SKS oder kein SKS ... das ist hier die Frage ...

  • Die Frage kommt irgendwie jährlich…

    Dümmer wirst Du vom SKS sicher nicht, zum chartern hab ich Ihn bisher nie wirklich gebraucht. Die Mietbedingungen macht der Vercharterer und da gibts es durchaus Angebote in der Ostsee die gern einen sehen wollen. Selbst schon erlebt, war aber hinfällig da anderes Boot gemietet. In Holland kenne ich ganze 2 Vercharterer die überhaupt jemals was sehen wollten. Kroatien bisher SBF, ledig bei sehr teuren Booten war die Nachfrage nach Segelnachweis. Hier hilft der SKS eines Crew Mitglied ungemein. Wahrscheinlich wär es auch so gegangen.

    Griechenland und Türkei scheinen da etwas nach Tageslaune zu entscheiden was als Segelnachweis reicht.


    Fazit: Wirklich brauchen um ein Boot zu mieten, eher weniger. Notfalls vorher nachfragen und anderswo mieten.

  • Üblicherweise würde hier in D meist der SBF See reichen. Für bestimmte Boote / Fahrtgebiete rückt der Vercharterer erst was raus, wenn Du mit dem SKS oder mehr, YM oder vergleichbar anrückst. Manchmal (selten) wird auch eine "Segelvita" abgefragt.

    Lustig: in Italien hatte ichs jetzt 2x, daß statt Schein eine Runde vorm Hafen unter Aufsicht gezeigt werden sollte, dann kam das o.k..

    Hängt also vom Anbieter ab....

    -

    spliss

    Holt groß das Dicht !

  • … ich hatte einmal ein Boot versucht einhand zu chartern. Der Chartervertrag wurde derart gestaltet, das ich erstmal „vorsegeln“ musste und falls meine Fähigkeiten als unzureichend eingetuft würden, dann hätte ich halt eine Woche ein „Wohnboot“ gehabt, d.h. kein Erlaubnis auszulaufen.

    War aber nachvollziehbar und für mich ok.

  • Meines Wissen ist für das "Segeln" in -D- immer noch kein Schein erforderlich. Habe ich da tatsächlich etwas verpasst?

    Ich habe aber durchaus Verständnis, dass ein Vercharterer seine Schiffe nicht an Jeden ausgibt, aber es ist nun einmal sein Risiko.

    Leider musste ich auch schon das berühmte Manöver des letzten Augenblicks durchführen da mir ein Schiff mit einer wenig geübten Chartercrew unter Missachtung der KVR vor dem Bug gefahren ist und ich konnte auch schon an den abendlichen Darbietungen von Chartercrews bei den Hafenmanövern, mit gekonnter Rammeinlage am Steg, dem Hafenkino, teilhaben.

    Seltsamerweise musste ich beim Anmieten von ps-straken KFZs bisher immer nur meinen Führerschein vorlegen und es wurde auch noch nie nach weiterführenden Scheinen gefragt.

    Sollte ich einmal in die Verlegenheit kommen mir ein Schiff zu chartern und der Vercharterer verlangt von mir die Vorlage des SKS bekäme er von mir lediglich ein freundliches Lächeln und er könnte sein Schiff behalten. Ich lese immer vorab die Geschäftsbedingungen, es erspart unliebsame Überraschungen. :tee:

  • Meines Wissen ist für das "Segeln" in -D- immer noch kein Schein erforderlich. Habe ich da tatsächlich etwas verpasst?

    Ist ja auch nicht, solange du mit ner Jolle zufrieden bist, ist ja alles easy. Wenn aber ne Antriebsmaschine und ne Funke drin ist, dann reichts halt nicht mehr.

    Es gibt aber neben den 0-8-15 Charteryachten noch allerlei Wesonderes, was die Vercharterer nicht so einfach rausgeben. Obs z.B. ein liebevoll restauriertes Folkeboot oder ne Kohlefaser Rennyacht ist, chartern kann man alles. Nur gerade bei diesen Schätzchen können dann schon noch besondere Anforderungen an dich gestellt werden

  • Ist ja auch nicht, solange du mit ner Jolle zufrieden bist, ist ja alles easy.


    Nicht schlecht, aber voll daneben! Wie war es noch? "Wissen ist Macht, Nichtwissen macht aber auch nichts. :kopfpatsch:

  • Ist ja auch nicht, solange du mit ner Jolle zufrieden bist, ist ja alles easy.


    Nicht schlecht, aber voll daneben! Wie war es noch? "Wissen ist Macht, Nichtwissen macht aber auch nichts. :kopfpatsch:

    ?? Ok dann darfst du halt noch ein bischen mehr. Aber ab 15PS brauchts halt den SBF und mit Funke den SRC …

  • Dass mit dem SKS weil SBF kein Segelschein ist, ist relativ neu aufgekommen und rührt daher, dass in den neueren Scheckkarten SBF nur der Vermerk CWM steht (Coast Waters Motor) und nicht CWS (Coastal Waters Sail). Kann es auch nicht, weil beim SBF eben Segeln nicht geprüft wird. Bevor es diese Scheckkarten Führerscheine gab, war die Welt in Ordnung. Nun haben die Griechen es aber schwarz auf weiß, dass der Inhaber eben nur unter Motor und nicht unter Segel geprüft wurde.

    Natürlich ist der SBF eine Segelschein, der SBF Binnen unter Segel. Den SBF See gibt es seit Jahren nicht mehr. Es gibt nur noch einen SBF mit verschiedenen Geltimgsbereichen und Antriebsarten. Und eine SBF Binnen Segeln mit späteren Yachtgrundkurs ist IMHO besser als der Schnelldruchlauf im SKS. Wobei eben beim SKS der Weg das Ziel ist. Das Lernen der Theorie und Praxis ist wichtig nicht die Prüfung und der Schein. Das Bestehen der Prüfung dann fürs Gemüt und das Glückszentrum im Gehirn.


    Und soviel ich verstehe verlangt Grichenland irgendeinen offziellen Verbandschein, es muss nicht der Schein des Heimatstaates oder Staatsangehörigkeit sein. Ob die der Schein des VDS oder SPOSS auch anerkannt wird, wäre zu prüfen. Beides sind ebenfalls Verbandsscheine.

  • Natürlich ist der SBF eine Segelschein, der SBF Binnen unter Segel

    Naja.

    Sagen wir: "natürlich gibt es einen SBF mit Segelteil, nämlich (optional!) den SBFBinnen". Der jetzt anders heißt, was aber eigentlich egal ist, weil die neue Bezeichnung ("Geltungsbereich blablabla") so lang ist, dass sie niemand nutzt, außer amtliche Formulare.
    Jetzt müsst Ihr nur noch den Griechen beibringen, dass SBFBinnen mit Segelteil und SBFSee einen SKS ergeben.
    Oder sowas ähnliches.

    Hihi
    Andreas

  • Jetzt müsst Ihr nur noch den Griechen beibringen, dass SBFBinnen mit Segelteil und SBFSee einen SKS ergeben.

    Vielleicht muss man den Griechen beibrigen, das die meisten Länder dieser Welt weder Pflichtsegelscheine noch amtliche Bootscheine kennen. RYA ganz vorne. Amtlich wird es dort erst mit dem commercial endorsment nach den Regeln der MCA.


    Ich weiss auch nicht wer den ausländischen Behörden diesen Floh mit den Scheinen ins Ohr setzt. von alleine kommen die doch nicht darauf. Bei einen Unfall in spanischen Gewässern mit einen deutsch beflaggten Segelboot, nicht komerzielle, waren die spanischen Behörden auf den Trip, der bräuchte den SKS. Die BSU hat dann in Ihrem Bericht darauf hingewiesen das dies nicht so ist.

  • Bei einen Unfall in spanischen Gewässern mit einen deutsch beflaggten Segelboot, nicht komerzielle, waren die spanischen Behörden auf den Trip, der bräuchte den SKS. Die BSU hat dann in Ihrem Bericht darauf hingewiesen das dies nicht so ist.

    Und das interessiert die Spanier? Was eine nicht amtliche Stelle von sich gibt?


    Gruß Odysseus

  • Den Griechen kann man nicht einmal beibringen, dass man mit einem nicht in der EU registrierten aber in der EU versteuerten Schiff nicht den Status eines versteuerten Schiffes verliert, wenn man auf dem Weg von einer Insel zur nächsten vorrübergehend die Hoheitsgewässer verlässt, obwohl das in einer EU Verordnung explizit ausgeschlossen ist.


    Und da erwartest du, dass sie ausländische Führerscheine und nicht Führerscheine verstehen?


    Witzgerweise braucht ein griechischer Skipper erst ab 75 PS einen Führerschein. Nun würde mich allerdings umgekehrt interessieren, was ein deutscher Waschpo Beamter dazu sagt, wenn besagter Grieche in deutschen Gewässern mit 50 PS unterwegs ist.


    Und warum ich bei jedem Papierkram bei der Hellenic Coastguard aka Portpolice meinen Führerschein vorlegen muss, auch wenn ich als Grieche gar keinen bräuchte.


    Aber ich bin schon zu lange in Griechenland unterwegs um mich über so etwas lange zu wundern oder aufzuregen. Der nächste Beamte sieht eh wieder alles ganz anders.

  • Und das interessiert die Spanier? Was eine nicht amtliche Stelle von sich gibt?

    Die Bundesanstalt für Seeunfalluntersuchungen (BSU) ist sehr wohl eine amitliche Stelle und sogar eine Bundesoberbehörde. Ich würde eben zu gerne wissen woher die spanischen Stellen Ihre Weisheiten hat und sich nicht davon abbringen hat lassen. Ansonsten hätte es die BSU IMHO nicht explizit erwähnt. Woher kommt Griechenland auf den Trip von DEU Scheine zu verlangen von anderen EU Staatsbürgern nicht, weil es da gar keine Scheine gibt?

  • Wie kommst du auf die Idee, dass die Griechen von anderen EU Nationen keinen Schein verlangen?


    Zwei Schiffe weiter liegt ein Schwedisch/Dänisches Paar mit ihrer Koopmans. Gerade von sechs Jahren Weltumsegelung zurück. Auch von denen wurde ein Schein verlangt, als sie ihre Schiffspapiere bei der Portpolice hinterlegten.


    Ich denke, wenn man die heile Welt der Ostsee und Skandinavien verlässt, ist man gut beraten eine Schein zu haben, auch wenn man zu Hause keinen braucht. Aber will man das einem ausländischen Beamten erklären, der mehr schlecht als recht Englisch kann? Ich hätte da keinen Bock drauf.

  • Ich habe einmal in meinem Leben selbst gechartert. Ich legte bei Vercharterer in Italien meinen SBF See vor - ein langer Blick darauf und dann die Frage: „Ist das ein gültiges Dokument? Muss der nicht alle zwei Jahre erneuert werden? Egal-sieht irgendwie offiziell aus“. Von SBF, SKS, SSS und sonstigen typisch deutschen Akronymen hatte der noch nie etwas gehört…

    Das war das einzige Mal in 30 Jahren, dass jemand einen Schein sehen wollte. Schon gar nicht kannte der den Unterschied zu SKS oder SSS, die ich auch habe.

    Viele Grüße


    hafergärtner


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    Wer denkt, Abenteuer seien gefährlich, sollte es mal mit Routine versuchen: Die ist tödlich.

  • Ok dann darfst du halt noch ein bisschen mehr. Aber ab 15PS brauchts halt den SBF und mit Funke den SRC


    Ich habe noch nie ein Schiff über 10 m Länge mit Motoren über 15 PS besessen. "Schwatzfunk" möchte ich nicht und für mein Handy brauche ich keinen Schein. Aber es hätte ja sein können und deshalb habe ich die Ausbildung an der HS für Nautik in Bremen gemacht.

    Nur die Sinnhaftigkeit er so genannten "weiter führenden Verbandscheinen" für den privaten Skipper erschließt sich mir nicht.

    Dass sie nicht schaden steht außer Frage, nur sieht es für mich eher nach Abzocke aus.

    Die Bootsfahrschulen und die Prüfer profitieren und die Kursteilnehmer haben dann den Schein. Wie schön, denn mit dem sind sie am Biertresen mit Cook auf Augenhöhe!

    Da wäre Fahr,-Segel-, und Schlechtwettertraining erheblich effektiver. Auch wäre eine gesonderte Trainingseinheit für Hafenmanöver eine sehr sinnvolle Sache. Wenn ich sehen muss mit welchen Panikattacken bei leichten Seitenwind und Strom in den Häfen agiert wird fällt mir nichts mehr ein.

    Aber bei einigen Zeitgenossen darf es eben ein bisschen mehr sein oder frei nach James Dean: "Denn sie wissen nicht was sie tun". :abschied2:

  • Das Problem liegt ganz woanders - nämlich mal wieder bei uns.

    Wenn man es hier nicht immer so furchtbar genau nehmen würde, was die Verwendung eines Bundesadlers auf einem Dokument anbelangt...
    ... könnte man einfach in das Büro seines Segelvereins tapern und sich bestätigen lassen, dass man halbwegs unfallfrei mit seinem Kahn den Globus umrunden könnte wenn man unbedingt wollte - Stempel drauf, Commodore unterzeichnet persönlich, fetich!
    Aber natürlich nicht irgendso ´ne Provinzklitsche, sondern Royal Berlin Yacht Club mindestens.

    Ach so, in Berlin gibt es weder Royals, noch Meer?
    Wie doof.

    Hat es schon jemand mit dem ADAC Mitgliedsausweis versucht?

  • Die Frage ist doch garnicht wie lange Dein Kollege so segelt sondern es geht hier um Dich.


    Fühlst Du dich sicher genug um ein Segelboot/Yacht mit deinem Wissen sicher zu führen?

    (Ja nun kommt von so einigen, der SKS ist nicht alles und man hat schon ganz viele schlecht ausgebidete getroffen usw....jajaja, bestreitet keiner)


    Zweite Aufgabe die dann kommt, es gilt einen Vercharterer zu finden der Dir ggf. ohne SKS ein Boot verleiht, dass es die gibt ist unstrittig.

    Im Zweifel reichen einige Anfragen mit einer Kopie deines SBF See mit der Bitte dir einen Charter Angebot zu erstellen.


    In meinen Augen ist ein SKS nichts was man unbedingt braucht aber ein Schritt in die richtige Richtung. Ein guter Segellehrer wird dir Dazu auch noch wichtiges Feedback geben was dein "Talent" betrifft.

    Wenn Du nartürlich ein alter Salzbuckel bist der eigentlich schon Jahzente segelt dann würde ich auch fragen was Du mit dem SKS willst, ansonsten sind das überschaubare Kosten mit einer guten Portion Lernaufwand.


    Deswegen, es kommt hauptsächlich auf Dich an denke ich denn auch wenn der ein oder andere Dir kein Boot verchartert wird es genügend geben die das nur mit SFB See tun, auch in DE.

  • Zum Thema SKS und Chartern:


    In den Bedingungen der meisten Versicherungen von Charterbooten steht, dass der Skipper Segelerfahrung haben muss. Und bei einem größeren Schaden könnte die Versicherung auf die Idee kommen, Nachweise zur Segelerfahrung zu verlangen.


    Diese Erfahrung kann man z.B. durch Vorlage eines SKS-Scheins belegen. Ein langjähriger Eigner kann das aber sicher auch ohne SKS nachvollziehbar darlegen.


    Wenn sich jedoch herausstellt, dass beim Zustandekommen des Chartervertrages die Segelerfahrung nicht gegeben war, könnte die Versicherung beim Skipper Regress fordern, da er sich nicht gemäß den Versicherungsbedingung verhalten hat.


    Dabei ist es erstmal egal, ob der Vercharterer das Boot auch ohne Erfahrungsnachweis verliehen hat. Der Dumme ist im Zweifel der Charterer.


    Solange kein Schaden passiert, wird wohl niemand nachforschen.

  • n den Bedingungen der meisten Versicherungen von Charterbooten steht, dass der Skipper Segelerfahrung haben muss. Und bei einem größeren Schaden könnte die Versicherung auf die Idee kommen, Nachweise zur Segelerfahrung zu verlangen.


    Diese Erfahrung kann man z.B. durch Vorlage eines SKS-Scheins belegen. Ein langjähriger Eigner kann das aber sicher auch ohne SKS nachvollziehbar darlegen.

    Der SKS belegt eine Segelerfahrung von 300sm und 30min Prüfung, Davon genau 0 Minuten als Skipper. Wird Segelerfahrunf als Skipper gefordert wäre der SKS der falsche Schein. Bei keinen deutschen Schein bis SHS wird wrikliche Skipperzeit gefordert, sondern Wachführer oder Co-Skipper, umd beim SKS reicht Badegast +Bestehen der der Prüfung.


    Wird Skipperzeit gefordert (Wie bei manchen Verchartern in den USA anstatt eines US-Scheins) ist der SKS nicht ausreichend sonder ein Nachweis dieser erforderlich sonst könnte wirklich die Versicherung ein Problem machen.