Posts by Quintero

    Moin,


    außerhalb von irgendwelchen Hoheitsgewässern dürfte es keinen stören, auch ohne Angelschein zu Angeln.

    Dennoch würde ich einen einschlägigen Kurs empfehlen, damit man das handwerkliche lernt. Nicht das Prüfung -> Schein wäre mir da wichtig, sondern eher Lernen -> Erfolg haben.


    In den einzelnen Ländern (Küstengewässern) dürfte es große Unterschiede geben. Da hilft ein deutscher Angelschein eher nicht weiter.


    Außerdem würde ich mich nicht auf den Fangerfolg verlassen. Schließlich ist Veganer das indianische Wort für schlechter Jäger., wegduck .... :smiling_face:

    Moin,


    wenn man ganz sicher gehen möchte, es gibt Ärzte, die die Seediensttauglichkeit attestieren. Ich war bei einem im Bereich Wahrendorf. War sehr nett und kompetent, kann ich empfehlen. Tante Gugel hilft...

    Moin,


    wenn man wirklich so viel Zeit hat, sollte man auch über Bremerhaven nachdenken. Die Stadt hat sich in den letzten 20 Jahren oder so sehr positiv verändert.

    Liegen kann man im Neuen Hafen oder im Fischereihafen an diversen Möglichkeiten.


    In der Stadt gibt es viel Maritimes zu sehen:

    Schaufenster Fischereihafen, Auswandererhaus, Klimahaus, (Schifffahrtsmuseum, derzeit grottig, deswegen in Klammern), Hafenrundfahrt innen, Hafenrundfahrt außen (braucht man nicht, man ist ja da selbst längs gekommen), Hafenrundfahrt mit dem Bus, Einkaufsmöglichkeiten, Cafés, Fisch essen etc.

    Moin,


    ich denke wichtig bei der ganzen Sache ist, dass man die eigenen Antennen nicht abschaltet.

    Vor Waren an der Müritz liegt eine große Untiefe. Man kann die nördlich oder südlich umfahren. Ist bestens ausgetonnt. Trotzdem habe ich mal einen Segler gesehen, der da voll draufgebrackert ist. Wenn der eine Karte oder ein Tablet oder was auch immer genutzt hätte, wäre das nicht zu übersehen gewesen. Außerdem liegen die Tonnen da nicht. weil das Wasser- und Schifffahrtsamt zu viel Geld hat :smiling_face:


    Wenn man einheimisch ist, dann sollte man die Untiefe kennen. Ist man fremd, dann beschäftigt man sich erstmal ein wenig mit dem Gebiet. Chartert man ein Boot, so sollte der Vercharterer darauf hinweisen, dass da eine Untiefe ist.


    Alle Technik, auch die Papiertechnik und der Bleistift, sind nur Hilfsmittel. Gesunder Menschenverstand, Fingerspitzengefühl und auch Glück braucht's trotzdem. Ein Bleistift ist, je nach Maßstab, auch ein paar Meter dick. Das entspricht dem normalen GPS-Fehler.

    Moin,


    das wichtigste ist, dass man daran einen Lifebelt anbringt und auch wirklich nutzt. Dazu gehören Strecktaue an Bord. Als Einhandsegler in der Nordsee bin ich da sehr vorsichtig. Für mich auch immer den maximalen Auftrieb. Das mag binnen völlig anders sein.

    Moin,


    so genau weiß ich nicht, welchen Paralleltrööt Du meinst, aber wahrscheinlich den, wo es um Seekarten ./. Plotter geht.


    Zum Thema Technikgläubigkeit habe ich eine Anekdote:

    Ich war Navigator auf einem Versorgungsschiff der Bundesmarine. Der zweite Offizier, ein Oberleutnant saß auf einem bequemen Sessel am Radargerät, direkt neben mir. Ich navigierte mit dem Decca Mark 21 auf einer papiernen Seekarte. Plotter gab es noch nicht, GPS war so teuer, dass das Gerät bei uns nach einer Reise nach Übersee (leider vor meiner Zeit) wieder ausgebaut wurde, um das nächste Schiff damit auszurüsten.

    Wir waren in norwegischen Gewässern auf einem Südkurs und mussten nach Steuerbord abbiegen, um in die Nordsee zu gelangen. Ich gab die entsprechende Kursempfehlung und der Offizier reagierte nicht. Er starrte nur auf das Radar. Ich wiederholte meine Empfehlung und er antwortete, er müsse da noch einem anderen Schiff ausweichen.

    Da wir nur Bullaugen in der Brücke hatten und die dank der Einbauten die Sicht nach vorn sehr eingeschränkt war (wer baut sowas?), ging ich in die Nock und schaute einfach mal so über die Kante. Wir wichen einer kleinen Schäre aus...


    Also, auch damals gab es schon Opfer der modernen Technik.

    Moin,



    vor vielen Jahren, ich glaube es war 2002 oder 2003 war ich am Geirangerfjord und hatte mein Faltboot dabei. Ich bin an einem Tag von Geiranger bis zum Anfang des Fjords gepaddelt und natürlich auch zurück.


    Unterwegs traf ich eine ziemlich große Segelyacht (oder Motorsegler oder sowas ähnliches), die trieb einfach so im Fjord rum. Der Skipper, ein Local erzählte mir, dass er kanadische Gäste hätte, die er zu einer Stelle gefahren hatte, von wo man eine steile Treppe hochgehen kann. Dort oben befindet sich ein einsamer Berghof, der aber aufgegeben ist. Er empfahl mir, den Weg zu machen, was ich auch tat. Da ergab sich ein Blick, den der Normaltourist so nicht erlebt. Der Hof war, wenn man reinkommt auf Steuerbordseite. Da man dort nirgends ankern und wahrscheinlich auch nicht fest machen kann, könnte ein Teil der Crew mit dem Schlauchboot an Land fahren. Das Schlauchi kann da aber auf den Steinen abgelegt, bzw. festgemacht werden. Vielleicht bekommen wir ja mal Feedback, ob jemand dort war.


    Am Anfang des Fjords befindet sich ein solcher Hof an Backbordseite. Von dort kam ein offenes Motorboot und der Typ lud mich auf den Hof ein. Allerdings fuhr er in die falsche Richtung, aber seine Schwester und Mutter seien zuhause. Die sollte ich mal besuchen. Das hatte ich dann aber nicht getan. Vielleicht suchte der ja einen Mann für seine hässliche Schwester und auf einem einsamen Hof ist die Auswahl eher begrenzt. Vielleicht war die aber auch hübsch? Ich werde es nicht mehr herausfinden.

    Moin,


    monstermäßig beliebt ist im Caledonian Canal das Loch Ness. Falls ihr dort ankern wollt, bitte beachten. Das Loch Ness ist wie eine Badewanne. Es hat sehr steile Wände. Vor dem Urquhart Castle gibt es eine kleine Bucht. Dort wollten wir ankern. Ich stand am Ruder und hatte auf dem Echolot 9,8 m Wassertiefe und vorne saßen wir auf Grund...

    Okay, wir kamen schnell wieder frei. Aber dennoch aufpassen :smiling_face:

    Das war übrigens in der Bucht vor dem Urquhart Castle. Wir legten uns dann zwischen eine dort befindliche Mooringtonne und unseren Anker. Das war dann sehr kommod.

    Moin,


    ich stelle mir das so vor. Oma und Opa Kasupke steigen irgendwo auf der Welt auf einen Kreuzer, der vielleicht nach einer Oper benannt ist oder einfach nur durchnummeriert wird. Da sitzen die dann im großen Saal und der Reiseleiter oder Hotelchef oder wie immer der heißt begrüßt alle. Der sagt dann, wie man was zu essen bekommt und wo es die Getränke gibt. Die Stewards und Stewardessen wuseln herum, der Leitende Ingenieur wird vorgestellt und dann sagt der Typ, einen Kapitän und die drei nautischen Offiziere haben wir nicht mehr an Bord. Diese vier Leute wurden eingespart. Es gibt also nur noch 1.496 Leute Crew, nicht mehr 1.500 wie früher.

    Und dann fährt der Dampfer los...


    Schiffe fahren bereits heute auf den Ozeanen weitestgehend automatisch. Ausgang Kanal könnte man die Crew von Bord holen und kurz vor der Karibik wieder draufsetzen. Ich glaube nicht, dass viel befahrene Gewässer wie der Englische Kanal oder überhaupt die Nordsee oder auch die Karibik wirklich ohne Personal befahren werden.

    Selbst die gleisgebundene Eisenbahn sucht händeringend Lokführer... Da geht auch noch nicht alles automatisch.


    Außerdem sind die Systeme in der Maschine so komplex, dass da immer Leute da sein müssen, die mal was reparieren. Was durchaus sein könnte ist, dass die Sensorik so weiterentwickelt wird, dass wie bei Boris an Bord der "Alte" geweckt wird, wenn was in Sicht kommt. Ansonsten ist keiner mehr auf der Brücke. Die Leute reparieren, bis das Smartphone piept, dann wird das nautische Problem gelöst und dann wird weiter geschraubt oder sich wieder schlafen gelegt.


    Also eine weitere Minimierung der Besatzungen mag durchaus möglich sein (da sehe ich aber eine Ausnahme bei den Pax-Dampfern). Aber ganz ohne Crew glaube ich nur in Ausnahmefällen dran.