Saisonschluss

  • Freitag. Die Wetterprognose ist gut, also einen Urlaubstag investieren. Ausschlafen, bummeln, auf den angekündigten Wind warten und zum Boot. Nachtanken. Und Schauer aussitzen. Der war nicht im Programm. Gegen 12.00 endlich los. Ablegen, Mastlegen, und durch die Stadthavel. Es ist Wind, und bei SW ist es am Quenzsee, wo der Silokanal mündet, zu unruhig um den Mast zu stellen. Mir jedenfalls, und solo sowieso. In der Niederhavel ist es ruhig, Ruder fest, Leerlauf, Spargel hoch. Segelklar. Der Breitling empfängt mich unruhig und weiß schäumend. Gute 4, mit stärkeren Böen. Groß dicht, Fock raus, und los. Besser geht's nicht. Das Boot arbeitet sanft im Seegang, etwas Spritzwasser kommt bis in die Plicht. Ich entscheide mich gegen den Möserschen See, und damit gegen das Kreuzen in der engen Rinne zwischen Kiehnwerder und Kirchmöser. Also vorwinds zurück, noch um die Kanincheninsel, etwas vorwindkreuzen...Auf dem Plauer See dann Gegenan. Die Böen werden giftiger, die "Schuppen" auf dem Wasser gröber.

    Über der Seegartenbrücke ist es ZIEMLICH dunkel.

    Also ran am Bornufer unter dem Schloss Plaue. Groß weg, mit Fock Schwung holen Fock wegAufschießer am Poller.

    Plicht klarieren, und im einsetzenden Regen unter dem Schirm beim Schlossschänkenimbiss was essen und trinken. Laut allen Wetterapps soll es zum späten Nachmittag weiter aufbrezeln, und im Hellen nach Hause muss ich auch. Erstmal scheint es sich beruhigt zu haben. Groß hoch, Leinen los, und Abfahrt.

    Der Wind ist auf 2 bft zurück gegangen, Dahinbummeln mit 3-4 kn. Als der Regen aufhört, legt der Wind ne halbe Schippe zu. Quenzsee, Mastlegen, Silokanal, 18.15 fest und Mast wieder oben.

    Das war's für dieses Jahr. Bisschen was gewonnen, schöne Reviersegeltage, ein interessanter Urlaub, mit Slalom zwischen den Gewitterzellen und 5 Tagen eingeweht in Stralsund (genauer: 1 Tag Flaute, 1 Tag Dauerstarkregen, 3 Tage Sturm), wo wir trotz jollitypischer Bedingtheit keinen Lagerkoller bekommen haben. Und es gab herrlichste Segeltage, Jasmunder Bodden, Hiddensee, mit Spi in den Sonnenuntergang nach Dabitz, oder eine Starkwindkreuz im Strelasund und Vierendehlrinne (fast Anlieger...).

    Jetzt am Wochenende kommt der Mast runter, nächstes Wochenende ist Aufslippen. Nach 55 Segeltagen (von Feierabendausfahrt auf dem Beetzsee bis Hardcoresegeln im Urlaub war alles dabei) hat sich das Boot etwas Pflege und Wellness verdient.

    Ich brauche keine Therapie. Ich muss nur segeln.

  • Schöner Bericht.

    Mit Vergnügen gelesen 😊

    TravellingRainer
    ...Reisen ist meine Leidenschaft
    https://travellingrainer.com/
    bis 2021 mit SY Swantje: Lofoten-HögaKusten-BritainRound

    ab 2023: kleiner "Motor-Kutter" Minerva (Marim 755)

  • Ach, bei Harald und Uwe?

    Mitglied oder Gastlieger?

    Werbeblock: Da ist da die Teilnahme am "Freundschaftskurs" zur Silbernen Lok ja eigentlich Pflicht

    /Werbeblock

    Ich brauche keine Therapie. Ich muss nur segeln.

  • Gastlieger seit diesem Jahr. Uwe sagt mir was… ansonsten sind mir eher die Gesichter bekannt 😜, aber das wird noch. Bis zum Mitglied muss man sich ja laut Gilda bissl bewähren, unter zwei Jahre geht nichts…

    War vorher jedes Jahr ein bis zweimal dort und fand es sehr angenehm.

    Vereinsregatta wollte ich mitfahren, hatte extra noch einen Regattafuchs aus meinem Freundeskreis ran geholt, leider kein Wind 💨.


    Gerry