Posts by TaunusSegler

    Holepunkt vorher richtig setzen, dann sollte man das Vorsegel mit leichtem Gegenzug auch sauber aufrollen können. Kurz bevor das Schothorn am Vorstag ist, Reffleine belegen und nochmal an den Schoten per Hand ziehen, damit die restliche Lose verschwindet, danach Rest aufrollen.

    Wenn dann die Schoten auf den Klampen liegen und die Reffleine ordentlich gesichert, sollte eigentlich nichts passieren.

    Ich denke in den meisten Fällen bei denen das Vorsegel zerfetzt ist, haben sich die Schoten und/oder die Reffleine gelöst.

    Ich vermute auch, dass sich da vorher eine Schot oder eine Reffleine gelöst hat.

    Daher diese nicht nur auf den Winschen / in der Klemme belegen sondern richtig sichern.

    Dazu das Vorsegel sauber aufgerollt, dann sollte es einiges aushalten.

    Ich meine den aus dem Bericht in der "Yacht" und da wird das wohl so zutreffen, wie ich es schrieb.

    Stimmt, in diesem Fall ja.


    Es sind leider so viele Fälle - da kommt man schonmal durcheinander.


    So dicht, wie der Kat vorm Strand lag, waren wohl Ruder und Props bereits beschädigt. Wir sehen das natürlich auf dem Video nicht.

    Auch eine Möglichkeit

    Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass das Ankern vor dem Strand der Besatzung des Katamarans das Leben gerettet hat.

    Meinst Du den Kat, den Helfer mit einer Leine an den Strand gezogen haben?


    Das sieht so aus, als wäre der Sturm schon durchgezogen und der Kat hätte ihn einigermaßen überstanden, jedoch die Besatzung “nur noch runter vom Schiff und an Land wollte”.


    Menschlich nachvollziehbar, jedoch in Bezug auf Materialschäden möglicherweise nicht die beste Lösung.


    Ich kenne jedoch den Zustand der Besatzung und Hinweise auf eine zweite Sturmfron nicht.

    Von daher will ich hier keine Steine werfen - ich hätte es möglicherweise genauso gemacht.


    Die Aussage, “dass das Ankern vor dem Strand der Besatzung des Katamarans das Leben gerettet hat”, kann ich jedoch nicht ganz unterschreiben.


    Ankern vor einem Strand ist aber deutlich besser, als Ankern vor Felsen - da bin ich dabei.

    Das setzt voraus, dass das Segel gleichmäßig sauber aufgerollt wird. Eine kleine lockere Wicklung und der Sturm findet eine Tasche, die er aufreißt. Und dann ist recht bald das Vorsegel in Fetzen. Wer ein weiteres Vorsegelfall hat, kann das nach dem Aufrollen in mehreren Windungen um die Segelwurst schlingen und dann gut sichern.

    Ein ordentlich aufgerolltes Vorsegel, eine gesicherte Reffleine und durchgesetzte Schoten - eventuell 1-2 Mal um das Segel gewickelt - sollten demnach reichen.


    Wäre jetzt interessant zu wissen, ob bei den gerissenen Segeln diese Regeln verletzt wurden.

    Das sind schon erschütternde Bilder.


    Was mich wundert ist die große Zahl zerrissener Vorsegel.


    Wie sichert Ihr die Roll-Vorsegel, wenn Sturm angesagt ist?


    Abschlagen?


    Die Roll-Anlage extra sichern, falls die Reffleine reißt?


    Ich würde sie komplett einrollen und die Schoten ein wenig durchsetzen, damit diese nicht schlagen und Kraftspitzen erzeugen.

    Es ist völlig Wumpe, ob es 0,2 s oder 6 sec sind. Wenn Du aus der Nebenstraße mit dem Auto kommst, wartest Du auch keine 6 s um hinter nem Auto auf der Hauptstraße zu passieren, sondern das geht dann wohl zügig. Wenn man noch im Rollen ist, durchaus mit weniger als ner Sekunde.

    Im Straßenverkehr wird eine TTC (Time to collision) von den meisten Fahrern

    - unter 3 Sekunden als knapp

    - unter 2 Sekunden als sehr knapp

    - unter 1 Sekunde als extrem knapp / panisch

    eingeschätzt.


    Außerdem sollte man immer die Wirkung auf andere Fahrzeugführer bedenken,

    Das machen übrigens auch die Gerichte so.

    Es gab mal den Fall wo mutmaßlich ein (vermutlich sehr erfahrener) Testfahrer eines großen Autoherstellers sich auf der Autobahn sehr schnell einem langsameren Fahrzeug genähert hat und der Fahrer diese Fahrzeugs hat das Lenkrad verrissen und in Folge die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Die Folge war ein tödlicher Unfall im Straßengraben.

    Da ging es dann vor Gericht um fahrlässige Tötung.


    Übertragen auf das Segeln: wenn Boris Herrmann in 30cm Abstand mit Malizia an einer Charteryacht vorbeisegeln würde, dann könnte er das wohl einschätzen. Wenn aber die Chartercrew vor Panik komplett ins Wasser springen würde, dann habe ich eine Vermutung, wenn die Staatsanwalt vor Gericht zitieren würde.


    Zum Glück würde BH so etwas nie machen.


    Ein Perspektivwechsel ist auch beim Segeln erlaubt…

    Ich dachte, Seemeilen müssen „glaubhaft nachgewiesen“ werden.


    Wenn ich mit SBF See Skipper wäre, würde ich mir die Meilen selber bestätigen und

    - bei eignem Boot ein Logbuch führen und Auszüge daraus vorlegen

    - bei gecharterten Schiffen das kleine Büchlein ausfüllen und am Ende vom Vercharterer einen Stempel reinmachen lassen.

    Wenn du die beiden Heckleinen (zumindest die luvseitige) übergeben hast und vorwärts eingekuppelt hast brauchst du das Bugstrahlruder eigentlich nicht bei deiner Bootsgröße. Hab vor zwei Wochen bei unserem Törn eher beobachtet, dass das Bugstrahlruder eher eingesetzt wurde, wenn das Anlegemanöver in die Hose gegangen ist.


    Insbesondere hilft es auch den Wind zu beachten bevor du in den Hafen fährst und ggf. rückwärts einzufahren.

    Vollkommen richtig.


    Allerdings wirkt die Existenz eines Bugstrahlruders als Plan B gerade für Anfänger und Gelegenheitssegler sehr beruhigend.


    Und ruhig gefahrene Manöver sind meist die besseren Manöver.


    Ach so: das Bugstrahlruder nutzt man eigentlich nur im Hafen.

    Die Frage mit den Mooringleinen habe ich mir allerdings noch nie gestellt.


    Viele Grüße und viel Spaß Euch


    Jens

    Ob es gelehrt wird, weiß ich nicht - man sollte es allerdings beherzigen - als Manöver des letzten Augenblicks. Es ist etwas ganz anderes, wenn ich meinem "Kontrahenten" signalisieren möchte, dass er vorbei kann - da "ziele" ich deutlich hinter ihn ... naja ... so deutlich, dass ich nicht zu viel Höhe verliere ... und versuche Blickkontakt herzustellen.


    Als, das FW Kreuzender, habe ich nie Vorfahrt gegenüber einem Schiff, welches im FW dem FW folgt. Bedingung - das FW ist auch als solches erkennbar - sprich deutlich betonnt und nicht nur in Form von 1..2 Bojen am Ufer erkennbar.


    Die Vorfahrtsregel ändert sich natürlich sofort, wenn mir jemand neben einem FW entgegen kommt - da gilt dann im Zweifel KVR und das Motorschiff muss ausweichen - sprich ich bin da knapp neben dem FW relativ sicher ...

    Danke, genau so sehe ich es auch.


    Bis auf „deutlich betonnt und nicht nur in Form von 1..2 Bojen am Ufer erkennbar.“ - da gibt es Fälle, wo das mit dem „deutlich“ sehr relativ ist.

    Sodann goldene Regel für alle Seiten: wenn es denn mal eng wird, dann immer am Heck. Nie knapp vor dem Bug eines anderen passieren wollen.

    Gruß
    Andreas


    Hierzu habe ich eine Frage: ich habe gelernt, dass man als Kurshalter (Fahrzeug mit Wegerecht?) immer in Kursrichtung des anderen Fahrzeuges ausweichen sollte (so, dass man quasi neben ihm herfährt) und eben nicht hinter seinem Heck durchgehen sollte. Hintergrund: falls das andere Fahrzeug doch noch ausweicht (hinter meinem Heck durch) - z.B. weil Jollen-Regatasegler, der sehr knapp vorbeifährt oder das Manöver eingeleitet wurde, aber erst mit zeitlicher Verzögerung für mich erkennbar - dann scheppert es so richtig.


    Wenn das andere Fahrzeug (bzw. dessen Schiffsführer) ebenfalls denkt Kurhalter/Wegerechtler zu sein und das selbe macht, dann fahren halte beide Schiffe voneinander weg und es passiert nichts - zumindest kein Crash.


    Wie seht Ihr diese Empfehlung - wird die noch gelehrt?


    Viele Grüße


    Jens

    Hallo Ali,


    herzlich willkommen im Forum und viel Spaß bei Eurem Törn.


    Zum Segeln in Kroatien kann ich leider nichts sagen.


    Vor ca. 40 Jahren - als es noch Jugoslawien hieß - war ich als Jugendlicher mal dort und habe vergeblich versucht, bei absoluter Flaute mit ein Surfbrett zu segeln.

    Es hat nicht funktioniert. :traurig1:


    Viele Grüße


    Jens

    Ein Haken können die auf Charterschiffen oft fehlenden Schrittgurte sein - bei schmalen Personen kann es im Sommerlook eh schon schwer werden, die Weste richtig anzupassen. Bei einer unserer Mitseglerinnen (über 18 Jahre) muss immer ca. 1 Meter Brustgurt noch festgetüddelt werden, damit der nicht als Rattenschwanz herabhängt. Und wenn die Weste ohne Schrittgurt zu weit ist, rutscht sie bis unter die Achseln (im besten Fall, im schlimmsten Fall sogar über den Kopf). Die aufgeblasenenen Teile der Weste vor der Nase sorgen dann für beschwertes Atmen.

    Daher finde ich eine Vorhersage schwierig.


    off-Topic: unbedingt den Kids erklären, was da passiert. Der Knall und das Kaltwerden am Hals kann Erschrecken, wenn man es nicht kennt.

    Fehlende Schrittgurte bei Automatikwesten habe ich bei noch keinem Vercharterer (in den letzten Jahren) erlebt.


    Ohne es zu wissen hätte ich erwartet, dass das inzwischen Standard ist.


    Mein Tipp an Marco: beim Vercharterer um zwei Kinderwesten bitten und an Bord probiert ihr, was passt. Nur weil wir (kostenfrei) eine Kinderweste bekommen haben, mussten wir keine Automatikweste abgeben.


    Die Kinderwesten könnt Ihr dann auch für SUP, Schlauchboot, … nehmen.


    Vorher die Kinder wiegen, dann könnt Ihr an Bord schauen (ggfs. Googlen), für welchen Gewichtsbereich die an Bord befindlichen Westen zugelassen sind und wie es von der Form her passt.


    Meine Vermutung: für 11 Jahre Automatik OK, für 9 Jahre grenzwertig.


    Viele Grüße


    Jens

    Bin Gestern beim Anlegen im Svendborger Hafen fast vom örtlichen Delfin "gerammt" worden, der tauchte gerade noch unter meinem Ruder durch kam hoch und zwinkerte mir zu bevor er wieder Richtung der Hafenausfahrt schwamm...


    Vermute mal der war bei Bendixens ne kleine Fischplatte schnabulieren....

    Er muss halt schauen, wer da in den Hafen will.


    Uns hat er auch begutachtet und dann reingelassen. :mosking:

    Inzwischen entwickelt der Thread ja eine Eigendynamik.


    An dieser Stelle einen ganz herzlichen Dank an alle für Eure Einschätzungen.


    Bezogen auf meine ursprüngliche Frage ist für mich alles geklärt.

    Mein Fazit lautet:

    1. In der westl. Ostsee gilt auch die Regel, dass Kommunikation meistens hilft. :thumb:
    2. Es gibt hier offenbar tatsächlich eine Häufung von Oberschlaumeiern, die nicht nur alles besser wissen, sondern für sich auch das Recht herausnehmen, sich nicht an Regeln zuhalten - was man von anderen aber einfordert. Hier sollte ich mir noch „Lasse Redn“ von den Ärzten auf die Playlist nehmen und über Außenlautsprecher spielen :tongue:  
    1. Die Sache mit dem Reservieren von Boxen (Schild auf rot drehen) geht gar nicht. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber manchmal müssen auch Selbstverständlichkeiten ausgesprochen werden.
    2. Das Päckchen anbieten ist gute Seemannschaft und sofern möglich zeigt/bietet man dies durch seeseitige Fender an. Wenn keine Fender raushängen kann das daran liegen, dass man nicht genügend Fender hat oder man hat es vergessen. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass man kein Päckchen anbieten will, hat man das falsche Revier gewählt. Dann darf man sich nicht wundern, wenn andere mit ihren eigenen Fendern rangehen. Es gibt noch den Fall, dass der Hafenmeister sagt, dass an dieser Stelle keine weiteren Boote ins Päckchen gehen sollen - schon selbst erlebt.
    3. Rote Boxen sind reserviert und damit tabu. Außer vielleicht in besonderen Situationen, aber dann muss vorher auf dem Trip schon einiges schief gelaufen sein (Skipper hat Durchfall + Crew durchnässt und unterkühlt + …). „Ich bin nach 21:00 angekommen“ ist definitiv keine Entschuldigung.

    Wie gesagt für mich habe ich jetzt Klarheiten und kann mit meinen Beobachtungen besser umgehen.


    Von mir aus kann der Thread geschlossen werden und über die Zahl der Fender pro Meter Schiffslänge x Mitsegler^2 + Schiffsbreite können wir eine neue Runde aufmachen.


    In diesem Sinne :Kaleun_Cheers:


    Viele Grüße


    Jens

    Moin,


    siehst Du, wenn Du selbst abgestimmt hast.


    Das Ergebnis würde ich aber nicht ernst nehmen; war wie gesagt eine Provokation, was wohl auch die Meisten erkannt und die Abstimmung boykottiert haben. Mir kam es eher auf die Reaktionen an.

    Danke


    Natürlich ins Päckchen, wofür hat man eigene Fender?

    Ganz klar ins Päckchen, sofern es irgendwie passt bzw. Passend gemacht werden kann.

    Volle Zustimmung.


    Die einzige Situation, in der ich an einen (nicht von mir reservierten) rot markierten Liegeplatz gehen würde, wäre wenn mit der Crew, ihrem aktuellen Zustand (inkl. meinem) , dem Wetter, dem Schiff, … eine Weiterfahrt in meinen Augen ein unverantwortliches Risiko darstellen würde.


    Ansonsten funktioniert das System nur, wenn es ein gewisses Grundvertrauen in die Ehrlichkeit aller Mitspieler gibt.


    Hoffen wir, dass die Zahl derjenigen, die meinen außerhalb der Spielregeln spielen zu dürfen - aufgrund welcher Persönlichkeitsstörung auch immer - so klein ist, dass sie am Ende das System nicht merkbar (zer-)stören.


    BTW: Wie kann man das (Zwischen-)Ergebnis der Umfrage einsehen?