Gas-betriebene Camping Kocher an Bord

  • …vielleicht mal wieder zurück zum Thema.

    Ich habe in den letzten Jahren mehrfach ein Folkeboot gechartert. An Bord war besagter Campingkocher. Es gab keinerlei Probleme, aber auch dadurch, dass ich dies Gerätschaft gut kenne.

    Grundsätzliches Problem ist aber bei diesen kleinen Booten überhaupt eine „vernünftige“ Kochmöglichkeit zu realisieren. Und zwar um in Bedarf auch mal innen kochen zu können.

    Wir haben 15 Jahre mit Petroleum 2-flammig auf einem Folkeboot gekocht. Ohne irgendein Problem auch mit 2 kl. Kindern.

    Einziger Nachteil war der Kocher war nicht kardanisch aufgehängt und stand quer im Schiff, darum es schwierig etwas unterwegs warm zu machen.

    Dafür ging’s schnell mit Petroleum und der Kocher braucht wenig Platz. .

  • Nur mal so aus einem anderen Blickwinkel...
    Ich kenne in Berlin einige Koreanische Restaurants die im Innenbereich auf jedem Tisch mit so einem Gerät hantieren, oder den Gast die Bedienung übernehmen lassen.

    Richtig ist bei jeder Anwendung man/frau sollte eine Vorstellung haben was man da gerade tut....

  • Nur mal so aus einem anderen Blickwinkel...
    Ich kenne in Berlin einige Koreanische Restaurants die im Innenbereich auf jedem Tisch mit so einem Gerät hantieren, oder den Gast die Bedienung übernehmen lassen.

    Richtig ist bei jeder Anwendung man/frau sollte eine Vorstellung haben was man da gerade tut....

    Wenig überzeugend, wir wissen nicht, welche Warner sie verbaut haben, welche Lüftungssysteme sie haben und wann die Gewerbeaufsicht sie ggf. schließt. So wie die Polizei diverse Shisha Bars geschlossen hat weil Menschen ein CO Vergiftung hatten…. Da waren auch erfahrene Raucher dabei, die teilweise gestorben sind. Die dachten wohl nur, ihr Wirt kenne sich ausn

    Gruß

  • Das habe ich tatsächlich. Wo steht nochmal warum ich die Gasdosen in einem Gaskasten transportieren soll und andere Gasbehälter nicht?

    Danke für deine Mühe.


    MfG

    Dein Deo kannste überall hinsprüren.....is zwar Gas....

    auch mit Helium kannste spielen....kein Ding.....

    Deine Rettungsweste hat CO2 in kompremierter Form drin.....auch Gas!

    Methan "atmet" jeder an Bord irgendwann mal aus.......dafür gibt e das Oberlicht.

    CO2, Propan und Butan (in der Dose vornehmlich Butan) sind schwerer als Luft. Die bleiben im Schiff.

    Propan und Butan sind ungiftig, haben nur den blöden Nebeneffekt mit der richtigen Mischung Sauerstoff und einem Funken gar extrem zu husten. CO2 verdrängt Sauerstoff.

    Der Gaskasten ist deswegen ein Gaskasten, weil er vor allem nach unten hin eine Öffnung hat. Da gehören die Butan und Propanbehälter rein.....bei den anderen ist es Deine Wahl....es ist egal.

    Dein Gasfeuerzeug hat ebenfalls Butan drin.....selbst wenn sich die komplette Menge im Boot verteilt, reicht es nicht um ein explosives Gemisch zu bilden.....Nimmst Du Dein Feuerzeug und eine große Nachfüllflasche.....dann schon und Dein Feuerzeug unter Deck nachfüllen würde ich an Deiner Stelle nur tun, wenn Du nicht mehr willst....


    LG

  • Nur das die Gasdosen WENN tatsächlich mal etwas Gas austreten WÜRDE so STINKEN das jeder von alleine das Weite sucht (und die Schlauen nach der Ursache suchen und die betreffende Dose an die frische Luft setzen)

  • Hallo,

    hier zwei schwere Unfälle mit einem Gasfeuerzeug:


    In den 80'er Jahren erhielt eine Frau über ein Millionen Dollar durch ein US-Gericht zugesprochen.

    Der Hersteller hatte keinen Warnhinweis auf's Feuerzeug aufgedruckt. Ihr Feuerzeug war am Lagerfeuer duch Wärmestrahlung undicht geworden. Der nächste Funken zündete ihre Kleidung an.

    Die Kleidung hatte sich vorher mit dem Gas angereichert.

    Sie erlitt großflächige Hautverbrennungen.

    _______________________

    Tödlicher Unfall im DDR-Wohnungsbau.

    Das Gasfeuerzeug eines Autogen-Schweißer wurde undicht, Die Kleidung des Schweißers wurde mit Gas "durchspült". Auch hier reichte der nächste Funke. Der Schweißer verstarb an seinen Verbrennungen.


    Reinhard

    Keiner und Nichts kann mich enttäuschen.
    Nur meine Erwartungen vermögen das.

  • Wo steht nochmal warum ich die Gasdosen in einem Gaskasten transportieren soll und andere Gasbehälter nicht?

    Nordlys-Sailing beim Original der Kartuschenkocher von Campingaz sagt schon die Anleitung "Es ist wichtig, dass Sie den Campingkocher NICHT in Wohnwagen, Autos, Zelten, Hütten, Schuppen oder kleinen umschlossenen Bereichen verwenden. Und es wird ausführlich begründet, warum das wichtig ist. Zur Lagerung ist dort nachzulesen "Bewahren Sie den Kocher und die Kartusche an einem kühlen, trockenen und belüfteten Ort für Kinder unzugänglich auf, jedoch niemals in einem Keller oder Untergeschoß". Das wird bei anderen Herstellern ähnlich sein.


    Ich will dich nicht belehren. Was du persönlich machst, das ist mir egal. Die Kartuschen tief im Rumpf lagern oder den Kocher in der kleinen Kajüte vom Folkeboote betreiben, ging bei dir offenbar bisher gut. Leider ist das aber nicht immer so: Du brauchst dann keinen Kocher mehr - für den Schaden an den Nachbarbooten hast du aber hoffentlich eine Haftpflichtversicherung.


    Volker

  • Hmmm, es scheint doch ziemlich ungewöhnlich zu sein beim Kochen alle Luken und Fenster zu zu machen....

    Aber vielleicht mache ich ja was falsch.....

    . . . nein, natürlich sind beim Kochen oder/und beim Braten Luken und Fenster offen.

    Eine Luke bleibt aber geschlossen. Das ist die Boden-Luke in der Bilge. Wenn du diese öffnest und das abfließende Gas mit dem Wasser verquirlst, dann bist das Gas los. :mosking:


    Reinhard

    Keiner und Nichts kann mich enttäuschen.
    Nur meine Erwartungen vermögen das.

  • Es hat keinen Sinn, etwas zu erklären und dabei zu betonen, dass man die Dinger in der Praxis auch kennt, ja sogar ganz am Anfang des Themas das wirkliche Innenleben so einer Dose abbildet....es kommen immer frische Gegenargumente.

    Feuerzeuggas stinkt für mich eigentlich nicht wirklich. Das Gas der Kartusche ist ähnlich geruchsneutral. Gas stinkt nur, weil man einen Oderstoff zumischt. Die Kohlenwasserstoffe sind geruchslos.

    Selbst wenn sie, so wie LPG Flaschengas stark angereichert wären und das beschriebene leichte Leck auftritt (was es tut....Praxiserfahrung) würdest Du es nicht wahrnehmen und wenn es sich in der Bilge gesammelt hat, auch nicht. Das blöde ist nämlich, dass diese Oderstoffe etwas schwerer sind als das Gas selber. Da liegen dann zwei Gas Seen und Du riechst den oberen...der ja geruchslos ist.

    Ich habe eine Flüssiggasanlage an Bord und betreibe sowas auch zu Hause. Nur im Boot ist mir ein Nebeneffekt sehr stark aufgefallen. Ich sagte, der Oderstoff ist schwerer als das Gas. Er reichert sich also in der Flasche unten am Boden an. Die Gasentnahme ist bei der Flasche in der Gasphase, also oben. (Betone das, weil ich auch Autogas nutze. Bis auf die Mischung das selbe Zeugs. Dort entnimmt man das Gas in der Flüssigphase, also unten im Tank.)

    ca. 1 Woche, bevor die Flasche leer war, habe ich angefangen, den Trumahahn mal abzuseifen...weil es bei jeder Nutzung des Gasherdes sehr auffällig nach Gas roch. Es war aber kein Leck da und mit der neuen Flasche dran, war auch der Geruch wieder weg. Es war der Rest in der Buddel, der dann sehr stark odermäßig angereichert ist.

    Wenn ich so zurück denke, kann das auch beim Wohnwagen so gewesen sein. Da wusste ich um die Zusammenhänge noch nicht......aber da ging die Buddel ja meist nur nachts mit der Heizung leer und da ist die Flamme vom Innenraum abgeschirmt.

    So denn, man mag sich nun wieder eine Begründung suchen, warum das eigene Tun harmlos ist, es ändert nichts an den Tatsachen.
    .... und in diesem Thema ist für mich damit alles gesagt.


    VG

  • Mal was anderes. Wir haben auch so ein Gasbrennerdingens. Ein Meisterwerk mittelchinesischer Ingenörskunst. 14.95 bei ebay. Direkt aus Shenzhen oder so versandt. 10 Kartuschen waren auch dabei. Hat die Post gar nicht gemerkt, was sie da transportiert. Der Chinese sieht das nicht so eng.

    Der Kocher kocht. Punkt.

    Der Kocher kocht gut am Grillplatz. Ich grille die Steaks, sie kocht dabei Kartoffeln und macht Salat. Wir können das alles zusammen draussen tun. Das ist gut. Im Boot haben wir ja einen echten Gasherd mit Campingazbuddel draussen und Schlauch und Sperreventil und so. Da brauchen wir den Chinawilly nicht. Im Boot geht aber auch super die Induktionsplatte von Lidl oder deren Pendant von IKEA. Sauber, einfach, flott, günstig. C.

  • Hab so ein Meisterwerk südchinesischer Metallbaukunst als Outdoor Kocher beim Grillen, mit Kartuschen betrieben. Das ist schon grenzwertig, aber draußen geht das, innen nähme ich ihn nicht. Kostete 17,50 bei so einem Vietnamesenshop in Lübeck incl. sechs Kartuschen Gas.


    Mal was anderes. Wir haben auch so ein Gasbrennerdingens. Ein Meisterwerk mittelchinesischer Ingenörskunst. 14.95 bei ebay. Direkt aus Shenzhen oder so versandt. 10 Kartuschen waren auch dabei. Hat die Post gar nicht gemerkt, was sie da transportiert. Der Chinese sieht das nicht so eng.

    Donnerwetter, Du kochst zweiflammig, mit 16 Kartuschen? Und ist jetzt die süd- oder die mittelchinesische Ingenieurskunst höher einzuschätzen? :grinning_squinting_face:

    There's nothing - absolutely nothing - half so much worth doing as simply messing about in boats.

  • Entschuldige, wann kommen wir zu den Punkt wo meine Frage beantwortet wird?


    Haarspray z.B. enthalt als Treibmittel etwa 40% Propan/Butan, warum also soll ich diese 500ml anders behanden als eine 220g Gaskartusche?

    Ich sehe da einen riesen Wiederspruch, die eine Dose wird behandelt als würde sie jeden Moment einen Krater in die Marina sprengen, die andere mit dem selben gefährlichen Inhalt ist kein Problem.

    Hier mal ein paar Beispiele zu Explodierende Haarspraydosen. Das gleich gilt auch für Deosprays. Wenn dann konsequent ALLE Druckgasbehälter in den Gaskasten oder garnicht erst an Bord.


    Das Gas gefährlich ist und auf einem Boot irgendwie Mist ist brauchen wir nicht diskutieren. Ich finde es aber zu kurz gedacht die einen Behälter zu verteufeln, bei anderen wird aber keine Drama gemacht. Warscheinlich weil wir uns dessen Gefährlichkeit nicht bewusst sind?

    Nordlys-Sailing beim Original der Kartuschenkocher von Campingaz sagt schon die Anleitung "Es ist wichtig, dass Sie den Campingkocher NICHT in Wohnwagen, Autos, Zelten, Hütten, Schuppen oder kleinen umschlossenen Bereichen verwenden. Und es wird ausführlich begründet, warum das wichtig ist. Zur Lagerung ist dort nachzulesen "Bewahren Sie den Kocher und die Kartusche an einem kühlen, trockenen und belüfteten Ort für Kinder unzugänglich auf, jedoch niemals in einem Keller oder Untergeschoß". Das wird bei anderen Herstellern ähnlich sein.


    Ich will dich nicht belehren. Was du persönlich machst, das ist mir egal. Die Kartuschen tief im Rumpf lagern oder den Kocher in der kleinen Kajüte vom Folkeboote betreiben, ging bei dir offenbar bisher gut. Leider ist das aber nicht immer so: Du brauchst dann keinen Kocher mehr - für den Schaden an den Nachbarbooten hast du aber hoffentlich eine Haftpflichtversicherung.


    Volker

    Der Hinweis zur Lagerung gilt warscheinlich für alle Druckgasdosen.

    Auch für dich nochmal, da du die Frage nicht im Ansatz beantwortest: Warum soll ich diese kleinen Campinggasdosen im Gaskasten lagern, andere Druckgasdosen aber nicht?


    Nebenbei, bitte lese hier nochmal genau nach. An welcher Stelle schrieb ich etwas davon dass ich Kartuschen auf dem Boot betreibe? Ich war auch noch nie auf einem Folkeboot... Bist du sicher dass du überhaupt mich meinst?

    Auch koche ich mit Spiritus, nicht mit Gas.


    Ich bin mit diesen Gaskartuschen jahrelang durch Europa beim Camping, bestimmt mehr Länder als ich Finger habe und durch wirklich fieses Gelände. Ich habe auch immer eine Kartusche im Kocher gelassen, entspannt natürlich. Die Teile sind für mich fast Alltag gewesen. Wenn man nicht den Billo-Kocher beschafft, sondern einen der auch selbständig absperrt wenn die Flamme erlöscht, halte ich die Dinger für sicher genug. Natürlich lüften, beaufsichtigen, dies und das. Völlig Idiotensicher wird es nie sein.

  • Nordlys-Sailing

    nun hab ich Dich, der Journalismus ist das Problem.

    Haarspray besteht nicht zum großen Teil aus Propan/ Butan. Das ist die Falschaussage im Artikel. Kannst es mal probieren und dir das Zeugs mal in die Harre sprühen...es fixiert rein gar nichts.

    In den Spraydosen herrschen auch keine 8bar Überdruck....damit Flüssiggas sicher flüssig bleibt, da drunter ist es ganz sicher gasförmig. Gut, je höher der Butananteil ist, desto geringer muss dieser Druck sein, der Propananteil wird hergenommen, damit auch die kalte Dose noch sprüht, denn bei 0°C hat Butan gar keinen Gasdruck mehr...es bleibt flüssig.

    Da ist soviel Propan/Butan im gasförmigen Zustand drin , dass es ausreicht, das gekaufte Medium (hier Haarklebezeugs) komplett aus dieser Dose zu drücken.

    Das erwähnte Feuerzeug hat ein vielfaches von dem (hier fast nur Butan) im FLÜSSIGEN Zustand im Tank.

    Trotzdem ist es passiert und ich gebe Dir recht, dass dies eigentlich Blödsinn ist, dort diese Gase als Treibmittel einzusetzen und es verdeutlicht, wie gering der Anteil ist, um es kräftig husten zu lassen. Hat das Mädel die Dose auf den Kopf gestellt (wie bei Farbdosen) um ein verkleben der Düse zu verhindern?....denn der wirkliche Anteil des Treibgases kommt erst zum Schluss aus der Dose...

    Das alles hat der Artikelschreiber nicht nachgeforscht......also haben wir ein Problem des Artikelschreibers aufgedeckt.

    Die Gaskartusche hat aber wirklich Butan drin.....220g.....FLÜSSIG, da wird viiiiiel gasförmiges Gas rauskommen.


    VG

  • Was? Hast du den Artikel gelesen? Warum ist: "großen Teil aus Propan/ Butan. Das ist die Falschaussage im Artikel." falsch?


    Laut der PDF des Aerosolverbandes besteht der Inhalt einer Haarspraydose zu 40% aus Treibmitten. Bei einer 500ml Dose also 200ml. Laut der PDF ist das Treibmittel auch flüssig, wie in einem Feuerzeug.

    Im von dir genannten Feuerzeug hat üblicherweise 2,5ml flüssiges Gas, was auch bei nur 2Bar Druck flüssig bleibt, warum sollte das mit 200ml bei 5Bar Druck nicht auch in einer Haarspraydose gehen?


    "also haben wir ein Problem des Artikelschreibers aufgedeckt." Haben WIR? Ich sehe das meine Haarspraydose nahezu das gleich Potential hat wie eine Dose Campinggas. Nur bei einem von beidem wird ein Aufstand gemacht, Maßnahmen getroffen und gewarnt. Den Skipper mit Gaskocher will man nicht mal neben sich am Liegeplatz haben (ohne Haftpflicht).

    Das Deo, Haarspray, Raumspray, Mückenspray, Spinnenspray, Lötlampe, WD40 und den Backofenreiniger auf dem eigenen Dampfer stellen dann aber absolut keine Gefahr dar. Aber wie immer: "es kommen immer frische Gegenargumente"[hinaksen)...

  • Nordlys-Sailing

    ok, hab was gelernt, Flüssig und Gasphase ist also mehr davon drin und auch plausibel erklärt....aber nicht in allen von Dir aufgeführten Produkten...(Seite 14 in Deinem link) Es kommen durchaus andere Gase zum Einsatz. WD 40....meine Erfahrung ist, dass der Druck sich stark ändert, je leerer die Dose ist. Das deutet auf ein anderes Treibmittel hin. Den Rest von Deiner Aufzählung ist bei uns nicht an Bord.

    Also gut zu wissen, was da so unter Deck nicht hingehört und dann stimme ich Dir uneingeschränkt zu, dass dies den meisten Leuten nicht bekannt ist...wie gesagt....hab was gelernt, danke.


    VG