Deutsche Segelyacht vor Cadzand gesunken

  • Danke Klaus!


    Hier stimmt wirklich was nicht!!!

    Denke das festzuhalten hilft allen, ob cool oder nicht..


    ….und komm bitte nie in solche eine Situation, da hilft nur ruhig bleiben…kleiner Typ von mir…😉

    Sieht für mich sehr gruselig aus.

    Sieht eher geklebt aus, keinesfalle einlaminiert. Keinerlei Gewebe ist auszumachen. :angst:

  • Ja eine Rettungsinsel sollte man haben, nur ein solcher Einbau sollte auch nicht sein. Da hat eine Werft mächtig daneben gelangt , ich finde das wenig fachgerecht eingebaut.

  • Ja eine Rettungsinsel sollte man haben, nur ein solcher Einbau sollte auch nicht sein. Da hat eine Werft mächtig daneben gelangt , ich finde das wenig fachgerecht eingebaut.

    Interessant wird natürlich die Definition „Was ist fachgerecht“. Das wird möglicherweise ein Fall für Anwälte und Gerichtsbarkeit …

  • Fachgerecht ist immer so das , das es jede Fahrsituation aushält, heißt durch Seegang darf es nicht herausfallen und ein Leck verursachen. Bei auf Grundlaufen ist das sicher was anderes, nur hier ist der Schaden wohl durch Seegang entstanden und noch nicht mal wirklich heftigen, war ja kein Orkan.

  • Fachgerecht ist immer so das , das es jede Fahrsituation aushält, heißt durch Seegang darf es nicht herausfallen und ein Leck verursachen. Bei auf Grundlaufen ist das sicher was anderes, nur hier ist der Schaden wohl durch Seegang entstanden und noch nicht mal wirklich heftigen, war ja kein Orkan.

    Bin ich ja bei Dir. Aber manchmal mögen das Anwälte ja anderes interpretieren. Wir werden es ja hoffentlich erfahren …

  • Ich finde es super von WRD, dass er seine Erfahrungen hier teilt und bezüglich Sicherheit auf See an das Gewissen appelliert. Zu den Umständen des Unglücks, dem Filmemachen bei Havarie und Bergung sowie allem Weiteren enthalte ich mich bewusst jeglichen Kommentars, jeglicher Spekulation. Das ist nicht meine Sache und da es im Nachgang auch eine juristische Klärung geben könnte ist es gerade WDR, der hier so hilfreich Informationen teilt, nicht dienlich. Sehe ich so. Danke für Offenheit und Berichten!

    Wenn ich segeln gehe ist das ein guter Tag!

  • Ne Leute, die Frage nach fachgerecht wird ganz anders gesehen: Die Werft hat fachgerecht gearbeitet, wenn sie die Einbauanweisungen des Herstellers befolgt. Wenn dieser kleben (oder kleben mit XY) schreibt und es wurde wie vorgegeben geklebt, dann dürfte die Werft raus sein. Dann dürfte das eher ein Problem des Herstellers werden.


    Aber das ist ja alles noch Glaskugel. Jedenfalls hat man an beiden Bugstrahlruderfällen gesehen: Kleben hält nicht!


    (Und dann wird der Jurist sich natürlich noch Alternativverläufe ansehen: Hätte es in dieser Situation den Unfall vermieden wenn laminiert worden wäre. Darüber werden dann die Gutachter streiten können.)

  • Danke Klaus!


    Hier stimmt wirklich was nicht!!!

    Denke das festzuhalten hilft allen, ob cool oder nicht..


    ….und komm bitte nie in solche eine Situation, da hilft nur ruhig bleiben…kleiner Typ von mir…😉

    Wo ist der Bug auf dem ersten Foto? Oben oder unten?

  • Bei auf Grundlaufen ist das sicher was anderes, nur hier ist der Schaden wohl durch Seegang entstanden und noch nicht mal wirklich heftigen, war ja kein Orkan.

    nein, es war kein Orkan. Aber 5 bis 6 Bft aus SW, gegen ablaufendes Wasser aus der Westerschelde. Da würde ich schon mit mindestens 1 bis zu 2 Meter teils steilen Wellen rechnen.

    Dazu kommt noch: der Untergang passierte am südlichen Rand der Untiefe Walvishstaart (gemäß der Wrackposition, die in der NAVTEX-Meldung angegeben wurde). Dort liegt die LAT bei 1,1 Meter, im südlichen Umfeld sind es etwa 7 Meter.

    Auch wenn zum Zeitpunkt des Unterganges noch ausreichender Wasserstand vorhanden gewesen sein muss (war etwa 2 bis 3 1 bis 2 Stunden nach Hochwasser Vlissingen), müsste nach meinen Erfahrungen dort recht hässlicher Wellengang gewesen sein:

    1) 5 bis 6 Bft aus SW erzeugen schon ordentliche Wellen, die in die Westerschelde laufen

    2) bei ablaufender Tide herscht dort Wind gegen Strom, was es noch ungemütlicher macht

    3) der Untergang fand an einer Stelle statt, wo die LAT in sehr kurzer Strecke von 7 Meter auf 1 Meter runtergeht. Das macht die Sache äußerst rumpelig.


    Natürlich muss ein Bugstrahlruder auch (oder besser: erst recht) bei diesen Bedingungen unbedingt brav an Bord bleiben. Um die Situation zu verstehen sollte man aber auch das Drumherum erwähnen.

  • Du hast dir die Antwort doch schon selbst gegeben , das Ruder muss drin bleiben auch bei hässlichen Bedingungen und wirklich häßlich waren die nicht, wirklich häßlich heit 9 bis 10bft

  • na, dann fahr mal bei den beschriebenen Bedingungen an die Südkante der Walvischstaart.

    Viel Spaß :winking_face:

    Gruß
    F28

  • Der Flansch ist ja sehr schmal..... und dann auch noch diese Massen an Kleber, zeugt nicht gerade von guter Passung vor dem Einkleben.


    Und wieder mal bewahrheitet sich, das Kleben halt wenig Reserven bei dynamischen Lasten hat...und BSR sind dynamische Lasten, und das nicht zu knapp.


    Ich mochte ja die Einfahrautomatik beim Side Power, wenn man es vergessen hatte einzufahren und schneller als 2-3 Knoten wurde fuhr es einfach ein. Gefahr gebannt

  • Natürlich muss ein Bugstrahlruder auch (oder besser: erst recht) bei diesen Bedingungen unbedingt brav an Bord bleiben.

    Ich sehe das noch pauschaler. Das Bugstrahlruder darf keine Schwächung des Rumpfes darstellen, d.h. wenn das Boot Bedingungen XYZ aushält, dann muss es dies gleichermassen mit und ohne BSR …

  • Dass es ausklappbare BSR gibt, die so ein Riesenloch benötigen, war mir bislang gar nicht bekannt.


    Ich kannte nur die Amel Variante, bei der das BSR samt eines Stückchen Rumpf senkrecht runter und hoch fährt. Da ist nur ein relativ kleines Loch notwendig. Das kann zwar auch ein Schiff zum Sinken bringen, aber man hat im Zweifel mehr Zeit, eben um z.B. abzuschotten.


    Aber ich denke, so etwas lässt sich nur ab Werft einbauen.

  • Ne Leute, die Frage nach fachgerecht wird ganz anders gesehen:

    Moin, als Laie würde ich darauf vertrauen das der Fachbetrieb nach Herstellerangaben einbaut. Und z.B. bei Lewmar (Klapp-BSR) und SidePower (Tunnel) sind die entsprechenden Angaben zum Laminieren zu finden: https://www.side-power.de/06_d…85TCi-Bedienanleitung.pdf und https://www.comstedt.se/files/manual/59914001.pdf


    Unseres ist im Tunnel, und dieser ist laminiert.


    Lutz

  • Ich habe vor Jahren einmal miterlebt, wie bei einem Nachbarschiff in der Winterlagerhalle ein klappbares BSR eingebaut wurde. Der Monteur des Fachbetriebes hat das sorfältig laminiert, allerdings war die Temperatur in der Halle minus 5 Grad. Darauf angesprochen, sagte mir der Monteur: och, bis das Schiff ins Wasser geht ist das trocken.


    Vielleicht mag die Aussage ja stimmen, ein gutes Gefühl hätte ich dabei nicht.

  • Das ist ja Pfusch hoch 10!!!

    Bisschen Sika und 20 Schrauben!!


    Der Kasten muss anlaminiert werden, dann passiert das auch nicht.


    Ganz grober Schnitzer von der ausführenden Werft!

    Gooden Wind


    Hendrik

  • Nach Sika sieht das mir nicht aus , eher nach 2k Spachtel , nur besser macht es den Einbau nicht. Ich finde das gruselig.

  • Bisschen Sika und 20 Schrauben!!

    Wobei die Schrauben wohl nicht durch den Rumpf gingen. Scheinbar sind die nur Abstandshalter, um eine kontrollierte Nahtstärke des Klebers zu gewährleisten, der Kleber sieht genauso aus, wie das Zeug mit dem Bavaria die Bodensektionen in den Rumpf klebt.

    Gruß, Jörg!