Die Bundesnetzagentur will mich besuchen

  • Das ist klar.

    Aber ab wann kommt es dazu?

    Bei 20 Schiffen in Reichweite, bei 100? Oder erst bei 150-200 Schiffen?

    Moin,


    die unterste, theoretische, Grenze liegt bei 150 Klasse A Fahrzeugen, die alle schneller als 24 Knoten fahren.

    Das AIS-System bietet 4500 Sendeslots pro Minuten, also 75 Slots pro Sekunde.

    Die höchste Sendefrequenz haben Klasse A Fahrzeuge mit über 24 Knoten, alle zwei Sekunden.

    SOTDMA nicht mit Klasse A gleichstellen, es wird auch bei SOTDMA zwischen Klasse A und B unterschieden.

    Eine obere, theoretische, Grenze bei Sportbooten liegt bei 2250 Fahrzeugen, die sich zwischen 2 und 14 Knoten bewegen, also alle 30 Sekunden senden.

    75 Slots/sec * 30sec = 2250


    Wie immer, die Wahrheit liegt dazwischen, aber ich würde von einem oberen dreistelligen Bereich von Fahrzeugen ausgehen, wo alle Slots belegt sind und CTDMA mal keinen Slot bekommt.


    Jörg

  • Kalkgrund danke.

    Also gibt es selbst vor Rotterdam und in ähnlich dicht befahrenen Gebieten noch keinen Grund zur Sorge, wenn man kein SOTDMA hat.

    Um dann tatsächlich an völlig veralteter Position auf den fremden Schirmen aufzutauchen, müsste man ja sogar noch 2-3 Slots (1-1,5 Minuten) verpassen.

  • Das wäre dann die Vollauslastung. Dann steht man allerdings mit jeder Technik im Regen.

    CTDMA bucht eben keinen Slot, sondern guckt ob es geht. Vielleicht kann uns jemand verraten, was genau passiert, wenn kein Slot frei ist.

    Wartet das Gerät 30s und probiert es wieder oder

    macht es Hörwache, bis die Daten raus sind?

    Je nachdem reichen dann schnell deutlich kleinere Zahlen.

  • Was das mit der zu hohen Sendeleistung soll verstehe ich nicht, wenn bei der neuen Technik sogar 5 Watt zulässig sind. Das ist mir unverständlich und wenn es keinen triftigen Grund gibt Schwachsinn darauf zu beharren. Wenn ich den Preis von 1000€ für das Gerät von Klaus lese denke ich an Weatherdock. Sollte kein Defekt vorliegen (davon gehe ich mal aus, warum erhöht sich die Sendeleistung) fahren zig andere so rum.


    Gruß Odysseus

  • Hallo Klaus, mir steht die Prüfung auch bevor. Habe aber noch keinen Termin.

    Wurden denn in deinem Hafen an dem Tag noch andere Schiffe geprüft oder nur deines?

    Moin,

    nur meines. Könnte daran liegen das ich der erste und bisher einzige im Wasser bin. :volker: Ein stehender Mast ist ja Voraussetzung. Die MoBos im Verein hätte man allerdings auch an Land prüfen können.

    Gruß Klaus

  • AIS Klasse A mit entsprechender Antennenhöhe hat eine Reichweite von 60 bis 100 km.

    Rechnen wir konservativ, wir mit unseren niedrigeren Antennen empfangen so um und bei 50km entfernte Signale.

    Haben wir eine Auslastung von 80%, sinkt unsere Wahrscheinlichkeit zu senden auf 20%, also 60 Berufsschiffe im Umkreis von 50 km.

    Und jetzt kommt der spannende Teil, die senden alle ziemlich regelmäßig, also dürfte die Wahrscheinlichkeit auf eine Lücke nach 30s nicht 20% sondern weniger sein.

    Das sind natürlich nur Abschätzungen.

  • AIS Klasse A mit entsprechender Antennenhöhe hat eine Reichweite von 60 bis 100 km.

    Rechnen wir konservativ, wir mit unseren niedrigeren Antennen empfangen so um und bei 50km entfernte Signale.

    Haben wir eine Auslastung von 80%, sinkt unsere Wahrscheinlichkeit zu senden auf 20%, also 60 Berufsschiffe im Umkreis von 50 km.

    Und jetzt kommt der spannende Teil, die senden alle ziemlich regelmäßig, also dürfte die Wahrscheinlichkeit auf eine Lücke nach 30s nicht 20% sondern weniger sein.

    Das sind natürlich nur Abschätzungen.

    Wo kommen diese Zahlen her? Bauchgefühl, oder gibt es dafür Referenzen?

  • Wo kommen diese Zahlen her? Bauchgefühl, oder gibt es dafür Referenzen?

    Reichweite AIS Klasse A in Suchmaske eingegeben. Da die Quelle glaubwürdig erschien damit mal Überschläge gemacht.

    Man kann sich natürlich auch hinsetzen und das mit der eigenen Antennenhöhe und der üblichen Antennenhöhe der Berufsschifffahrt für sich selbst ausrechnen.

    Die weiteren Abschätzungen beruhen auf den Angaben von Kalkgrund die ich ungeprüft übernommen habe.

    Dann noch etwas Schulmathematik und die Frage, ob die Versuche des eigenen Geräts auf einen belegten Slot treffen jeweils eine zufällige 80% Wahrscheinlichkeit haben (dann wäre die Wahrscheinlichkeit nur 10% 5 Minuten nicht gehört zu werden) oder ob die regelmäßige Aussendung der Signale nicht dazu führt, dass der nächste Versuch wieder auf einen belegten Slot führt. Das andere Extrem wäre also eine Wahrscheinlichkeit von 80% überhaupt nicht gehört zu werden.

    Die Wirklichkeit liegt irgendwo dazwischen.

    Ich wollte mit „Das sind natürlich nur Abschätzungen“ deutlich machen, dass das schon einen dickeren Daumen beinhaltet.

    Mir persönlich reicht es, um daraus zu schließen, dass in sehr unübersichtlichen Situationen es blöd werden könnte. ugies würde ich also zustimmen.

  • Korrekt, der Heimathafen steht unter meinem Avatar. Die BA fährt nicht ins Ausland um zu prüfen.

    Danke für die Info , dann kann ich ja entspannt bleiben. Auch wenn ich nicht glaube ein Problem zu haben aber man weiß ja nie.

  • So? Die drei ersten Treffer: 10, 15, 20sm.

    Nauticast Automatic Identification Systems AIS - about_ais

    Nicht Yacht, Profis. Die Verstopfung der Slots wird im wesentlichen von der Berufsschifffahrt kommen. Die über 2000 Yachten, die nötig werden, erscheinen dann doch unwahrscheinlich.

    Es fällt ja auch im normalen Funkverkehr durchaus auf, dass da die Reichweiten etwas andere sind.

    Oder http://dl4cs.de/funktechnik/various/distances/index.htm

    Da mal die 12,5 W, Antennenhöhe Sender 50m und eigene Antenne 15m eingegeben und Radioreichweite 45,1 km meist mehr je nach Wetter


    Baltimax ist übrigens bis 65m Höhe.


  • Soweit ich weiß, wartet es dann wieder dreißig Sekunden.

    Das kam mir merkwürdig vor, ich habe hier mal die Spezifikation der ITU gefunden:

    https://www.itu.int/dms_pubrec/itu-r/rec/m/R-REC-M.1371-4-201004-S!!PDF-E.pdf

    S. 87 beschreibt die Slot suche im CSTDMA.

    Es ist etwas komplizierter - das Reporting Intervall wird gedrittelt, darin dann 10 Slot Candidates gewürfelt und bei denen gecheckt, ob sie frei sind. Wenn alle 10 belegt sind wird die Übertragung abgebrochen.

    Insofern gibt es alle 30s 10 Chancen auf eine gesendete Nachricht, so verstehe ich das - vom Smartphone aus, daher ohne Gewähr :winking_face:


    Das erhöht jedenfalls die Chance, irgendwann auch mal dran zu kommen. Ich schätze auch, dass man dadurch näher an die maximale Belegung rankommt.


    Mal so nebenbei: nutzt ihr denn Antennensplitter, integrierte Splitter oder separate Antennen (wo?)?

  • Der Vorteil von SODtMA (auch bei Class B Geräten ist) das sie im Vorfeld einen Slot beantragen und dann auch bekommen. Die alten AIS Geräte können das nicht

    Im Alter wir man bequemer und braucht Luxus.

  • ... weil es seinerzeit kein Gerät mit integriertem Splitter gab, habe ich einen em-trak Splitter verbaut. Der tut was er soll. Ich werde gesehen. Beziehungsweise in der vergangenen Saison wurde ich trotz CSTDMA gesehen. Das langt mir derzeit.


    Trotzdem würde ich bei einer Neuanschaffung immer auf ein SOTDMA Gerät mit integriertem Splitter und intgriertem GPS Empfänger und Antenne setzen. Ich präferiere das Gerät B953 von em-trak. Es gibt billigere Geräte, ob sie auch preiswert sind entzieht sich meiner Kenntnis. Nach wie vor mache ich gerne ein Angebot.

    Wenn man einen Stander möchte geht das so:

    • Konversation (PN) oder E-Mail an ugies.
    • Adresse angeben.
    • Stander kommt per Post mit offener Rechnung.
    • Überweisung und gut. 🙂

    Kosten: SF-Stander 7,00 €, Versand 1,10 €


    Nordyacht Uwe Giese

  • Bisher separaten Splitter, ab nächster Woche integrierten Splitter

    Im Alter wir man bequemer und braucht Luxus.