Posts by nikod

    Er verlinkt ja den Artikel in dem er beschreibt wie er vor dem Wind refft: https://www.morganscloud.com/2010/11/19/reefing-a-sailboat/


    Im Wesentlichen:

    • Gute Mastrutscher sind wichtig
    • Groß von den Salingen weg trimmen (mit Schot und Preventer)
    • stückweise (18 inch) Reffen durch abwechselndes Fieren des Großfalls und Dichtholen der Reffleine

    Im beschriebenen Setup gibt es nur eine hintere, keine vordere Reffleine. Es wird nicht beschrieben, dass man das Vorliek explizit runtereziehen muss. Es wird nicht beschrieben, bei welchem scheinbaren Windwinkel sie das machen.


    Annahmen:

    • Apparent aus 120° funktioniert besser als aus 170°
    • Mit gerade Salinge muss man weniger anluven bzw. kann das Groß offener fahren (und hat dadurch weniger Druck im Groß).

    Bei meiner Azoren -> HH Kojencharter hatten wir einen Rollmast. Der Skipper hat sehr konservativ früh reffen lassen. Der Baum wurde immer dichter gefahren, als ich das getan hätte: Das Groß lag auf keinem Kurs an den (geraden) Salingen oder Wanten an. Es war immer ein Preventer gesetzt. Ein- und Ausgerefft wurde auf jedem Kurs und immer zu zweit: Einer fiert, einer holt dicht. Das hat jedes Mal sehr gut funktioniert: Nie hat ein Segel geschlagen, es gab nie unkontrolliert Falten, es hat nie geklemmt o.ä.

    Irgendwie habe ich den Überblick verloren. Wer ist denn noch drin? Ich sammle das mal ein.

    • Simon (Windfahne kaputt; noch vorne geführt, fährt aber in Richtung Chichester)
    • Kirsten
    • Abhylash (der hat Rücken)
    • Cpt. Gugg
    • Jeremy (Chichester wg. Bewuchs)
    • Ian
    • Tapio (Boot verloren)
    • Pat (retired; Windfahne vor Kapstadt kaputt)
    • Marc (retired Kanaren; Familiy Reasons; wollte nicht zu spät zu ner Hochzeit kommen)
    • Guy W (retired; zu spät in Hobart)
    • Guy dB (retired; auf Grund gelaufen)
    • Ertan (retired; personal reasons; Kappstadt)
    • Elliott (retired; Bugsprit und Vorstag kaputt)
    • Edward (retired; personal reasons am 4. Tag)
    • Damien (retired; Windfahne kaputt)
    • Arnould (retired; Bewuchs & Rigg-Progleme)

    Es sind also von 15 noch 4 drin. Ausfallgründe (mehrfache möglich):

    • Psychische Probleme 3x
    • Windfahne 3x
    • Rigg 2x
    • Bewuchs 2x
    • Boot gesunken 1x
    • Körperliche Probleme 1x
    • Auf Grund 1x
    • zu langsam 1x

    Psychische Probleme verstehe ich. Ist ja auch Wahnsinn.

    Offenbar lohnen sich Windfahnenersatzteile. Gerne auch mehrfach.

    Dass Bewuchs so ein Problem ist hätte ich vorher nicht gedacht.

    Wenn das Segel gesetzt ist, habe ich genau die Länge der Leine, die ich auch mit einem einfachen Fall hätte. Nämlich die Mastlänge zzgl. Weg zur Klemme. Die Untersetzung kommt ja nur beim Setzen zum Tragen.

    Richtig.


    Aber: Wenn die Leine zwischen Klemme und Mast-Topp 5cm reckt, kommt der Segelkopf nur 2,5cm runter.

    Sieht super aus! Die normalen Ruckdämpfer nerven wahnsinnig, finde ich. Sehr aufändig hin- und wegzumachen, schwer, man kann die Leinen nicht mehr auf Slip legen.


    Frage mich allerdings, ob die Kraft zwischen den beiden Kugeln nicht eher von dem Ruckdämpfer selbst übertragen wird, anstatt von der Leine. Bin auf die Tests gespannt.

    Finde das Prinzip eigentlich auch gut. Wie Robulla sagt: Super für ein Paar mit Gästen. Luft nach oben:

    • Die Sitzgruppe unter dem Dodger sollte für mindestens 6 Leute Platz haben (dafür auch gerne die Liegewiese achtern etwas kleiner).
    • Die Sitzgruppe im Salon auch.
    • Hätte man die Maststütze auch als Rahmen ausführen können … und dann den Durchgang nach vorne unzerteilt?
    • Walk-Around finde ich doof. Am Rad spült einem jede Welle die Füße.

    Kritischer als die Windstärke sind 1.) Windrichtungsänderungen und 2.) Wellen. 30 Knoten Wind aus immer der selben Richtung ohne Fetch finde ich noch halbwegs entspannt. Wenn er aber um 120° dreht finde ich schon 20 Knoten nervenaufreibend.

    Ein Vereinskollege hat seine Deckswaschpumpe so eingebaut und angeschlossen, dass er sie innerhalb von 5 Minuten statt der mechanisch angetriebenen Seewasserpumpe einsetzen kann. Er muss sie manuell an- und ausschalten. Aber für den Notfallbetrieb gut geeignet.


    Finde ich eine clevere Lösung für Redundanz.

    Ich war im Mai von den Azoren nach England unterwegs. Wir haben die Höhe auch über die Augenhöhe geschätzt. Im Cockpit stehend waren die Augen ca. 3m über dem Wasser. Wenn dann im Wellental die Mitte der folgenden Welle etwa in Augenhöhe ist, schaut mal also auf eine 3m-Welle.


    Einmal hatten wir Hack nachts südwestlich von Irland. Am nächsten Morgen sprachen mehrere der Wachgänger von 5 - 6m Wellen. Kam mir realistisch vor. Konnte mich kaum auf der Vorschiffskoje festhalten. Wie hoch die wirklich waren … ? Keine Ahnung.

    Habe neulich (zugegeben überrascht) eine Studie gelesen, dass langfristig Wasserstoff- und E-Fuel-Herstellung für Europa in Solarfarmen in Afrika Sinn machen würden. Hat mich auch überrascht. Aber offenbar ist 1.) PV dort so viel effektiver, dass es sich rentiert das dort und nicht hier zu machen und 2.) der Transport von Wasserstoff und E-Fuels so viel billiger als der Transport von Strom, dass sich die ineffiziente Konvertierung lohnt. Wenn ich den Artikel wiederfinde, poste ich den Link. (Bloß, weil es _eine_ Studie gibt, heißt das nicht dass das auch realisierbar wird; auf den ersten Blick schien es jedenfalls nicht komplett unseriös)

    auch wenn ich einen Kimm Kiel Schwerter für einen Irrweg halte.

    Ich weiß nicht … zumindest theoretisch könnten Dopper-Klappschwerter so funktionieren:


    * Man verbaut die so, dass das Zentrum des seitlichen Widerstands etwas weiter vorne ist, als man es bei einem festen Unterwasseranhang konstruieren würde.

    * Das Luv-Schwert klappt man ganz nach vorne.

    * Das Lee-Schwert eher 45° nach hinten.

    * Bei zunehmender Lage wirkt das Luv-Schwert nun weniger. Das wirkt der zunehmenden Luvgierigkeit entgegen.


    Das Ganze müsste man natürlich mal mit einem modernen Rumpf und optimierten Schwert-Formen testen.

    Die Fakten:


    * In elektronischen Karten sind Kurschifflinien gerade eingezeichenet. So werden die aber nicht gefahren.

    * Niemand hat AIS.

    * Kaum jemand fährt mit Plotter.

    * Der Kat fährt außerhalb des Konstanzer Trichters viel schneller, als andere Kursschiffe.

    * Bisher ist der Kat außerhalb des Trichters ausweichpflichtig.

    * Ausweichpflichtig sind Segelboote Kursschiffen gegenüber, die den grünen Ball fahren.

    * Der Kat setzt den grünen Ball im Trichter und bei der Anfahrt auf FN.


    Die Regeln sind eindeutig. Da muss nichts eindeutiger gemacht werden.


    Meine Erfahrung: Für Kursschiffe sind Segler, Leihmotortboote mit 6PS und andere langsame Fahrzeuge quasi statisch. Die meisten Kursschiffe fahren weite Bögen um langsame Boote. Diese Bögen sind schwer absehbar und wirklich ausweichen kann man den Kursschiffen nicht. Auf der anderen Seite gibt es auch keine "Kurse" im Sinne von geraden Linien, die die Kursschiffe verfolgen. Die fahren alle in weiten Bögen. Für wirklich gerade Kurse ist der See zu klein. De fakto werden also Ausweichpflicht und Kurshaltepflicht recht großzügig ausgelegt.


    Daher versuche ich, Konfliktsituationen so weit möglich zu entschärfen:


    * Dort, wo die Kurschifflinien klar sind (eigentlich nur Fähre KN-Meersburg) weiche ich immer aus.

    * Ich halte Abstand von Kursschifflandestellen.

    * Insbesondere kreuze ich die Fährelinie KN-Meersburg in der Seemitte, damit ich zwischen den beiden "Linien" Raum zum manövrieren habe und die Linien quasi einzeln überquere und nicht beide gleichzeitig.

    * Ich fahre früh eindeutig, damit Kursschiffe (die quasi immer ihre Kurshaltepflicht verletzen) die Möglichkeit haben, früh auszuweichen.


    Trotzdem gibt es immer wieder Situationen, in denen ich das Gefühl habe, ich bin längst vor dem Bug eines Kursschiffes rum, und es hält nach, nur um dann hupen zu können. Oder ich bin nicht vor dem Bug eines Kursschiffes, dann aber plötzlich schon, obwohl ich mich mit kaum vom Platz bewegt habe.


    Zum Kat zurück: Wenn man die Regeln streng auslegt, hätte eine "Vorfahrt" für den Kat keine Auswirkung, weil 1.) auch der Kat den See nicht in strikt geraden Kursen überquert und er 2.) auch mit "Vorfahrt" mehrmals pro Fahrt ein Manöver des letzten Augenblicks durchführen müsste (weil man mit einem langsamen Boot dem Ding wirklich kaum ausweichen kann).


    Die Vorfahrtsmentalität der Kat-Betreiber - über die man leider keine Vermutungen anstellen muss - noch zu bestätigen halte ich aber für ein gefährliches Zeichen. Die haben schuldig eine Faurby versenkt und dann die Versicherungszahlungen jahrelang verschleppt. Ich will mir gar nicht ausmalen was los ist, wenn die noch glauben überall im Recht zu sein.


    Am Bodensee gibt es pro Quadratkilometer über 120 zugelassene Wasserfahrzeuge. Ich bezweifle, dass es beim üblichen Sommer-Wochendbetrieb überhaupt möglich ist, gefahrlos einen 70-Tonnen Kat mit 40km/h über den See zu bewegen. Wenn die Karamaranbetreiber anderer Meinung sind, müssen sie das Gegenteil beweisen.

    Am Wochenende habe ich mit klar Wasser durchgespühlt. Es kam nochmal ordentlich Dreck mit raus, hat aber den Hahn kaum verstopft. Abwechselndes Pusten in den Ablassschlauch und den Überdruckschlauch über dem Wärmetauscherbehälter hat geholfen. Danke für die Tipps!


    Wichtig aber: In dem Schlauch, den ich gewechselt hatte (der, der von der Unterseite des Wärmetauscherbehälters zur Pumpe führt) stand auch nach "vollständigem" Ablassen des Spühlwassers noch Wasser. Den habe ich entleert, bevor ich wieder mit Kühlmittel aufgefüllt habe. Das hätte das Potential für echten Ärger gehabt.

    Ich finde, E-Motor-Diskussionen - im Auto oder im Boot - kreisen oft sehr um die Minuspunkte. Rein elektrisch: schlechte Reichweite und teuer. Hybrid: Schweineteuer. Und das ist ja auch wichtig, dass man diese Punkte bedenkt. Die Pluspunkte sind jedoch auch nicht zu verachten, insbesondere wenn man sie mal selbst erlebt hat. Ich war z.B. vom Fahrgefühl beim nach Datenblatt schlappsten Elektro-Auto (VW Up; 0-100 13 Sekunden oder so) in der Stadt vollkommen begeistert. Im Boot hätten wir auf der Plus-Seite:

    • Leise
    • Zuverlässig
    • weniger Wartungsaufwändig
    • Kurzzeit-tauglich (kurzer Schubs durch die Wende? Kein Problem. --- ok, ok. Dann ist das Problem wo ganz anders :face_with_tears_of_joy: ; Oder kurzer Schubs aus der Box, den Rest aus dem Hafen unter Segeln).
    • bei schnellen Booten effektive und komfortable Rekuperation möglich.
    • je nach Konzept elektrisch Kochen und so ein Treibstoff weniger an Bord.
    • zwei Pod-Motoren vor Doppelrudern möglich -> leichteres Manövrieren im Hafen, auch ohne Bugstrahl.

    etc.


    Ist natürlich immer eine Einzelfallabwägung. Mein Verdacht ist: In 15 Jahren würde die Hälfte von denen, die sich das jetzt nicht vorstellen können auf keinen Fall zurückwechseln wollen.

    Da war ich missverständlich, sorry. Ich rede vom Dumpfdurchlass. Der soll mit Sika o.ä. eingepasst werden.


    https://trudesignplastics-com.s3.amazonaws.com/documents/docs/46/83a2b2863b56b581c33276e99ba29f86.pdf

    Quote

    […] screw the nut down onto the washer ensuring it is only finger tight. […] After recommended curing times, tighten the nut to no more than 15 ft lb

    Den Kugelhahn habe ich mit Teflon-Tape auf den Rumpdurchlass geschraubt. Dazu heißt es


    https://trudesignplastics-com.s3.amazonaws.com/documents/docs/45/0f5a306e754e4b4fda1e30694a665247.pdf

    Habe den Hahn am Wochenende problemlos auf bekommen und es lief auch gleich die schwarz-braune Brühe raus. Heute oder morgen kriege ich den neuen Schlauch und das Kühlmittel. Werde weiter berichten. Danke für die guten Tipps hier! :smiling_face: