Kleiner Hobel gesucht

  • Hallo,


    um für diverse, kleinere Holzarbeiten an Bord vorbereitet zu sein, denke ich ernsthaft darüber nach, mir einen kleinen Hobel zuzulegen. Er sollte nicht länger als 10cm und nicht breiter als 4cm sein. Darüber hinaus möchte ich auch Stirnseiten, d.h. quer zu Faser arbeiten zu können.

    Es gibt ja einige Modelle am Markt, Dictum hat ne ordentliche Auswahl, allerdings fehlt mir dazu die Expertise mich da zurechtzufunden. Preislich möchte ich max 80 Euro anlegen, was für so ein kleines und nicht dauernd gebrauches Werkzeug auch genug sein sollte.


    Welcher Holzwurm kann hier Empfehlungen abgeben?

  • Für unterwegs und als einfaches Werkzeug genügt mir eine Hobel auf Rasierklingenbasis. Ich habe das mal als Davidhobel kennen gelernt.

    Ansonsten: https://www.amazon.de/s?k=taschenhobel&__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&crid=Q47RBAT2YPD2&sprefix=taschenhobel%2Caps%2C121&ref=nb_sb_noss_1

    Wenn man einen Stander möchte geht das so:

    • Konversation (PN) oder E-Mail an ugies.
    • Adresse angeben.
    • Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
    • Überweisung und gut. 🙂

    Kosten: SF-Stander 7,00 €, Versand 1,10 €


    Nordyacht Uwe Giese

  • Kunz Hobel, gibt es in verschiedenen Größen. Auch als Taschen- und Einbandhobel.

    Die Einstellung ist einfach. Durch die Metallsohle sehr glatte Oberflächen möglich.

    Kunz Hobel | Dictum
    Kunz Hobel mit 30 Tage Rückgaberecht bei Dictum
    www.dictum.com

    Ich brauche keine Therapie. Ich muss nur segeln.

  • RALI 105 Monobloc
    Der kleine leichte Hobel, der mit seiner Handlichkeit und leichter Einstellung überzeugt.
    rali-shop.de


    Super Teil. Gehärtete Klingen die immer beidseitig zu nutzen sind. Halten sehr lange wir haben damals viel Spanplatten auch gehobelt und da ist viel dreck drin.

  • Besonders wenn es um Hirnholz geht wird das Ergenis mit einem Hobel mit dünner Klinge (Rasierklingenhobel) nicht zufrieden stellen, da das Messer durch die schnelle Abfolge von hart/weich anfängt zu schwingen. In diesem Einsatzbereich ist eine Messerstärke von ca. 3mm notwendig.

    Viele Grüsse


    Dieter

  • Was Kunststoffsegler nicht alles benötigen? :thinking_face:

    Da bin ich jetzt schon fast 20 Jahre mit einem Holzboot (immer das gleiche) unterwegs, allerdings einen Hobel habe ich unterwegs noch nie vermisst oder benötigt.......so unterschiedlich können Anforderungen sein.

    Gruß Torsten


    kis
    keep it simple

  • Was Kunststoffsegler nicht alles benötigen? :thinking_face:

    Da bin ich jetzt schon fast 20 Jahre mit einem Holzboot (immer das gleiche) unterwegs, allerdings einen Hobel habe ich unterwegs noch nie vermisst oder benötigt.......so unterschiedlich können Anforderungen sein.

    Tja so ist das. Allerdings hat ne alte HR auch ne Menge Holz und ich mache 95% aller Arbeiten und Reparaturen an Bord und leider nicht in der heimischen Werkstatt...

  • Wenn ich zum Winterlager fahre (460 km) nehme ich einen Putzhobel, und wenn größere Sachen anfallen, noch einen Elekro Hobel, mit. Diese Werkzeuge bleiben während meines Törns im Auto. Denn wenn ich unterwegs bin möchte ich segeln und nicht hobeln.

  • Wenn ich zum Winterlager fahre (460 km) nehme ich einen Putzhobel, und wenn größere Sachen anfallen, noch einen Elekro Hobel, mit. Diese Werkzeuge bleiben während meines Törns im Auto. Denn wenn ich unterwegs bin möchte ich segeln und nicht hobeln.

    Tja, so hat halt jeder seinen Usecase.

    Im Winterlager bin ich tatsächlich auch so unterwegs wie du. Viel Werkzeug dabei und das dann im Bedarf im Auto (Bus) verstaut.

    Nur bin ich halt auch im Sommer z.T. mehrere Wochen am Boot, gehe dann auch meinen beruflichen Verpflichtungen nach und nutze die Freizeit auch damit, Bootsprojekte umzusetzen. Und das dann z.T. noch nicht mal vom Heimathafen aus ...

  • "Preislich möchte ich max 80 Euro anlegen"


    Nimm einen von Stanley. Die Qualität ist top. Gibts in verschiedenen Größen. Mit den kleinen müsstest Du mit der Hälfte auskommen. P/L-Verhältnis quasi nicht zu überbieten.


    Den "Davidhobel" kenne ich unter dem Namen "Balsahobel", was eine gewisse Berechtigung hat, denn konstruktionsbedingt zieht er nicht viel und ist schnell stumpf. Die Stanley-Wechselklingen halten länger und lassen sich mit einem Arkansas-Stein für den Endschliff nacharbeiten.

  • Tja, so hat halt jeder seinen Usecase.

    Im Winterlager bin ich tatsächlich auch so unterwegs wie du. Viel Werkzeug dabei und das dann im Bedarf im Auto (Bus) verstaut.

    Nur bin ich halt auch im Sommer z.T. mehrere Wochen am Boot, gehe dann auch meinen beruflichen Verpflichtungen nach und nutze die Freizeit auch damit, Bootsprojekte umzusetzen. Und das dann z.T. noch nicht mal vom Heimathafen aus ...

    Tja, ja so vom Gefühl her sehe ich deinen Anwendungsfall doch etwas anders. Du machst gerne gute, schöne Arbeiten und Lösungen, die du aber mit diesen, entschuldige den Ausdruck, "einfachen Werkzeugen" nicht oder nur durch sehr viel Anstrengung hinbekommen kannst. Nach meiner Meinung stehst du dir sehr viel besser, wenn du dir in den meines Erachtens seltenen Bedarfsfällen einen guten "Profi-" Hobel ausleihst.

    Ich hatte in nunmehr 14 Jahren der Bootsnutzung (kleineres Modell von HR) nicht einmal den Bedarf auch bei längerem Aufenthalt auf dem Boot, einen eigenen Hobel für iregendeine Arbeit einzusetzen.

  • Für so etwas habe ich in der Kiste:

    https://www.stanleyworks.de/produkt/0-12-105/universalhobel-rb-5?tid=575861


    und - gerade für Hirnholz - die Stanley Surformer:

    https://www.stanleyworks.de/produkt/5-21-296/surform-standardhobel?tid=575921

    https://www.stanleyworks.de/produkt/5-21-399/surform-blockhobel?tid=575921

    oder ggf.

    https://www.stanleyworks.de/produkt/5-21-104/surform-hobbyblockhobel?tid=575921


    Klar, ein Veritas oder Ulmia (habe ich auch) sind "schicker", auch ein Kunz kommt einem traditionellen Hobel näher, aber für uinterwegs finde ich die o.a. Teile ganz brauchbar. Auf der Waarschip hatte ich den Klingenhobel und den Surformer in der Grabbelkiste, auf dem Plastedampfer noch den/die Surformer.

    Die anderen Teile, vom Mini-Instrumentenbauerhobel über den japanischen Ziehhobel und den verstellbaren Kunz-Bootsbauerhobel bis zu den Rauhbänken, liegen zu Hause. Und werden eigentlich noch seltener genutzt.

  • Danke für all die Tips und Hinweise. Vor allem die Stanley Surformer sind interessant und gut möglich, dass die meine Werkstatt noch ergänzen.


    Geordert habe ich jetzt einen Diktum Flachwinkelhobel nebst einem 2. Eisen. Mit dem Originaleisen ist er für Hirnholz prädestiniert und mit den 2. Eisen, welches noch mit einem stumpferen Winkel abgerichtet wird, dann für Arbeiten in Faserrichtung. Preislich lag die ganze Sache genau am Limit dessen, was mir der Spass wert ist.

    DICTUM Einhandhobel, Flachwinkel 12°, SK4-Eisen | DICTUM Hobel | Dictum
    DICTUM Einhandhobel, Flachwinkel 12°, SK4-Eisen | DICTUM Hobel | Dictum
    www.dictum.com


    Es gab durchaus interessante Stanleys mit ähnlicher Konfiguration, lediglich gab es dazu einige Kritiken, die einem nahe legen, diesen Hobel erst noch richtig abzurichten etc. Und da war mir dann die Preisdifferenz zum Diktum nicht gross genug.