Posts by Kris

    struve: Seglst Du selbst?

    so ein Kamerasystem und Akustikwarnsystem beim Auto ist eine feine Sache, aber da kann ich jederzeit anhalten um mir einen Überblick zu verschaffen, wenn der Input (Gepiepe vorne rechts, hinten links, Fußgänger im Bild...) zu viel wird. Das geht beim Boot spätestens bei Seitenwind nicht mehr. Also mal Mitsegeln, dann bekommt die Arbeit gleich noch einen Praxistouch.


    Offtopic: Wenn die Mädels den Pfeil in Fahrtrichtung brauchen - sind dann meine ganzen männlichen Kollegen die im Dienstwagen das Navi immer auf "in Fahrtrichtung" einstellen also in Wirklichkeit weiblich?

    kommt man gar nicht mehr irgendwo hin wenn man nur eine Woche Zeit hat.

    na und? Für mich liest sich das so, als ob Frau AufundDavon es gerne etwas gemütlicher angehen lässt. (Vielleicht weil sie auf Arbeit schon genug Stress hat, zum Beispiel?) Da würde ich mich dann lieber für den geruhsamen Start entscheiden. Wenn man natürlich Seemeilen fressen machen will, ist das was anderes. Dann sollte man auch Nachtschläge ins Auge fassen.


    Und wenn jemand das "Wackeln" eines Bootes gar nicht gewöhnt ist bzw. nur selten an Bord ist, hilft so eine erste Nacht im Hafen sehr beim Vermeiden von Seekrankheit.

    Als Grundplanung hätte ich auch die von Markus vorgeschlagen. Und das erste was über Bord geht, ist eh die Törnplanung, aber eine Nord/Süd Richtung ist am wahrscheinlichsten umzusetzen.


    Bootsübernahme um 14 Uhr und gleich los? Wäre nicht mein Ding. Bis man alles vernünftig verstaut hat, sich angeguckt hat welche Strippe was bedient, evtl. gibt es auch eine Einweisung - insgesamt sind da zwei Stunden SEHR schnell rum. Dann doch lieber erst mal ins Cockpit setzen und entspannen bevor man lossegelt.

    Dann kann der nächste Tag mit dem kurzen Schlag auch entspannt gestartet werden: ein schönes Frühstück, Zeit zum Füllen der Thermoskannen....

    Alle H1-Antagonisten führen zu Müdigkeit, manche in einem Maß, dass das Führen von Fahrzeugen gefährlich werden kann.

    Und das ist auch der Grund, warum in manchen Ländern der Schiffsführer (!) diese Mittel nicht einnehmen darf.


    Aus meiner Erfahrung spielen viele Faktoren eine Rolle (die genannten Tagesform, Ausgeschlafensein, Stress, Kälte, Essen des Vorabends.....), so dass es keine allgemeingültige Lösung gibt.

    Auch beim Essen: was dem einen auf See bestens bekommt, löst beim anderen Fisch füttern aus.


    Mir persönlich hilft die Kombi aus Vitamin C und Ingwer - und wenn es nur Placebo ist - egal, dann hilft halt der Placebo. Eine 100% Garantie fürs Gelingen ist es auch nicht, aber es geht damit deutlich besser.

    Ein Haken können die auf Charterschiffen oft fehlenden Schrittgurte sein - bei schmalen Personen kann es im Sommerlook eh schon schwer werden, die Weste richtig anzupassen. Bei einer unserer Mitseglerinnen (über 18 Jahre) muss immer ca. 1 Meter Brustgurt noch festgetüddelt werden, damit der nicht als Rattenschwanz herabhängt. Und wenn die Weste ohne Schrittgurt zu weit ist, rutscht sie bis unter die Achseln (im besten Fall, im schlimmsten Fall sogar über den Kopf). Die aufgeblasenenen Teile der Weste vor der Nase sorgen dann für beschwertes Atmen.

    Daher finde ich eine Vorhersage schwierig.


    off-Topic: unbedingt den Kids erklären, was da passiert. Der Knall und das Kaltwerden am Hals kann Erschrecken, wenn man es nicht kennt.

    "Sportlich" finde ich das nicht, nur gute Seemannschaft. Oder wird "sportlich" heute anders definiert als damals, wo ein kräftiger, sich gewandt bewegender Mensch als sportlich bezeichnet wurde. Oder vielleicht die Form eines Autos, wenn es einem Porsche ähnelte. Oder ähnliches ....

    Ich hüte mich, die nötige Anzahl von Fendern bei anderen zu bewerten - das hängt ja auch reichlich von der Schiffsform ab: bei einem relativ kurzem Schiff mit schmalem Heck und Bug sieht das anders aus als bei einer Pogo.

    Und ja, ich habe meine Fender auch lieber auf der Spundwand. Ich finde es auch besser, wenn keine Fender beim Innenlieger draußen sind, wenn man ins Päckchen geht: Dann können die sich auch schon mal nicht gegenseitig vertüddeln und verhaken. In der Box sollten sie natürlich beim Nachbarn draußen sein, weil die eigenen evtl. noch oben liegen, damit man damit nicht am Dalben hängen bleibt.

    Es gibt kommerzielle Lösungen, die uns aber recht teuer erschienen. Da war der Chief am Werk: ein in Edelstahl gekapselter Temperaturfühler (wegen der Aggressivität der Abgase) wurde mit einem Zweipunktregler und einem Alarmgeber verheiratet. Für den Temperaturfühler haben wir ein Loch in den Abgasschlauch gebohrt, den Sensor reingestopft (Loch minimal kleiner als Sensor), Dichtmasse dazu und alles mit Kabelbindern nochmal fixiert. Beim Einbau haben wir den Fehler gemacht, dicht an die Wassereinspritzung zu gehen - damit sitzt der Fühler noch im Motorraum. Kein Thema, solange der Motor läuft, oder nur kurz läuft. Bei längerem Motoren (> 20 min) wird der Motorraum ca. 30 Minuten nach Abschalten des Motors wärmer als 42° und der Alarm legt los. Daher ist es gut, dass er abschaltbar ist. Sagen wir: it's not a bug, it's a feature: so sieht (besser hört) man noch, dass alles funktioniert.

    Der Wassersammler war doch schon seit Beginn "falsch" eingebaut? Oder wurde da später etwas verändert?


    So wie das Bild "Das verdrehte Corpus Delicti" aussieht, ist das Teil gut warm geworden. Wann springt denn Dein Kühlwasseralarm an? Ist es der vom Motor? Der kommt erst, wenn der Motor zu heiß wird, und das kann durch die Masse des Motors leider relativ lange dauern. Somit merkt man den Ausfall des Kühlwassers zu spät. Das kann bis zum Dahinschmelzen des Wassersammlers gehen.


    Wir haben daher eine Temperaturüberwachung in der Abgasleitung installiert: Da merkt man den Kühlwasserausfall sofort - unserer meldet sich bei 42°. Auch halb verstopfte Seewasserfilter machen sich bemerkbar, weil die Abgastemperatur höher ist als üblich.

    Wie beim TO packen wir den Großbaum im Hafen gerne zur Seite, um mehr Luft im Cockpit zu haben. Auch wir wollen daher eine bequeme und schnelle Lösung.

    OK, bei SVB heißen die Schnapphaken: https://www.svb.de/de/wichard-schnapphaken.html

    Genau so ein Schnapphaken ging bei uns zwei mal beim Segelbergen (viel Welle) auf: Da ist etwas Lose auf der Großschot, durch die Welle klapperte der Haken auf dem Traveller und schaffte es irgendwie, sich zu öffnen. Da das Boot im Wind stand, war die Großschot einzufangen, aber trotzdem lästig.

    Jetzt haben wir einen Schnappschäkel, allerdings ohne Ring, sondern mit einer kleinen Leinenschlaufe - der hat sich bisher nicht geöffnet.

    Für unseren Petroleumkocher haben wir eine Metallschale, die, auf den Brenner gestülpt, wenig Luft lässt. Im Frühjahr hatten wir beim Vorheizen nicht bemerkt, dass das Ventil nicht ganz zu war. Das enstehende Gekokel war mit dem Schüsselchen schnell weg: Drübergestülpt, nach 15 oder 20 s mal nachgeschaut: alles aus.

    Gefällt mir besser als Löschdecke, die ist auch an Bord, nimmt ja auch kaum Platz weg. Der Pulverlöscher ist jetzt im Auto, auf dem Boot ist Schaum bzw. CO2 für den Motorraum.

    • Kaufvertrag der Werft an ersten Besitzer
    • Schiffsregisterblatt
    • Funkzulassung
    • Versicherungsnachweis
    • SBS (die höheren Scheine liegen alle zuhause)
    • SRC


    Das alles in einer Mappe, die uns zum und vom Boot begleitet, Kopien zusätzlich zu Hause

    Und damit man die Mappe nicht vergisst, ist sie in einer Tasche mit den Boots- und Stegschlüsseln.

    Ist Deine Abdeckung aus Plane oder Stoff ? - letzteres atmet deutlich besser.

    Wenn wir das Schiff verlassen, wird die Kuchenbude aufgebaut. Ziel UV Schutz für das Leder am Steuerrad. Aus Regentagen wissen wir, dass das nasse Cockpit schnell abtrocknet - es entsteht auch kein Schimmel/Spak.

    Dem Teakdeck ist der Regen egal, trocknet ja auch wieder prima.

    Im Mittelmeerraum würde ich bei längeren Abwesenheitszeiten auch über einen UV Schutz des Teaks nachdenken (siehe Maspalomas)

    oder wenn man gerne etwas mehr Heizleistung haben möchte: Petroleumkocher. Etwas mehr Aufwand beim Anzünden, dafür keine Probleme mit Gasleitungen, -abname und Flaschenstauproblem.


    Aufwändig wäre ein Einlaminieren einer "Gaskiste" in die Backskiste und den Ablauf über den Heckspiegel legen. Dann müssen "nur" noch die Gasleitungen gelegt werden.


    Mein Favorit ware Variante I oder Spirituskocher, wenn einem die Heizleistung reicht.w

    bei uns herrscht ebenfalls "Westenpflicht" - und wenn man mit Newbies bei perfektem Wetter loszieht, darf der Schlag gerne länger als 3 h gehen.

    Und dann ist es nett, wenn die Newbies sich die Weste in der Kajüte ausziehen können, bevor sie aufs Klo gehen, der Schrittgurt ist sonst doch im Weg...