Schutzbrille Atemschutz Schutzausrüstung - Antifouling streichen und schleifen

  • Moin zusammen


    welche Masken und Brillen könnt ihr empfehlen, insbesondere beim Antifouling schleifen und streichen?

    Ich habe / brauche eine kleine Lesebrille, die müsste in die Staubschutzbrille mit rein....

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    Gruß Jan

  • Ich bin mit der Sundström SR 100 Maske sehr zufrieden. War auch ein Tipp hier aus dem Forum. Allerdings raten viele Hersteller vom Trockenschleifen von Antifouling ab.


    Mit Brille ist vielleicht auch die Vollmaske SR 200 für dich interessant.

  • Nimm eine Vollmaske und auch sonst ordentliche Schutzausrüstung, bitte. Das Zeug schmeckt nicht mehr ganz so giftig wie früher, ist aber immer nich gesundheitsförderlich.


    Besser ist, man zahlt jemanden, der das beruflich macht.

    Von nix kütt nix.

  • Wenn Trockenschleifen, dann guter Werkstattsauger, mindestens Klasse M, und zusätzlich Staubschutzmaske.

    Better to be on the boat with a drink on the rocks than to be in the drink with the boat on the rocks

  • Allerdings raten viele Hersteller vom Trockenschleifen von Antifouling ab.

    Pro, für's Trockenschleifen, der einfache Maschineneinsatz - aber um welchen Preis.


    Beim Nasschleifen dagegen hat man keine Schleifläuse, keinen Staub, kann auch kurz nach dem Auskranen beginnen.

    Kurz nach dem Auskranen bemerkt man beim Schleifen mit Pad oder Klotz eher Beulen und beginnende Wasserblasen, auch am Ruder. Nach wenigen Tagen draußen können sich die Blasen, wenn man etwas im Anfangsstadium hat, zurückgebildet haben.

    - Es lohnt sich also doppelt.


    Wenn man sich beim AF-Streichen, eher ja Rollen was Gutes tun will, gibts Schutzbrillen mit Schaumgummirand, die besonders gut dichten. Z.N. von Uvex, auch 3M.

  • Ich hatte mir damals für die Sanierung des UW-Schiffs eine Halbmaske von 3M besorgt, da ich Brillenträger bin.

    Da ich aber auch Kurzsichtig bin, würde ich mir heutzutage nur noch eine Vollgesichtsmaske besorgen. Die Brille benötige ich beim Schleifen am Rumpf nämlich nicht.

    Eine gute Absaugung ist immer ratsam, egal ob AF, GFK oder Lack/Holz. Die Umgebung dankt es dir.

    Das Naßschleifen wird nicht immer gerne gesehen, weil das abfließende Wasser gewöhnlich in die Kanalisation kommt. Und da hat das AF-kontaminierte Wasser nix zu suchen.


    Gruß, christian

    "Nach vorn geht mein Blick, zurück darf kein Seemann schau'n!" (La Paloma, Hans Albers)

  • Schutzbrillen habe ich einige ausprobiert. Eine UVEX Ultravision ist die einzige die für mich als Brillenträger gut funktioniert. Moldex (8000) oder 3M (6000) Halbmasken sind für mich beide ok. Ich muss nur aufpassen dass die Brille nicht unter den Gummirand der Maske auf der Nase rutscht. Das macht sie gerne und dann zieht die Maske unbemerkt Nebenluft. Ich würde die Auswahl der Filter so empfehlen, dass du den P3 Partikelfilter ohne den Ax Gasfilter benutzen kannst. Dann hast du beim Schleifen weniger Atemwiderstand und Gewicht. Das wird in meinem Umfeld durchgängig ignoriert und dann beschweren sich die Kollegen dass die Maske so schwer und unbequem zu tragen ist.

  • Ich weiss ja nicht, ich streiche AF in alten Klamotten und einer FFP2 Maske, mehr nicht. Das AF ist inzwischen so schwach das es auf unserem Winterlagerplatz wieder so viel Gras zwischen den Steinen wächst das man bald wieder mähen muss...

  • Siehe Bild links. Und damit habe ich mich sehr deutlich von den Holländern unterschieden,

    die - weil es kalt war - einen Pullover an hatten. Und Brillenträger halt noch ihre normale

    Brille auf. Wir werden sehen, wer länger lebt...

    Viele Grüße
    Jürgen (urlaubsreif - immer)

  • Sommersonnemeer Und Du glaubst tatsächlich dass das AF so giftig ist? Bist Du schonmal neben Deinem Boot geschwommen? Oder in einem Bereich in dem auch Berufsschiffahrt unterwegs ist? Davon würde ich Dir nämlich abraten, das ist dann genauso ungesund...

  • Es geht ja um den Staub. Das ist sicher etwas anderes, denn unter Wasser atme ich eher selten. Und ums

    einfachere Duschen nach der Arbeit.

    Viele Grüße
    Jürgen (urlaubsreif - immer)

  • Beim AF STREICHEN?


    Auch darum geht es hier. Siehe den Post des TE:


    insbesondere beim Antifouling schleifen und streichen?

    So trocken ist die Farbe bei mir nicht das sie staubt... :winking_face:

  • Er fragt auch nach dem tragen einer Maske beim schleifen. Und da würde ich egal ob es um AF geht schon wegen dem Staub immer eine Maske tragen. Ich kann hier nur den Hinweis geben mal bei E..y nach Staubmaske 6800 suchen. Gut und günstig, habe die selbst beim schleifen auf.

    Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
    Alexis Carrel

  • Was die Brille angeht: Es gibt Maskenbrillen. Die sind etwas schmaler, haben keine Bügel und werden ähnlich einem Kneifer aus der vorletzten Jahrhundertwende in die Maske geklemmt. Optiker beraten, ansonsten: Dräger, Uvex, 3M .....

  • Ich weiss ja nicht, ich streiche AF in alten Klamotten und einer FFP2 Maske, mehr nicht. Das AF ist inzwischen so schwach das es auf unserem Winterlagerplatz wieder so viel Gras zwischen den Steinen wächst das man bald wieder mähen muss...

    Wenn man sich beim Aufbringen von AF schützen will, dann sind zwei Aspekte zu berücksichtigen. Zum Ersten sollen Farbspritzer nicht auf die Haut und erst recht nicht auf die Schleimhäute der Mund- und Nasenhöhle gelangen können. Zu diesem Zweck würde ein einfacher OP-Mundschutz (und eine einfache Schutzbrille) ausreichend sein. Zweitens sollte jedoch auch das Einatmen der Lösungsmitteldämpfe verhindert werden. Das kann man nur mit Filtern/Masken der Stufe 3 erreichen. Eine FFP 2-Maske ist also für den einen Zweck zu viel und für den anderen zu wenig.


    Grüße Jürgen


  • Unter freiem Himmel bei vermutlich auch noch mit Wind? Welches Lösungsmittel erreicht denn da überhaupt noch den Mund bzw. die Nase?

  • Welches Lösungsmittel erreicht denn da überhaupt noch den Mund bzw. die Nase?

    Die Frage lässt sich beantworten, denn ich bin Arbeitsmediziner und habe bisher drei Werften an der Weser betreut. Beim Biomonitorung mit Ansaugung am Helmrand waren Schiffslackierer (also nicht nur Antifouling) im Freien einer Lösemittelkonzentration des 2-fachen bis 5-fachen der zulässigen Grenzwerte ausgesetzt. Warum das denn? Ganz einfach: Die Hand ist bei vernünftiger Arbeitshaltung nur etwa 50 cm vom Gesicht weg. Eine solche Wolke lässt sich nicht so leicht von mittlerem Wind wegblasen. Allerdings spielt hier der Luftdruck beim Spritzlackieren eine verschlimmernde Rolle. Wenn mit Rolle oder Pinsel gearbeitet wird, fällt das weg. Stattdessen steht unmittelbar neben dem Mann der offene Farbeimer.