Relingsdraht in Terminal verpressen

  • Da wir unterwegs sind, und ich hier gerade niemanden finde, der es kurzfristig erledigt bis wir weiter ziehen, kam mir obige Frage in den Sinn.


    Ich habe für die Elektro Installation und Anbringung der Kabelschuhe ein zusätzliches hydraulisches Kabelschuh Presswerkzeug dabei.


    Kann ich damit auch einen Relingsdraht in ein Terminal verpressen?


    Danke für Hinweise


    LG Tom

  • Normalerweise werden die "gerollt" und halten auf der gesamten Länge.

    Auf punktuelle verpresszngen würde ich mich nicht verlassenen.


    Entweder Augen Spleißen und dann mit passenden Backen Hülsen drauf pressen, wie bei Dinghies oder Kabelfrösche verwenden.

    Die Hülsen gibt's von Nicopress

    Es kommt immer anders als wenn man denkt.

  • Normalerweise werden die "gerollt" und halten auf der gesamten Länge.

    Auf punktuelle verpresszngen würde ich mich nicht verlassenen.

    Ok, dann muss ich wohl noch warten



    Und meistens ist ja mehr kaputt als nur der Draht

    In unserem Fall hat sich nur bei einem oberen Draht von der Mitte zum Bug an einem Stückchen der Kunststoffmantel gelöst / geteilt und ist jetzt ca. 5cm offen und man sieht den Draht.


    Das einzelne Stück würde ich gerne austauschen

  • Ummantelte Drähte sind sowieso Mist, darunter kann es lustig vor sich hin korrodierten und man sieht es nicht.

    Mantel ab, schön polieren und dann ist Ruhe.

    Es kommt immer anders als wenn man denkt.

  • Zu Deiner Frage: Klar - Allerdings nicht für harten Edelstahl sondern für weiches Kupfer-Seil, das sich beim Pressen logischerweise anders verhält.


    Wenn Du nichts hast, den Draht noch kaufen musst, nimm Fallendraht statt Wantendraht und spleiße eine Kausch ein. Der Spleiß ist ein Mitspleiß und hält sauber gespleißt als 7-5-5 sehr gut. 7-5-3 macht Probleme, weil der schnell so dick wird, dass garnichts mehr geht. Den nötigen Marlspieker, also keinen Hohlspieker, baust Du Dur aus einem Zimmermannsnagel oder arbeitest einen billigen Schraubenzieher um. Schraubenzieher, weil so ein Marlspieker bekanntermaßen ja vorn immer etwas abgeflacht wird.

  • Kabelschuhe = vernickeltes Kupfer, Zugefstigkeit Kupfer ca. 250 MPa


    Terminal = Edelstahl, Zugfestigkeit 500-700 N/mm² entspr. 500-700 MPa.


    Das wird also nix. Und der Hinweis auf das Rollpressen stimmt sowieso ...

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  • Moin Tom,

    es gibt schraubbare Terminals für Relingsdrähte, die halten bei mir seit Jahren. Ob Du die da, wo Du bist, beschaffen kannst, ist eine andere Frage. Terminal

    Gruß Klaus

  • Den "Spleiß" meinte ich.

    Der muss im Gegensatz zum echten Spleiß aber gesichert werden.

    Dies kann dann dann aber auch tatsächlich mit einem Kabelschuh gesdhengen, da der nur verhindert, dass sich der Draht wieder aufdreht.


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    Es kommt immer anders als wenn man denkt.

  • Klebeband um die Enden machen sollte man bei dem anderen auch. Der Draht piekst sonst.


    Wie würde man da aber eine Kausch reinkriegen? Die muss auch richtig stramm sitzen. Das wird sie auch beim Mitspleiß nicht auf Anhieb, aber fest genug, das sie nicht rausfällt kriegt man sie immer.

    Dann die Zugfestigkeit .. Für eine Person, die sich dran festhält wird das vielleicht reichen. Mehr als 10 bis 20% würde ich dem aber nicht zutrauen.

  • Dann die Zugfestigkeit .. Für eine Person, die sich dran festhält

    Solange sich der Draht nicht aufdreht, klemmen die anderen Litzen aufgrund der Zugkraft die beiden eingedrehten Enden mit ein.

    Das wird auch bei größeren Kalibern so gemacht.

    Wir nutzen offshore auch Trossen, die nach dem gleichen Prinzip ein Auge verpasst bekommen haben.

    Bis 600t war ich schon dabei...


    Wie würde man da aber eine Kausch reinkriegen?

    Bei unserem Relingsdraht habe ich das erstmal lose miteinander verdreht, Kausche eingelegt und dann vorsichtig die Litzen in Position geschoben.

    Es kommt immer anders als wenn man denkt.