Posts by Skiirskott

    Klaus13 und Grauwal haben sehr gute Beschreibungen abgegeben.


    Mit „in einem Rutsch“ habe ich natürlich das pausenlose Fahren gemeint. Das setzt voraus, dass mindestens 2 Wachen das Schiff führen können.
    Die Crew muss also seefest (im Sinne von Seekrankheit) sein, schlafen, essen und trinken muss gewährleistet sein und der Akku muss den nötigen Strom für Nachtfahrt liefern können.
    Dazu bleibt man in der Küsten-Verkehrszone, d.h. zwischen der Küste und den VTGs. (siehe Beitrag Klaus13)
    Von der Küstenverkehrszone geht es dann entweder hinter der TG 9 nach Helgoland oder, wenn die Tide gerade passt, nach Cuxhaven.
    Cuxhaven —> Hamburg ist in einer Tide zu machen.
    Ein wetterbedingtes Abbiegen in einen Küstenhafen braucht man „eigentlich“ nicht vorsehen. Vor einem Unwetter wird man heutzutage zuverlässig gewarnt.


    Man kann den Törn wohl auch in Tagestörns bewältigen. Es nimmt allerdings viel Zeit und muss tidenmäßig abgestimmt sein, in einen Priel einzulaufen und den zur passenden Zeit wieder zu verlassen.
    Günstig liegen auf der Strecke: IJmuiden und Den Helder, Lauwersoog und Norderney.


    Wie von Grauwal genannt, würde ist auch die „Stande Mast Route“ in Erwägung zu ziehen.
    Das kann man über Amsterdam, das Marker-/IJsselmeer über Lemmer tun - oder später noch in Harlingen rein.
    Raus gehts dann in Lauwersoog oder über Groningen in Delfzijl.
    Lauwersoog —> Norderney ist in einem langen Tagestörn zu machen.
    Von Delfzijl bietet sich ein Schlag nach Borkum an. Man kann auch über die Watten nach Norderney gelangen, mit 1,80 m Tiefgang wird das aber schon kritisch.


    Bengta liest hier wohl mit und ist damit ebenfalls informiert.
    Gruß, Gerrit

    Hallo Matze,
    den Törn könnt Ihr mit dem beschriebenen Boot „in einem Rutsch“ machen.
    Mit etwas Glück erwischt Ihr ein anrückendes Tief mit Westwind-Lage.
    Es sei denn, Ihr wollt bewusst mal in einem Hafen schlafen oder Ihr müsst Verpflegung oder Getränke nachbunkern.
    Für den Fall bieten sich einige Häfen mit dem erforderlichen Tiefgang an.
    Auf Helgoland macht Ihr den Dieseltank voll, kauft für Eure Frauen teure Parfums preiswert ein, schaut in den Tidenkalender und dann geht es direkt - oder mit einem Stopp in Cuxhaven die Elbe bis Hamburg hoch.
    Detailfragen will ich gern beantworten.
    Gruß, Gerrit

    Eine Inspektionsluke haben Fäkalientanks wohl normalerweise nicht. - Würde bei einer Verstopfung auch wenig nützen. Man kann die Sache auch nicht, wie beim Haushaltswaschbecken, mit einem Draht oder einer Spirale ins Laufen bringen.
    Bei mir waren derart viele wasserunlösliche „Schollen, Plättchen, Krümel“ drin, dass man schon sehr viel Säure bräuchte, um die aufzulösen!
    Mit einer Pulle auf das Tankvolumen verdünntem Konzentrat ist das gewiss nicht getan.
    Gruß, Gerrit

    Hallo Sven,
    hier ein verspäteter Kommentar von mir:
    Nachdem ich mein derzeitiges Boot übernahm, habe ich das Klo gegen ein gleiches Modell ausgewechselt.
    Das kostete unter 100 € und passte natürlich.
    Aus dem Abpumpschlauch schlug ich pfundweise „Urinstein“.
    Was ich nicht bedachte: Urinstein-Kristallplatten befanden sich auch im Fäkalientank an den Wandungen und das führte während eines Sommertörns zu massiver Verstopfung.
    Das war ganz schwierig zu beheben und davor muss ich ausdrücklich warnen!
    Gruß, Gerrit

    Hallo Klaus,
    Helgoland ist eine gute Idee.
    Wir trafen uns ja schon mal in Cuxhaven und können auf Helgoland gern fortsetzen.
    Helgoland und die Küste kenne ich gut. (Von List bis Borkum.)
    Nimm Kontakt mit mir auf.
    Ein Plätzchen in der Segelsparte werden wir hoffentlich finden.
    Gruß Gerrit

    Zur Frage von Dietmar /Cloudseeker möchte ich Folgendes aufklären:


    Auf der Mitteilung des Vorsitzenden ist zu lesen 'bis 10 m'. Am Nordosthafen ist eine Bande angebracht, auf der in großen Lettern 11 m steht.
    Meiner Ansicht nach geben die Ausleger/Finger das auch her.
    Leider sind es nur wenige Gastliegeplätze, da Einheimische- und Gastlieger getrennt wurden. Und daraus ergibt sich, dass zwischen den Einheimischen freie Plätze sind, die aber nicht von Gästen belegt werden sollen.
    Da der Hafenwart David nicht mehr tätig ist, kann man sich nicht anmelden.
    Die Liegegelder und die Personendaten werden von verschiedenen Mitgliedern der Motobootsparte bearbeitet.
    In den Vorjahren war zu beobachten, dass mehr und mehr Segler als Gast in dem Hafen lagen. Da gibt es keine Aversion.
    Es spricht nichts dagegen, in den Südhafen zu fahren.
    Die Segelsparte des WSC hat allerdings ähnliche Größenbeschränkungen.
    Im Bundeshafen ist Päckchenliegen üblich. Dadurch kommt man zwangsläufig mit den Nebenliegern in Kontakt. Hier können also Freundschaften fürs Leben entstehen :smiling_face: .
    Die Liegegebühren sind im Vergleich zu den Häfen an der Küste günstig.
    Ich verweise hier nochmal auf die vorwiegend von mir verfasste Seite http://www.skipperguide.de/wiki/Helgoland
    Dort habe ich auch ein Video verlinkt: Helgoland für ortsfremde Wassersportler
    Weitere Fragen will ich gern beantworten.
    Beste Grüße, Gerrit

    Eddi
    Helgoland anlaufen geht ja wieder ab 3.
    Wie ich beobachten konnte, ist auch reichlich Liegeplatz vorhanden.
    Der Hafenwart Nordosthafen hat bestimmte Zeiten für den Anruf. Auf der Einstiegsseite der WSC-Homepage zu lesen.
    Zum Festmachen empfehle ich derzeit den Südhafen.
    Im Nordosthafen haben 2 Boote gebrannt, wahrscheinlich Totalschaden.
    Siehe heute auch das Titelbild auf der Homepage http://www.wsc-helgoland.de
    Die Boote liegen verkohlt auf dem Lagerplatz neben meinem.
    Soweit die aktuelle Situation hier.
    Euer Gerrit

    Wir sehen es hier so, dass Helgoland ab 3. Juni wieder angelaufen werden darf.
    Es liegen bereits zahlreiche Liegeplatzanfragen vor und auch die Tankstelle stellt sich auf das Betanken ein.
    Der Wassersportclub hat einige Plätze für Gäste im Südhafen, es sind weniger als früher, da die leichte Pier noch nicht wieder hergestellt ist.
    Und auch im Nordosthafen sind wenige Plätze, da die Anlage ist noch nicht in Gänze verlegt ist.
    Gruß Gerrit

    Mal angenommen, das Boot war versichert.
    Bekäme der Eigner nun ein neues Boot oder den Gegenwert aufs Konto überwiesen?
    … und dann war da ja noch der Hubschrauber-Einsatz - und die Wrackbeseitigung steht wohl auch noch an.
    Gruß Gerrit


    PS ich sehe die Vorfälle als sehr merkwürdig an. Ist ja mein „Hausrevier“. Selbst in der Zeit, als Navigation noch von Hand gemacht wurde, kamen wir nicht in die Nähe des Strandungsortes.

    Neben der kompetenten Auskunft von Rolf, wie das unmittelbar vor Cuxhaven ist, kann ich Dir aus der Praxis berichten, denn diese Tour habe ich häufig gemacht:
    Wenn der Wind es erlaubt - oder unter Motor, fährt man hinter den grünen Tonnen bis man den Kurs Helgoland anliegen kann 'ohne den Vogelsand mitzunehmen'.
    Das ist etwa bei Neuwerk-Reede bzw. Tonne 13/Bake C. Vorher kann man schon mal den Schiffsverkehr beobachten und dann rübergehen.
    Beste Grüße von Helgoland, Gerrit

    Über das Befahren der Elbe im angefragt Bereich ist schon viel geschrieben worden.
    Hier nochmal speziell für Dich:
    Von Brunsbüttel kommend kreuzt Du ganz normal von Ufer zu Ufer (bzw. dem Medemsand). Dabei berücksichtigst Du extrem die Berufsschifffahrt.
    Unter Maschine fährst Du knapp außerhalb der roten Tonnen nach Cuxhaven.
    Achtung, südlich der Neufeld-Reede sind Arbeiten im Zusammenhang mit der Elbvertiefung im Gange. Dort sind Untiefentonnen mit N-Toppzeichen ausgelegt, die Du südlich umfährst und deshalb knapp ins Fahrwasser gehen musst.
    Spätestens bei der roten 32 gehst Du auf den Hafen zu, sofern die Bahn frei ist. Dort ist immer mit Berufsschifffahrt zu rechnen, mit denen Du nicht in Konflikt kommen solltest.
    Die Ausflugsschiffe sind eher harmlos.
    Empfehlenswert, höre Sprechweg 71 ab (Cuxhaven Elbe Traffic)
    Wundere Dich nicht über den Wellengang auf der Strecke. Da man gewöhnlich mit der Strömung fährt, kann das bei westlichem Wind unangenehm sein.
    Diesel gibt es übrigens auch beim SVC in Cuxhaven oder auch auf Helgoland (billiger).
    Gute Fahrt!
    Gerrit von Helgoland

    An den Bildern habe ich sofort erkannt, dass es sich bei dem Phänomen um den Dinoflagellaten Noctiluca scintillans handelt.
    Das ist ein hoch interessanter Organismus. Es gibt ihn weltweit in den Randmeeren.
    Ich habe diesen während meiner Dienstzeit in der Meeresforschung jahrzehntelang erforscht.
    D.h., Kultur und Experimente zur Lebensweise, Planktonuntersuchungen zur zeitlichen und räumlichen Verteilung auf Dauerstationen und Forschungsfahrten.
    Nach der Entwicklungsphase fällt die jährliche „Blüte“ auf den Juli.
    Davon zeugen ja die Beobachtungen (auch von Sailing Rainer). Auffällig sind auch Ansammlungen in Hafenecken.
    Noctiluca gilt als ungiftig und leuchtet sehr intensiv. Bei Nachtfahrten schön anzusehen und auch bei der Seewasserspülung auf der Toilette.
    Dem Verdacht, ob es sich um verklapptes Öl handelt, war früher auch die Küstenwache erlegen. Das haben wir aber ausgeräumt.
    Zur Anschauung zeige ich mal eine mikroskopische Aufnahme. Der mittlere Durchmesser einer Noctiluca-Zelle beträgt 0,45 mm
    Beste Grüße, Gerrit

    Der Hafen ist bei Elbseglern eine wichtige Etappe, da tidenunabhängig anlaufbar.
    Nun stellte sich mir eine Situation dar, die ich bekanntgeben möchte:
    Unzählig viele freie Liegeplätze. --- Warum? --- Bauarbeiten
    Weil man dem Hafen zur Landseite schlecht entkommen kann.
    Die Ausgänge zur Straße sind gesperrt, da dahinter die Straße aufgenommen wurde.
    Ein Behelf führt über die Baustelle und dem Betriebsgelände der Lade- und Löschanlage der Schramm Group.
    Dort sollen auch mobile Toiletten stehen.
    Mit Leihfahrrädern kann man nur über einen großen Umweg über die Bundesstraße 431 in die Stadt kommen.
    Die Situation soll für den Rest der Saison bestehen.
    Gruß, Gerrit

    ... also, ich bin hin - wie zurück nördlich der roten Tonnen gefahren. Da hat niemand gemeckert und es lag die "Neuwerk" dort vor Anker.
    Ich fahre immer gern gerade Wege, nicht Zickzack und keine langen Außenkurven. Dabei quere ich auch mal das Fahrwasser sehr langsam.
    Die Polizei patrollierte dort auch des Öfteren, nahmen aber keine Notiz davon.
    Ich achte jedoch immer auf die Großschifffahrt.
    ... aber das war gerade ein Thema in diesem Forum
    Gruß Gerrit