühler, einfach ein bischen was Vorkochen in Tupperdosen und in die normale Kühlbox. Wenn das nicht gerade eine Muschelsuppe ist, braucht man sich da keine Gedanken um die Haltbarkeit zu machen. Selbst eine Bolognese überlebt das zwei Tage, Sorgfalt bei der Verarbeitung vorausgesetzt. Bei gutem Wetter kann man auch in der Pflicht locker Gemüse und Zwiebeln schnippeln.

    Die Mikrowelle könnte tatsächlich eine gute Alternative zum Gasherd sein. Wenn es einem doch zu ruppig ist, kann man auch mal beiliegen. Da der Herd mit Sicherheit kardanisch aufgehängt ist und Klemmen hat, wird Tom den Herd auch während der Fahrt verwenden können. Ich verwende immer den normalen Gasherd, aber für Tee-, Kaffeewasser unterwegs einen Wasserkocher über den Inverter. Stromprobleme wird Tom nicht haben, den Autopiloten braucht er mit der Windsteuerung nicht und den Plotter kann man in Standby betreiben. Es gibt schließlich keinen Grund ständig den Kurs auf dem Plotter zu verfolgen.


    Wg. der vorgeschlagenen Decken + Kissen. Zum einen wird es mit jeder Stunde die man nach Süden kommt wärmer, Nordspanien hat Ende Oktober für uns Mitteleuropäer immer noch sehr angenehme Temperaturen, zum anderen sind mir, ganz persönliche Meinung, die losen Dinge im Cockpit eher ein Graus. Alles Sachen über die man gerne stolpert. Von daher bevorzuge ich die blanken Cockpitbänke, da sitzt man auch bei ruppiger See sehr viel sicherer, ansonsten gibt es ja noch unten die Salonbänke, Naviplatz, ...


    Gruß Ralf

  • Mein persönliches Top-fehlt Equipment:


    - SAT Handy mit Datenreceiver für Wetterupdate und SMS Kommunikation nach Hause

    Als Kompromiss benutze ich ein Garmin inReach. Damit kann man zwar nicht telefonieren, dafür sind die Kosten überschaubarer.

    Die Familie kann sehen, wo man ist, und man kann SMS schicken.

  • Moin Moin Moin


    vielen vielen Dank für die guten und unterstützenden Informationen.


    Auch die teilweisen Off-Topic Diskussionen helfen über das Ein und Andere nochmal nachzudenken.


    Nach mehreren Gedanken und Gesprächen am Wochenende mit meiner Frau zu unserer nächsten Zukunft sind wir tatsächlich "dem Aufbruch" näher als noch abzuwarten.


    Ich werde in der kommenden Woche das Boot mit meinen Checklisten nochmal durchgehen und mich dann entscheiden.


    Herzlichst,

    Tom

  • Viel Erfolg und noch viel mehr Spaß.


    Gruß, christian

    "Nach vorn geht mein Blick, zurück darf kein Seemann schau'n!" (La Paloma, Hans Albers)

  • ppm ist keine Gewichtseinheit...

    Paulest Leider offtopic, aber ppm beschreibt immer nur ein Verhältnis analog zu Prozenten. Das kann für Volumina, Gewichte u. a. m. angegeben werden. Lies´ mal hier.


    TomFrd Gutes Gelingen! Weitreichende Entscheidungen benötigen manchmal intensives Abwägen. Vielleicht lässt Du uns das Ergebnis ja wissen.


    Grüße Jürgen

  • Aber nicht jeder achtet bei diesem Thema so auf seine Gesundheit und die Alternative, ständig auf Wassersuche zu sein, ist auch nicht unbedingt so toll.

    Das würde ich so nicht stehen lassen. Es kommt auf das Gebiet an, wo man ist und welches Wasser man in der „Marina“ bekommt.


    Da ist ein frisches Wasser frisch aus dem Meer vom Watermaker, viel gesünder als das was in der Marina in den Tank kommt. Bei mir gehört ein Watermaker auf Langfahrt zur Pflichtausrüstung. Wen es nur auf die Kanaren gehen soll, ist er entbehrlich, sonst würde ich ihn dort nachrüsten lassen. Aber kein Grund die Abfahrt aufzuschieben

  • Moin,

    sorry die Antwort erst jetzt, bin 270 nm gesegelt. Der Timer ist fürs Schlafen / Ausruhen. Wenn ich müde bin, wache ich nicht nach 10, 15 oder was auch immer Minuten auf und ich muss mich ausruhen, wann immer es geht. Das geht mit dem Gymboss am Hals getragen sehr gut. Wenn ich denke, jetzt 10 Minuten die Augen schließen, schaue ich entweder alle 5 Minuten auf die Uhr und schlafe nicht oder wenn ich dann nach 5 Tagen zu müde bin, schlafe ich gleich 3 Stunden oder mehr. Das gleiche gilt, wenn ich ein Buch lese, man kann halt entspannen.

    Gruß Hennes

  • Alles gut.

    Alles kann, nichts muss.

    Genieße Deinen Trip!


    Wir bezahlen Dich ja hier nicht fürs Posten!


    Fühlst Du Stress, ändere den Stressor oder Deine Einstellung zum Stressor.


    Viel Spaß wünsche ich Dir.


    Und denk immer dran:

    Der lieb gemeinte Neid so vieler Mitleser, die lieber Mitsegler wären, steckt in jeder Welle, jedem Windstoß, in jedem Klingeln des Weckers....

    "Oh, der Wecker! Im Forum wären sie jetzt alle neidisch, dass nicht SIE gerade geweckt werden!"

    Schon geht's Dir besser!

    Der Weg ist das Ziel.
    Jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt.
    Jeder Alkoholismus mit einem ersten Glas.
    Jede Sucht mit einem ersten Mal.


    Jeden Abend ´nen Bier - Ganze Leben Alkoholiker


    Möge keiner sagen, er hätte es nicht gewußt...


    Cetero credo Putin esse delendum.

  • Squareline wird von den Herstellern von Ankerwinden empfohlen, weil die gut über die Nuss läuft. Zumindest angeblich. Probiert habe ich es ehrlicherweise noch nicht.

    Das habe ich auch so und die Leine läuft auch über die Nuss, allerdings darf kein großer Zug darauf sein. Für die Ewigkeit ist das nicht. Bei mir sieht man schon nach kurzem Gebrauch (eine Saison und nur 3 x eingesetzt), wie sich einzelne Fäden aus den Kardeelen herausziehen.

    Gruß Klaus

  • Jetzt frage ich nochmal gezielt wegen der Kettenverlängerung:


    Bestehende Kette mit weiteren Gliedern verlängern ist keine Option?


    Besser oder nur der Weg mit "alles raus" und "neue rein"?


    Oder gibt es auch gute Kettenverlängerungen mit Kette?


    Danke und LG

    Tom

  • Zumindest mir ist keine gute Möglichkeit der Kettenverlängerung bekannt.


    Ich werde demnächst auch meine alte Kette rausschmeißen und gegen eine längere austauschen.


    Schöne Grüße,


    Roman

    A ship in a harbour is safe, but that is not what ships are built for !

  • .. meines Wissens gibt es auch keine Möglichkeit einer festen Verlängerung. Diese Notglieder sind wirklich nur NOTglieder.

    Ich habe das Problem ja auch gehabt, aber "zum Glück" habe ich meine 45m Kette on the way verloren (ich berichtete) und konnte mir somit eine 75m neu kaufen :smiling_face:

    ggf. könnte ich noch 30m Trosse anschäkeln.

    Holger

    Holger

    SV RUNAWAY (Catalina 34) - gerne mal anklopfen, wenn ihr mich irgendwann irgendwo seht . Ein (meist)kaltes Bier ist fast immer drin :Kaleun_Party:

  • Eine Kette mit den sog. Kettennotgliedern zu verlängern ist keine gute Idee, weil die nur die halbe Bruchlast der Kette haben. Man kann Niro Verbinder nehmen, die haben eine höhere Bruchlast, aber damit handelt man sich dann elektrochemische Probleme ein.


    Man kann wohl mit einem geschweißten Glied eine Kette verlängern, aber da muss man erst mal jemanden finden für.


    Da die aktuelle Stahlpreise direkt auf die Kettenpreise durchgeschlagen haben, würde ich erstmal mit den 60m losfahren und dann neu kaufen wenn du merkst, es langt nicht mehr.


    Das mit dem Leine direkt an Kette spleißen setzt natürlich einen von oben zugänglichen Ankerkasten voraus. Das ist aber auf den meisten modernen Booten wohl gegeben. Bei mir verschwindet die Kette in einem Loch im Deck und die Kettenlast ist nur aus der Vorpiek heraus zugänglich.