Posts by Lommy

    Es gibt auch die Möglichkeit, das Zündschloss komplett zu entfernen und stattdessen einen Schalter einzubauen (ich meine, es dazu einen Thread in diesem Forum). Da sowieso alle Yanmar-Schlüssel identisch sind, ist die Sicherheit durch den Schlüssel ohnehin nur Theorie. Aber der Vorteil wäre, dass man weder den Schlüssel abbrechen noch verlieren kann. Billiger dürfte die Lösung zudem auch sein.

    Lieber zu viel als zu wenig liest man oft, aber einen überdimensionierten Motor ständig nur leicht über Leerlaufdrehzahl zu fahren und das womöglich noch mit Turbolader würde ich lieber nicht machen. Gemessen daran, welche Motorisierungen vor 30 Jahren üblich waren, sind die modernen Schiffe alle eher kleine Hafenschlepper. Muss man wirklich so planen, dass man z.B. bei 10 Windstärken gegen den Strom noch jemanden reinschleppen kann und dafür zu 99,9 % der Zeit mit viel zu viel unterbeanspruchter Leistung rumfahren?

    Hört sich für mich an, als könnte es an der Zündspule liegen. Habe früher viel an Zweitaktern rumgeschraubt und da war es ein gängiges Problem, wenn der Motor nach 1-2 Minuten anfing zu stottern oder ausging, Wir hatten dazu ein Prüfgerät von Bosch, dass einen permanenten Zündfunken erzeugte und der fing dann wie von Geisterhand nach kurzer Zeit an zu stottern und ging dann oft ganz weg. Ich denke, eine Werkstatt oder ein Bosch-Dienst sollte so ein Prüfgerät haben.


    Viele Grüße


    Heiko

    Ohne zu wissen, welchen Antrieb Du als AP verbaut hast, ist eine Diagnose schwierig. Wenn es z.B. ein Jefa DD-1 ist könnten es auch die Spulen sein, die den Antrieb elektromagnetisch einkuppeln. Die brennen wohl gerne mal durch. Einfach mal mit einem Multitester den Widerstand messen.

    Hallo Robert,

    ich habe schon mehrere verschiedene Lampen an Bord gehabt. Aus meiner Sicht sind folgende Faktoren wichtig:

    • Rotlicht (wurde ja schon erwähnt)
    • verschiedene Helligkeitsstufen
    • Guter Schalter, den man auch mit Handschuhen bedienen kann
    • Neigbarkeit - ganz wichtig, besonders für Träger von Gleitsichtbrillen
    • Möglichst klein und leicht. Eine Flutlichtlampe mit zig Metern Reichweite am Kopf ist mir zu sperrig. Weniger Lichtleistung, die aber für den Bereich bis 5m ausreicht und eine dafür kompakter Lampe wäre mir lieber.
    • Kopfband zweiteilig, das auch über den Kopf geht ist kein Muß aber praktisch. Es bietet deutlich mehr Halt wenn man damit z.B. Segel bergen will

    Insgesamt möchte ich aber Stirnlampen an Bord nicht mehr missen. Ist echt faszinierend: Überall wo Du den Kopf hindrehst ist Licht 😂

    Ich habe schon den Gisatex Kleber nach Anleitung verwendet, aber selbst nach mehreren Jahren war er an den Stellen die ich damit geklebt habe noch klebrig und nicht ausgehärtet. Ganz abgesehen davon, dass die Anwendung nach der Anleitung echt umständlich ist mit auftragen und dann lange warten zum ablüften und dann das Material auflegen. Die Kosten für die 7 oder 8 Dosen, die ich davon entsorgt habe, hätte ich mir echt ersparen können. Pattex ging prima (aufsprühen, andrücken - fertig) und da keine Fenster im Boot waren (siehe oben) war der Geruch auch schnell verflogen.

    Für die Innenfarbe habe ich das hier genommen. Um die Kanten umzunähen habe ich in dem Bereich der umgeschlagen wurde auf der Rückseite vorsichtig die Schaumkaschierung entfernt und dann mit der Nähmaschine die umgeschlagenen Kanten abgenäht. Dabei vorsichtig sein, denn der Transportfuß der Nähmaschine reißt gerne Löcher in das neue Kunstleder.


    Die Fenster habe ich für die Aktion komplett ausgebaut und neue eingebaut, weil die alten Scheiben auch hinüber waren. Die hatten keinerlei Elastizität mehr und ließen sich mit minimalem Kraftaufwand in kleine Stücke brechen. Wäre wohl nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sie auch im eingebauten Zustand Risse bekommen hätten.

    Zur Tonic 23 kann ich nichts sagen, aber zur großen "Schwester" Fantasia 27. Ich hatte einige Jahre eine und habe dort auch die Kunstleder-Beklebung der Innenschale auswechseln müssen. Der alte Belag fiel großflächig von der Decke und den Wänden, weil sich die Schaumstoffkaschierung aufgelöst hatte. Das Zeug rauszukriegen war eine echte Drecksarbeit, weil einem ständig das Gebrösel entgegen fiel wenn man die Kaschierung abgezogen hat.


    Danach habe ich die Decke und die Wände mit Drahtbürsten gereinigt um die noch im Kleber sitzenden Schaumstoffreste abzubekommen. Dann habe ich den gesamten Bereich gestrichen und mit Gisatex Kunstleder wieder beklebt. Das war wegen des Zuschnitts und der Notwendigkeit die Kanten einzuschlagen und einen Saum dranzunähen auch eine Menge Arbeit. Insgesamt hat es sich aber gelohnt.


    Was ich nicht wider machen würde ist den Kleber von Gisatex (No. 1805) verwenden. Der wurde mir dort zwar wärmstens empfohlen, aber hat bei mir gar nicht funktioniert. Letztlich habe ich von dem nicht gerade billigen Zeug (25 € pro Dose) das meiste weggeworfen und die Verklebung mit Pattex Sprühkleber gemacht.

    Ich kann mich erinnern, dass es vor etlichen Jahren (muss irgendwann in den 80ern gewesen sein) einen Fall gab. Da versuchte eine LM eines der Seegatten zwischen den Ostfriesischen Inseln bei zu viel Wind zu durchfahren. Es kam wie es kommen musste und eine Grundsee schwappte von hinten rein. Das große Cockpit der LM war sofort voll Wasser, was dazu führte, dass das Boot unmittelbar auf Grund ging. Ob andere Boote diese Situation besser überstanden hätten ist unklar, aber das große nicht selbstlenzende Cockpit war in dem Moment sicher ein Nachteil.

    Egal wozu das Rohr ist, aus meiner Sicht ist es eine krasse Fehlkonstruktion die auch relativ stümperhaft ausgeführt ist und wäre für mich ein Grund, das Boot nicht zu kaufen.

    Hallo,
    zu dem Volvo kann ich nichts sagen, aber bei Yanmar ist das kein Problem. Wird aber vermutlich bei Volvo ähnlich sein. Schwierig ist es nur, an die Schrauben ran zu kommen die den Motor mit dem Saildrive verbinden, die sitzen teilweise sehr versteckt.


    Ich habe mir dann einen Kettenzug besorgt, diesen an einen über den Kajüteingang gelegten Balken gehängt und dann den Motor langsam vom Saildrive weggezogen. War eine Sache von einer halben Stunde, nachdem ich endlich die Schrauben los hatte.

    Das kann man ja ganz einfach testen, in dem mal die Leitung zum Stoppmagneten abgezogen wird (wenn er bei Stromzufuhr stoppt) oder auf Dauerstrom gelegt wird (wenn er ohne Stromzufuhr stoppt). In diesem Fall vorher besser nochmal die anliegende Spannung messen.

    Peter, vom Grundsatz hast du Recht.
    Aber wenn ich Händler bin, einen Kunden ausführlich berate, ihm alle Daten, Zeichnungen, Maße etc... zur Verfügung stelle und ihm dann das Teil besorge und er sagt dann mhm passt doch nicht! keine Entschuldigung, kein wie können wir das lösen, nicht mal die Versandkosten die durch ihn ja verursacht wurden (zu blöd zum messen) will er tragen. Dann sage ich mir mit so jemanden möchte ich keine Geschäfte mehr machen, er bekommt das Geld zurück (er hat einen rechtlichen Anspruch), aber danach nie wieder etwas!


    Genau so sehe ich das auch. Beratung kostet Zeit und Geld, ebenso das Heraussuchen und Zusenden von Zeichnungen und Maßen. Der Fehler, dass das Teil nicht passt, liegt also eindeutig bei Dir. Dann dem Hersteller, nachdem er Dich erfolglos versucht hat zu beraten mit BGB usw. zu kommen finde ich fast schon etwas frech. An Stelle des Herstellers würde ich auch lieber auf zukünftige Aufträgen von Dir verzichten. Ich an Deiner Stelle wäre froh, wenn der Hersteller unter Berechnung der Versandkosten das Teil zurücknimmt und würde, wenn ich mich vermessen habe nicht auch noch die Klappe groß aufreißen. Aber muss jeder selber wissen, was er macht.

    Bei unserer Hanse hilft in solchen Fällen absaugen mit der Absauganlage bei geöffnetem Seeventil. So lange saugen, bis im Schauglas des Absaugschlauches klares Seewasser kommt und der Tank ist durch den sehr starken Unterdruck der Absauganlage komplett gespült und sauber. Das spart der Umwelt die Chemie und Dir ein Bad in einem sich plötzlich lösenden Fäkalienschwall.