Posts by Lommy

    Hallo Robert,

    ich habe schon mehrere verschiedene Lampen an Bord gehabt. Aus meiner Sicht sind folgende Faktoren wichtig:

    • Rotlicht (wurde ja schon erwähnt)
    • verschiedene Helligkeitsstufen
    • Guter Schalter, den man auch mit Handschuhen bedienen kann
    • Neigbarkeit - ganz wichtig, besonders für Träger von Gleitsichtbrillen
    • Möglichst klein und leicht. Eine Flutlichtlampe mit zig Metern Reichweite am Kopf ist mir zu sperrig. Weniger Lichtleistung, die aber für den Bereich bis 5m ausreicht und eine dafür kompakter Lampe wäre mir lieber.
    • Kopfband zweiteilig, das auch über den Kopf geht ist kein Muß aber praktisch. Es bietet deutlich mehr Halt wenn man damit z.B. Segel bergen will

    Insgesamt möchte ich aber Stirnlampen an Bord nicht mehr missen. Ist echt faszinierend: Überall wo Du den Kopf hindrehst ist Licht 😂

    Ich habe schon den Gisatex Kleber nach Anleitung verwendet, aber selbst nach mehreren Jahren war er an den Stellen die ich damit geklebt habe noch klebrig und nicht ausgehärtet. Ganz abgesehen davon, dass die Anwendung nach der Anleitung echt umständlich ist mit auftragen und dann lange warten zum ablüften und dann das Material auflegen. Die Kosten für die 7 oder 8 Dosen, die ich davon entsorgt habe, hätte ich mir echt ersparen können. Pattex ging prima (aufsprühen, andrücken - fertig) und da keine Fenster im Boot waren (siehe oben) war der Geruch auch schnell verflogen.

    Für die Innenfarbe habe ich das hier genommen. Um die Kanten umzunähen habe ich in dem Bereich der umgeschlagen wurde auf der Rückseite vorsichtig die Schaumkaschierung entfernt und dann mit der Nähmaschine die umgeschlagenen Kanten abgenäht. Dabei vorsichtig sein, denn der Transportfuß der Nähmaschine reißt gerne Löcher in das neue Kunstleder.


    Die Fenster habe ich für die Aktion komplett ausgebaut und neue eingebaut, weil die alten Scheiben auch hinüber waren. Die hatten keinerlei Elastizität mehr und ließen sich mit minimalem Kraftaufwand in kleine Stücke brechen. Wäre wohl nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sie auch im eingebauten Zustand Risse bekommen hätten.

    Zur Tonic 23 kann ich nichts sagen, aber zur großen "Schwester" Fantasia 27. Ich hatte einige Jahre eine und habe dort auch die Kunstleder-Beklebung der Innenschale auswechseln müssen. Der alte Belag fiel großflächig von der Decke und den Wänden, weil sich die Schaumstoffkaschierung aufgelöst hatte. Das Zeug rauszukriegen war eine echte Drecksarbeit, weil einem ständig das Gebrösel entgegen fiel wenn man die Kaschierung abgezogen hat.


    Danach habe ich die Decke und die Wände mit Drahtbürsten gereinigt um die noch im Kleber sitzenden Schaumstoffreste abzubekommen. Dann habe ich den gesamten Bereich gestrichen und mit Gisatex Kunstleder wieder beklebt. Das war wegen des Zuschnitts und der Notwendigkeit die Kanten einzuschlagen und einen Saum dranzunähen auch eine Menge Arbeit. Insgesamt hat es sich aber gelohnt.


    Was ich nicht wider machen würde ist den Kleber von Gisatex (No. 1805) verwenden. Der wurde mir dort zwar wärmstens empfohlen, aber hat bei mir gar nicht funktioniert. Letztlich habe ich von dem nicht gerade billigen Zeug (25 € pro Dose) das meiste weggeworfen und die Verklebung mit Pattex Sprühkleber gemacht.

    Ich kann mich erinnern, dass es vor etlichen Jahren (muss irgendwann in den 80ern gewesen sein) einen Fall gab. Da versuchte eine LM eines der Seegatten zwischen den Ostfriesischen Inseln bei zu viel Wind zu durchfahren. Es kam wie es kommen musste und eine Grundsee schwappte von hinten rein. Das große Cockpit der LM war sofort voll Wasser, was dazu führte, dass das Boot unmittelbar auf Grund ging. Ob andere Boote diese Situation besser überstanden hätten ist unklar, aber das große nicht selbstlenzende Cockpit war in dem Moment sicher ein Nachteil.

    Egal wozu das Rohr ist, aus meiner Sicht ist es eine krasse Fehlkonstruktion die auch relativ stümperhaft ausgeführt ist und wäre für mich ein Grund, das Boot nicht zu kaufen.

    Hallo,
    zu dem Volvo kann ich nichts sagen, aber bei Yanmar ist das kein Problem. Wird aber vermutlich bei Volvo ähnlich sein. Schwierig ist es nur, an die Schrauben ran zu kommen die den Motor mit dem Saildrive verbinden, die sitzen teilweise sehr versteckt.


    Ich habe mir dann einen Kettenzug besorgt, diesen an einen über den Kajüteingang gelegten Balken gehängt und dann den Motor langsam vom Saildrive weggezogen. War eine Sache von einer halben Stunde, nachdem ich endlich die Schrauben los hatte.

    Das kann man ja ganz einfach testen, in dem mal die Leitung zum Stoppmagneten abgezogen wird (wenn er bei Stromzufuhr stoppt) oder auf Dauerstrom gelegt wird (wenn er ohne Stromzufuhr stoppt). In diesem Fall vorher besser nochmal die anliegende Spannung messen.

    Peter, vom Grundsatz hast du Recht.
    Aber wenn ich Händler bin, einen Kunden ausführlich berate, ihm alle Daten, Zeichnungen, Maße etc... zur Verfügung stelle und ihm dann das Teil besorge und er sagt dann mhm passt doch nicht! keine Entschuldigung, kein wie können wir das lösen, nicht mal die Versandkosten die durch ihn ja verursacht wurden (zu blöd zum messen) will er tragen. Dann sage ich mir mit so jemanden möchte ich keine Geschäfte mehr machen, er bekommt das Geld zurück (er hat einen rechtlichen Anspruch), aber danach nie wieder etwas!


    Genau so sehe ich das auch. Beratung kostet Zeit und Geld, ebenso das Heraussuchen und Zusenden von Zeichnungen und Maßen. Der Fehler, dass das Teil nicht passt, liegt also eindeutig bei Dir. Dann dem Hersteller, nachdem er Dich erfolglos versucht hat zu beraten mit BGB usw. zu kommen finde ich fast schon etwas frech. An Stelle des Herstellers würde ich auch lieber auf zukünftige Aufträgen von Dir verzichten. Ich an Deiner Stelle wäre froh, wenn der Hersteller unter Berechnung der Versandkosten das Teil zurücknimmt und würde, wenn ich mich vermessen habe nicht auch noch die Klappe groß aufreißen. Aber muss jeder selber wissen, was er macht.

    Bei unserer Hanse hilft in solchen Fällen absaugen mit der Absauganlage bei geöffnetem Seeventil. So lange saugen, bis im Schauglas des Absaugschlauches klares Seewasser kommt und der Tank ist durch den sehr starken Unterdruck der Absauganlage komplett gespült und sauber. Das spart der Umwelt die Chemie und Dir ein Bad in einem sich plötzlich lösenden Fäkalienschwall.

    SBF See wäre auf jeden Fall der richtige Einstieg.


    Aber wie hier im Forum schon oft diskutiert, solltest Du nicht glauben, nach einer Woche Kurs auch nur ansatzweise eigenständig mit einem Boot umgehen zu können. Scheine vermitteln die Theorie, die Praxis kommt durch "machen". Deiner Sicherheit und der Deiner Dir anvertrauten Mitsegler zuliebe solltest Du diese Praxis nicht auf eigene Faust ohne fremde Hilfe erlernen. Also SBF See machen und danach einige Törns in Kojencharter machen. Dann bekommst Du so langsam das Gefühl, welche Anforderungen gerade durch schlechtes Wetter oder unerwartete Situationen auf Dich zukommen können und ob Du Dir das zutraust, ein Schiff alleine zu führen.

    Würde aus Erfahrung auch auf jeden Fall Truedesign empfehlen. Messing wird auch in der CR-Version durch die Fäkalien recht schnell wieder schwergängig. Das Truedesign funktioniert bei mir an Bord seit zwei Jahren leichtgängig wie am ersten Tag.

    Wenn man ein Fahrrad hat, das nicht komplett aus Alu und/oder Edelstahl gefertigt ist, kommt man um eine Form von Rostschutz nicht herum. Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem Pflegeöl "Altantic Radglanz" gemacht. Ich sprühe das Fahrrad mit der Sprühflasche gründlich aus allen Richtungen ein und poliere es mit einem Tuch etwas nach. Riecht zwar anfangs etwas intensiv, bildet aber eine schützende und recht dauerhafte Ölschicht.

    Von der Stabilität des Mastes würde ich mir keine Sorgen machen.


    Ich habe aber vor etlichen Jahren tatsächlich mal gesehen, wie auf einem ca. 8m Boot im Hafen jemand in den Mast gezogen wurde und sich das Boot dann unter lautem Geschrei des Mannes im Mast komplett auf die Seite legte. Zum Glück ist aber nicht viel passiert, außer einigen Schrammen an dem Boot und den Nachbarbooten.

    Am schlimmsten ist auf jeden Fall der marode Seezaun, den der Fotograf zwischen sich und der schönen Dehler ins Bild brachte.


    Ich werde mich nie an den Begriff "Seezaun" gewöhnen. Für mich stehen Zäune an Land :winking_face:

    Einen Mast in einem Tidengewässer wie der Elbe wieder zu finden ist in etwa wie die berühmte Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen.

    Ich würde es schleifen bzw. feilen. Beim Biegen (zumindest wenn man es kalt biegt) ist immer die Gefahr, dass man dabei Risse in das Material biegt. Diese können auch für das Auge unsichtbar sein und der Schäkel bricht frei nach Murphys Gesetzt natürlich immer dann, wenn man es am wenigsten brauchen kann.