H-Boot Jütanlage

  • Hallo zusammen,

    hat jemand eine Anleitung für ein H-Boot wie man mit Hilfe des Spinnakerbaums den Mast stellen und legen kann?

    Habe das H-Boot transportfertig auf dem Trailer gekauft. Vor dem Krantermin in den Brombachsee nächsten Samstag möchte ich gerne das Boot testweise aufriggen um zu prüfen, ob alles komplett ist.

    Zu zweit haben wir es leider nicht geschafft den Mast zu stellen währen das Boot auf dem Trailer steht…

  • Nein. Eine lange Leine 10m am Auge am Mast wo der Spibaum eingehängt wird befestigt und einer hat daran gezogen. Ein Zweiter hat achtern den Mast bis Armlänge über den Kopf gehoben. Aber der Winkel hat nicht ausgereicht ausreichend Zug von vorne zu bekommen.

    Hatte nun gedacht man könne den Spibaum nutzen, an dem das Vorstag befestigen und dann mit langer Leine an der anderen Seite am Spibaum zu ziehen oder eine Talje zum Bugbeschlag zu nutzen.

  • Bitte lasst das sein! Es fehlen die seitlichen Streichwanten zur Stabilisierung - wenn der Mast schräg kommt knickt er weg. Und wenn du noch mehr Pech hast kippt der Trailer! Im Wasser am Steg steht einer auf dem Steg mit langer Leine, und einer drückt. Geht so bei wenig Wind. Bei viel Wind an den Mastenkran.

  • Wie machen das nur Generationen von Soling, H-Boot, Trias und Jollenkreuzer Segler so ganz ohne Jüt und Streichwangen.

    Spifall, Wanten und meinetwegen auch Achterstag anschlagen, ein kräftiger (oder zwei weniger krâftige) drückt hinten solange er kann über Kopf und vorne setzt jemand das Spifall durch bis die Palme steht. Beim H-Boot sind sogar meist noch Winschen auf dem Aufbau für das Fall. Wind von Vorne oder von Hinten hilft auch.

  • Bitte lasst das sein! Es fehlen die seitlichen Streichwanten zur Stabilisierung - wenn der Mast schräg kommt knickt er weg. Und wenn du noch mehr Pech hast kippt der Trailer! Im Wasser am Steg steht einer auf dem Steg mit langer Leine, und einer drückt. Geht so bei wenig Wind. Bei viel Wind an den Mastenkran.

    EIner hält den Mast in Position, der andere zieht an der Talje zwischen Spibaum und Flockanschlag an Deck. Um zu Beginn der Prozedur den Spibaum als Behelfstotmann nicht umfallen zu lassen, kann man ihn mit Leinen zu den Püttingen abstützen. Im Weiteren Verlauf der Prozedur wird er durch den Taljenzug zentriert. Ans oberen Ende des Spibaumes kommt das Vorstag.

    Ich brauche keine Therapie. Ich muss nur segeln.

  • EIner hält den Mast in Position, der andere zieht an der Talje zwischen Spibaum und Flockanschlag an Deck. Um zu Beginn der Prozedur den Spibaum als Behelfstotmann nicht umfallen zu lassen, kann man ihn mit Leinen zu den Püttingen abstützen. Im Weiteren Verlauf der Prozedur wird er durch den Taljenzug zentriert. Ans oberen Ende des Spibaumes kommt das Vorstag.

    So hatte ich mir das auch gedacht. Wo befestigst Du den Spibaum mastseitig? In der Nähe vom Mastfuß/Drehpunkt oder an der mastseitigen Befestigung für den Spibaum?

  • ....selbstverständlich am Mastfuß....aber nochmal: Aus deinen Fragen entnehme ich, dass du das noch nie gemacht hast. Warum nur muss der Mast eines Kielbootes (nicht Jolle oder Jollenkreuzer) auf dem Trailer gestellt werden? Dass Regattasegler das wegen Zeitersparnis vor dem Abslippen machen weiß ich, kann man bei uns im Revier bei einschlägigen Regatten sehen. Das sind aber geübte Segler, die das häufig machen. Du hast ein für dich neues Boot. Welche Erkenntnis erhofft du dir? Warum kannst du diese Erkenntnis nicht nach dem Abslippen gewinnen....?


    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie es sich anfühlt, wenn bei dieser Aktion die Palme von oben kommt - trotz Spibaum etc. Der Mast war dann Schrott.

  • Es ist interessanterweise gar nicht so wichtig, wo der Spibaum am Mast befestigt ist. Die Befestigung muss nur in der Lage sein, Druck aufzunehmen. Es ist nicht ernsthaft möglich, am Übergang Spibaum-Mast eine Verdrehung zu verhindern, die Hebel sind einfach zu groß.

    Die Frage der seitlichen Stabilität ist je nach Setting einfach (Watten in der Achse der Drehbewegung angeschlagen) bis gruselig.

    Es gibt einen Haufen von Videos. Auch mal nach toter Mann suchen.

    Die Technik ist im Prinzip aber geeignet ein Zirkuszelt aufzurichten.

    Da wird an allerdings der kraftumlenkende Spibaum durch ein angemessenen Träger ersetzt, der auf den Boden gestellt wird und abgespannt.

  • ....selbstverständlich am Mastfuß....aber nochmal: Aus deinen Fragen entnehme ich, dass du das noch nie gemacht hast. Warum nur muss der Mast eines Kielbootes (nicht Jolle oder Jollenkreuzer) auf dem Trailer gestellt werden? Dass Regattasegler das wegen Zeitersparnis vor dem Abslippen machen weiß ich, kann man bei uns im Revier bei einschlägigen Regatten sehen. Das sind aber geübte Segler, die das häufig machen. Du hast ein für dich neues Boot. Welche Erkenntnis erhofft du dir? Warum kannst du diese Erkenntnis nicht nach dem Abslippen gewinnen....?


    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, wie es sich anfühlt, wenn bei dieser Aktion die Palme von oben kommt - trotz Spibaum etc. Der Mast war dann Schrott.

    Danke für die verständliche Schilderung. Ja, ich bin auch hin- und hergerissen zwischen Risiko und Blamage beim Krantermin...

    Wobei der Hafenmeister sehr hilfsbereit klang :smiling_face:

  • Mein Boot hat übrigens einen Heißstrop. Wie läuft das beim Kranen dann eigentlich ab. Aktuell liegt ja der Mast längs und mittig auf dem Boot. Da ist er sicher beim Kranen im Weg. Würde er dann erst mit Hilfe des Krans gestellt und ohne Achterstag mit Vorstag und Wanten gehalten?...so viele Fragen...

  • Mast vom Boot nehmen und auf zwei Böcken ablegen, Wanten und Stage prüfen und die Vollständigkeit der Wantenspanner, Bolzen etc feststellen, ggfs Wantenspanner fetten. Windex anschrauben. Boot mit Heißstropp kranen und in die Box paddeln/wriggen. Mast mit zwei Mann aufs Boot (Bock achtern, am Mastfuss den Bolzen durch wenn das bei liegenden Mast geht), dann wie beschrieben stellen. Alternativ am Kran stellen, dann trimmen und Segel anschlagen.