Posts by Ralf C. Kohlrausch

    Hi,


    the current in the river Rhine averages about four knots and can be higher depending on the waterlevels. Assuming a hullspeed of six knots for your catamaran your speed over ground will max out at two knots. Given that many engine and gearbox manufacturers only allow for a continued max speed of 80 percent of wide open throttle that will reduce your cruising speed to 4,8 knots through water and 0,8 (zero decimal eight) knots over ground, giving you the wot option for areas of faster current.


    Commercial vessels usually have a much longer waterlinelength resulting in a higer hullspeed (therefore towing could be dangerous). And motorboats can come onto a plane.


    It can and has been done, but an acquaintance of mine reported averaging one knot over ground.


    HTH

    Greets

    Ralf C.

    Wieso "jetzt"? Was war vorher, als der Lappen noch grau war?

    Das ist ein paar mal hin und her gegangen, vorüber gehend wurde beim Umschreiben tatsächlich auf aktuelle Regelungen eingeschränkt. Dann wurde die Einschränkung wieder aufgehoben. Und schließlich kam - vor inzwischen auch wieder etlichen Jahren - die Möglichkeit dazu, Anhänger zu ziehen, die das zulässige Gesamtgewicht der Zugmaschine überschreiten. Irgendwo in der EU muss es das gebeben haben, für uns Deutsche war es neu und wurde im Rahmen der Vereinheitlichungen eingeführt. Muss aber explizit beantragt werden. Da wir uns nun so ganz langsam dem Alter nähern, in dem Wohnmobil mit Traileryacht eine Option hätte sein können haben wir das eintragen lassen. Dass wir uns überhaupt mit dem Thema beschäftigt haben lag an den Briten. Weil die nach dem Brexit nicht sagen konnten, was für einen Führerschein sie von Touristen verlangen haben wir alle Register gezogen. Und sind dann nie wieder hin gefahren :winking_face:


    Gruß

    Ralf C.

    Soweit ich weiss werden aber in die Neuen auch nur die Berechtigungen eingetragen, die dem des Originalen entsprachen. Mir wurde dabei das Recht genommen landwirtschaftliche Fahrzeuge zu fahren. Man hätte es nur eintragen lassen können, wenn man einen tatsächlichen Bedarf nachweist. Da ich aktuell über keinen Bauernhof verfüge konnte ich den Nachweis nicht erbringen. In meinem jetzigen Leben tangiert mich das zwar nicht, aber falls ich auf die alten Tage aufs Land zu ziehen möchte wäre es schon sehr ärgerlich, wenn man das dann nicht mehr dürfte, obwohl man mal das Recht erworben hatte.

    Bei mir sind die Landmaschinen noch drin.

    An Land und auf dem Wasser.


    Ob das "Super" ist, wenn das harmonisiert wird, halte ich in Anbetracht der bisherigen Erfahrungen damit für fragwürdig. Im besten Fall ändert sich nichts, im schlechteren nichts zum Guten, aber am Ende ist es einheitlich.

    Naja, Besitzer des alten grauen Lappen dürfen mit ihrem früheren Dreier jetzt beachtliche Fahrzeuge bewegen. Gelernt auf VW Polo reicht der alte Pkw-Schein dank EU-Vereinheitlichung für 18 Meter lange 18 Tonnen Züge.


    Gruß Ralf C.

    *welche weiß ich nicht aus den Kopf. Irgendwelche Seen im Berliner Umland?

    Mehr im Berliner Binnenland. Brandenburg verfolgt eine touristenfreundliche Fahr-möglichst-nirgendwo-gegen-Politik und verzichtet auf Scheine, Berlin will ab (gelockert auf) 6,5 Quadratmetern Segelfläche einen SBF-Segel sehen.


    Gruß Ralf C.


    Meine Erinnerungen an Porter & Haylett setzen bei Emma´s großer Schwester, der Grampian 37 ein:

    Die optischen Qualitäten der 37 waren schon ganz gut, hatte sie doch den damals angesagten "Swan-Look" mit Flushdeck und blauen Streifen. Es fehlte im Vergleich zur Finnin (oder wenigsten Noray) leider so das letzte bischen "Rassigkeit",

    Die Yacht hatte die 37 nach einem Test bei einer englischen Bootsmesse öffentlich als seglerisch und optisch langweilig bezeichnet. Wie sich das für ein anzeigenabhängiges Blatt gehört hatten sie etwas diplomatischer formuliert. Die Segeleigenschaften seien ausgewogen, Extremes weder im Positiven noch im Negativen zu spüren gewesen. Der Rumpf wirke plump, wenn ich das aus dem Kopf sinngemäß zitieren darf. Gegen den plumpen Rumpf empfahl die Yacht einen breiten dekorativen Längsstreifen.


    Im Yachtarchiv finden sich wahlweise hinter einer Paywall oder einer Cookie- und Trackerorgie Vorstellungen der Grampian 34 und 37.


    Der Neupreis für eine Grampian 34 wird in der redaktionellen Vorstellung in Heft 20/78 mit circa 110.000 DM angegeben und liegt damit nur unwesentlich über dem einer Hallberg Rassy Rasmus 35, die in Heft 12/76 nach Kiel importiert, verzollt, aufgeriggt inklusive Mehrwertsteuer mit 106.300 DM angegeben wird. Dafür brachte die Rassy dann einen doppelt so starke Motor, eine zweite Kabine und eine feste Windschutzscheibe mit.


    Das könnte mit erklären, warum heute fast jeder Segler Hallberg Rassy kennt und fast keiner Grampian. Billiglohnländer waren ja beides nicht.


    Gruß

    Ralf C.

    Der Kauf ist jetzt im Durchschnitt ein Jahr her. Unterschrift im Januar, erfolgreiche Probefahrt und Eigentumsübergang Anfang Juni. Gesucht haben wir zwei, drei Tage bei Ebay-Kleinanzeigen und Boat24.com. Bewusst war uns überhaupt nix. Wir haben beide praktisch keine maritime Vorbelastung. Wir sind vor Jahrzehnten ein paar Jahre getaucht, ich bin ein paar Jahre Drachenboot gefahren, wir paddeln ein Faltboot. Das ist alles. Die nötigen Führerscheine haben wir erst nach dem Kauf gemacht.


    Das erste Mal eine Yacht betreten haben wir bei der Besichtigung von Emma im Winterlager. Das Budget, als wir uns darauf verständigt hatten, war kein Problem. Als problematisch empfinde ich jedoch die Bootsgröße, die man dafür bekommt :winking_face: Den Prozess der Verständigung werde ich aber noch einmal ausführlicher darstellen. Den hätten Politiker und Gewerkschafter wohl als konstruktiv beschrieben und der eine oder andere Lokführer- oder Pilotengewerkschafter hätte noch etwas lernen können.


    Der Liegeplatz war kein Problem. Wir haben überhaupt nur Boote in Erwägung gezogen, die einen Liegeplatz mitbringen. Ein Boot ohne Liegeplatz hätten wir unpraktisch gefunden. Gespräche mit anderen Neubesitzern bestätigen unsere Viorgehensweise. Da sind Not und Verzweiflung bei den Eignern ebenso groß wie die Wartelisten bei den Häfen. Suchradius war für uns die bequeme Anreise von Berlin aus. Soweit mit dem Auto haben wir die östiiche deutsche Ostsee in Erwägung gezogen. Nördliche Ostsee, Nordsee, Dänemark und Holland waren für uns zu weit weg. Ich hätte auch Mittelmeer in Erwägung gezogen, meine Frau nicht.


    Punkt zwei und drei: Wir wussten, dass wir nichts wissen. Darum wollten wir nicht gesagt bekommen, dass etwas kein Problem sei, sondern vorgeführt bekommen, dass es kein Problem gibt. Deshalb hat das dann auch noch etwas gedauert, mit der Übernahme, weil doch noch ein paar Sachen professionell in Ordnung gebracht werden mussten. Wir haben uns nur ein Boot angesehen, nämlich Emma.


    Gruß

    Ralf C.

    Danke, als Gedankenanstoss reicht das schon. Originelle Lösung!

    Es regnet rein, aber extremst wenig. Ich hatte dies für problematisch gehalten und bin angenehmst überrascht. Je nach Stellung und Windrichtung drückt es frische Luft hinein oder saugt die Binnenlauft aus dem Boot. In der Praxis ignorieren wir das Ding einfach, funktioniert ja.


    Gruß

    Ralf C.

    Herzlichen Glückwunsch zur betagten und charmanten Dame. Sie scheint für ihr Alter wirklich top im Schuss zu sein. 🍀👏

    Danke, aber auch Emma war nicht der große Glücksfall sondern ist ein altersgemäß verbasteltes Boot. Unsere Kriterien waren damals:

    1. Schwimmt ohne voll zu laufen.

    2. Lässt sich unter Maschine und Segel fahren.

    3. Lässt sich steuern.

    4. Bringt einen Liegeplatz mit.

    5. Passt ins Budget.


    Das war schwierig genug.

    Wir haben das Boot inzwischen einmal auf links gezogen und geputzt, und dies ist der Zwischenstand.

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    Emma hat niedrige Seitenwände und einen relativ hohen und breiten Decksaufbau, was innen eine Stehhöhe von rund 1,95 Metern in Kombüse und Salon ergibt, außen aber kein brauchbares Laufdeck. Es sind Stufen in den Aufbau eingeformt, so dass man bequem direkt über das Dach laufen kann. Zwei Dachluken, acht Seitenfenster und zwei (bei Emma nachgerüstete) zu öffnende Achterfensterchen lassen, zusammen mit dem hellen Holzausbau das Interieur hell und freundlich erscheinen.


    Staufächer, Schotten und Backskisten sind einlaminiert. Die Rumpf-Deckverbindung ist von innen überlaminiert. Gegen Kondenswasser ist das Boot innen ausgeflockt. Konstruktive Besonderheit: Die Püttingeisen sind auf ein Rohr geschweißt, das lang unter dem Deck verläuft und ebenfalls überlaminiert und beflockt ist.Da haben schon einige Kaufinteressenten lange gesucht.

    Emma ist eine 34-Fuß-GFK Segelyacht, entworfen 1974, und unterscheidet sich nicht groß von anderen Booten dieser Zeit oder dieses Entwurfs. Sie ist mit 3,05 Metern (10 Fuß) etwa 30 Zentimeter schmaler als heutige VdS 34er und hat, anders als die meisten Zeitgenossen, die Hundekoje nicht sargartig unter dem Cockpit sondern als Pullmann-Bett vor dem Niedergang.


    Kleines Späßle der Designer: Die Kanadier haben die Achterkoje an backbord verbaut und eine Längskombüse an Steuerbord. Der Naviplatz ergibt sich, wenn man die Motorabdeckung umklappt über die Achterkoje. Die Engländer haben eine „richtige“ Navi-Ecke an backbord verbaut, eine kleine L-Kombüse davor und die Achterkoje an steuerbord. Aber die fahren ja auch auf der anderen Straßenseite. Wer in England auf den Navi-Tisch verzichtet bekommt eine größere Küche mit genug Arbeitsfläche, dass zwei Leute gemeinsam kochen können.


    Das übrige Layout ist klassisch: V-Koje vorn, kann mit Matratzeneinsatz zum Dreiecksbett aufgefüllt werden. Unter dem V-Ausschnitt ist bei Emma ein Abwassertank nachgerüstet worden. Die Front-Kajüte ist groß genug, dass dann immer noch ein bisschen Fußraum bleibt, um einzutreten und die Tür hinter sich zuzumachen. Eine Dachluke, eine Leselampe, zwei Seitenregale, ein Schrank und in der äußersten Bugspitze ein Gepäckfach vervollkommnen die Ausstattung. Im Zuge der Modernisierungen hat Emma jetzt eine diagonal zugeschnittene Matratze bekommen so dass sich ein großzügiger Schlafplatz und ein nutzloser Zipfel ergeben, außerdem hat die Kabine eine 230 Volt-Steckdose, 12 Volt und USB. Unter dem V befindet sich ein Wassertank mit etwa 240 Litern Fassungsvermögen.


    Im Flur befindet sich an Steuerbord ein Hängeschrank, backbord zweigt das Badezimmer ab, Format Gäste-WC. Klo und Waschbecken sind fest montiert und müssen nicht erst auseinander gefaltet oder aufgeklappt werden. Die Ausstattung mit einer Dusche war möglich, der Fußbodenablauf für eine Absaugpumpe ist werksseitig verbaut. Als Dusche wäre es dann aber seeehr eng. Wandspiegel über dem Waschbecken und seitliche Wandschränke vervollkommnen die Einrichtung. Das Bad hat ein Fenster, das sich nicht öffnen lässt und einen Ufo-Lüfter in der Decke, der bei Emma durch eine DIY-Doradelüfter aus Abwasserrohr ersetzt wurde. Das ist sehr effektiv. Das Bad hat eine eigene Tür und stellt somit einen abgeschlossenen neutralen Raum zwischen den Schlafplätzen dar. Die Handpumpe des WC lässt sich leise genug betätigen, um die anderen Schlafenden nicht zu wecken.


    Im Salon finden sich eine U-förmige Sitzgruppe mit zum Doppelbett absenkbaren Tisch an backbord. Unter den Sofas geräumige Staufächer, über den Lehnen geschlossene und offene Schapps. An Steuerbord eine Leekoje. (Woher die beim Bauen schon wussten, wo später mal lee sein wird....)


    Vor dem Niedergang nun die Küche mit Kommode statt Navitisch, Besteckschubladen über dem Motor, Waschbecken zur Bootsmitte und auf der gegenüberliegenden Seite das schmale, aber lange Achterbett. Über den Arbeits- und Liegeflächen Regale und Schapps.


    Der Motor ist relativ weit vorn eingebaut, die Motorabdeckung lässt sich fast komplett weg nehmen, er treibt über eine Welle dem Propeller an. Üblich waren Motorisierungen zwischen 25 und 30 PS. In Kanada gab es die Wahl zwischen Benzinmotor (Atomic 4) und Diesel, in England die Wahl zwischen verschiedenen Volvo-Pentas.


    Im Cockpit finden sich je zwei Sitzplätze links und rechts, zwei weitere Personen können auf der Steuerbank Platz finden, sind dann aber durch Steuerrad und Traveller von den anderen getrennt. Sechs Plätze waren in der Hersteller-Literatur angegeben, mit vier Personen wird es meines Erachtens ausreichend kuschelig. Unter den Sitzen Staufächer. Vorn rechts unter den Sitzen der abgetrennte Gasflaschenschrank mit Abfluss nach außen und genug Platz für 5-Kilogramm-Propangasflaschen. Vorn links der Dieseltank mit etwa 100 Litern Fassungsvermögen. Auf Edelstahl hat der Hersteller eben so verzichtet wie auf Inspektionsluken oder Füllstandsanzeigen. Eine Inspektionsluke ist bei Emma nachgerüstet.


    Von der Steuerbank aus kann man nicht gut nach vorn schauen und zwischen Bank und Steuerrad ist für Wikingerbäuche nicht genug Platz. Wer im Stehen neben dem Steuerrad fahren will hat die Winschen im Hintern. Eine ergonomische Katastrophe, der Steuerstand. Ich bin oft auf der Steuerbank stehend gefahren. Bis wir ein anscheinend nutzlos im Weg liegendes Brett fanden, das genau zwischen die Winschen und Klampen passt und eine erhöhte Steuerbank ergibt. Jetzt sitzt man bequem und sieht ausgezeichnet. Man sitzt im Cockpit recht tief und hat dann einen hohen Seitenaufbau im Rücken und einen durchgehenden Heckkorb, so dass sich auch für Segelanfänger ein sicheres Gefühl ergibt.