Ostsee - heftiges Wetter zum Wochenende ab 20.10.23

  • Bei den Kosten rund ums Boot ist die Versicherung doch eher ein kleiner Posten.

    Mich nerven eher die Winterlagerkosten.

    Gruß
    Arne

  • Wir haben schon mal zwei Winter mit dem Boot im Wasser verbracht.

    Ich denke, unser Boot lag sehr sicher.

    Auf jeden Fall sicherer als viele jetzt im Oktober waren, wo die Eigner weit entfernt wohnen und einfach gehofft haben, es würde schon gehen.


    Einmal gab es Sturm aus NO mit hohem Wasserstand, wo ich das Boot rechtzeitig in eine geschützte Ecke verlegt habe.


    Es gab auch mal eine leichte Eisdecke im Hafen. Da habe ich das angehängte Ruderblatt in das Cockpit gelegt. Es wäre aber auch sonst nichts passiert.


    Insgesamt war es völlig problemlos, weil ich auch immer schnell zum Boot kam.


    Der Orkan 89 war damals auch im August.

    Ich halte so eine Einteilung nach Jshreszeit oder Monat für zu pauschal.


    Holget

  • Wir haben schon mal zwei Winter mit dem Boot im Wasser verbracht.

    Ich denke, unser Boot lag sehr sicher.

    Mein Kahn bleibt seit dem Winter 2014/15 im Wasser, wird nur kurz für die üblichen Kontrollen und Arbeiten im Frühjahr gekrant. Der Unterschied: ich liege in NL binnen, also hinter den Seeschleusen und käme nie auf die Idee, mich in einen Hafen vor den Schleusen zu packen. Ja, binnen sind auch Wasserstandsschwankungen zu erwarten. Jedoch in solchen Grenzen, die sich durch lange Leinen in einer großzügig bemessenen Box gut ausgleichen lassen. Bislang gab es jedenfalls keine Schäden, auch nicht bei sehr heftigen Stürmen. Übrigens auch nicht durch Eis, das wir bislang einmal so dick und fest hatten, dass Rüm Hart sich nicht mehr bewegt hatte.


    Was ich damit sagen will: bei der Auswahl des richtigen Hafens wähne ich mein Schiffchen sicherer im Wasser als irgendwo sonst an Land stehend.


    Gruß, Manfred

  • Was ich damit sagen will: bei der Auswahl des richtigen Hafens wähne ich mein Schiffchen sicherer im Wasser als irgendwo sonst an Land stehend.

    Genauso sicher, OK, aber warum sicherer? Weil eine Halle auch mal abfackeln kann?

    Bei den Kosten rund ums Boot ist die Versicherung doch eher ein kleiner Posten.

    Mich nerven eher die Winterlagerkosten.

    Warum gerade die Winterlagerkosten? Die Kosten für einen Hallenplatz sind natürlich nicht ganz ohne, aber Kosten sind Kosten. Und die Kosten fürs Winterlager wären ja prinzipiell auch vermeid- oder zumindest reduzierbar.

  • Warum gerade die Winterlagerkosten? Die Kosten für einen Hallenplatz sind natürlich nicht ganz ohne, aber Kosten sind Kosten. Und die Kosten fürs Winterlager wären ja prinzipiell auch vermeid- oder zumindest reduzierbar.

    wie vermeidbar? Klar, durch das im Wasser bleiben. Kaum einer kann hier kann sein Boot in den Vorgarten stellen.

    Bei mir hatte das Winterlager 5x so viel wie der Liegeplatz im Vereinshafen für den Liegeplatz eines ganzen Jahres gekostet. Wir können das Boot das ganze Jahr im Wasser lassen.

    Anders herum gerechnet: 500,- Liegegeld für 365 Tage, Winterlager in der Halle 2.500,-€. Zusammen 3000,-€. Jetzt lasse ich das Boot ganzjährig im Wasser, die 2.500,-€ kann ich so besser ins Boot investieren.

    Gut, abzüglich 200,-€ für 2x slippen im Jahr im Hafen, und vielleicht alle paar Jahre mal ein paar hundert Euro für ein, zwei Wochen auf einem Bock an Land.


    Jörg

  • Genauso sicher, OK, aber warum sicherer? Weil eine Halle auch mal abfackeln kann?

    Ach ja ... abfackeln. Kommt ja sooo häufig auch nicht vor. Nein, ich meine was anderes. Im Wasser kann mein Boot schwojen, sich dem Wind beugen und so die Wirkkräfte auf Klampen, Rumpf und Rigg minimieren. An Land mit stehendem Mast fest in einen Bock gestellt geht das nicht, da werden seitlich angreifende Kräfte immer nur leeseitig von 2 DIN A4 großen Aufflageflächen ziemlich punktuell in den Rumpf geleitet.


    Die bessere Alternative wäre dann Rigg runter und rein in die Halle. Damit habe ich einmal sehr gute und einmal sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Seitdem bleibt der Dampfer im Wasser.


    Gruß, Manfred

  • Die bessere Alternative wäre dann Rigg runter und rein in die Halle. Damit habe ich einmal sehr gute und einmal sehr schlechte Erfahrungen gemacht.

    Was für schlechte Erfahrungen? Selbst organisiert oder als Dienstleistung von Dritten? (Als Vereinslieger kenne ich es seit 45 Jahren für mich nur mit Mast legen, im WInter auf Land und möglichst in die Halle.)

  • Die Land-Lagerung mit stehendem Mast ist auf jeden Fall eine größere Gefahr für das Schiff, als an einem geeigneten Liegeplatz im Wasser zu überwintern.

    Ich bleibe in diesem Winter zum zweiten Mal im Wasser.

    Geld spare ich dabei kaum, aber es verlängert die Saison deutlich und spart Arbeit.

    Alle zwei Jahre kommt der Dampfer über Winter an Land und der Mast runter.

    Lagerung mit stehendem Mast, wird bei uns nicht geduldet, würde ich aber sowieso nicht wollen.

  • Ach ja ... abfackeln. Kommt ja sooo häufig auch nicht vor. Nein, ich meine was anderes. Im Wasser kann mein Boot schwojen, sich dem Wind beugen und so die Wirkkräfte auf Klampen, Rumpf und Rigg minimieren. An Land mit stehendem Mast fest in einen Bock gestellt geht das nicht, da werden seitlich angreifende Kräfte immer nur leeseitig von 2 DIN A4 großen Aufflageflächen ziemlich punktuell in den Rumpf geleitet.


    Die bessere Alternative wäre dann Rigg runter und rein in die Halle. Damit habe ich einmal sehr gute und einmal sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Seitdem bleibt der Dampfer im Wasser.

    OK, den Vergleich mit dem Stehen an Land kann ich nachvollziehen. Würde ich auch nicht machen wollen, weder mit noch ohne Mast. Der Aufpreis für die Halle ist es mir wert.


    In der Halle droht einem aber ggf. anderes Ungemach, z. B. durch Spezialexperten, die ihr UWS ohne Absaugung schleifen. So wohl in meinem aktuellen Winterlager mal geschehen. Der Verursacher konnte zwar ermittelt und belangt werden, aber den Ärger hat man trotzdem.

  • wie vermeidbar? Klar, durch das im Wasser bleiben. Kaum einer kann hier kann sein Boot in den Vorgarten stellen.

    Bei mir hatte das Winterlager 5x so viel wie der Liegeplatz im Vereinshafen für den Liegeplatz eines ganzen Jahres gekostet. Wir können das Boot das ganze Jahr im Wasser lassen.

    Anders herum gerechnet: 500,- Liegegeld für 365 Tage, Winterlager in der Halle 2.500,-€. Zusammen 3000,-€. Jetzt lasse ich das Boot ganzjährig im Wasser, die 2.500,-€ kann ich so besser ins Boot investieren.

    Gut, abzüglich 200,-€ für 2x slippen im Jahr im Hafen, und vielleicht alle paar Jahre mal ein paar hundert Euro für ein, zwei Wochen auf einem Bock an Land.

    Ich meinte in der Tat as Liegen im Wasser, diese Möglichkeit gibt es ja prinzipiell, auch an der Ostsee.


    Faktor 5 zwischen Sommer und Winter ist natürlich krass. Ich zahle für den Sommerliegeplatz etwas über 1.000,- und für die kalte Halle im Winter inkl. Bock und 2 x Transport von Boot + Mast ca. 1.700 (Kranen geht extra). Das finde ich akzeptabel, zumal ich so im Winter auch vor der Witterung geschützt am Boot arbeiten kann.

  • Ist das Boot an Land, kann man es auch weihnachtlich schmücken. Hab gerade bei Lidl ne Lichterkette besorgt für Reling und Bugkorb. Das wird hübsch.

  • Was für schlechte Erfahrungen?

    Es war der zweite Winter meiner Rüm Hart Eignerschaft. Der erste in der Halle (bei Skips Maritiem) war super, saubere, helle und pupstrockene Halle, Schiffe auf angemessenen Abstand gestellt. Der zweite in einer anderen Halle eines anderen Anbieters war grottig. Schiffe sehr sehr eng gestellt, fast auf Tuchfühlung. Aber noch viel schlimmer: es war eine alte Halle mit einem maroden Dach. Und es tropfte u. a. exakt in mein Teakcockpit. Eine flüssige Masse aus Wasser, Dreck und Eternitreste und -krümel. Hatte ich erst (zu) spät bemerkt, weil ich wegen der Enge zunächst nicht aufs Schiff kam. Dann habe ich aber schnell ne Plane drüber gelegt. Von den Flecken im Cockpit habe ich noch jahrelang was gehabt. Mittlerweile sieht man sie nicht mehr. Der Rest des Schiffes sah auch nicht viel besser aus, nur dass da kein Teak war. Den Ärger - auch mit dem Hallenbetreiber - hätte ich mir gern erspart.


    Gruß, Manfred

  • Es war das zweite Jahr meiner Rüm Hart Eignerschaft. Das erste in der Halle (bei Skips Maritiem) war super, saubere, helle und pupstrockene Halle, Schiffe auf angemessenen Abstand gestellt. Das zweite in einer anderen Halle eines anderen Anbieters war grottig. Schiffe sehr sehr eng gestellt, fast auf Tuchfühlung.

    Ich stehe diesen Winter das erste Mal bei Tramm in Damp. Die Halle scheint soweit trocken zu sein und durch Oberlichter kommt genügend Licht rein.


    Aber die Boote sind extrem dicht gepackt, der Abstand zum Nachbarn beträgt teilweise wirklich nur einige Zentimeter. Ich komme gerade so mit ordentlich Strecken über eine Leiter und die hochgeklappte Badeleiter aufs Boot. Ist eigentlich ziemlich unverschämt, denn die berechnen ja wie alle etwas "Luft" mit ein. Bei mir werden 9,40 x 3,00 m mit 29 qm abgerechnet. Ist soweit OK, aber nur wenn der Abstand auch wirklich eingehalten wird.

  • Das kenne ich auch. Im Angebot heißt es, jedes Boot wird mit 0,5 m Abstand zum Nachbarn gestellt. In der Realität küssen sich die Boote. Das ist wohl so üblich. Mir hat das die Möglichkeit genommen, Polierarbeiten in einem Zug am gesamten Rumpf durchzuführen. Man kann in der Enge keine Leiter anstellen oder sich mit dem Körper dazwischen quetschen.

    Gruß, Klaus

  • janni sind denn jetzt bei dem NW Sturm und Niedrigwasser nennenswerte Schäden entstanden?


    Bei mir (in Neustadt) ist die Besteckschublade aufgegangen, als der Kahn etwas schief lag. Hatte die wohl nicht richtig zugemacht.

  • ... Der Unterschied: ich liege in NL binnen, also hinter den Seeschleusen und käme nie auf die Idee, mich in einen Hafen vor den Schleusen zu packen. Ja, binnen sind auch Wasserstandsschwankungen zu erwarten.

    letzten Donnerstag in Neustadt und Stavoren Binnen Februar 2022 war so ziemlich der gleiche Schnack.

  • Ich käme wohl kaum auf die Idee, mein Boot regelmäßig 500 km und mehr von meinem Wohnort oder Arbeitsplatz hinzulegen, ohne die Möglichkeit zu haben, eingreifen zu können, wenn es notwendig sein sollte.

    Ich weiß aber, dass eine große Mehrheit der Mitglieder in diesem Forum genau das tun müssen, weil sie eben auch gerne zur See fahren.

    Wenn man einen Stander möchte geht das so:

    • Konversation (PN) oder E-Mail an ugies.
    • Adresse angeben.
    • Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
    • Überweisung und gut. 🙂

    Kosten: SF-Stander 7,00 €, Versand 1,10 €


    Nordyacht Uwe Giese

  • @ugies:

    Moin Uwe,

    Einspruch bei uns im Hafen haben sogar Schweizer ihre Boote liegen,

    einer meiner Nachbarn kommt aus Frankfurt. Wir haben gut 350 km Anfahrt zu Boot,

    nach Holland ist der Weg es auch nicht kürzer. In der Saison lasse ich die Leinen so lang, das ca.

    1 Meter Hub möglich ist. Wenn nötig kontrollieren Werftmitarbeiter die Leinen, trotzdem würde ich bei angesagtem Extremwetter hochfahre um vor Ort zu sein.

    Gruß Uwe
    neues Lazy Bag, mehrere Segel und mehr von meinem alten Boot einer Victoire 26 abzugeben


    HERR Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.
    Psalm 90 Vers 12