AGM Batterien Erfahrung und Vergleiche.

  • Moin,

    bei mir ist es im Frühjahr auch so weit, neue Verbraucher müssen her.

    Möchte 2x 120 AH parallel schalten. Geladen werden sie durch ein Ladegerät welches mit Landstrom versorgt wird.

    Habe da auch eine im Auge. Siehe Bild.


    Screenshot_20221108_161050.jpg

    Kennt sie einer ? Hat sie einer von euch und was für Erfahrungen habt ihr gemacht?

    Oder habt ihr eine andere Idee welche besser sind ?

    Bitte kommt mir nicht mit Lithium etc. Sind mir zu teuer und will nicht alles umrüsten.


    Danke euch und gutes gelingen bei euren Winterprojekten.

    Mfg Sven

    ⛵ Ein Boot:

    Man gibt verdammt viel Geld aus um im Minimalismus zu Leben. :mosking:

  • moin Sven

    why not . Der Wert von C100 120 AH bedeutet das du diese Werte bei einer Entladung von 100 Std theoretisch hast . Normaler wäre der Wertangabe C 20 - also was hat die Batterie drauf wenn sie in 20 Std entladen wird . Du kannst ja eh nur 40 % entnehmen - da ist der Unterschied marginal . Bei den Einbaumassen gibts vielleicht Batterien die etwas mehr Power drin haben . Die Marke ist mir nicht geläufig .


    handstrom

    Frank

  • Normaler wäre der Wertangabe C 20

    Das würde ich härter formulieren. Eine prominente Angabe des C100-Wertes halte ich in diesem Kontext für unseriös. Schau bitte auf den C20-Wert.

    Du kannst ja eh nur 40 % entnehmen

    Nein. Du kannst eine AGM-Batterie auch zu 60 oder 80 % entladen, und auch mal zu 100 %, wenn Du sie umgehend wieder auflädst. Die 50 %-Grenze, die verschiedentlich genannt wird, lässt sich nicht mit Herstellerangaben belegen.

    Bei den meisten Seglern sterben die AGM an kalendarischer Alterung und nicht an zu vielen Zyklen.

    Gruß

    Robert

  • Zum einen ist die Empfehlung, eine Carbon AGM zu nehmen absolut berechtigt. Die Dinger haben ein Tiefentladeverhalten fast wie Lithium, sprich sie können ohne Schaden deutlich unter 50 % der Kapazität entladen werden. Daher sind diese eindeutig besser, auch wenn sie in Europa erst seit wenigen Jahren erhältlich sind. Europa hat diese Technik eindeutig verschlafen, in den USA laufen sie seit weit vor 2010.

    Bei AGM gibt se im Grunde zwei "Typen":

    Typ I will eine Bulkladung mit ca 14,1 V, Float mit13,4 V

    Typ II will eine Bulkladung mit 14,6, Float 13,7 V

    Je nachdem was deine Lichtmaschine bzw ihr Regler als max Spannung liefert kann es sein, dass sie die Typ 1 mit zu hoher Spannung lädt und dann relativ schnell kaputt macht. Das kann eine Typ II deutlich besser vertragen. Darum musst du die passende AGM wählen, es sei denn du lädst die AGM Batterie über einen B2B oder A2B Lader, bei dem du die korrekten Ladespannungen nach Batterietyp korrekt einstellen kannst.

    Gruß

  • Moin,

    ich denke auch, dass die von Dir verlinkte Batterie ein "Billigheimer" ist. Der Preis von ca. 150 EUR erscheint mir unterste Eben. Ich fahre seit 4 Jahren 2 Hoppecke 100 Ah im Boot, die sehr lange sehr konstant die Spannung halten und auch schon eine Tiefentladung unbeschadet überstanden haben. Sie wiegen je 37 kg und kosten aber auch mehr als das Doppelte Deines Beispiels. Das Gewicht spielt bei Bleibatterien offenbar tatsächlich eine Rolle als Qualitätsmerkmal. Beim Vergleich hochwertiger Batterien fällt das auf.

    Gruß Klaus

  • Moin,

    Vielen Dank schon mal für die schnellen Antworten.

    Es muss nicht immer gleich die erstbeste sein und auch nicht die günstigste. Diese war nur ein Beispiel da es eine Marine AGM Batterie ist.

    So um die 200 bis 220 € würde ich bezahlen für eine 120 AH Batterie also alles gut.

    Will mich ja nicht auf eine einschiessen und sagen

    " so die soll es sein " sondern daher spricht man

    ( schreibt ) hier miteinander und tauscht Erfahrungen aus.

    Habe ja bis März noch ein wenig Zeit.

    Das Ladegerät ist im übrigen von Mastervolt.



    Mfg Sven

    ⛵ Ein Boot:

    Man gibt verdammt viel Geld aus um im Minimalismus zu Leben. :mosking:

  • Ich habe mit denen gute Erfahrungen gemacht.


    https://www.autobatterienbilli…-T115-Carbon-AGM-Bleiakku

    So eine hab ich auch. Etwas größer, 150 Ah, Gabelstaplerbatterie. Wenn es nicht so auf das Gewicht ankommt, sehe ich das als annähernd gleichwertig zu Lithium bei deutlich geringerem Preis... und ohne dass man irgendwas ändern oder dazu lernen muss. :winking_face:

  • Bei AGM gibt se im Grunde zwei "Typen":

    Typ I will eine Bulkladung mit ca 14,1 V, Float mit13,4 V

    Typ II will eine Bulkladung mit 14,6, Float 13,7 V

    Kann man zwei AGM-Batterien mit zwei Carbon-AGM-Batterien parallel schalten (mal angenommen gleicher Lade-Typ und gleiche Kapazität) um die insgesamt zur Verfügung stehende Kapazität zu erweitern?

  • Ich habe seit 7 Jahren zwei 115Ah AGMs von Aquamot parallel. Bin hochzufrieden.

    Dazu ein gutes Ladegerät von Philippi und ein Batteriemonitor um zu sehen was sich tut.

    Das Setup war zwar teuer, ist aber langlebig und zuverlässig. Die Batterien werden 5 Monate nicht geladen und haben im Frühjahr (reale) 13,1 V. Zahle lieber mehr und habe Ruhe. ca. 329€/Stück zzt.

  • Ich würde nur wirklich gleiche Batterien parallel schalten. Auch gleich alte.

    Alle vier wären neu. Aber halt zwei "normale" AGM und zwei Carbon.


    Mal abgesehen vom AGM-Typ:

    Kann man die insgesamt zur Verfügung stehende Kapazität eigentlich ohne weitere Modifikationen erweitern, in dem man zusätzliche Batterien parallel schaltet?

    Aktuell würde mir nur einfallen, dass die Lichtmaschine es vielleicht nicht mag, wenn das Batteriepaket anschließend deutlich länger die maximale Ladeleistung zieht.

    Und der Ladevorgang von z.B. 60% auf 100% (egal ob LM, Ladegerät oder PV etc.) würde natürlich generell länger dauern, weil halt mehr Energie gespeichert wird.

    Oder gibt es wirkliche technische Einschränkungen?

  • Ich habe (nicht im aktuellen Boot) 4 alte Mastervolt AGM 90AH im Ensatz gehabt. Ich habe die im Alter von 10 Jahren relativ umfangreich getestet, mit dem Ergebnis, dass die noch 90% oder mehr ihrer Nennkapazität haben! Kann ich also klar empfehlen.


    Hier der Thread zum Test:

  • Kann man zwei AGM-Batterien mit zwei Carbon-AGM-Batterien parallel schalten (mal angenommen gleicher Lade-Typ und gleiche Kapazität) um die insgesamt zur Verfügung stehende Kapazität zu erweitern?

    Du solltest grundsätzlich nur Batterien gleichen Typs, Alter parallel schalten, jede Ungleichheit der einzelnen Batterien strapaziert die anderen durch mangelndes Balancing. Ich vermeide Parallelschaltung, wo ich kann. Auch wenn manche Eigner das gern machen, weil sie dann wegen ihres Formfaktors preislich günstigere Größen nutzen können. Ich weiß nicht ob das sich wirklich "rechnet".


    im Zweifelsfall würde ich immer einen Block favorisieren, solange das handhabbar (Größe, Gewicht) bleibt. Wir fahren eine 200 Ah AGM, die ist dann bei 50 kg, das ist so etwa das Maximum, was geht als einzelne Batterie.

  • Ich habe seit 3 Jahren 2x diese "Accurat" AGM Batterie von "Autobatterien billiger" im Motorboot, eine sogar als Starterbatterie für den 75 PS Diesel. Tun was sie sollen, ich konnte noch keinen Leistungsabfall feststellen.

    C 100 - 110 AH

    C20 - 95 AH


    Preis war seinerzeit 125 Teuro / Stück.

  • Auf irgendwelche Batterien zu verweisen die nicht einen "echten" Herstellernamen haben ist sinnlos. (zB Varta/Bosch)

    Die kommen aus irgendeiner Fabrik und werden gelabelt nach Bedarf.

    Bekannter hatte mal eine Fuhre einer spanischen Fabrik, da lagen alle möglichen Etiketten bei.

    Aufkleben nach Lagerbestand.

    Problem ist das die auch bei anderen Herstellern kaufen, oder vom Hersteller mal was gutes kriegen weil die billigen erst wieder produziert werden müssen, von daher keine Aussagekraft.

  • Ich habe mir 2 Exide Marine Batterien ( AGM ) eingebaut. Gekoppelt als Verbraucherbatterien. Ich habe mir die nach diversen Testurteilen gekauft.


    Vorher war 12 Jahre eine Banner Solar drin. Die war mir zu schwer mit 62 kg. Daher jetzt 2 Stück, die kann ich alleine tauschen.

  • Mal abgesehen vom AGM-Typ:

    Kann man die insgesamt zur Verfügung stehende Kapazität eigentlich ohne weitere Modifikationen erweitern, in dem man zusätzliche Batterien parallel schaltet?

    Das würde mich auch interessieren.


    Wie macht ihr das mit dem entladen wie auch laden der Batterie? Ich lade die Batterien nur, wenn diese bei ca. 50-70% Entleerung angekommen sind. Dann lade ich diese wieder auf 95, manchmal auch 100% wieder auf. Landstrom deaktiviere ich immer nach der Beladung der Batterien. Nur für 230V bleibt das Kabel liegen (Wasserkocher, Toaster usw).

    Vorher waren die Batterien immer am Strom wenn ich auf dem Boot war. Beide haben innerhalb 3 Monaten nach ca. 4 Jahren in -gebrauch, gekocht.


    Bei den neuen mache ich das jetzt seit 2 Jahren, bisher ohne Probleme.


    Klemmt ihr die Batterien über den Winter ab? In der Vergangenheit habe ich das immer gemacht. Bin gerade am überlegen die Batterien angeklemmt zu lassen. Habe diese vorab voll aufgeladen und die Boardspannung deaktiviert. Über ein Monitoring im Schiff kann ich den Ladezustand erkennen bezüglich evtl. Tiefenentladung. Wie sehr ihr das? Was sind die Vor- Nachteile?


    Hiervon habe ich 2 Verbraucher im Einsatz.


    Batterie.jpg

  • Das mache ich ganz anders. Meine Batterien sind dank Solar meistens voll, und das ist für Bleibatterien auch der Zustand, der ein langes Leben wahrscheinlich macht.

    Unterwegs sieht das mal anders aus, da ich praktisch nie am Landstrom hänge.