Posts by soulsailer_muc

    Ich hatte in 2020 zum Thema Steuerstatus bei Auslandskauf 2 x mit https://ra-tanis.de Kontakt (in meinem Fall Kroatien). Habe eben gesehen, dass die inzwischen zu einem geringen Fixpreis ein Gutachten anbieten. Bei mir hat RA Tanis damals nach irgendeinem üblichen Stundensatz abgerechnet, den ich als o. k. empfunden habe.
    Wenn das Schiff ausreichend konkret ist ruf die doch mal an und schildere Deinen Fall. Im schlimmsten Fall knöpft er Dir 100 oder 200 EUR ab und Du bist nicht klüger als vorher. RA Tanis ist wohl bei den deutschen Steuerbehörden recht gut vernetzt und hält mgws. zu Deinem konkreten Fall Rücksprache. Evtl. kann er Dir ja auch für Dein Schiff irgendeine deutsche aktuelle Bescheinigung von den deutschen Steuerbehörden besorgen. Weiß nicht, ob sowas auf Deinen Fall zutrifft, aber mit Fachanwälten zu reden und mit diesen gemeinsam einen Fall zu strukturieren(!) ist meistens eine gute Idee. Aber: Eine Strukturierung mit einem Fachanwalt entbindet Dich nicht von dem Lebensrisiko, dass immer noch was schief geht.

    Ich war davon ausgegangen, dass ich mit <7m gar keine Befahrungsgebühren zahlen muss. Aber das wird mir Hafenmeister I beim slippen doch mitteilen, oder?

    Ob ein Hafen"meister" da ist, wenn Du slippst? Keine Ahnung, irgendeine Rampe in irgendeiner Dorfbucht wirst Du schon finden, bei der Du Dich traust, Deinen Trailer samt Böötchen ins Wasser zu fahren. Und vlt. läuft da auch jemand rum, der Geld von Dir für die Nutzung der Rampe haben will, vlt. aber auch nicht (und wenn jemand Geld will: verlange auf jeden Fall eine Quittung´. Wenns wirklich ein Offizieller ist, der Geld von Dir will, hat er in seinem Hafenamt(kabuff) eine Möglichkeit für Deine Yacht eine Quittung auszudrucken mit allem was dazu gehört, inkl. Yachtnamen. Da sind die Kroaten recht weit. Wenn einer sagt: Quittung gibt's nicht, dann darf(!!) er auch kein Geld verlangen. Bei Liegegebühren in den Stadthäfen wurde mir von verschiedenen Marineros erzählt, dass Webcams aufgehängt wurden, um per Stichprobe von dritter Seite abzugleichen, dass die Liegegebühren auch wirklich von den Marineros ordnungsgemäss verbucht werden.


    Das Gebührenthema (Befahrensgebühr / Leuchfeuergebühr, keine Ahnung wie das heißt) gilt es aber in der Tat rechtssicher zu klären. Falls Dir dazu hier niemand sicher(!) weiterhelfen kann: Stelle die Frage doch mal in den einschlägigen Motorbootforen. Da sind doch bestimmt viele Leute unterwegs, die Ihr RIB (<7m) regelmässig nach Kroatien trailern und dazu was sagen können. Du kannst natürlich vor Ort auch zu einem der Hafenämter (in Zadar könnte ich Dir z. B. sagen wo das ist), aber das finde ich Overkill.
    Falls Du online niemanden findest, der Dir das beantwortet: Vor Ort würde ich, falls in der Nähe, zu einer der großen Marinas fahren und einfach mal nett an der Rezeption fragen, wer Dir das Auskunft geben kann. Die sprechen in der Regel sehr gut englisch und finden in der Marina mit großer Wahrscheinlichkeit jemanden für Dich, der sich zufällig auskennt. Oder sie sagen Dir gleich, wo das entsprechende nächste Amt ist, bei dem Du bezahlten kannst.
    Wie gesagt: fahr hin, frag Dich durch und freue Dich auf die netten Leute da unten.

    Bzgl. keiner mehr da: Gibt es dann trotzdem noch irgendwelche Sanitäranlagen?

    Sanitäranlagen selten um die Jahreszeit. Bei den ganz kleinen Inselhäfen gibt's auch im Sommer manchmal keine. Wofür brauchst Du die? An der Boje hast auch keine. Klos gibt's in Konobas (falls auf Du dann auf den Inseln eine offene findest). Geduscht wird auf der Badeplattform (oder Badeleiter), außerhalb des Hafens.


    Nun habe ich noch eine Frage zur Energieversorgung. Aber die stelle in separat - sonst mülle ich den Thread nur zu.

    Ich finde, Du machst Dir zu viele Gedanke. Wir reden hier von Kroatien, nicht von der Nordwest-Passage :thumb: Also: fahr einfach mal los und mach Dir keinen Kopp. Es findet sich für alles eine Lösung, wenn man da ist.

    Hallo Hessenwinkler,

    ein Gedanke noch bezgl. Gangway: Im Oktober legst Du in den meisten Stadthäfen längsseits an. Spart Gangway-Aufbau und nasse Finger beim Muring-Handling. Beim dicht am Kai rückwärts anlegen musst ein bisschen auf Dein Ruderblatt aufpassen. Manchmal gibt's am Kai noch einen Unterwasservorsprung (10cm oder so), der mit dem Ruderblatt kollidieren kann, wenn dieses mit dem Bootsheck bündig abschließt. Also nicht einfach mit dem Action-Fender am Heck gegen den Kai fahren, ohne vorher ins Wasser zu schauen, ob da was doofes ist

    Wünsche Dir viel Spaß beim Segeln in diesem schönen Revier zu dieser perfekten Jahreszeit.

    Gruß, Soulsailer


    Bezgl. Unterlagen: Keine Ahnung, wie das beim Boot unter 7m ist. Aber bei meiner 12m Bööttchen wollen Sie in den Stadthäfen eigentlich immer den Bootschein sehen, alleine um die offizielle Länge für die Liegegebühren zu kennen. Im Okt. ist allerdings in 80% der Stadthäfen kein Marinero mehr da.

    Was Grisu100 schreibt ist sehr plausibel. Es kann ohne weiteres sein, dass die von mir adressierte Crewliste für's ein- / ausklarieren nicht passt.
    Bezgl. Bordtagebuch: Es würde mich sehr interessieren, wieviel % der Chartergäste ein Logbuch führt. Ich selbst habe in den letzten 15 Jahren immer nur eine formlose Mängelliste erstellt, die ich am Ende des Törns (Freitagmorgen) an den Base-Manager gemailt habe, damit er weiß, was am Samstagmorgen auf ihn zukommt, bevor er das Boot wieder rausgibt (gehört beim Chartern zum guten Ton finde ich). Gibt's hier im Forum einen Chartergast, der mit irgendeinem Offiziellen in Kroatien mal Ärger bekommen hat wg. nicht vorhandenem Logbuch? Wäre echt mal interessant das zu wissen (wäre aber wohl ein anderer Thread).

    Wir hatten letzten Oktober einen einwöchigen Törn in der Nordadria. Die ganze Woche über war Bora. Anfangs bis zu 9 bft. Später hat sich dass dann beruhigt bis auf 4-6 bft. Das sollte die Crew abkönnen.

    Viele Grüße

    Hallo CastleBravo, die Frage des Thread-Openers war nicht Nord-Adria, sondern Kornaten. Es waren auch schonmal welche bei Mistral im Löwengolf ... Das war aber eben nicht die Frage des Thread-Openers. Und Kornaten sind eben mit dem Kvarner nicht zu vergleichen (oder dem dort beginnenden Velebitski-Kanal). Nichts für ungut, aber bitte den Thread-Opener nicht unnötig verunsichern.
    Gruß, Soulsailer
    PS: Die Frage ist übrigens nicht ob eine Crew "45 Knoten Wind ab kann". Mit auf Handtuchgröße gerefften Segeln ist das für niemanden ein Problem. ABER: Kommst Du dabei auch unfallfrei in den Hafen? Insbes. wenn irgendwas unvorhergesehene mit Rigg oder Motor passiert? Und je mehr Wind/Welle desto grösser die Chance, dass irgendwas an Motor oder Rigg kaputt geht, so dass Du improvisieren musst (zumindest solange bis Dein Vercharterer die Kavallerie geschickt hat).

    Hallo Jamajo,

    nach 15 Jahren Segeln in den Kornaten (und südlich bis nach Lastovo) kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen: Bora ist da im Normalfall kein Problem (anders als südl. von Punat, da musst immer durch den Kvarner, der kann bei Bora schon gefährlich sein --> neben Wind auch hohe / steile Welle). Klar bläst es bei Zadar auch immer mal wieder, aber aufgrund der kurzen Wege zwischen den Häfen / Buchten hast Du es immer selbst in der Hand, ob Du bei 25kn - 30kn "Segel"wind draußen sein möchtest oder nicht. Außerdem hat es zwischen den Inseln fast keine Welle (zumindest bei Bora). Ankern ist allerdings oft nicht gestattet (Ausnahmen findet man dennoch zuhauf). In Kroatien hast Du in vielen Buchten stattdessen Bojenfelder, was gegenüber Ankern easy ist. Manchmal sind die Bojen am Ende der Saison nicht mehr gut verankert (ist mir in 15 Jahren noch nicht passiert, aber im Forum wird gelegentlich davon berichtet). Sofern Du Dir eine Boje in Ufernähe aussuchst kannst im Zweifel geschwind mit Maske und Schnorchel runtertauchen und Dir den Sachverhalt anschauen. Manchmal sind die Bojenfelder spät in der Saison schon abgebaut. Das ist eigentlich am schönsten. Dann kommt keiner mehr zum kassieren und es ist echt einsam. Dann suche ich mir einen Betonblock in Ufernähe und ziehe per Maske / Schnorchel zwei(!) Festmacherleinen durchs Auge auf dem Betonblock (Flossen einpacken).
    Was mir auch gut gefällt: Zadar ist von Süddeutschland aus noch gut mit dem Auto zu erreichen.
    Also einfach entspannt buchen und sich auf den Urlaub freuen.
    Gruss, Soulsailor
    PS: In der Marina Dalmacija / Sukosan gibt's eigentlich keinen Vercharterer mit einem schlechten Ruf (habe dort in den beiden Corona-Jahren ein paar Wochen auf einem Boot Home-Office gemacht, da kriegt man ein bisschen was mit). Kroki und Asta z. B. haben beide Base-Manager (= Karlo und Sime), die ihre jeweilige Flotte technisch im Griff haben. Bei beiden würde ich jederzeit wieder buchen. Falls "Familie" 4 Leute heißt und ein 33ft Boot ausreicht kann ich die alten Bavaria 33 von Asta bezgl. Preis-/Leistungsverhältnis sehr empfehlen. Ich glaube (ohne zu recherchieren), die haben noch ein oder zwei in Vermietung. Buchung über Agenturen ist nicht notwendig. Die Agenturmarge ist bei den Charter-Companies in diesem besonderen Fall besser aufgehoben.
    Falls Du noch konkretere Fragen hast gerne per PN o. ä.

    Übrigens: Beide Base-Manager haben mir erzählt, dass kleiner Schäden / Verluste tendenziell vom Vercharterer getragen werden (natürlich abhängig davon, wie der Kunde auftritt und wie aktiv er darauf hinweist, das etwas schief gegangen ist). Das letzte Urlaubs-Erlebnis eines Kunden bleibt am längsten in Erinnerung und kein Vercharterer sollte es wollen, dass die Diskussion seines Kunden um das Deposit die prägende Urlaubserinnerung ist


    Ich hoffe doch, dass das nicht nur bei Kroki oder Asta der Fall ist, sondern auch bei den meisten anderen Vercharterern.

    15 Jahre lang gechartert bei zwei lokalen Vercharterern in Sukosan / Kroatien:

    - Kroki Nautica

    - Asta Yachting

    Bei beiden keinerlei größeren technischen Probleme (Yachtalter zwischen 6 und 12 (sic!) Jahren). Allerdings habe ich in der Zeit mitbekommen, was für ein Alptraum es für die Reparatur-Crew auf dem Steg es ist, 40 Boote oder mehr an einem Samstag Vormittag wieder "fit" zu kriegen. Wenn dem Base-Manager mal von einem Kunden bei Rückgabe ein versteckter Schaden, der sich bei einer Rückgabekontrolle nicht finden lässt, verschwiegen wird hast natürlich als Folgekunde den schwarzen Peter. Aber auch hier gab es immer eine Lösung. Reden hilft.

    Ist eigentlich in Kroatien ein Standardverfahren und wurde bei mir bei Crewwechseln während des Törns schon vielfach praktiziert:
    Für Woche 1 eine Crewliste und für Woche 2 eine zweite Crewliste (beides vom Vercharterer erstellt, ich hatte bei kurzfristigen Änderungen während des Törns öfter auch die Crewliste während des Törns per Mail erhalten). Die Crewlisten werden vom Vercharterer online an irgendeine behördliche IT-Plattform übermittelt. Nachträgliches Ändern ging in der Vergangenheit nicht, z. T. hatte ich eine Crewliste auch nur für einen Tag nur für eine Person, also den Skipper, wenn zwischen der alten und der neuen Crew eine zeitliche Lücke war. D. h. ca. zwei Wochen mit Crew-Wechsel und einem Tag "Lücke" zur Single-handed Überführung des Boots in einen anderen Hafen = 3 Crewlisten.

    Die dient dann z. B. als Basis für den Abgleich, ob für alle Crew-Mitglieder ordnungsgemäß Tourist-Tax bezahlt wurde. Auch soll so Black-Charter vermieden werden. Die Offiziellen gleichen bei einer Kontrolle Deinen Papierausdruck Online mit der Datenbank ab.


    Eine vom Skipper selbständig ausgefüllte Crewliste ist für die o. g. Anwendungen wertlos. Andere wichtige Gründe für eine Crewliste gibt's bestimmt, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass bei einer Kontrolle ein Crewmitglied "zu viel" auf der Liste Probleme macht. Bin aber niemals kontrolliert worden (in 15 Jahren Charter mit tlw. 8 Wochen pro Jahr auf dem Boot). Dennoch würde ich mich trauen, mit mehr Mitgliedern auf der Liste loszufahren, als beim Ablegen an Bord sind. Der Vercharterer sollte dann aber wissen, dass jemand beim Auslaufen noch nicht auf dem Boot ist. Im Zweifel wird der offizielle bei der Kontrolle dann gemeinsam mit Dir den Vercharterer anrufen und den Sachverhalt einvernehmlich klären.


    Also mach Dir keinen Kopp: wichtig ist, dass die Tourist-Tax bezahlt ist. Für alles andere findet man in Kroatien immer eine einvernehmliche Lösung. Hatte zwar in Kroatien bisher nicht im der WaPo zu tun, aber die werden nicht anders sein als die meisten anderen Kroaten unten an der Küste: manchmal etwas knorrig / mürrisch, aber wenn's um was geht, dann ein Herz aus Gold und sie reißen sich ein Bein aus für Dich.

    Hallo Martin,


    habe zufällig heute für das nächste Jahr 2018 mein Boot gebucht, 2 Wochen von Sukosan (Taxi-Nähe zum Flughafen Zadar), Bavaria 32 "Zara", das Boot kenne ich schon vom vorletzten Jahr. Buche nun schon das neunte Jahr in Folge bei Asta-Yachting.
    Grund: Familiengeführter Betrieb mit exzellentem Management, auch die älteren Bavaria 33 Bj. 2005 / 2006 sind absolut benutzbar. Der Eigentümer des Unternehmens meinte heuer zu mir: "Ein 500 Betten Hotel ist einfacher zu managen als seine Flotte (von ca. 40 Booten oder so, meine Schätzung). Hatte dieses Jahr eine Bavaria 33 "Kata" und bei Rückgabe drei kleinere Mängel, deren Reparatur m. E. eigentlich noch bis zur Winterpause in 6 Wochen hätte warten können. Der Basis-Mitarbeiter meinte: nix gibt's, machen wir noch heute (Luke hat ein bisschen getropft bei Starkregen, Kupplung der Ankerwinsch rutscht bei großer Belastung ein wenig und Pumpventil vom WC O-Ring minimal undicht). "Kata" hatte ich schon mal vor 6 Jahren und einiges wurde durch Asta Yachting seit dem upgedatet: Polster, Segel, Auto-Pilot u. a. (Segel gehen z. B. jährlich zum Segelmacher zum überprüfen). Also die haben auch ihre älteren Boote super im Griff.


    Sukosan ist einfach nett, weil im Süden wie im Norden schöne Ziele liegen, meine Kids lieben z. B. das Wrack-Schnorcheln vor Veli Rat so wie die Bucht selbst.


    Hoffe die Info hilft.


    Lg, Soulsailor