Masseverbindung Bug Batterie

  • Hallo alle zusammen,


    Wir rüsten ein neues Klo auf unserem Boot nach und um für die Zukubft auch gewappnet zu sein habe ich mich dazu entschlossen eine Bugbatterie einzubauen. Diese wird erstmal nur das Klo versorgen. Geladen wird die Batterie über ein eigenes kleines 230V 6A Ladegerät. Bei der Batterie handelt es sich um eine 75Ah Marinebatterie. Ich stelle mir nun die Frage wie ich das mit der Masseverbindung zur restlichen Elektrischen Anlage mache? Einfach den Minuspol der Bugbatterie mit dem Minuspol der Verbraucherbatterie verbinden? Wenn ja mit welchem Kabelquerschnitt? Entfernung von der Verbraucherbatterie zur Bugbatterie luftlinie 5m.


    Würde mich über konstruktive Beiträge sehr freuen.


    Handbreit

  • Wenn die Stromkreise getrennt sind, warum dann die Masse verbinden? So wie ich das sehe ist das überhaupt nicht notwendig.

  • warum verbinden?

    230volt nach vorne, Sicherung,Schalter nicht vergessen und vom Ladegerät auf die Batterie.

  • Hallo alle zusammen,


    Wir rüsten ein neues Klo auf unserem Boot nach und um für die Zukubft auch gewappnet zu sein habe ich mich dazu entschlossen eine Bugbatterie einzubauen. Diese wird erstmal nur das Klo versorgen. Geladen wird die Batterie über ein eigenes kleines 230V 6A Ladegerät. Bei der Batterie handelt es sich um eine 75Ah Marinebatterie.


    Um für die Zukunft gewappnet zu sein, würde ich die 75ah Bleibatterie eher gegen LiFePo4 mit eigenem Ladegerät tauschen.

    Für Licht reicht auch 20ah wenn Du LEDs hast.

    Da Du Art und Größe vom Boot nicht abgegeben hast, können wir heute auch keine weiteren Tips zum Thema Zukunftsfähig geben. Das ist sicherlich ausbaufähig.

    Es kommt immer anders als wenn man denkt.

  • Wenn Du vorn sowieso ein Inselnetz mit Hochstromverbrauchern aufbauen willst, würde ich über 24V nachdenken. E-Klo gibts auch in 24V. Beim BSR halbieren sich Ströme und damit die Anforderungen an Querschnitte (welche längenabhängig/auszurechen sind). Als Akku (falls kein LiFePo oder Kombination) keinen Versorger- sondern einen Traktionstyp wählen.

    Der TE hat in der Signatür eine 35er drinstehen und vermutlich um 3 kW fürs BSR wählen.

    In 75Ah Blei sitzen knapp 1kWh drin, davon vll. 55% nutzbar...

    Eine Vorrangschaltung hat sich bereits bewährt: nach dem Maschinenstart (vor dem Anlegen) zuerst den Bugakku volladen (B2B boost), dann erst die Versorgerbank. Sonnst kann es sein, daß das BSR nur recht kurz verfügbar ist.

    Gerade bei Schlechtwetter und einem blöden Anlege-Platz, wenns doch mal klemmt....

    Holt groß das Dicht ! dillen statt chillen !

  • Also ich von mir auf andere schließend habe ich bei "Bugbatterie" nicht zuerst Licht im Kopf, sondern sowas wie Ankerwinde oder Bugstrahlruder...

    er halt ein Klo

  • Vielen Dank für eure Hinweise und Gedankengänge. Ich hatte gedacht das es "sicherer" ist auch die Bugbatterie zu "erden". Die Insellösung ist mir da so garnicht gekommen und finde diese Super. Natürlich wäre eine LiFePo4 das beste und auch eine 24 V Lösung ist interessant, aber für jetzt erstmal ein Klo und vielleicht irgendwann mal ne Ankerwinsch finde ich die 75 Ah AGM Batterie als "günstige" Variante nach wie vor doch ausreichend. Es wird also die Insellösung werden natürlich mit Sicherung und Hauptschalter. Vielen Dank nochmal allen für eure Zeit

  • Vielen Dank für eure Hinweise und Gedankengänge. Ich hatte gedacht das es "sicherer" ist auch die Bugbatterie zu "erden". Die Insellösung ist mir da so garnicht gekommen und finde diese Super.

    Der Masseanschluss hat da ersteinmal nix mit "Erdung" zu tun, Ob mit oder ohne, ist da gleich "sicher" wenn der Pluspol fehlt...


    Wenn Du den Potentialausgleich meinst, der laut Small Crafts Directive, also Verbindung des Schutzleiters 230V- an den Masseanschluss vom Bordnetz, hergestellt werden sollte, dann hat das völlig andere Hintergründe die ersteinmal nix mit der 12V Seite zu tun haben.

    Es kommt immer anders als wenn man denkt.

  • "Inselnetz" ist für das derzeit geplante vollkommen ok.

    Wenn am normalen Verbrauchernetz auch ein kleiner Inverter 12VDC/230VAC hängt, könntest Du bei Bedarf sogar während Maschinenfahrt diese Bugbatterie laden. Bei 6A tut das schon ein sehr kleiner Inverter. Bei mir funktioniert ein KFZ Bat. Lader vom Discounter mit einem 110W Inverter sinusähnlich wunderbar. Da KFZ Lader muss ich aber den Ladevorgang bei Bedarf jedes mal starten. So ein kleines Teil gibt es fast nicht mehr zu kaufen, aber ein 300W ist für kleines Geld erhältlich. Jedoch, sobald 230V ohne Landstrom an Bord ist, kommen die Ansprüche. Wir sind gerade den Weg gegangen. Die Fönbürste lief auch zuvor prima, aber seit einem Vollsinusinverter zickt die Kaffeemühle und der Mixer nicht mehr! Jetzt ziehen also so ein paar Küchenhelferlein an Bord....

    Ich sehe für die derzeitige Nutzung einen LiFePO4 von 50Ah für mehr als ausreichend. Da muss man sich zwar mit der Ladetechnik wieder auseinandersetzten, aber das Teil ist sehr viel leichter und bezogen auf die Ah auf sehr viel kleiner. (LiFePO4 ist aber von den Ampere durch das BMS gegrenzt! 100Ah geben 100A sehr kurzzeitig 200A. Mit Bugstrahlruder könnte das nach hinten losgehen.....aber spätestens dann wirst Du viel dickes Kupferkabel durch das Boot legen.)

    Wenn Du also AGM schon gekauft hast und den Platz dafür gefunden hast, wirst Du auch zufrieden sein. (naja, den Krach von einem elektrischen "Pott" muss man mögen. Clubmitglieder bei uns reißen es deswegen gerade wieder raus.)


    VG

  • Wenn am normalen Verbrauchernetz auch ein kleiner Inverter 12VDC/230VAC hängt, könntest Du bei Bedarf sogar während Maschinenfahrt diese Bugbatterie laden.

    Bei dieser Konfiguration steigt mein CTEK-Ladegerät aus. Anscheinend kommt es mit dem vom Inverter zur Verfügung gestellten „Sinus“ nicht zurecht. Andere 230V-Geräte wie Wasserkocher, Bohrmaschine und Fön haben damit kein Problem.