Posts by Seelebaumelnlassen

    Bei aller Sympathie, aber: Definiere Defätismus ... :verstecken:

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    Ist ja nie unbedingt repräsentativ was ein jeder so in seinem Umfeld erlebt, aber ... also ich kenne aus -zig-facher Anschauung alternde Segler die ihr Boot einfach behalten und nur dann anders nutzen als zuvor. Das Problem dabei ist, dass der beste Zeitpunkt zum Verkauf verpasst wird und Wartung/Reparatur immer mehr hinausgeschoben. Verstehen kann ich es trotzdem. Es hängen Erinnerungen dran, es geht um Emotionales. Dass zudem die Boote schliesslich weniger genutzt oft lange in den Festmachern traurig vor sich hinschaukeln gibt kein gutes Bild ab und lässt Aspiranten auf Liegeplätze schon manches Mal schief gucken. Auch dies eine nicht Emotions-freie Angelegenheit. Ich habe schon erlebt, dass mich alternde Clubkameraden fragten was ich denn so täte an ihrer Stelle. Mal ging es um downsizing (eher selten upsizing), mal um den Verkaufspreis versus verschenken (Ja, tatsächlich verschenken). Und dann gibt es aber auch die räumlich und vom Herzen her engen Familienbanden, wobei die nächste Generation das Boot übernimmt oder zumindest nutzt. Aber, Ja, beim darüber nachdenken: In meinem Umfeld wird im Alter mehr downsizing betrieben. Handlichkeit und Übersichtlichkeit, nicht zu viel Scherereien mit der Technik. Ich kann's verstehen.

    Manch einen findet auch das Segeln ohne dass er danach suchte. Bei mir so. Als Kind einen Ferienkurs absolviert (der Sommerurlaub fiel aus und es musste irgendein Ersatz her), dann nach Jollensegeln in der Kindheit längere Pause ab Pubertät, im Studium zufällig auf einen Kommilitonen mit Segelbegeisterung und Boot der Eltern getroffen, dann bei der ersten Arbeitsstelle einen segelbegeisterten Chef gehabt der mich nach kurzer Zeit in seine Eignergemeinschaft holte. Und dann verselbständigte sich das Ganze über weitere Kontakte, Freundschaften, See-Törns, Vereine, Nachfragen wegen Bootsüberführungen. Aktiv danach gesucht habe ich eigentlich nie (und bin daher ein schlechter Ratgeber für das Thema des TO). Wäre ich in eine Fußball-Familie hineingeboren dann wäre es wahrscheinlich anders gelaufen.

    Wie oft taucht der Luv-seitige Rumpf beim Tri aus dem Wasser auf? Oft.

    Verteilt man dieses Auftauchen in Luv und das konsekutive tiefere Eintauchen in Lee auf noch mehr Rümpfe, dann sinkt (bei gleichem Gesamtvolumen der Rümpfe) ggü Tri beim "Quat" das Volumen der Einzelrümpfe und damit vor allem auch des Lee-Rumpfes, der dann anfälliger für ein Unterschneiden sein sollte. Stelle ich mir so vor.

    Die relative Einfachheit der Anklapp-Mechanismen beiderseits des mittigen Rumpfes (zur Verschmälerung für Häfen, Boxen, Transport) dürfte komplizierteren Mechanismen weichen.

    Ausserdem kann ich einen Geschwindigkeits-Vorteil nicht erkennen - bin da aber ahnungslos und gerade auch denk-gehemmt durch die Assoziation von Ponton-Brücken.

    Ja. Beidrehen ist die Aktion, Beiliegen der Zustand. Und ob man nun auf einen neuen Bug abfällt und die Genua auf dem alten stehen lässt oder einen Aufschiesser dazu nutzt, die Genua auf die andere Seite zu zerren und danach auf dem alten Bug beiliegt ist imho begrifflich auch egal.

    Egal? Das handling ist einfach anders und oben wurden Luv und Lee verwechselt. Kannst nicht einen Lee über Bord Gegangenen nach Beidrehen Manöver mit "unvollendeter Wende" (Fock back) immer noch in Lee haben, der hängt dann in Luv (kann ja auch Vorteile haben). Das war's schon.


    Beidrehen = drehen = Wende ...

    Ich finde die Diskussion super und will nur kurz bremsen - zum besseren Verständnis und mit der Bitte um Korrektur wenn ich einem Denkfehler aufsitzen sollte.

    Beidrehen und Beiliegen.

    Mal doof formuliert: Fahre ich das Manöver zum Beidrehen so fahre ich eine Wende und belasse aber die Fockschot auf altem Bug. Fock rüber und back stehend, Groß rüber und auffieren, Luvruder. Resultat: Beiliegen. Und wie nach jeder Wende sind Lee und Luv vertauscht.

    Wenn ich nun aus Am Wind-Kurs einen nahezu-Aufschiesser fahre um den Druck aus der Lee-Schot zu nehmen und die Luv-Schot der Fock dicht holen zu können, um danach wieder abzufallen (Fock steht back auf dem alten Bug, Groß aufzufieren auf dem alten Bug, Luvruder) - dann habe ich das Resultat Beiliegen auf dem alten Bug (und also Lee und Luv unverändert). Das aber ist ja kein klassisches Beidrehen-Manöver (auch wenn es sicher funktioniert, muss ich mal üben). Oder ist das Korinthenkackerei? Ich will nur vermeiden, dass jemand mitnimmt: MOB in Lee, Beidrehen und dann isser in Lee. Ist doch nicht so!?

    Vielleicht habe ich auch einen Denkfehler ...

    Und vielleicht noch ergänzend: Der Trick am Beidrehen (um rasch Ruhe reinzubringen) ist ja unter Anderem das Momentum des Manövers selbst, gerade bei ordentlich Wind. Das geht fix. Will ich auf dem alten Bug Beiliegen und muss erst einen nahezu-Aufschiesser fahren und die Vorschot überholen, dann ist das zeitraubender und vom Gelingen des Manövers her kritischer. Insbesondere shorthanded, wenn die verbleibende Person zwei Schoten bedienen muss. Meine Meinung.

    Ich finde die Diskussion super und will nur kurz bremsen - zum besseren Verständnis und mit der Bitte um Korrektur wenn ich einem Denkfehler aufsitzen sollte.

    Beidrehen und Beiliegen.

    Mal doof formuliert: Fahre ich das Manöver zum Beidrehen so fahre ich eine Wende und belasse aber die Fockschot auf altem Bug. Fock rüber und back stehend, Groß rüber und auffieren, Luvruder. Resultat: Beiliegen. Und wie nach jeder Wende sind Lee und Luv vertauscht.

    Wenn ich nun aus Am Wind-Kurs einen nahezu-Aufschiesser fahre um den Druck aus der Lee-Schot zu nehmen und die Luv-Schot der Fock dicht holen zu können, um danach wieder abzufallen (Fock steht back auf dem alten Bug, Groß aufzufieren auf dem alten Bug, Luvruder) - dann habe ich das Resultat Beiliegen auf dem alten Bug (und also Lee und Luv unverändert). Das aber ist ja kein klassisches Beidrehen-Manöver (auch wenn es sicher funktioniert, muss ich mal üben). Oder ist das Korinthenkackerei? Ich will nur vermeiden, dass jemand mitnimmt: MOB in Lee, Beidrehen und dann isser in Lee. Ist doch nicht so!?

    Vielleicht habe ich auch einen Denkfehler ...

    Wenn der Überbordgegangene noch bei Bewusstsein und etwas bei Kräften ist wäre (wenn vorhanden) das Ausbringen von SUP, LuMa oder was auch immer sicher sinnvoll (sobald die Fahrt aus dem Schiff genommen). Gibt es zu den genannten "Horrorgeschichten" mit letalem Ausgang Hinweise inwieweit Verletzung oder Unterkühlung ganz wesentlich gewesen war? Handelte es sich um "reines" Ertrinken?

    Hallo Sailor!
    Da das Boot weiterhin neu verkauft wird würde ich auch mal beim Hersteller über das Kontaktformular unverbindlich anfragen (verbunden mit der Frage danach ob über die Baujahre hinweg Maße verändert worden sind):
    https://gruben17.de/Kontakt/
    Spart vielleicht den Aufwand mit einem Segelmacher alles durchzukauen. Umso kleiner das Tuch, umso größer fällt (relativ gesehen) der Aufwand für Konfektionierung aus - so meine Denke.

    Aus eigenen An-Bord-Klettern (Spass-) Aktionen würde ich bemerken: Es hängt von Vielem ab. Höhe der Bordwand, Lose des Sicherungsgurts, Fitness/Kräfte/Verletzungen/Unterkühlung/Panik des Überordgegangenen und des Helfers/der Helfer, Wellengang/Wetter/Wind, Griffmöglichkeiten an Deck u.s.w.. Vor Anker zum Spass irgendwo hoch langen und klimmen ist was ganz anderes als aus der Plötzlichkeit des Überbordgehens im kalten Wasser bei Fahrt und mit schwerer Kleidung. Andererseits ist es nie verkehrt Übungen zu machen. So nebenbei beim Baden. Die Achtung vor hohen Bordwänden nimmt ganz nebenbei zu und damit vielleicht auch die Sorgfalt in Bezug auf Massnahmen gegen Überbordgehen. So meine Denke. Die konkreten Rettungsmassnahmen mögen je nach Schiff und Besatzung sehr unterschiedlich zu planen sein. Realität dürfte andererseits sein, dass häufig garnichts geplant wird. Ich nehme mich selbst da nicht aus.

    Sofort Manöver Beiliegen einleiten. Idealerweise sollte der/die Arme nun in Lee hängen.

    Ist das so? Beispiel: Segeln mit Lage (!) auf Backbordbug, Überbordgehen nach Lee (Backbord), Wende eingeleitet durch Steuermann, Fock back stehen lassen (auf Steuerbord, Schot Backbord dicht), gefiertes Groß (Baum auf Steuerbord), Luv-Ruder (auf neuem Bug natürlich) ... dann hängt er doch (weiterhin Backbord) in Luv! Vielleicht kein großer Unterschied beim Beiliegen, je nach Boot und Wetter. Aber Luv.

    Aber das ist doch so spannend, was da jeder machen würde, wenn er vorzeitig in Rente gehen könnte. :mosking:

    Oder unter welchen (finanziellen) Umständen jemand vorzeitig in Rente gegangen ist.


    Interessiert es jemanden? Dann erzähle auch ich, wie das bei mir gelaufen ist und ob ich das bereut habe.

    Wäre ein neues Thema wert. Magst Du einen thread eröffnen? Interessiertes Mitlesen garantiert!

    Ist es nicht sogar grundsätzlich so dass Slip-Jollen gar keine "Sperrschicht" auf dem Gelcoat aufgetragen haben? Das Antifouling behindert Bewuchs, ist ja aber keine Wassersperre. Als Wasserlieger bekommt man da mMn recht gute Chancen auf Osmose, mit welchen Folgen auch immer. Und fürs schnelle Herumgleiten ist ein glatter Rumpf (auch ohne AF) doch eh allemal besser. Wenn das Ding leicht genug zum slippen ist dann immer raus damit!

    Nur weil das Stichwort fiel: Beidrehen, Beiliegen. Und weil ein Mitlesender hier vielleicht Informationen "einfach so" mitnimmt.

    Gut zusammengefasst in Wikipedia: "In der Praxis ist die Schiffsbewegung beim Beiliegen stark abhängig von Wind- und Wellenverhältnissen, Segelarten, Schiffstyp und Takelung. Normalerweise treiben Segelschiffe dabei mit ein bis zwei Knoten langsam leewärts." Unterstreichung von mir.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Beidrehen_und_Beiliegen

    Übersetzt: man sollte es bei verschiedenen Bedinungen Wind und Welle schon einmal ausprobiert haben. Ohne Zweifel bei den vom TO geschilderten Verhältnissen (mit bereits zerfetzendem Vorsegel!) eh keine Option. Habe selbst bei noch handigem Wetter (und bis hoch 30ft einhand segelnd) damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Vor allem allerdings binnen (wo ich seit 47 Jahren seglerisch zuhause bin). Über 30ft war ich bisher nie Schiffsführer (nur Charter mit Freunden oder Fremden). Die meiste Erfahrung habe ich mit Jollen bis Jollenkreuzern, kleinen Kielbooten bis 25ft.

    Achtung! Eine lose kommende Pinne (Luvruder wandert aus) oder eine lose kommende Vorschot - das kann beim Beiliegen zu einem sehr plötzlichem Abfallen auf Halbwind, dann raumen Kurs, dann Patenthalse und Bruch führen! Umso stärker der Wind desto größer die Gefahr. Umsichtig laschen das Ganze und im Auge behalten - auch wegen Winddrehern! Zudem ist das auswehende Großsegel bei viel Wind sehr belastet, dem Achterliek droht Schaden wenn man das unter härteren Bedingungen länger macht.

    Andererseits: Ob einhand oder mit wenig erfahrener / unerfahrener Crew: Ich habe beiliegend schon sehr gute Erlebnisse gehabt. Reffen, Klarieren - vor allem aber auch Zeit und Ruhe gewinnen um die Lage zu checken, um sich zu besprechen, um Massnahmen nicht kopflos zu ergreifen. Das Ruhe reinbringen kann wunderbar sein!

    Uns erwischte mal am Plöner See auf dem 15er Jollenkreuzer eine Gewitterfront die wir dann unter Groß (ein Reff) und mit Halbwindkurs zu einem Strandcafe mit Steg hin abgeritten haben. Die kurze Zeit bevor es ballerte konnten wir beiliegend klarieren und vor allem sprechen (2er Crew) bevor uns ganz schön beutelte. Das war einfach super gewesen. In Griechenland andererseits legte ein Düseneffekt die Charteryacht dermaßen rasch auf die Seite - da war es für alle vorausschauende Taktik zu spät. Ging aber zum Glück relativ schnell vorüber und ohne Schaden (Vollzeug und von kaum 4 auf irgendwas 8 Bft auffrischend schätzte ich). Zum Sturm 2022 Kroatien kenne ich YT Videos die einem die Schuhe ausziehen. Denke: Überleben, irgendwie da raus kommen und nicht durch Panik und Fehler alles verschlimmern - eine allgemeingültige "Taktik" scheint mir schwierig.


    Wie auch immer - ein gutes Thema und Danke an den TO für den ehrlichen Bericht! Auch einfach mal ein "schönes" (weil fachliches) Segelthema ohne Politik und Streit.