Posts by frank_x

    Meine Kühlbox ist aus Plaste ... hilft wohl eher nicht ...


    Im Ernst - wir haben einen gut geerdeten Mast mit extrem viel Fläche im Wasser. Eine direkte Zerstörung des Rumpfes ist dadurch schon mal weitestgehend verhindert. Und die Gefahr für die Zerstörung elektron. Geräte die fest eingebaut sind, lässt sich praktisch kaum verhindern.


    Und dann - denke ich immer an die Wahscheinlichkeit - selbst in Häfen mit extrem vielen Masten schlagen Blitze nicht oft in Yachten ein. Allerdings ... ist die Gefahr von Spannungsspitzen über die Stegverkabelung wohl etwas höher. Deshalb ist unser Schiff nur selten am Landstrom - reduziert auch galvanische Korrosion - wir haben ja einen Alu-Kielschacht ...

    Wir hatten das 2014 (auf dem Mini) und 2017(mit der Rommel) während Rund-Bornholm erlebt. Insbesondere beim ersten Mal war es

    1. sehr lang, da wir in Längsrichtung der Front segelten
    2. sehr finster, da irgendwann mitten in der Nacht
    3. echt schaurig, wenn man praktisch nur noch Blitze sieht und der Wind zwischen 4 und 40kn pendelt ...

    Das 2014er Gewitter hatte uns dann auch irgendwie den Stecker gezogen und wir brauchten Stunden um wieder richtig an die Regatta zu denken => 2. Platz statt Sieg


    Was tut man - nun, wenn man sein Boot sehr gut kennt und schnell reffen kann - einfach weiter fahren und bei Bedarf reffen. Wenn die Walze (2014) so aussieht - dann sollte man wohl die großen Vorwindsegel schon mal wegpacken ...


    Die Gefahr, dass der Blitz in's Boot einschlägt - nunja ... ist sicher vorhanden. Aber sie liegt auch nicht bei 100% - wohl noch nicht mal bei 1% und so sorge ich nur dafür, dass ein Einschlag keine katastrophalen Folgen hat ( geerdeter Mast /Finger weg von Riggteilen )

    War im November vor einigen Jahren. Wir hingen noch eine ganze Weile (über 1 Stunde) an mehreren Ankern, bis diese abgerissen waren. Danach war es vollkommen chancenlos das Boot noch aufzuhalten. Nach etwa einer weiteren Stunde war der Kiel losgeschlagen (Wassereinbruch). Unter Deck fühlte es sich dennoch sicherer an, als an Deck. Die See ging allerdings nicht hoch her. Das waren erträgliche Schläge, vielleicht 1m Wellengang. Ich glaube schon, dass man einige Zeit hat, aber dann aktiv eine Entscheidung treffen muss.

    1m Seegang - mehrere Anker abgerissen - das verstehe ich nicht so ganz. Hattet Ihr da Orkan oder habt Ihr die Anker mit dünnen Leinen festgemacht oder ? Also wenn man bei 3..5..10m Wassertiefe ankert, dann sollte bei 1m Seegang keine Ankerleine/kette "abreißen" sondern höchstens slippen. Oder wart Ihr zum Zeitpunkt des "Ankerns" bereits auf Grund ? Bei 1m würde ich spätestens wenn der Kiel ab ist in die Insel steigen und mich in Richtung Land treiben lassen - wenn man nicht ( der Kiel ist ja schon ab ) gleich an Land waten kann ...

    Begeistert bin ich von der Luke ohnehin nicht.

    Bei mittlerem Regen wird's nass.

    So eine flatternde Persenning darüber finde ich auch nicht toll.

    Das sollte eigentlich nicht sein. Wir haben die in rund auf dem Vorschiff, wo wirklich viel Wasser drüber kommt und die Luke ist dicht. Allerdings ... schon kleinste Abweichungen von einer planen Oberfläche im GFK werden durch die Dichtung nicht mehr abgedichtet - wir haben uns dann dazu entschlossen, die Dichtung an einer Stelle etwas "per Silikon aufzupumpen" , weil da mit der Ersatzdichtung 2mm Abweichung war ...

    Ach Du Schreck - das Ganze hängt ja mächtig von der Form der Legerwallküste ab - Wenn die vorrangig aus Felsen besteht, würde ich da nur ungern drauflaufen - also Anker raus - Treibanker etc. und so langsam und kontrolliert wie nur irgendmöglich da drauf driften - wenn überhaupt ...


    Anders sieht es vlt. bei Sandstränden aus aber ... da mit Schmackes auf die Buhnenreihe draufrauschen, die man ja nicht oder erst sehr spät sieht ... ist auch nicht so ganz das Wahre - also auch hier - Anker raus und stark bremsen, wobei es möglicherweise besser ist, den Anker über das Heck auszubringen um nicht zuerst mit dem Ruder aufzusetzen.


    Das Beste ist allerdings - never-ever by Legerwall dem Land zu nahe kommen, wenn man nicht so genau weiß, was einen da erwartet - da kann dann auch der rettende Hafen keine Rettung sein.

    Und die Pure 42er ist auch wirklich schnell - hatten wir in der Baltic500 erlebt. Wer genügend Geld hat und ein schnelles Expeditions-Schiff sucht ...

    Weste tragen beginnt bei uns mit dem ablegen und endet mit dem anlegen - immer, auch bei motoren in der Flaute.

    Stimmt - da warst Du um Klassen konsequenter als ich. Aber die gut nutzbaren Strecktaue gehören dann auch dazu.


    Zur Messerfraktion - ich weiß nicht, ob das so zielführend ist, da im Stress mit dem Messer. Besser in meinen Augen - Markieren ( Boje + MOB-Position auf dem Plotter + am besten AIS).


    Wenn man allein ist, dann ist der Kopf des MOB in wenigen Sekunden im Wellengang nicht mehr sichtbar. Wenn man also sowieso nicht stehen bleiben und ständig schauen kann, dann braucht man Zeit und dafür gibt es die Hilfsmittel. Wenn man die nutzt, dann hat man auch die Zeit für ein ordentliches Manöver.


    Ach ja - die AIS-Dinger sollten sich selbst aktivieren. Meine tun das - jedenfalls, wenn der Wartungsdienst die richtig in die Westen montiert hat.

    Eben mal schnell von Platz 6 auf Platz 3 vorgeflogen - während die anderen 3 um die 10-12kn fuhren flogen Caroline und Benoit mal schnell mit 20kn vorbei - irrre ! Rückstand jetzt keine 6sm mehr - nach ursprünglich 60sm.


    Die Windpfeile auf dem Bild sollte man ignorieren - der Wind kam eher aus Süd als aus West, was man auch am Kurs der Führenden sieht, die noch nicht mal die Tonne anliegen konnten.

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    Einen Spi würde ich unter 3 Leuten nicht setzen, wenn einer reinfällt, müssen 2 das Ding bergen.

    Wie machen das nur all die Leute, die solo unterwegs sind ? Ich fahre meine Spis auch bei (normal) viel Wind allein - also symmetrisch bis etwa 25kn und asymm. auch über 30kn.

    Ich hatte das ja letztes Jahr mal in 2 Trainings mit 2 Aspiranten im Solo-Mode geübt - das hatte schon Spaß gemacht - mir und ihnen auch.


    Nur ... man sollte sich bewusst sein, dass so ein Schiff mit Spi auch echt schnell weg ist - deshalb Fahrt raus : Spischot auf, tiefer Kurs und das Ding weht nach vorn aus ( wenn man noch nicht ganz platt fährt ) bzw. ist drucklos und klar zum Bergen hinterm Groß oder ... wickelt sich gerade um das Vorstag ... Naja ... im Falle eines "Crash-Drops" sollte man schnell genug sein, dies zu verhindern

    Hmh- ist alles nicht so einfach und auch von der Segelgröße sowie dem Setup abhängig.


    Schot auf (aber Tack oder Achterholer fest) und mit Maschine gegen den Wind schrottet möglicherweise/wahrscheinlich den Spi, da der nun wild hin- und herflattert. Könnte aber eine Möglichkeit bei sehr wenig Wind sein und wenn man dann einen guten AP hat sowie einen Bergeschlauch, dann bekommt man den Spi auf der Fahrt zum MOB vlt. sogar unter Kontrolle ( Schlauch reicht ja ) bevor er ganz hin ist.


    Bei mehr Wind und insbesondere größeren Segeln wird das dann zunehmend schwieriger. Deshalb - Fahrt raus - sprich tief halten und sofort die Spischot auf. Da sollte danach statt 8kn nur noch 4kn sein. Ich brauche für ein Bergemanöver auch keine 400m sondern - ohne FuckUp höchstens 100m. Wenn die MOB-Position markiert ist, komme ich da genau auch wieder hin und mit dem Spi unter Deck habe ich auch relativ gute Bedingungen. Aber ... wenn der MOB abgetrieben ist ... spätestens dann ist MayDay dran.


    Ich war noch nie in der Situation jemanden retten zu müssen und hoffe, dass dies auch nie passieren wird. Deshalb beäuge ich meine Mitsegler(innen) immer sehr genau und leine sie zur Not persönlich an, wenn sie es vergessen oder dazu nicht mehr in der Lage sind. Wer bei mehr als 500m...1km Entfernung zum Land im tiefen Wasser ist, ist so gut wie tot - egal was für tolle Manöver oder Hilfsmittel man an Bord hat.


    Hatte ich schon geschrieben, dass die Markierungsboje als erstes raus fliegt ...

    Leute - wie ich schon schrieb. Wenn ich mit Familiencrew - also eigentlich fast immer, wenn ich nicht allein bin - unterwegs bin, fahre ich im Solo-Mode, sprich ich darf nicht über Bord gehen.

    Und ja - auch ich komme aus dem Cockpit direkt an die Funke ran und meine Frau findet den DSC-Knopf. Dass sie mich an Bord nehmen kann ... glaube ich eher nicht ... Deshalb Solo-Mode ...

    Da bin ich beim Quallenschubser - Funk erst nach oder während der Anfahrt zum MOB.

    Wir sollten aber nicht vergessen, dass bei Paarcrews das ganze etwas anders abläuft, wenn die/der verbleibende Segler/in kein Manöver alleine fahren kann.

    Meine Liebste soll dann alles loswerfen und auf den DSC Knopf drücken und wenn sie es schafft, den Spi loszuwerden unter Maschine langsam zurück kommen .

    Praktisch fahre ich dann auch mit ihr im Solomode

    Wichtig erscheint mir, MOB Position merken, Fahrt raus- also Schot auf, tiefer Kurs und Spi runter. Deshalb immer : Fall und Tack sind klar zum Bergen.

    Dann im Solomode hilft es, wenn POB als AIs Ziel sichtbar ist und bleibt.


    Der Rest ist Standard