Posts by Go_for_Speed


    Das Leistungsniveau der Crews, spielt im YS eine wichtige Rolle.


    Das Leistungsniveau der Crew spielt immer eine wichtige Rolle. Unabhängig vom Vergütungssystem!
    Und wer glaubt, auf einen voll ausgerüsteten Urlaubsdampfer nur ne gute Crew setzen zu müssen, um damit ne Yardstickregatta gewinnen zu können, irrt aus meiner Sicht gewaltig.
    Auch bei diversen Yardstickregatten sind häufig gute Segler mit hochwertigem Material anzutreffen. Ein sehr gutes Beispiel ist der Ostsee Cup. Versuch da mal, dich mit nem Charterboot vorne zu plazieren...


    Wo ich Dir nicht Recht gebe ist, dass YS gut ist das Leistungspotnetial des Bootes genau wieder zu geben. YS gibt das Leistungspotential einer X-99 mit einer typischen X-99 Mannschaft und das Leistungspotential eine Bavaria 31 mit einer typischen Bavaria 31 Mannschaft wieder. Tauscht Du die Mannschaften, wird die Bavaria ganz vorne fahren und die X-99 als letzte berechnet ins Ziel kommen. Ich würde mal behaupten, der Mannschaftsfaktor macht gut und gerne 3 Punkte und mehr aus.


    Ich schrieb nicht "dass YS gut ist das Leistungspotnetial des Bootes genau wieder zu geben", sondern "Mit Yardstick kann man schon halbwegs vernünftig das Leistungspotential eines Schiffes einschätzen und Boote direkt miteinander vergleichen" und dazu stehe ich auch. Bei Yardstick fließen halt gute und schlechte Ergebnisse ein und zwar von den unterschiedlichsten Crews. Die meisten Yardstickwerte sind schon älter und bedürfen nur noch selten und dann geringer Korrekturen.
    Und um dein Beispiel zu nehmen: Ob eine X-99-Crew mit ner Bavaria 31 so einfach ganz vorne mitfährt, ist längst nicht sicher. Sicher ist, und da gebe ich dir absolut Recht, dass eine gute Crew Grundvoraussetzung für gute Regattaergebnisse ist. Gelegenheitsregattasegler werden in den seltensten Fällen den Yardstickwert ihres Bootes heraussegeln können. Und wer glaubt, viele Boote hätten einen falschen Yardstickwert (zu hoch oder zu niedrig), der irrt in meinen Augen, wenngleich ich durchaus zugestehe, dass manche Werte auf manchen Revieren schlichtweg falsch sind. Aber dies sind eher die Ausnahmen...


    Long story short: YS ist nicht geeignet um das Potential eines Bootes genau wieder zu geben. Zu viele Faktoren, besonders die Leistung der Crews beeinflussen das Ergebnis. Nur ORC und IRC können das erschöpfend und zwar so gut, dass internationale Topsegler bereit sind sich danach zu messen.


    Gejammert wird in jeder(!) Vermessungsklasse und zwar immer von denen, die es nicht schaffen, vorne mitzusegeln, obgleich sie fest davon überzeugt sind, zu den besten Seglern zu gehören... :grinning_squinting_face:
    Da wird dann auf das auch so schlechte ORCi-Rating geschimpft, wo IRC doch soviel gerechter wäre...
    Wer Regatten ohne vermeintliche Vermessungsvor- oder -nachteile segeln will, muss halt in eine Einheitsklasse wechseln... :winking_face:


    Mit Yardstick kann man schon halbwegs vernünftig das Leistungspotential eines Schiffes einschätzen und Boote direkt miteinander vergleichen.


    Letzter Gedanke: Kann die Versicherung den Schein VERLANGEN ?

    Welchen Schein meinst du ?
    Für ein Boot mit weniger als 15PS brauchst du keinerlei Schein mehr, ausser ein Schein ist auf irgendwelchen Binnengewässern vorgeschrieben, aber darum geht es ja nicht.
    Um eine Versicherung abzuschließen, brauchst du niemals einen Bootsschein (SBF, SKS, SSS ...), aber im Schadensfall wirst du mit der Versicherung höchstwahrscheinlich Probleme bekommen, wenn dein Boot mit einem Motor ausgerüstet ist, der mehr als 15PS hat, du keinen Führerschein hast und du den Unfall verursacht hast.

    Du bist gerade mal 20.000sm gesegelt (in Worten zwanzigtausend!). Damit bist du ein absoluter Grünschnabel und ich finde es toll, dass du dir Gedanken über eine(!) Nachtreise mit Querung eines VTGs machst. Schließlich ist das Ganze keine simple Reise, sondern eher eine Expedition, bei der es gilt, Unwägbarkeiten möglichst schon im Vorfeld abzuklären. Ich finde es prima, wie präzise du dich vorbereiten möchtest!


    Ein VTG bei Dunkelheit zu queren, speziell wenn man noch ein Radargerät an Bord hat und damit umzugehen weiß, ist quasi eine Harakiriaktion, die wohl in den allermeisten Fällen mit dem Tode enden wird. Alleine der Gedanke, eine Lücke zwischen den permanent mit ungeheurer Geschwindigkeit vorüberziehenden Todesmaschinen finden zu müssen, treibt jedem gestandenen Seemann die Schweißperlen auf die Stirn. Und dann die blöden farbigen Lampen! Man weiß nie, hat da jemand die Abendbeleuchtung im Garten eingeschaltet, ist es ein festes Seezeichen mit Beleuchtung oder kommt da womöglich eine der Todesmaschinen auf einen zu. Rot, grün, gelb, weiß, funkeln, blinken, dauerhaft leuchtend - wer soll sich damit noch zurechtfinden...


    Mein Vorschlag: Setz jemanden ans Funkgerät und lass den alle 5 Minuten auf Kanal 16 rufen: "Hallo Leute! Hier segeln 4 erfahrene Segler, die zwar keine Ahnung haben, aber trotzdem sicher nach Kopenhagen wollen. Also: Keep sharp outlook und wenn ihr uns seht, macht nen weiten Bogen um uns. Danke!"


    Hoffe für euch, dass ihr dieses aussergewöhnliche und bisher wohl einmalige Abenteuer lebend übersteht! Berichte mal, solltet ihr es tatsächlich schaffen...


    Mir steht eher der Sinn nach Hafen besuchen, weniger nach Hafen betreiben. Obwohl... beim Darßer Ort mit 20 Hektar Ackerland drum rum könnte ich schon schwach werden :grinning_squinting_face:


    Deine Einlassungen erinnern mich an das allgemeine Geschimpfe über die unfähigen Politiker.
    Wenn es dann darum geht, selbst zu zeigen, wie man es besser macht, sind die Ausreden grenzenlos und die Politiker bleiben natürlich weiterhin unfähig... :winking_face:

    Ich selbst würde es begrüßen, wenn in Häfen nicht nach Schiffsgröße, sondern
    nach belegtem Platz abgerechnet würde und sämtliche Zusatzleistungen jeweils
    extra pauschal abgerechnet würden.


    Du hast eine Diskussion angestoßen, die keinerlei Veränderung in der Sache bringen kann und somit ist es reines "Stammtischgerede"...


    Es liegt nicht der Bestimmungsgewalt der Nutzer, wie ein Betreiber/Eigentümer kalkulatorisch den Hafenbetrieb für sich errechnet.
    Der Benutzer kann die Nutzungsgebühren akzeptieren oder er kann es lassen. Und natürlich kann er hier seitenweise darüber lamentieren,
    wie ungerecht manche Preise sind...
    Aber was soll es bringen? Nichts - absolut nichts, denn in den allermeisten Fällen regelt noch immer Angebot und Nachfrage den Preis.


    Kleiner Tipp:
    Kauf/pachte dir einen Hafen und wende dein angedachtes Entlohnungsmodell an. Nach deiner Pleite berichtest du dann hier, was schief gelaufen ist... :grinning_squinting_face:

    Also - mal abgesehen davon, dass man an einiges gewöhnt ist und daher auch allen schon aus Eigennutz nett zu Zuspätankömmlingen ist - welche Leistung zahlt man beim Hafenmeister eigentlich konkret? Und ab wann hat man demzufolge ein Recht auf Preisminderung bzw. Aufschlag?


    Du zahlst dafür, dass du überhaupt in dem Hafen für die Übernachtung festmachen darfst. Wie sich die Kosten dafür errechnen, bestimmt der Betreiber/Eigentümer des Hafens. Welche kalkulatorischen Werte er
    zugrunde legt, bleibt ihm überlassen. Die Liegegebühren erfährt man normalerweise aus der Hafenordnung und der Benutzungsordnung. So kann beispielsweise ein Zuschlag für die Duschenbenutzung erhoben werden.
    Ob man ein Recht auf Preisminderung hat, kommt auf den Einzelfall an. Hast du z.B. für die Duschenbenutzung separat bezahlt und diese sind nicht nutzbar, hast du sicherlich einen Erstattungsanspruch für diesen Betrag. Anders sähe es aus, wenn die Duschenbenutzung bei den Liegeplatzgebühren nicht als integraler Bestandteil auf geführt wäre. Dann wäre es nämlich ein kostenfreier Service, auf den du aber keinen Rechtsanspruch hast und somit auch keine Minderung geltend machen könntest.


    Aber mal im Ernst:
    Diskussionen über Liegeplatzgebühren, ihre Entstehung und Sinnhaftigkeit sind aus meiner Sicht absolut überflüssig, denn sie liegen alleine in der Verantwortung des Betreibers/Eigentümers. Wem die Kosten zu hoch oder unverständlich sind, kann sich ja einen anderen Platz suchen und somit entscheidet schlußendlich "der Markt", ob es für den Betreiber lukrativ ist oder ob er durch eine verfehlte Preispolitik nicht auf seine Kosten kommt.

    Nicht der Baum wandert nach oben sondern die Schot durch den Spibaumbeschlag - gerade bei recht dünnen Schoten (bei uns damals 6-8mm Dyneema) geht das besser, als nur den Baum nach unten zu ziehen - die Kombination von Barber (der dann eben kein Barber mehr ist) und Baum macht es ...


    Wieder so ein Sonderfall!
    Da ist der Endbeschlag des Spibaums so schlecht, dass eine Schot durchrutschen könnte...
    Und um dies zu verhindern, wird der dichtgeholte Luv-Barberhauler als zusätzliche Sicherheit genutzt, um ein Durchrutschen zu verhindern. Klar ist sinnvoll!
    Sinnvoller ist aber ein sauber schließender Endbeschlag... :winking_face:

    Nicht du, Prof.Knox, im Speziellen wurdest gefragt, sondern es war eine allgemeine Anfrage!


    Du hast dann geantwortet und dabei nicht erwähnt, dass du keinen Niederholer benutzt, sondern bei dir der Barberhauler eine Doppelfunktion übernimmt, nämlich in Luv zusätzlich als Baumniederholer.
    Die Lösung ist speziell und vom Grundsatz(!) her dient ein Barberhauler eben nicht als Niederholer. Ein Barberhauler ist ein zusätzliches Trimmelement um eine Schot "beizuholen" und so den Holepunkt zu ändern.
    Auf Amwindkursen kann man so den Holepunkt des Vorsegels nach innen oder aussen verlagern und beim Spisegeln das leewärtige Schothorn heben oder senken.
    Das was du mit dem Barberholer in Luv machst, ist in deinem Falle nicht nur sinnvoll, sondern zwingend erforderlich, denn ansonsten bestünde immer die Befahr, dass der Spibaum unkontrolliert steigen könnte.


    An "besonderen "Infos kamen von unterschiedlichen Schreibern folgende Hinweise:


    Bei wenig Wind mache ich ihn etwas bauchiger, indem ich den Spibaum etwas hochtrimme, mittels Topnant. Bei mehr Wind mache ich ihn flacher, durch absenken des Spibaums und dichtholen der Barberhauler auf beiden seiten, was die Schothörner dann zusammen etwas runterzieht.

    Inhaltlich absolut falsch! Ein Senken des Spibaums macht den Spi bauchiger und ein Heben macht ihn flacher.
    Ich zitiere mal aus der Trimmfibel von FRITZ-SEGEL
    Trimmrichtlinien:


    Da der Spitrimm größtenteils reine Gefühlssache ist, lassen Sie uns hier über einige Grundregeln sprechen, die ein jeder Trimmer wissen sollte.


    Das Grundprinzip zur Profilkontrolle eines Spinnakers ist einfach.


    Je geringer der Abstand von einem Seitenliek zum anderen Liek ist, desto tiefer, sprich bauchiger wird der Spinnaker. So gesehen gleicht alles sehr einer Genua oder einem Großsegel. Fiert man z.B. das Unterliek eines Großsegels (d.h. Vor- und Achterliek rutschen näher zusammen) so wird der untere Teil des Segels voller. Bei einem Spinnaker funktioniert dies ähnlich. Nur daß hier kein Vorliek an einem Mast oder Vorstag befestigt ist.


    Was geschieht wenn man das vordere Ende des Spinnakerbaumes absenkt?
    Richtig, beide Schothörner folgen annähernd dem Baum (das Leeschothorn weniger ausgeprägt wie das Luvschothorn) und die Lieken werden dadurch straffer. Strafferere Lieken wandern näher zusammen und das Segel wird voller.
    Wenn Sie nun den Spinnakerbaum wieder anheben, wandern die Schothörner wieder nach oben und die Lieken werden loser und entfernen sich von einander.
    Das Segel wird somit flacher.


    Daraus ergibt sich folgende Grundregel:
    Durch das Antoppen des Spinnakerbaums wird ein Spinnaker flacher.
    Zitatende


    Sinn des Barberhaulers in Luv ist es, den Schotwinkel des Achterholers nach unten zu bringen. Wenn der offen ist, dann würde der Spi leichter durch den Spibaum nach oben wandern können, selbst wenn der Spibaumniederholer dicht ist.


    Wenn ein Niederholer gefahren wird, hat der luvwärtige Barberholer keine Funktion, aussser der Spibaum ist so dünn, dass er bei richtig Druck nach oben auswandert. Dann stabilisiert ein dichtgeholter Barberhauler natürlich und wirkt einem Aussteigen entgegen. Aber auch dies ist ein Sonderfall, denn normalerweise sollte ein Spibaum ausreichend dimensioniert sein.


    Aber eigentlich hätte der Thread schon hiernach beendet werden können:

    Aha, zu wenig Druck dürfte tatsächlich die Ursache für das Verrutschen bei meinen letzten Spiversuchen gewesen sein. Ich hatte mich schon gewundert, warum mir dieses Problem aus den Malen davor nicht in Erinnerung war, obwohl ich alles gleich gemacht hatte. Jetzt weiss ich`s: Der Wind war bei den Malen davor etwas stärker.


    Danke für die Lösung :thumb:

    ... :winking_face:

    Sinn des Barberhaulers in Luv ist es, den Schotwinkel des Achterholers nach unten zu bringen. Wenn der offen ist, dann würde der Spi leichter durch den Spibaum nach oben wandern können, selbst wenn der Spibaumniederholer dicht ist.

    Aha. Ein Niederholer hält also den Spibaum nicht unten , sondern muss von einem dichtgesetzten Luv-Barberhauler unterstützt werden...
    Na denn - ich klink mich jetzt aus... :winking_face:


    Ich empfinde die Aussage "Dann hast du das Prinzip des Barberholers nicht verstanden" als zu hart.


    Ich nicht :grinning_squinting_face:


    Schließlich müssten dann ja alle J-24 Segler, und auch Profis wie Jan Kähler, die lange im Stammteam von illbruck waren, das ganze auch falsch verstanden haben. Bisher war ich immer stolz, ihn mit der J-24 auch mal einzuholen... Der wird ja quasi abboniert Erster da.


    Ohne jetzt speziell auf Jan Kähler einzugehen:
    In einem solchen Falle wird der Barberhauler zum Niederholer, sprich er verliert in dieser Anwendung seinen Zweck als Barberhauler und übernimmt somit eine Doppelfunktion.
    Kann man machen, ist aber nicht die eigentliche Aufgabe eines Barberhaulers.


    Und wenn dein leewärtiges Schothorn absinkt, toppst du halt den Spibaum mit dem Toppnanten ab, wenn der Spibaum eine Fixposition am Mast hat, oder du lässt den gesamten Spibaum weiter nach unten gleiten, so er auf einer Mastschiene am Mast befestigt ist. Solltest du als erfolgreicher Regattasegler eigentlich wissen... :grinning_squinting_face:


    Und wenn du noch nie den leewärtigen Barberhauler bei Regatten benutzen musstest, um das Segel optimal einzustellen, solltest du einfach mal mit Jan Kähler darüber reden... :grinning_squinting_face:


    Auf der J-24 stand der Spi eigentlich immer mit beiden Hörnern auf einer Höhe, wenn der Luvholer dicht war und der in Lee offen. Hat sich erst bei mehr Wind verändert, dann wurde aber ja in Lee auch dichter "gebarbt"...

    Mit dem Luvbarber kannst du die Höhe des Segelhalses nicht ändern. Dies geschieht luvseitig durch Heben oder Senken des Spibaums... :winking_face: