Posts by nikod

    nikod: Wie hast du das alles verkabelt? Über NMEA2K?

    ja.


    Ich vergaß: Habe noch die GPS-Antenne ZG100 drin. Hatte ich irgendwo etwas billiger bekommen. In einem Gewässer mit wenig Strömung (SOG = STW) ist der weniger fehlerbehaftet als der Durchbruchgeber mit Paddelrad. Außderdem kriegt man auf dem Triton dann noch die tolle Drift-Anzeige.

    Habe Ähnliches auf meinem 28-Fuß-Boot auf dem Bodensee:


    * Kompressorkühlschrank

    * Airmar Transducer DST810

    * Windmesser WS310

    * B&G MFD Triton²

    * WLAN-Router mit SIM-Karte (seit diesem Jahr; Anbindung ans Internet steht noch aus)


    Allerdings frisst das Bordnetzwerk ganz schön Strom. Ich schätze, ich brauche 200Wp Solar, um das dauerhaft landstromunabhängig an der Boje betreiben zu können. Wenn Du Landstrom hast ist das ja kein Problem.

    All das macht Spaß. Allerdings ist weniger oft mehr. Es gibt günstige Windmesser mit Solar, WLAN und App. Und eine schwere Batterie und immer mitgeführte Kompressorkühlbox würde ich mir auf dem leichten Flitzer sparen. Passive Kühltasche und 20Ah LiFePo4 für die Navilichter tun's IMHO, wenn man nicht vor Anker übernachtet.

    Der Bullenstander sollte dort angeschlagen werden, wo auch die Großschot angreift. Sonst entstehen bei einer Patenthalse zwei entgegengesetzt wirkend Zugkräfte auf den Baum. Einmal eher mittig, wenn zb Großschot auf Kajütdach gefahren wird, und gleichzeitig an der Baumnock, nur in die andere Richtung. Da birgt eein hohes Potential an Bruchgefahr.

    Nein. Bei einer Patenthalse mit Bulle zieht nicht die Großschot am Baum. Das Segel zieht. Der Bulle hält dagegen. Die Großschot ist nicht unter Last.

    Über Funk fliegen die fetzen: Pip: "Ich werde auf der Ziellinie nicht zurückziehen und wenn wir beide untergehen."
    "I won't back off on the finish line even if it means sinking both boats. Stay away from me! I took all my caffeinpills at once, my action is unpredictable."

    Wo kriegt man das mit?

    Wenn ich eine potentielle Kollisionssituation zwischen Pip und Romain überlege … Pip halst irgendwann und mach dann nen Steuerbordschlag Richtung Ziellinie. Somit hat sie Wegerecht, oder? Und Romain kommt auf seinem Backbordschlag von rechts.

    Bin etwas zwiespältig beim Bullenstander. Fahre den bisher selbst bei starkem Wind. Die Yachtschuler Eichler rät ab, weil beim Rollen die Gefahr besteht, den Baum abzubrechen, wenn er im Wasser schleift. Ich denke, es ist wichtig, dass er möglichst nahe an der Baumnock angeschlagen ist und möglichst weit nach vorne geht. Das ist bei dauerhaft installierten Lösungen manchmal gar nicht so einfach.


    Auch eine Baumbremse kann Nebenwirkungen haben. Den Bootsprofis ist auf dem Atlantik der Baum gebrochen. Wenn ich mich recht erinnere hatten sie das auf die eher mittig angeschlagenen Baumbremse zurückgeführt.

    Man hat immer einen Punkt am Wellenvorderhang, wo der Bug in "langsamem" Wasser ist und das Heck in "schnellem" Wasser. Das Boot kriegt die Neigung querzuschlagen.

    Glaubt man den Erfahrungsberichten, dann sind Boot mit Schwert (Boreal, Garcia, Bestevaer, ...) downwind weniger anfällig gegen Querschlagen, wenn sie das Schwert teils oder ganz hoch nehmen.

    Gar nicht da bleiben Lücken. An der Boje nicht so schlimm, weil die vorderen immer etwas über die Hintern überlappen und der Wind ja nur von vorne kommt. Mir geht's nicht um 100%ig wasserdicht, sondern um im Wesentlichen wasserdicht und UV-Schutz. Und gute Handhabung, weil wir nahe am Boot wohnen und ich auch mal 2 Stunden segeln gehe.

    Die ersten drei sind alle wahnsinnig gut gefahren. Hut ab! Hinter denen vierter zu werden (klopf auf Holz) ist keine Schande. Auch 5, 6 und 7 super gefahren!

    Mir letztes Jahr passiert. Bei 8 - 10kts aus 160° los, aber sehr wechselhaft. Angesagt waren für später max 18, Böen mit 25. Vollzeug (33m² bei 4t Boot), Bullerstander. Es briste auf, die Kiste lief, zu spät ans Reffen gedacht, dann beschlossen bis zur Landabdeckung hinter der nächsten Ecke zu warten. Am Ende 30kts Wind und 35er Böen, immer noch Vollzeug. Boot lief 8kts (WLL 7,2m)!, ab und zu 8.5. Keine Welle, daher wie auf Schienen. Zu keiner Zeit Gefahr eines Broach, ich saß aber schon mit sehr spitzem Arsch an der Pinne. Hinter der Landzunge dann 25kts Wind. Erst beim Kurswechsel haben die anderen bemerkt, wieviel Wind wirklich ist. Alles gut gegangen, was gelernt.