Tackline Gennacker

  • Liebe Seglergemeinde,


    ich bräuchte Euren Rat bzw. Tips zur Leinenführung der Tackline.

    Aktuell fahre ich den Gennacker fest angeschlagen am Bugspriet. Nun würde ich diese gerne verstellbar machen.

    Einige nehmen die Fogshot und führen diese über einen Block an den Gennacker, somit aus dem Cockpit zu bedienen.

    Manche haben auch lediglich eine kurze Leine über ne Rolle am Bugspriet und belegen diese an der Bugklampe.

    Wie habt Ihr das gelöst bzw. auch Bilder zur Anregung für mich.

    Welches Übersetzungsverhältnis sollte man einsetzen bei einer Größe 120qm/2

    Liebe Grüße Christian

  • In's Cockpit führen und dort auf eine Hebelklemme vor die Winsch. Eine Untersetzung brauchst Du dann nicht und kannst den Spi in den Niedergang bergen oder - wenn mit Bergeschlauch gefahren- dann von dort aus ablassen.


    Die Tackline kann man zwar begrenzt auch als Trimminstrument sehen aber ... einmal eingestellt ändert man dann daran nicht so viel. Wenn man das aber möchte braucht man viel Kraft => Winsch !!


    Ich bin damit damit asym. Spis bis 185qm gefahren - auf dem "Dickschiff"

  • Bei uns ist der Niederholer des Spibaums umgewidmet worden. So kann ich die Halsleine aus dem Cockpit fahren. Wir haben keinen Spi, so dass wir keinen Nachteil mit diesem Setup haben.

  • In's Cockpit führen und dort auf eine Hebelklemme vor die Winsch. Eine Untersetzung brauchst Du dann nicht und kannst den Spi in den Niedergang bergen oder - wenn mit Bergeschlauch gefahren- dann von dort aus ablassen.


    Die Tackline kann man zwar begrenzt auch als Trimminstrument sehen aber ... einmal eingestellt ändert man dann daran nicht so viel. Wenn man das aber möchte braucht man viel Kraft => Winsch !!


    Ich bin damit damit asym. Spis bis 185qm gefahren - auf dem "Dickschiff"

    Ist bei uns auch so gelöst, funktioniert gut.

  • Welche Rolle spielt nach Eurer Ansicht dabei, die Halsleine im Notfall schnell und aus dem Cockpit abwerfen zu können? Z. B. bei MOB?

    Wie soll das Bergemanöver danach weitergehen und geht es schneller als normales Bergen?


    Ich habe einmal in 5 Jahren die Tagleine gelöst (bei mir ist die auch auf eine Hebelklemme geführt), um den Gennaker sofort aus dem Wind in die Groß-Abdeckung zu bekommen. Die Tagleine ist lang genug, dass der Gennaker an Schot und Fall frei auswehen kann. An der Schot konnte ich ihn dann ins Cockpit bergen. Das war ein Sonderfall nach einem Winddreher im engen Fahrwasser ohne Platz zum Abfallen/Halsen.

  • Das Manöver wäre wohl Tack, Schot und Fall loszuwerfen, so dass der Spi/Genni wegfliegt und das MoB dann mit Fock und Groß oder Motor gefahren wird.


    Der Vorteil währe Zeitgewinn durch weglassen des Spi Bergemanövrrs und dadurch dichter beim MoB zu bleiben


    Gefahren bin ich das auch noch nicht und kenne das nur aus der Theorie. Das Manöver soll bei richtig Druck im Spi gefahren werden

  • Sieht so aus:

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  • Bei sehr großem Spi mag das die einzige Möglichkeit sein. Ich habe nur ca. 60 m² und da würde mir das im Traum nicht einfallen. Ob man die Leinen so schnell gekappt bekommt? Das Messer sollte man mal für das verwendete Tauwerk vorher mal ausprobieren.

  • Hier ist ein Video unter realen Bedingungen:

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  • lida wieso denn durchschneiden? Einfach losmachen reicht doch auch? Ggf noch die Acht raus und ab geht die Luzi

    Stimmt, theoretisch :smiling_face: - Die Gefahr die Acht zu vergessen ist groß. Normal bergen geht doch schnell, wenn man Fall/Tackleine immer sofort nach dem Setzen aufräumt (und generell übt). Also am besten denkt man für sich durch, wie man ein Notbergen handhaben will und die Lösung mag von Boot zu Boot oder Segler zu Segler eine andere sein.

  • Ich habe gelernt, dass man immer und überall ne 8 macht, aber nie und nimmer auf Spischoten und Gennischoten.

    Wo nichts ist, kann nichts vergessen werden.

    Notfalls kann man auch die Takleine austauschen lassen, dann weht er aus und ist bei 60 qm ganz schnell unten. Muss beim MoB ja nicht heil und trocken bleiben…

  • Mich überzeugt das Manöver der YachtingWorld nicht so ganz:

    - Wie wollen sie das Segel bei viel Wind wieder an Bord bringen, wenn es im Wasser liegend nur am Fall hängt?

    - Wie sieht es mit der Manövrierfähigkeit aus, wenn man am Fall ein so großes Tuch im Wasser hinterher schleppt? Das kann man doch vergessen.... Also Fall auch noch ausrauschen lassen und Segel aufgeben?


    Die Seemannschaft von D&K schlägt vor, bei MOB den Spi am Top auswehen zu lassen, also Fall bleibt dicht.


    Selber habe ich noch keines dieser Manöver probiert. Alltäglich segle ich nur Jollen und Daysailor binnen mit Gennaker, max 80 m2. Einen wirklich großen Genni 134 m2 nur als Charterer. Und generell befürchte ich, den Genni beim Üben solcher Notmanöver kaputt zu machen wenn er sich irgendwo verhängt....