Posts by F28

    Die neuen Raymarine-Plotter haben doch alle gar kein NMEA 0183 mehr, sondern nur NMEA 2000 (plus Wifi und Ethernet).

    Smarty: müsste mal sagen, welchen Plotter-Typ er am Steuerstand installiert hat. Sonst können wir keine verlässliche Hilfe liefern.

    Ist man nur mit einem Saildrive tatsächlich vor Leinen im Propeller und vor Korrosion der Schwingungsdämpfer gefeit?

    Eine berechtigte Frage.

    Leinenverwicklung am Saildrive-Propeller kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, scheint aber eher selten ein Problem zu sein. Das liegt vermutlich daran, dass diese Props deutlich tiefer und weiter vorne liegen als bei einer Wellenanlage. Wenn man Leinen im Wasser hinter sich herschleppt, erreichen die eher den weiter oben und hinten liegenden Wellenprop als den Saildrive-Prop. Man hört eher mal von Angel-Leinen, die sehr dünn sind, sich zwischen Saildrive und Propeller reinzwängen und den Simmerring beschädigen.


    Zu den Schwingungsdämpfern: natürlich können die auch beim Saildrive vergammeln. Aber die haben beim Saildrive halt kein Problem mit einer schlechten Ausrichtung von Motor und Welle. Die Schäden, von denen ich mitbekommen habe, lagen immer am Kranungs-Unfall: der Gurt wurde versehentlich über den Saildrive gelegt und beim Kranen wurde die Maschine vom Fundament weggedrückt. Natürlich sehr blöd...


    Alles in allem: bei der Wellenanlage sind eingefangene Leinen, Plastikplanen etc. offenbar ein deutlich größeres Problem als bei Saildrives. Was mich persönlich aber nicht davon abhalten würde, auch ein Boot mit Wellenanlage zu kaufen. Man muss halt wissen, worauf man achten muss.


    (PS: der Quallenschubser war schneller :winking_face:

    Davon kann man ausgehen. Der Bruch hat mit der Wellenanlage nichts zu tun (ebensowenig wie der dicke Mann aus Wanne Eickel)

    Du solltest Dich mehr mit Wellenanlagen beschäftigen als mit dicken Männern.

    Hier kannst Du Dich fortbilden:


    Link 1

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    Ein Freund von mir wollte in Friesland binnen mit seiner 28er Beneteau einen Hafen verlassen, nach wenigen Metern ein Ruck, Motor aus, nichts ging mehr. Er hatte sich eine Leine gefangen. Das hat ihm Welle verbogen und Motorblock aus dem Fundament gerissen. Tausende € Schaden, war zum Glück versichert.

    Link 2

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    Bei meiner Vindö 30 (Baujahr 75) ist bei einem Anlegemanöver ein Tampen in die Schraube geraten....

    Es ist faktisch jedoch so, dass durch die ruckartige Krafteinwirkung der gesamte Motorblock - befördert wahrscheinlich auch durch die Materialermüdung 40 Jahre alter Bauteile - aus dem Motorlager gerissen wurde. Die Gummifüße hat es zerlegt, sie müssen ersetzt werden (siehe Bilder)-

    Link 3

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    Ähnlich wie Leinen im Propeller, da hat es auch mal Motorlager aus dem Fundament gerissen.

    Ich kenne tausend Wellenanlagen die unbeschadet sind.

    Heißt also: Du kennst keine Fälle, wo das Rausfallen des Motors auch im Falle des Saildrive-Antriebes passiert ist.

    Dabei bleibt es also bei meinen eigenen Erfahrungen - es sei denn, irgendjemand sonst hier weiß etwas mehr darüber.


    (um sicherheitshalber etwas klarzustellen: mein Ziel ist es nicht, die Wellenanlagen im Vergleich mit den Saildrives schlechtzureden. Ich bin lediglich daran interessiert, meine eigenen praktischen Erfahrungen mit den Erfahrungen anderer Leute auszutauschen.)

    Fall 1: im letzten Sommer fuhr einer meiner Freunde mit seinem Boot (mit Wellenantrieb) über die Staande Mastroute. Fing sich dort eine Plastikmatte an der Propellerwelle ein, woraufhin die Maschine sich von der Installation verabschiedete:

    IMG-20230709-WA0003.jpg


    Fall 2: im Frühjahr 2022 fing sich vor unserem Hafen ein Segler (mit Wellenantrieb) seine eigene Ankerleine in der Propellerwelle ein, was zu umfangreichen Schäden führte - unter anderem fiel der Motor von der Montage ab. Das Thema haben wir damals auch hier im Segeln-Forum besprochen, es gibt dort auch einige Fotos dazu:

    F28


    In einem weiteren Fall ist einem Freund mit seiner Reinke Super 11 (natürlich auch mit Wellenantrieb) dasselbe passiert, habe aber grade keine Fotos davon hier rumliegen.


    Mit Saildrive-Antrieb sind mir solche Fälle bisher nicht bekannt geworden. Falls jemand solche Fälle kennt, darf er die natürlich gerne vorstellen. Sachliche Informationen nehme ich immer gerne entgegen.

    Zum Wellen-Antrieb: in meinem Umfeld gab es mehrere Fälle, wo die Welle sich irgendwas eingefangen hatte (Leinen, Plastikplanen etc.), der Antrieb dadurch blockiert wurde - und der Motor sich selbst aus der Montage herausgerissen hat. Sehr unschön...


    Bei Saildrives gab es diesen Fall in meinem Umfeld noch nie. Diese Antriebsart scheint sich seltener etwas einzufangen (ist für den Mist schwerer zu erreichen), und eine Blockade (z.B. durch Aufwickeln einer Leine an der freien Welle) kommt dort auch kaum vor. Also ist das sicher ein Vorteil des Saildrives gegenüber dem Wellen-Antrieb.


    Was nicht bedeutet, dass ich den Wellen-Antrieb für schlecht halte. Je nach Antriebsart muss man halt wissen, worauf man achten muss. Aber das wurde hier bereits ausgiebig erörtert.

    Danke dito!

    Ja, der Mist kommt öfter vor. Ein Druckversuch am Innenkühlsystem bringt da gar nix.

    Ich würde erstmal den Auspuffkrümmer abnehmen und schauen, in welchem Zustand der Seewasserkanal da drin ist. Wenn zugegammelt: entweder einfach einen Neuen besorgen (so wie Erlkönig9-5) oder den alten Krümmer mit Säure wieder freimachen.

    Falls er nicht schon zu sehr vergammelt ist.


    PS: zuerst einfach in den Wärmetauscher gucken, wie hoch dort das Kühlmittel steht. Wenn das Ding noch voll ist (obwohl 1,5 Liter ausgelaufen sind, was etwa ein Drittel der normalen Füllung ist), dann dürfte das Problem tatsächlich am Auspuffkrümmer liegen.

    buszwo:

    Es gibt bei diesen Motoren-Typen (VP 20x0) ein weiteres regelmäßig auftretendes Problem, dass zum Verlust der Kühlflüssigkeit führt:

    Der Abfluss des Kühl-Seewassers in den Ablasskrümmer gammelt irgendwann immer zu. Das führt dazu, dass der durch die Seewasserpumpe erzeugte Druck des Kühl-Seewassers immer weiter ansteigt. Irgendwann führt das dazu, dass das Seewasser die Trennung zwischen innerem Kühlmittel und dem Seewasser durchdringt (den Job für diese Trennung haben die Gummikappen und die Schlauchschellen am Wärmetauscher, die etwas doof konstruiert sind ). Und das führt wiederum dazu, dass das Kühlmittel des Innenkreislaufs durch das Ventil (oben am Einfülldeckel des Wärmetauschers) austritt und durch das Schläuchlein in die Bilge läuft.


    Hört sich etwas skurril an, passiert aber recht oft bei den älteren Motoren.


    (Nachtrag: sehe grade bei Dir Najad 330. Wir haben Najad 331 ebenfalls mit VP 2030 - und der hatte auch genau dieses Problem :winking_face:

    Sehr interessanter Thread, vielleicht sollte ich dann auch mal nach GB segeln. Danke für das Teilen eurer Erfahrungen

    Danke ebenfalls.

    Im nächsten Jahr werden auch wir unser Red Ensign mal wieder hochziehen, das wir seit Brexit und Corona nicht mehr benutzt haben. Die britische Bürokratie scheint kein ernsthaftes Problem mehr zu sein :smiling_face:

    Watersportvereneging. Dort wird dann Mitarbeit erwartet. Wie sind da eure Erfahrungen?

    Tschuwawah:

    ich kann da nur für unseren Verein in Colijnsplaat reden (WSVNB): hier wird nicht die geringste Mitarbeit erwartet.

    Alles, was von unserem Verein kommt, sind Einladungen zu verschiedenen Veranstaltungen - naja, und natürlich die Rechnung für den Liegeplatz.

    F28 was kann denn die Mörer-Box empfangen? Empfängt die mehrere Dienste auf unterschiedlichen Frequenzen?

    norbert-walter:

    Die Wibe-Box von Mörer kann folgendes empfangen:

    - Wetter deutsch (RTTY DWD deutsch): 19 verschiedene Text-Wetterberichte, also Seewetterberichte Nord- und Ostsee, Mittelmeer, Norwegische See, Nordatlantik etc.

    - Wetter englisch (RTTY DWD englisch): dasselbe auf englisch

    - FAX DWD: 34 verschiedene grafische Darstellungen (Boden/Höhe, aktuelle Analyse und Vorhersagen für 24 / 36 / 48 / 60 / 84 / 108 Stunden und noch vieles mehr)

    - FAX NORTHWOOD: 19 verschiedene grafische Darstellungen

    - FAX Halifax: 18 verschiedene grafische Darstellungen

    - FAX Boston: 25 verschiedene grafische Darstellungen

    - FAX New Orleans: 18 verschiedene grafische Darstellungen


    Natürlich muss kann man nicht alles gleichzeitig empfangen, also muss man in der Konfiguration anklicken, welche Sendungen man empfangen möchte. Zeitliche Überschneidungen werden nicht zugelassen. In den Zeiträumen, die nicht genutzt werden, werden nebenbei noch die NAVTEX-Meldungen empfangen - man kann sich also leider nicht drauf verlassen, dass ALLE Navtex-Meldungen ankommen.


    Als Frequenzen werden alle möglichen Frequenzen zwischen 147,3 kHz und

    14.467,3 kHz genutzt. Die Mörer-Box sucht standardmäßig selber nach der optimalen Frequenz (auto), man kann aber auf für jede Sendung selbst festlegen, auf welcher Frequenz empfangen werden soll.


    Als Antenne nutzen wir das isolierte Achterstag. Funktioniert alles recht gut, auf See noch deutlich besser als im Hafen.

    Wettervorhersagen und Faxe per Funk auf dem Boot zu empfangen, ist mir persönlich ziemlich wichtig. Vom Internet unabhängig zu sein ist auf See sehr sinnvoll.


    Allerdings habe ich auf See keine Lust dazu, mich mit umständlichen Funk-Details zu beschäftigen. Meist hat man als Skipper genug Anderes zu tun.

    Auf unserem Boot erledigt das deshalb die Mörer Wetterbox (Wibe). Das Ding macht seine Arbeit, ohne dass ich mich drum kümmern muss. Nur hin und wieder den Laptop anschließen, die Daten runterladen und sich gründlich angucken (Nebenbei: das Ding hat auch einen Barographen, was ich sehr interessant finde).


    Aber für Leute, die von Funk-Technik fasziniert sind, ist das Ding eventuell nicht unterhaltsam genug :winking_face:


    Übrigens hat mich der DWD vor 2 Jahren extrem frustriert: Ende August 2021 stand bei uns eine 3-tägige Nonstop-Fahrt über die Nordsee an. Ein kritisches Tief sollte in diesen Tagen irgendwann vom Norden kommen und es ungemütlich machen. Das ist natürlich genau das Szenario, in dem einem die Übertragung der Wetterdaten per Funk sehr wichtig ist.

    Und dann kam der Knaller: 2 Tage vor dem Start teilte der DWD mit, dass er aufgrund von Wartungsarbeiten alle Sender für einen längeren Zeitraum abschalten würde. Da bekam ich fast das Kotzen. Die Fahrt musste also ohne Wetterfaxe etc. laufen. Immerhin lieferte die Netherlands Coastguard per Navtex halbwegs vernünftige Wetterberichte.


    Ein Blick in die Zukunft zeigt übrigens die neue Entwicklung: auf der Nordsee gibt es im Umfeld der Windparks schon seit Jahren Zugang zum Mobilfunk (wird offenbar genutzt, um die Wind-Anlagen zu kontrollieren). Wenn unsere Meere demnächst völlig mit Windparks zugebaut werden, hat sich das Thema "Seewetter per LW/MW/KW" womöglich bald erledigt...

    In der Oosterschelde gibt es keinen Hafen, den du bei Niedrigwasser nicht anlaufen könntest. Da man sowieso irgendwie im Kreis segelt ist das Problem mit der Tide zweitrangig . Allerdings merkt man deutlich den Strom .

    stimmt nicht ganz: der Hafen in Stavenisse hat eine Kartentiefe von nur 0,2 Meter. Aber dieser Hafen wird sowieso kaum genutzt.

    Bei der Fahrt in die beliebte Anker-Bucht Schelphoek muss man jedoch auch den Tidenstand kalkulieren - da laufen öfter mal Boote auf.


    Aber für die übliche "Fahrt umme Sandbank" ist der Wasserstand in der Tat egal.

    Aber grade bei Fahrten bei wenig Wind (unter 10 Knoten) muss man schon genau kalkulieren, wann wo welcher Strom in welche Richtung laufen wird (Naja, man kann natürlich auch einfach den Diesel anschmeißen, damit geht alles.)


    Bei Fahrten mit kräftigem Wind (> 20 Knoten) muss man gut kalkulieren, wo Wind gegen Strom stehen wird. Da wird es nämlich recht holperig.


    Ist alles 'ne gute Übung für Skipper, die gerne auch mal in der Nordsee oder im Kanal unterwegs sein wollen.

    Auch nicht schlecht ist Breskens...

    ja - aber Breskens ist noch ein ganz anderes Kaliber - offene Nordsee, großer Seeschiffs-Verkehr...


    Dafür ist die Werkstatt nebenan in Colijnsplaat ganz ausgezeichnet.

    stimmt, wir haben eine recht gute Werft in unserem Hafen (Deltayacht).

    Ist schon recht hilfreich...

    Es ist sinnvoll, sich im Tidenrevier einzuquartieren. wenn Du die Kanalküste kennenlernen willst. In der Oosterschelde lernst Du, mit der Tide umzugehen.


    Was haben wir hier an Häfen?

    Roompot: ein typischer kommerzieller Marinehaven, mit guter Infrastruktur, Spielplatz und großem Strand in der Nähe - und direkt an der "letzten Schleuse vor New York" (Roompotsluis).


    Colijnsplaat (unser Heimathaven): Vereins- und Fischereihafen. Infrastruktur ist mittelmäßig, aber wir lieben den Ort Colijnsplaat


    Burgsluis: Vereinshafen - sehr nett, aber leider etwas abgelegt. Kinder gibt's dort nicht - und einkaufen kann man dort auch nicht. Der nächste Ort Burgh-Haamstede ist ziemlich weit entfernt.


    Zierikzee: mehrere Vereinshäfen am Kanal, die tolle Stadt kann zu Fuß erreicht werden.


    Sint Annaland: auch ganz schön, aber etwas abgelegen im Krabbenkreek. Der Ort ist etwas langweilig.


    Het Saas: liegt am Kanal nach Goes. Sehr idyllisch, aber man muss immer durch die Schleuse - eher umständlich


    Wemeldinge: auch gut, aber der Ort ist ebenfalls etwas langweilig


    (Wovon ich wenig bis nix weiß:

    Stavenisse: keine Ahnung, noch nie drin gewesen

    Yerseke: dito

    Kats: nur einmal kurz drin gewesen, um ein Segelboot dort reinzuschleppen. Also auch keine Ahnung)


    Da der Hafen-Geschmack sehr unterschiedlich ist, müsstest Du wohl mal eine Rundfahr machen und dir alles ansehen...

    Du musst Dich wohl erstmal entscheiden, ob Du in einem der abgedeichten Reviere (Veerse Meer, Grevelingen, mit Einschränkungen auch Haringvliet) liegen willst, oder im Tiden-Revier (Oosterschelde).

    Die Segelei ist in den abgedeichten Revieren mangels Tidenstrom deutlich einfacher, allerdings ist es dort auch ziemlich voll. Aber für friedliches und kurzzeitiges Geschipper mit Kindern sind diese Reviere deutlich beliebter.