Etap 22: Schaftlänge Außenborder

  • Moin Forum,

    ich werde in diesem Jahr mit meiner Etap22 von einem Binnensee, auf dem Motorverbot besteht, an die Ostsee "umziehen". Dort werde ich wohl einen Motor benötigen. Da stellt sich für mich jetzt die Frage, welche Schaftlänge für eine Etap 22 (keine 22i) notwendig ist. Der Motor sitzt durch den Schacht, in den er eingesetzt werden kann, recht tief. Kann mir jemand weiterhelfen, welche Schaftlänge ich bestellen sollte?

    Geplant ist aktuell, einen Haswing Ventura F 5.0 einzusetzen. Sollte das vom Maß her passen? Eine Maßzeichnung findet sich hier: https://imagedelivery.net/9Pkr…b23p6a9mkkf656/width=1000
    Danke und Gruß,

    Heiko

  • Auf der Ostsee würde ich mir keinen Elektromotor hinten dran hängen. Wenn es mal länger gegen Wind und Wellen gehen muss ist die Batteriekapazität schnell erschöpft. Ich würde mich mit einem Verbrenner und einem 5 Liter Reservekanister sicherer fühlen.


    Soweit ich mich Recht erinnere kam an die Etap 22 ein Normalschafft.


    Hier: https://www.der-wassersportladen.de/info/schubmotoren.html

    findest Du gute Erklärungen über die verschiedenen Props und Schaftlängen von Motoren sowie die jeweils empfohlenen Leistungen je Bootstypen und Revier.

  • Stattlich. Das ergibt einen 25PS-Motor für ein Marieholm Int. Folkeboot, außer man nimmt einen Schubmotor. Dann tun es auch 15.

    Nun gibt es aber mit 5 PS, selbst mit vier bei einigen, auch bei Sturm im Kanal gegenan keinerlei Probleme. 90% der montierten Spiegel sind garnicht für mehr als 10PS geeignet.


    125 ccm, 5 PS, so wie aus'm Laden sollte dicke reichen.


    Ich finde eine gute Erklärung sollte auch eine richtige sein. Und eine kurze: Die Kavitationsplatte deutlich aber nicht allzu tief im Wasser.


    Gilt bzw. würde mit Einschränkung bei angehängten ABs gelten, weil das Boot auch mal etwas stampfen wird und man auch dann dieSchraube im Wasser haben will.

  • Danke für Deine Einschätzung, Koje.

    Ich bin auch noch ein wenig am überlegen, ob ich einen E-Motor nehme. Allerdings habe ich bei der Automobilität inzwischen den Elektroantrieb schätzen gelernt. Wäre ein Verbrenner-AB günstig zu bekommen, würde ich diesen auch zunächst testweise einsetzen. Allerdings würde ich keinen Neumotor als Verbrenner kaufen wollen. Mich schreckt auch ein wenig der Lärm des Verbrenners ab. Da ist ein E-Antrieb wirklich ein Luxus für die Ohren und die Nerven! Der ins Visier genommene E-Motor kann mit zwei 24V LiFePo Akkus à 100 Ah (also mit 5 kWh) bei nicht-Vollgas schon eine ganze Weile unterwegs sein. Bei vorsichtiger Törnplanung, die keine lange Strecke per Motor vorsieht, würde ich doch tatsächlich wagen, einen solchen Motor einzusetzen.

    Vielleicht gibt es hier noch ein paar weitere Einschätzungen und evtl. auch jemanden, der mir definitv sagen kann, welche Schaftlänge ich bei der Etap22 benötige.

    Vielen Dank und Gruß, Heiko


    PS @ Koje: In Heeg war ich letzte Woche gerade. Wir haben eine Woche Bootsurlaub in der Provinz Friesland gemacht und sind von Heeg aus gestartet. Es war sehr schön!

  • Du könntest die Firma Bubel Wassersport kontaktieren. Ggf. haben die auch eine passende Motorhalterung. Das wären jedenfalls Spezialisten für deine Fragen.

  • u918244


    Dein e-Motor leistet umgerechnet ca. 3PS. Für Manöver im Hafen mag das locker reichen. Nur , und das ist allein meine Meinung, würde mir das auf der offenen Gewässer wie der Ostsee viel zu wenig sein.

    8- 10 Ps würde ich bevorzugen um auch mal bei einer ungünstigen Situation weiter weg vom Hafen auf offener See etwas an -Reseve zu haben. Dein Motor hat eine Maximalleistung von 2520 Watt (3,42 PS), die Dauerleistung ist bei 2400 W beschränkt.

    Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
    Alexis Carrel

  • Danke Lümmel

    Ich hatte mich bei Greenboatsolutions durch den Produktfinder geklickt und die 1250kg und 6,6m für die Etap22 vorgegeben. Empfehlung war der genannte Motor. Weiterhin hatte ich auch schon direkten Kontakt zu den Beratern von der Firma und man hat mir den Motor empfohlen für die Bootsgröße.

    Aber so langsam scheint es mir, als wenn da mehr für Binnengewässer beraten wird.

    Dann halte ich wohl mal nach einem in den Schacht passenden Verbrenner in gebrauchter Form Ausschau. Es gibt ja elektronische Kleinanzeigen... vielleicht werde ich da fündig.

  • Ja, mach das mal , ein guter gebrauchter Viertakter wird die bessere Variante sein. Die Viertakter sind auch leiser und sparsam. Wenn Du mal auf offener See auf Deinen Motor angewiesen sein solltest weil Dreckwetter aufzieht und Du die Segel vorsichtshalber einholst und den Motor brauchst dann wirst Du wissen warum ein guter Außenborder bessser ist.

    Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.
    Alexis Carrel

  • Empfehlung war der genannte Motor. ... Aber so langsam scheint es mir, als wenn da mehr für Binnengewässer beraten wird.

    Nicht unbedingt. Von 4 PS oder 5, die man bei dem o.g. Boot von 2.3 to nicht unterschreiten sollte, mit denen man aber bestens zurecht kommt, heruntergerechnet, sind es für etwas mehr als das halbe Gewicht und 3/4 der Leistung. So schlecht sieht das doch nicht aus.


    Der Vergleich zu einem ähnlichen Benziner passt in dem Fall nicht gut, weil die 80-Kubik-Motörchen sehr drehmomentschwach sind. Vielleicht sagt Dir das jetzt so nichts, wäre aber eine Argumentation pro des Beratungsergebnisses.

  • 8- 10 Ps würde ich bevorzugen um auch mal bei einer ungünstigen Situation weiter weg vom Hafen auf offener See etwas an -Reseve zu haben. Dein Motor hat eine Maximalleistung von 2520 Watt (3,42 PS), die Dauerleistung ist bei 2400 W beschränkt.

    meine Erfahrung an IF-Booten und unserer Larsen 25 ist, dass wir mit 4-5 PS Verbrenner auf der Ostsee immer gut zurecht gekommen sind. Zumal die Etap sich in einer Bootsgröße bewegt, in der man auch an engen Stellen mit Segeln noch gut zurecht kommt.

    Insofern könnte der Elektromotor von der Leistung her passen.

  • Wenn es doch ein Verbrenner werden sollte, such nach einem Suzuki, das ist noch der leiseste und leichteste unter den 5PS Verbrennern.

    Gruß, Jörg!

  • Leistung:

    Bei einem kleinen Sportboot ist die projizierte Fläche zum Wind wichtiger als die Masse. Die der Etap entspricht ungefähr die des 15er Jollenkreuzer. An diesem hatten wir 4PS mit Langschaft anhängen. Die Leistung reicht völlig. Bei viel Wind kommmt der Motor eh nicht zum Einsatz. Wozu hat man den Primärantrieb?

    Schaftlänge:

    Da derMotor im Schacht hängen wird ist die Schaftlänge vom Freischlag abhängig. 10% von Propellerdurchmesser sollen es mindestens sein, 20% sind bestens.

    Ich würde auch zum Verbrenner neigen. Am besten einen mit integriertem Tank weil die Handhabung da sehr einfach ist. Ein 5l Reserve- Kanisterchen kann man überall sicher unterbringen.


    Gruß Franz

    halber Wind reicht völlig

  • Danke für Eure Einschätzungen.

    Die genannten und zur Berechnung der Leistung herangezogenen 2,3t Gewicht stimmen für die Etap 22 nicht. Das Boot hat ein Gewicht von 1,25t, somit deutlich weniger als genannt.

    Ich bin mir nach wie vor unschlüssig, ob es ein Verbrenner werden soll oder doch der E-Motor. Natürlich ist beim Verbrenner ein Stück mehr Sicherheit da, aber irgendwie schlägt mein Herz für die E-Variante.

    Mit 2,5 oder noch mehr kWh Batterieleistung ist eine doch recht lange Betriebszeit des Motors gewährleistet - zumal nicht der Plan ist, auf Gedeih und Verderb bei schlechtestem Wetter loszufahren.

    Ich lasse mir noch einmal alle Argumente pro und contra durch den Kopf gehen. Mal sehen, was am Ende meine Entscheidung sein wird.

  • ......... nicht der Plan ist, auf Gedeih und Verderb bei schlechtestem Wetter loszufahren.

    ...........

    Meinst Du zuviel Wind? Da braucht man den Motor nur um im Hafen sicher manöverieren zu können. Unter 4PS (3kW) sollte die Leistung dafür nicht liegen.

    In der ersten Saison mit dem Jolli haben wir den Quirl (1,5PS) von der Jolle genommen. Der brachte das Boot bei Flaute und glattem Wasser hinreichend gut voran, war aber bei viel Wind dermaßen unbrauchbar, das wir in den Häfen gesegelt sind (zum Unwillen mehrerer Hafenmeister)


    Gruß Franz

    halber Wind reicht völlig

  • Anwendungsbezogene Argumente für den Elektromotor ergeben sich dann, wenn er ohnehin nur zum An- und Ablegen gebraucht wird.

    Von dem Moment wo der erste Festmacher los ist bis zum Segelsetzen sind es oft nicht mehr als 2 Minuten. Lass es 5 sein.


    Während Elektromotoren keine Kaltlaufphase kennen, würde der Benziner kaum etwas anderes erleben. Ich zähle mich nicht zu den Hurra-Rufern in diesem Bereich, aber der E-Motor hat klare Stärken.


    Wenn Du nur minutenweise motorst und ein paar Watt Solar hast, hast Du quasi immer einen "vollen Tank".

  • Meinst Du zuviel Wind? Da braucht man den Motor nur um im Hafen sicher manöverieren zu können. Unter 4PS (3kW) sollte die Leistung dafür nicht liegen.


    Das trifft nur für Verbrenner zu. Am Wochenende konnte ich meine Hunter23 mit 2KW zuverlässig "rangieren" und auch Rückwärts bei 6Bft war kein Problem.

    Gruß, Jörg!

  • Nicht wirklich. In der zweiten Antwort stellt sich heraus, daß vermutlich ein Kurzschaft reichen würde, letztendlich hilft da aber nur ein Zollstock um sicher zu sein.

    Gruß, Jörg!

  • ...was ja alles die Frage nach der notwendigen Schaftlänge nicht beantwortet... oder habe ich das zwischendrin überlesen?


    halber Wind reicht völlig

  • Ich fahre auf einem Binnenmeer an einer Etap 22I einen

    E-Motor mit kurzem Schaft.

    Die Tiefe am Sommerende reicht nicht für mehr.

    Funktioniert gut.

    Für die Ostsee würde ich immer einen Langschaft nehmen

    damit der Prop auch in der Welle im Wasser bleibt.

    Ostsee und E-Motor wäre mir zu risikoreich.

    Es gibt da Flauten, lange Hafeneinfahrten, notwendige Ausweichmanöver

    und hin und wieder ist das Freikommen von Grund ganz nett.

    Gruss