Raymarine Radsteuerung mit B&G Winddaten aus NMEA2000

  • Backbone für die Komponenten des AP in Seatalk NG, für den Rest in NMEA 2000. Für die Verbindung Backbonekabel abgeschnitten und die einzelnen Litzen verlötet. Funktioniert astrein ohne Probleme.

    Einzig die Fernbedienung des AP vom Plotter ist nicht möglich, Steuerung nach Windwinkel und Wegepunkten hingegen funktioniert!


    Das ist bei meinem EVO100 (Zeus2 von B&G) alles genauso.

  • sebu78:

    wir haben auf unserem Boot ziemlich genau die Konstellation, nach der Du gefragt hast: den Raymarine Evolution EVO 200 mit SeaTalk NG-Netz, das an das NMEA 2000 Netz angeschlossen ist, in dem auch die Daten des Windmessers liegen.

    Und ja: der Autopilot empfängt die Daten des Windmessers und kann ihnen bei der Steuerung folgen (wenn man es entsprechend einstellt).


    Unser Windmesser ist zwar nicht von B&G, sondern von SilvaNexus. Die Daten werden vom Silva-Server erst auf NMEA 0183 umgestellt und dann vom Miniplexer auf MNEA 2000. Ist aber egal, wenn die Daten erstmal in NMEA 2000 ankommen, laufen sie auch in SeaTalk NG rüber.


    Die Verbindung von NMEA 2000 und SeaTalk NG läuft sehr einfach über dieses Adapterkabel:

    Adapterkabel

    Einfach einstöpseln.


    Beim Zusammenschluss der beiden Netzwerke muss man allerdings darauf achten, dass dazwischen keine Endwiderstände mehr stehen dürfen. Und doppelte Stromversorgung sollte auch vermieden werden. Der Autopilot versorgt das SeaTalk NG-Netz bereits mit Strom, das NMEA 2000-Netz wird dadurch mitversorgt.


    Edit + Nachtrag: das mit der Stromversorgung gilt nur für den ACU 200. Der ACU 100 tut das nicht (siehe weitere Beiträge unten).

    Gruß
    F28

    Edited 3 times, last by F28 ().

  • Warum eigentlich nicht mehrfach an 12V?

    Raymarine empfiehlt es jedenfalls, es darf ja nicht bis 50m werden, da könnte sie Spannung sogar absinken...

  • Die ACU-Reihe versorgt den Bus nicht mit 12 Volt.


    Und es ist im NMEA2000-Standard definiert, dass es nur eine Versorgung geben soll, um Fehler und Ausgleichströme zu verhindern. Bei längerem Backbone dann am Besten in der Mitte. Wenn es trotzdem zwei Einspeisungeb gibt (eventuell durch ein gekoppeltes Seatalk/SetalkNG-Netz, dann ist das in der Regel trotzdem kein Problem, solange die Versorgungen über die gleiche Sicherung erfolgt.


    Und zum Spannungsabfall gibt es Berechnungen. Sie hierzu auch LEN-Berechnung. Infos dazu gibt es viele. Auch in meinem NMEA2000-Workshop auf GitHub.

  • Die ACU-Reihe versorgt den Bus nicht mit 12 Volt.

    doch, die tut das (jedenfalls auf unserem Boot :winking_face:

    Sie versorgt das SeaTalk-NG Netz und damit auch das gesamte NMEA 2000-Netz.

    In irgendeinem Video von Busse-Yachtshop wird auch erklärt, dass man den zweiten 12-Volt-Anschluss weglassen soll.

    Gruß
    F28

  • Dann ist die Installationsanleitung von Raymarine falsch: http://www.busse-yachtshop.de/…1-ACU-installation.de.pdf


    Auf Seite 18 steht ausdrücklich:

    Hinweis: Die ACU-100 liefert keinen Strom an den SeaTalkng-Backbone. Der Backbone muss daher eine getrennte 12 V-Stromversorgung haben.


    Ich bin bisher davon ausgegangen dass diese Info stimmt. Wäre gut zu wissen, ob da ein Fehler vorliegt. Wäre ja nicht das erste Mal. Die Information beim Konverter Seatalk auf SetalkNG bezüglich der Stromversorgung war ja auch falsch.

  • Die ACU 100 versorgt den Bus nicht mit Strom, die ACU 200 tut das.

    Siehe die Beispiele auf den Seiten 19 und 20.

    Der Konverter Seatalk/STNG versorgt auch mit Strom. Ich deshalb habe bei mit

    im Seatalk-Verteiler ein Beinchen abgekniffen, weil ich separat Schalten

    möchte.


    VG

    Burkhard

  • Wieder was gelernt.

    ich musste auch 'ne Menge lernen, als wir im letzten Winter unser gesamtes Netzwerk neu aufbauen mussten...

    Was ich vor allem verblüffend fand: dass SeaTalk-NG und NMEA 2000 zwar sehr unterschiedliche Namen haben, tatsächlich aber praktisch identisch sind. Nur die Stöpsel sind anders.

    Keine Ahnung, was der Quatsch soll...

    Gruß
    F28

  • Moin,


    und bei der ACU200 kann die 12V Einspeisung in das Backbone abgeschaltet werden.


    Jörg

  • und bei der ACU200 kann die 12V Einspeisung in das Backbone abgeschaltet werden.

    Und das ist dann auch gut so.


    Ansonsten könnte es bei einem längeren Backbone schwierig werden mit der Einspeisung in der Mitte. Die ACU ist ja üblicherweise hinten, beim AP-Antrieb.

  • Und das ist dann auch gut so.


    Ansonsten könnte es bei einem längeren Backbone schwierig werden mit der Einspeisung in der Mitte. Die ACU ist ja üblicherweise hinten, beim AP-Antrieb.

    Das Tamtam wegen mehrerer 12V Einspeisungen verstehe ich ja nicht, wird ja von Raymarine auch empfohlen, falls nötig. Bei mir ist die Accu100 auch in der Mitte, so musste ich nur 12V von Accu100 nach hinten ziehen statt noch einen Backbone oder Spur. Das spielt ja alles keine Rolle, was ja gerade der Witz vom Bus-System ist.

  • Die ACU200 hat einen Schalter für die 12V Versorgung des Busses entweder extern über einen Spurkabel Eingang oder Versorgung von der ACU (Schalter)

    Die Steckverbindungen von RM sind hochwertig (goldene Kontakte und Verriegelung), der Durchmesser der Stecker ist auch geringer als bei den M12 Steckern. Die meisten Bootsbesitzer wollen eine schnelle und unkomplizierte Installation. zudem werden bei den einzelnen Komponenten Kabel usw. mitgeliefert und die Bastelei der vielen Laien wird damit unterbunden. Wieviel Prozent der Bootseigner können überhaupt Löten??

    Es sind nicht alle Elektroniker....aber alle wollen eine zuverlässige Navigations Anlage. Der Stundenlohn dürfte höher sein (für Lötarbeiten) als der Preis des Kabels.

  • Moin,


    alles richtig.

    Nur nebenbei: Es gibt auch M12 Stecker, die nicht gelötet werden müssen.

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    Da gibt es aber eine andere Hürde zu überwinden. Die farbliche Klemmenbezeichnung im Stecker stimmt nicht mit den Kabelfarben von den Backbonekabeln überein. Wer da nicht vorher die Klemmen ausmist, kann sich ordentlich was zerschießen. Bei so etwas gelangt der Laie schnell an seine Grenzen.


    Jörg

  • Die ACU ist ja üblicherweise hinten, beim AP-Antrieb.

    Dies habe ich schon mal so gehört, aber ist das ein "Muss"? Also sollte die Steuereinheit "ACU" in der Nähe des Linearantriebs sein?

  • Ja, eine Monatge im Heck macht Sinn, da

    1. von da aus die Kabel für den AP Motor abgehen (bei größerer Distanz Spannungsverlust / Kabelquerschnitt beachten).

    2. Auch der Ruderlagengeber normalerweise da dran hängt (Alternative: ITC-5 und dann mit Seatalk NG weiter).

    3. GPS Antennen auch gern am Heckkorb oder Geräteträger montiert werden (siehe 2.)