Aufbocken wegen Kielarbeiten

  • Bei uns im Verein haben die Alten ständig solche Sachen gemacht. Ich bin da auch völlig bedenkenlos. Das Boot wiegt nur 1.5 Tonnen? Dann ist das gar kein Thema mit dem Aufbocken. Besser als ein Stapel Pallhölzer, der wackelig sein könnte, wären zwei vernünftige Metallböcke. Bei uns im Verein steht sowas herum...

    Alles richtig aber wenn du dir das Foto an guckst ist das jetzt schon Turmbau

    Man muss schon genau überlegen wo man ansetzt und das mit dem richtigen Werkzeug beziehungsweise Material.


    Die Frage ist ja auch noch Kiel ab oder nicht. Bei Kiel Demontage wäre ein Decken Kran Schon eine Riesen Hilfe es geht ja auch um eine vernünftige Wiedermontage. seitlich scheint man ja auch nicht so gut dran zu kommen


    Wenn er Glück hat läuft es über die Versicherung.


    Wenn nicht sollte er jemanden fragen der sich damit auskennt egal ob professionell oder privat.


    Gruß und Handbreit

  • So ist es.


    Gruß Klaus

    Ab Windstärke zwölf gibt es keinen Atheisten mehr.( Helmut Gollwitzer)

  • Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich hier die Vorschläge zum Selbermachen lese. Da stehen mehr als 3 Tonnen Boot unter außerordentlich beengten Bedingungen in der Halle. Wenn man die beschriebenen Schäden im Eröffnungspost genau liest, müssen da erhebliche Kräfte gewirkt haben. Ich weiß nicht, woher der TO, jannomat , meint, dass die Kiel-Rumpfverbindung in Ordnung sei. Hat das ein Fachmensch festgestellt? Und wenn ja, wie? Der Tenor der meisten Beiträge hier ist ja, dass der Kiel abgenommen werden sollte.


    Wenn man sich den Lagerbock anschaut, ist der Kiel nach dem Anheben des Boots nicht einfach entnehmbar. Man müsste entweder den Kiel auf dem Bock fixieren oder wie auch immer die 1,3 Tonnen Kielgewicht bewegen. Rätselhaft bleibt, wie man überhaupt unter diesen engen Bedingungen das Boot sicher(!) anheben will. Es mag sein, dass früher in der guten alten Zeit, solche Arbeiten selbst ausgeführt wurden. Mit modernen Anforderungen zur Arbeitssicherheit und den Interessen der Nachbarlieger, die garantiert nicht wollen, dass das Boot umfällt, korreliert das Alles nicht. Da müssen Fachleute ran, allein schon wegen der Sicherheit aller Beteiligten.


    Grüße Jürgen

  • Bei diesen ganzen hin und her. ich würde das ohne weiters selber machen.


    Und habe es auch schon gemacht, zwar nicht Kiel ab ( geht bei Bavaria von alleine) aber Boot angehoben bis Kiel frei.


    Aber dazu fällt mir nur noch ein: Schiller Das Lied von der Glocke


    Das ist's ja, was den Menschen zieret,

    Und dazu ward ihm der Verstand, Dass er im innern Herzen spüret,

    Was er erschafft mit seiner Hand.
    Gruß Klaus

    Ab Windstärke zwölf gibt es keinen Atheisten mehr.( Helmut Gollwitzer)

  • Also ich gehe davon aus, dass der Kiel nicht abgenommen werden, sondern nur eine Entlastung der Kielrumpfverbindung hergestellt werden soll. Ob das dann für eine Reperatur reicht, kann ich nicht einschätzen. Anderes Thema?


    Also worum geht es? Das Boot etwas anheben. Gewicht 1,5 Tonnen? Durchaus möglich, dass man das mit zwei halbwegs passenden stabilen Metall-Böcken nur mit Hochkeilen hinbekommt.

    Passieren kann eigentlich kaum etwas, weil es ja nur um Zentimeter geht und das Boot durch die Stützen nicht kippen kann, wenn man diese während des Vorgangs ebenfalls hochschraubt.


    Eine Unterkonstruktion nur aus Pallhölzern halte ich allerdings auch für zu wackelig.

  • ... Das Boot etwas anheben. Gewicht 1,5 Tonnen? ...

    Nicht gelesen? Kielgewicht 1,3 Tonnen, Boot über 3 Tonnen. (Sorry, Robulla, hatte Deinen Beitragt noch nicht gesehen)


    Schaut Euch mal die Bilder im Eröffnungspost an. Da ist wenig bis kein Platz um das Boot herum. Da sollten Profis mit professioneller Ausrüstung(!) ran. Alles andere ist zumindest (grob) fahrlässig und vermutlich bereits vom Hallenbetreiber aus nicht zulässig.


    Grüße Jürgen

  • Das was hier hinterfragt wird ist doch die Machbarkeit des anhebens des Bootes um den Rumpf an der beschädigten Stelle zu entlasten.

    Wenn ich mir die Örtlichkeit ansehe dann bin ich der Meinung das es dort sehr beengt ist und auch grundsätzlich schon deswegen nicht machbar ist. Auch ist der Lagerbock dafür nicht geeignet.

    Und man muss auch hinterfagen, wozu das Ganze? Die Schadstelle wird durch die Entlastung sich nicht von selbst reparieren.Und eine Reparatur wird nötig sein. Dann allerdings in geeigneter Umgebung und mit den notwendigen Hilfsmitteln. Bis dahin wird sich der Zustand des Rumpfes nicht wirklich verschlechtern.

    Ein Gutachter der Versicherung wird dann eine Empfehlung abgeben.

    Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
    Alexis Carrel

  • Ok. Also vermutlich eher 3,5 Tonnen... Und noch dazu eine klinisch saubere Halle, wo nicht überall Zeugs herum liegt, das man für Selfmadeaktionen nutzen kann... Gut, dann mache ich mal einen Rückzieher. :smiling_face:

  • Ok. Also vermutlich eher 3,5 Tonnen... Und noch dazu eine klinisch saubere Halle, wo nicht überall Zeugs herum liegt, das man für Selfmadeaktionen nutzen kann... Gut, dann mache ich mal einen Rückzieher. :smiling_face:

    Lars M: Ich auch, den wenn ich die ganzen aussagen hier höre ist alle zu Gefährlich was mit Boot anheben zu tun hat.


    Gruß Klaus

    Ab Windstärke zwölf gibt es keinen Atheisten mehr.( Helmut Gollwitzer)

  • Ach so, ich muss also deiner Meinung folgen?


    Und mit genau solchen bedenken träger habe ich es in Verein zu tun. Die mir bei jeder Aktion sagen das etwas passieren könnte.


    Gruß Klaus

    Nein musst Du nicht, ich habe dem TO meine Meinung mitgeteilt weil er danach fragte und Du sprichst mich dann direkt an mit deinem Hinweis das wäre doch alles Pille Palle.....

    Aber vielleicht kannst Du Dir ja mal Gedanken machen wenn Dir andere Menschen aus deinem Verein offensichtlich ähnliches versuchen zu sagen. Bestimmt haben die auch alle unrecht, die "Bedenkenträger".


    P:S.: Es geht nicht darum einfach das Boot anzuheben, es geht darum den Kiel zu entfernen, zu sichern, später das Boot wieder auf den Kiel zu setzen oder denselben wieder unter das Boot zu bringen.

  • Ok. Also vermutlich eher 3,5 Tonnen... Und noch dazu eine klinisch saubere Halle, wo nicht überall Zeugs herum liegt, das man für Selfmadeaktionen nutzen kann... Gut, dann mache ich mal einen Rückzieher. :smiling_face:


    Nicht gelesen? Kielgewicht 1,3 Tonnen, Boot über 3 Tonnen. (Sorry, Robulla, hatte Deinen Beitragt noch nicht gesehen)


    Schaut Euch mal die Bilder im Eröffnungspost an. Da ist wenig bis kein Platz um das Boot herum. Da sollten Profis mit professioneller Ausrüstung(!) ran. Alles andere ist zumindest (grob) fahrlässig und vermutlich bereits vom Hallenbetreiber aus nicht zulässig.


    Grüße Jürgen

    Das Gewicht ist eigentlich unerheblich dann ist eben das Pahl-Holz etwas dicker der Keil etwas flacher und die Stockwinden, Pressen usw etwas stärker. Wichtig ist dass man genau weiß was man macht und wenn ich das weiß müsste ich hier nicht fragen.


    Deswegen Profis ran lassen.


    Die Frage ist ja auch wenn man selber reparieren muss ob das da vor Ort überhaupt geht wenn da 2 Stringer gebrochen sind Oder das Winkel Laminat abgerissen ist wird das eine großflächige GfK Reparatur mit bestimmt 1 m² Oberfläche wahrscheinlich müssen ja sogar Einrichtungsgegenstände ausgebaut werden. Das lose und defekte Gelege zu entfernen ist eine richtige Fleißarbeit und auch sehr staubig ob das alles in der Halle da funktioniert geschweige denn vernünftige Temperiertrung für den neu Aufbau. ?

  • Lustigerweise würde ich das anders lösen als alle anderen.

    2 Heber (Hydraulik oder auch Zahnstange)

    1. Den Bock vorne oder hinten leicht anheben und einen vernünftigen pall unterbauen, dann die andere Seite.

    2. Den Bock mit schiff unter Umständen höhersetzen (abhängig ob ich auch evtl. den Kiel abnehmen will)

    3. Eine 2. vernünftige Stellage bauen (Stahl oder Holz) mit guten Auflagen in Schottbereichen. (Der Rumpf ist weich)

    4. Den Bock absenken damit das Boot in der Stellage steht. (Geht schön langsam und sicher)

    5. wenn der Kiel runter kommt kann der Bock weiter abgesenkt werden

    6. wenn der Kiel ab soll kann er mit Gurten am Bock gesichert werden


    Bis auf den Stellagenbau ist das keine Herausforderung und der Bock bleibt als Backup.

    Beim Gau fällt das Schiff gerade mal ein paar milimeter wenn man es richtig macht. (Keile nutzen)

  • Hallo..

    Der Kiel muss nicht ab.

    Aussage vom TO

    Aber vielleicht kannst Du Dir ja mal Gedanken machen wenn Dir andere Menschen aus deinem Verein offensichtlich ähnliches versuchen zu sagen. Bestimmt haben die auch alle unrecht, die "Bedenkenträger".

    Da höre ich gar nicht zu. Wenn ich das tun würde wäre der Arbeitsdienst vor bei .Ich höre nur den zu der sagt ich kann es besser, dann sage ich dann mache es.

    P:S.: Es geht nicht darum einfach das Boot anzuheben, es geht darum den Kiel zu entfernen, zu sichern, später das Boot wieder auf den Kiel zu setzen oder denselben wieder un

    Siehe Zitat oben.

    Ab Windstärke zwölf gibt es keinen Atheisten mehr.( Helmut Gollwitzer)

  • Wir haben letztes Jahr unser Boot (7,5t) auf dem Anhänger mit einer Daumkraft schrittweise um ca. 30cm angehoben, damit ich den Kiel, welcher unten komplett auf einem Kielbrett stand, von unten bearbeiten konnte.


    Hierbei muss ich sagen, dass wir das Boot wieder auf dem Kiel abgestellt haben. Nachdem wir die zugänglichen Teile des Kiels bearbeitet hatten, haben wir durch leichtes Entlasten die Pallhölzer verschoben um an die restlichen Flächen zu kommen. Mittlerweile steht das Boot dauerhaft auf 3 Pallhölzern, was bei den Transportgestellen bei uns ebenfalls üblich ist.


    Beim Anheben haben wir auf jeder Seite im Drehpunkt Holzpallen als Stützen gebaut, die achteren Stützen vom Trailer vorsichtig gelöst und dann mit einer kräftigen Daumkraft vor dem Kiel das Schiff mit Gefühl stückweise angehoben (Eine Auflage zur Lastverteilung dazwischen). Dabei die Stützen am Trailer immer nachgeführt.

    Als wir das Boot ca. 10cm vorne angehoben hatten, haben wir vorne Pallholz untergelegt und das gleiche an der Achterkante gemacht. So haben wir uns Schrittweise bis zur gewünschten Höhe herangearbeitet. Das Boot hat sich weder zur Seite geneigt, noch gab es dabei andere Probleme. Ich hätte keine Bedenken das wieder so zu machen. Es ist aber immer gut, wenn man einen Beobachter hat, da man beim Drehen an der Daumkraft kaum mitbekommt, wenn sich das Boot doch in ungewünschte Richtungen bewegen sollte.


    Bei uns im Verein wurden auch schon Boote komplett von Anhängern geholt und auf Holz umgestaut ohne, dass ein Kran geholt wurde.


    Wenn der Kiel lediglich eben frei hängen soll, würde ich mir (entsprechend des Bootsgewichts) kräftige Böcke besorgen, welche ich vorne und achtern unterstellen kann. Das Schiff (wie oben beschrieben) anheben und die Böcke vorne und achtern unterstellen. Dann 4 Holzstützen mit Keilen anbringen und die Stützen anschließend noch mit Latten verbinden und vernageln.


    Zum Thema "Kiel ab oder nicht", wäre ich Vorsichtig. Bei meinem vorherigen Boot, einer Bianca 36, gab es ebenfalls einen leichten Kielschaden nach Grundberührung. Der Versicherungsgutachter meinte damals, dass er nicht in die Struktur hineinschauen kann. Bis auf eine Abplatzung an der vorderen Ecke vom Kiel war damals nicht viel zu sehen. Dennoch stand im Gutachten, dass der Kiel ab muss, was meine Versicherung damals ohne anstandslos bezahlt hat.


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  • Wenn ers unbedingt in dieser Halle machen möchte wäre ich über einen Erfahrungsbericht dankbar.

  • Ich habe mir gerade die Bilder noch einmal angesehen. Da das Gestell schon sehr hoch abgepallt ist, würde ich einfach eine Pallholzkonstruktion um/unter das Boot herum bauen. Das Schiff müsste dann ja nur gerade soweit angehoben werden, dass das Pallholz unterm Gestell herausgezogen werden kann. Dann könnte man das Gestell einfach unterm Schiff sacken lassen.

  • Vielen Dank euch allen erstmal!

    Ich hole mir wahrscheinlich fachkundige Unterstützung..

    Oder Anwalt.. siehe meine neue Frage.

    Gruß Jan

  • Vielen Dank euch allen erstmal!

    Ich hole mir wahrscheinlich fachkundige Unterstützung..

    Oder Anwalt.. siehe meine neue Frage.

    Gruß Jan

    Eine sehr gute Entscheidung!


    Grüße Jürgen

  • Ich habe mir gerade die Bilder noch einmal angesehen.

    auch die ganzen anderen Trailer / Böcke / Boote?


    Wenn der Hallenbetreiber keinen Bock hat da alles umzuräumen, ist vor dem Frühjahr eh nix zu machen.