Umrüsten auf Trudesign Seeventile - Erfahrungen?

  • Moin Jan


    Meine werden diesen Winter auch durch Trudesign ersetzt, komplett. Hab ich gerade in Auftrag gegeben. Inkl. eines neuen "Lochs" für die Seewasser-Motorkühlung (statt Saildrive).


    Die Seeventile der Toilette (Zulauf und Fäkalien-Ablauf) möchte ich diesen Winter erneuern.

    Offizielle Äußerungen dazu von Trudesign kenne ich nicht. Ich hatte ja seinerzeit Kontakt mit denen, aber da ging es nur um die Frostfestigkeit, die von ihnen bestätigt wurde.


    Sanitärschläuche: starr, große Biegeradien

    Der Tipp meiner Werft (Sirius) dazu war, dass man die starren Schläuche am besten in einer Badewanne mit heißem Wasser auf Temperatur bringe, dann ließen sie sich ganz prima biegen. Probiert habe ich es nicht.


    Die Metallteile vermitteln mir mehr Vertrauen in die Mechanische Festigkeit.

    Hast du denn die Metallteile mit erneuert? Oder sind das die alten?



    Gruß, Manfred

  • Nachdem mir unter der Rohrzange alte Metallteile zerbrochen sind habe ich mehr Vertrauen in den Glasfaser-verstärkten Kunststoff von Trudesign. Alte Trudesign-Teil hatte ich allerdings auch noch nie unter einer Rohrzange.

    Arbeite am Unterwasserschiff. :grinning_squinting_face:
    Segle mit nur ein Jahr altem Unterwasserschiff. :grinning_squinting_face:
    Irgendwann muss ich wieder ans Unterwasserschiff. :loudly_crying_face:

  • Die Metallteile sind die alten. Bei der Sigma (mona) gibt es Bord Durchlässe die nicht verschraubt, sondern mit drei Stehbolzen versehen und zum Teil ein laminiert sind. Die Außenfläche ist dadurch total eben. Die musste ich wieder benutzen. An den Messing-winkeln ist ja kein vergang.

    Gruß SY mona Willi

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    Der Tipp meiner Werft (Sirius) dazu war, dass man die starren Schläuche am besten in einer Badewanne mit heißem Wasser auf Temperatur bringe, dann ließen sie sich ganz prima biegen. Probiert habe ich es nicht.


    Hast du denn die Metallteile mit erneuert? Oder sind das die alten?

    Ja, Wärme macht alle Kunststoffe geschmeidiger, nur fehlt machmal die hinreichend große Badewanne :smiling_face: . Das Füllen der Schläuche mit heißem Wasser hilft auch schon.

    ...aber, die Sanitäschläuche hatten früher eine Metallspirale, war der Schlauch warm und weich erlaubte die Spirale enge Bögen. Das Metall wurde durch harten Kunststoff ersetzt mit dem Ergebnis, dass der Schlauch starrer wurde.

    Früher hatten wir keinen Schwanenhals in der Fäkalienleitung. die Armatur wurde nach Gebrauch verschlossen. Bei täglichem Gebrauch ist die Leckrate so unbedeutend, dass keine nennenswerte Wassermenge eindringen konnte. Als wir das Boot längere Zeit unbewohnt im Wasser ließen, war die eingedrungene Wassermenge deutlich. Darum wurde ein hoher Krümmer installiert. Der enge Bogen war nur mit Fäkalienschlauch möglich.


    Die Metallteile wurden nur peinlich sauber gemacht.


    Gruß Franz

  • Der Tipp meiner Werft (Sirius) dazu war, dass man die starren Schläuche am besten in einer Badewanne mit heißem Wasser auf Temperatur bringe, dann ließen sie sich ganz prima biegen. Probiert habe ich es nicht.

    ... weil Du vermutlich keine Badewanne am Winterlagerplatz hast. Die liebevolle Nutzung eines Heißluftföns ist da auch sehr zielführend.

  • Der Tipp meiner Werft (Sirius) dazu war, dass man die starren Schläuche am besten in einer Badewanne mit heißem Wasser auf Temperatur bringe, dann ließen sie sich ganz prima biegen. Probiert habe ich es nicht.

    Der Tipp ist super. Allerdings kenne ich nur ein Schiff mit einer Badewanne, das war die Dehler 43. Die Badewanne in den eigenen 4 Wänden dürfte dafür zu weit entfernt sein


    Gruß Odysseus

  • Danke soweit. Wenn Geruch kein Problem ist, dann werde ich das mit Trudesign machen.


    Aber noch eine Frage: spricht irgendwas dagegen, den Trudesign Borddurchlass etwas einzukürzen, um mit dem Aufbau nicht so hoch zu kommen und dadurch auch die Hebelkräfte zu reduzieren?


    Bei mir sind die Ventile in 90°, also parallel zur Bordwand montiert (siehe Foto). Da würde ich gerne so dicht wie möglich an die Bordwand kommen, denn die 90° Bögen von Trudesign tragen ja doch etwas mehr auf, als die aus Bronze.

    20231128_214734.jpg

    Gruß,
    Jan


    Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

  • Noch besser: Soll man kürzen, s. Einbauanleitung...

    https://trudesignplastics-com.…6b581c33276e99ba29f86.pdf

    Danke für den Hinweis. Leider steht dort auch

    Quote

    For below water line, best practice is to always have the Ball Valve directly fitted to the skin fitting.


    Das bedeutet, dass ich den 90° Bogen besser nicht zwischen (gekürzten) Borddurchlass und Seeventil setzen sollte.

    Hmmm.... was meint ihr?

    Gruß,
    Jan


    Lieber Wasser unterm Kiel :segeln:, als Kiel unter Wasser :tit:

  • Die Kabel sind sehr wichtig, sie verhindern das sich eine Spannung zwischen den Metallen aufbauen kann.


    Erdung, die korrekte Farbe war gerade nicht lieferbar

    Ich kann versichern, das dort niemand wohnt und keine Gefahr für Leib und Leben besteht. Hi.

    Gruß SY mona Willi

    Edited once, last by mona: Ein Beitrag von mona mit diesem Beitrag zusammengefügt. ().

  • Die "einfachen" üblichen weissen Schläuche sind nicht dauerhaft geruchsdicht, da die durch die aneroben Zersetzungen entstehenden Amoniakverbindungen das PVC durchdringt. Die als geruchsdicht bezeichneten Schläuche sind resistenter gegen das Durchdringen der Geruchsstoffe, da sie eine extra Sperrschicht haben.


    Die weissen Schläuche sind solange geruchsdicht bis die Wandstärke durchdrungen wurde. Sie gelten nur als geruchshemmend.

  • Grundsätzlich muss das Ventil immer direkt an den Durchlass,auch bei Metall. Allerdings gibt's trotzdem reichlich "ab Werft"-konstruktionen mit Bogen.


    Trudesign hat auch 90°-Verbinder im Programm.

  • Die Kabel sind sehr wichtig, sie verhindern das sich eine Spannung zwischen den Metallen aufbauen kann.


    Ich kann versichern, das dort niemand wohnt und keine Gefahr für Leib und Leben besteht. Hi.

    Vor allem sorgen sie dafür, dass zwischen ihnen ein Strom fließen kann. Erden von Seeventilen halte ich für u.U. gefährlichen Quatsch, vor allem wenn unterschiedliche Metalle verbunden werden. Ich lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen... :O

    Viele Grüße
    Jens


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