Posts by F28

    Von daher sollte ein jüngerer und auch Zweikreisgekühlter Jockel den Vorzug genießen.

    ja, definitiv.

    Zweikreis-Kühlung ist in jeder Hinsicht technisch besser als Einkreis-Kühlung.


    Und ja: ein gut gepflegter Einkreiser kann länger leben als ein verhunzter Zweikreiser. Aber das ist ja ein anderes Thema...

    meine Meinung: Lass es!

    das ist auch meine Meinung.


    Ist schon etwas dreist, so eine billige Kopie unter dem echten Markennamen zu verkaufen.


    Ob das Ding so gut wie das deutlich teurere Original-Produkt funktionieren wird kann ich nicht sagen. Aber ich würde es lieber nicht ausprobieren.

    lass aber eben etwas von billigem Rückschlag Ventil oder war das beim Racnor?

    der SEPAR hat kein Rückschlagventil, da geht es wohl um den Racnor.

    würde auch nur den Separ empfehlen. Der ganz große Vorteil: Der Kraftstoff wird erst in das Schauglas geleitet, dann erst gefiltert.

    ja, der SEPAR ist so ziemlich der beste Wasserabscheider / Vorfilter. Empfehle den ebenfalls.

    Noch eine Ergänzung zu den (korrekten) Ausführungen von Kalkgrund: beim Separfilter wird der Diesel von unten nach oben durch den Filter geleitet. Wenn Modder antritt, fällt der im Schauglas nach unten, der Filter bleibt frei.

    Bei den meisten anderen Filtern (CAV) geht es andersrum, nämlich von oben nach unten. Modder legt sich dort oben auf den Filter und blockiert ihn.

    Da ist der SEPAR-Filter weit besser konstruiert.

    Auch auf einem fabrikneuen Schiff kann der Motor plötzlich streiken, weil irgendjemand was falsch montiert hat.

    kleiner Gag am Rande: ich habe bisher 2 gebrauchte Boote gekauft. Bei beiden ist bei der Überführung die Maschine mindestens einmal ausgefallen.

    Überführungen sind halt meistens keine entspannte Urlaubsfahrt, sondern eine Art Expedition mit interessanten Erlebnissen :winking_face:

    tja, was würde ich Euch in dieser Situation raten?

    Ihr wisst generell nix über Motoren, über Euren eigenen auch nicht, wollt aber eine halbwegs sichere Überführung damit machen.

    Also dann mein Rat:

    1. wenn Ihr keine Ahnung vom Schrauben habt, fummelt nicht unnötig am Motor rum, sondern lasst ihn erstmal so, wie er ist. Sooo schlecht sieht der nämlich nicht aus. Und er startet gut.

    2. um auszuprobieren, ob er funktioniert: ausgiebiger Testlauf am Steg (wurde ja auch schon von anderen Foristen geraten). Vorher die Maschinenbilge gründlich reinigen. Und natürlich Öl und Kühlmittel auffüllen (falls nötig).

    Starten, Gang einlegen, und Drehzahl bis 1.500 oder 2.000 rauf, eine Stunde laufen lassen. Dabei sorgfältig gucken, ob irgendwo irgendwas rausläuft. Und natürlich warten, ob ein Alarm einsetzt (Öldruck, Kühlmitteltemperatur, Generator). Wenn ja: Überführung absagen und einen Mechaniker ranholen. Wenn nein: Überführung probieren - aber bitte nur mit dem nächsten Punkt 3 (Dieselkanister)!!!

    3. einige erfahrene Leute haben es Euch ja oben schon gesagt: das größte Risiko ist die Dieselpest. Also würde ich mindestens 20 Liter Diesel in Kanistern mitnehmen und eine Vorrichtung basteln, damit die Dieselpumpe sich den Kraftstoff bei Bedarf nicht aus dem Tank, sondern aus dem Kanister holt. Dazu müssen halt der Ansaug- und der Rücklaufschlauch umgelegt werden.


    Ich drück Euch die Daumen!

    Was meinst Du mit "Südholland"?

    Den Süden der niederländischen Provinz Holland?

    Oder den Süden der gesamten Niederlande?

    Letzteres ist die Provinz Zeeland. Dort sind alle Häfen im Winter geöffnet und die meisten Boote liegen im Wasser (echter Frost ist dort recht selten).

    Werftbetreuung gibt es in einigen Häfen (z.B. in unserem Hafen Colijnsplaat an der Oosterschelde, in Kortgene im Veersemeer, Bruinisse im Grevelingen etc.pp.).

    Ob Plätze frei sind kann letztlich nur der jeweilige Havenmeester per Telefon beantworten. Die meisten sprechen deutsch.

    Nach meinem Dafürhalten hat der Schiffsführer sehr viel mehr richtig als falsch gemacht. (Ja, viele o.g. Dinge sind richtig, dennoch habe ich durch den Bericht den Eindruck eines grundsätzlich sicherheitsbewussten und umsichtigen Menschens erhalten.)

    exakt meine Einschätzung des jungen Schiffsführers.

    Klar, ihm ist letztlich ein tödlicher Fehler unterlaufen. Aber ich habe noch im Kopf, was ich in dessen Alter konnte (und nicht konnte): weit weniger als dieser Junge.

    Ob er die Gefahr des Seegats wirklich nicht kannte oder aus irgendeinem Grund ausgeblendet hat? Wir werden es nicht erfahren. Aber ich bin mir sicher: diese Frage wird den jungen Mann für den Rest seines Lebens beschäftigen.

    Die zwei Schleusen sind Volkeraksluis, Krammersluis und Grevelingersluis :smiling_face:

    Die zwei Schleusen sind der Unterschied zwischen Fahrt durch's Haringvliet und die Oosterschelde (um genau zu sein: fährst du durch's Haringvliet in's Grevelingen sind's 4 Schleusen, durch die Oosterschelde sind's nur 2 Schleusen. 4 minus 2 ist 2 :winking_face:


    Warum nicht kreuzen?

    wenn ich es richtig verstanden habe: hier geht es darum, einem Neuling sinnvolle Hinweise für den ersten Törn über die Nordsee zu geben.

    Und nicht: zu erzählen, was man schon selber alles für tolle Sachen gemacht hat.


    Und ja: die Anfahrt nach Roompot ist bei unruhigen Bedingungen wesentlich einfacher und sicherer als die in's Haringvliet. Ich dachte, das wäre allgemein bekannt?

    Von Gefühl her würde ich sagen ich fahre über die Nordsee und gehe das Abenteuer bzw. Erlebnis ein. Die stehende Mast Route ist sicher auch interessant, weil man eben viel sieht und irgendwie "Safe" ist.

    Um es mal auf den Punkt zu bringen: die Strecke über die Nordsee ist verlockend, aber nicht immer möglich. Also muss man die Staande Mast-Route zumindest als Plan B vorbereiten.


    Da Du offenbar noch keine praktische Nordsee-Erfahrung hast, würde ich die Strecke über die Nordsee nur bei max. 5 Bft (natürlich aus zumindest halbwegs passender Richtung) und höchstens 1 Meter Welle angehen. Alles darüber hinaus kann sehr unschön werden (wenn die Crew einem das Boot vollkotzt). Nach diesem ersten Törn weißt Du, was geht - und was besser nicht geht. Ab da brauchst Du keinen Rat mehr.


    (Das Thema "Kreuzen" würde ich übrigens für den ersten Törn erstmal komplett zur Seite schieben :winking_face:

    Etwas Bauchweh habe ich bei der Einfahrt bei Stellendam/Haringvliet.

    ja, die Einfahrt in's Haringvliet kann nervig bis gefährlich sein. Und die defekte Haringvlieetbrug dort ist auch ein Problem, öffnet nur noch selten. Und danach kommen noch 2 zeitraubende Schleusen.


    Also würde ich eher zur Roompot-Schleuse fahren. Da gibt es von buiten mehrere Anfahrtmöglichkeiten, die auch bei heftigeren Bedingungen recht gut zu bewältigen sind.

    Von der Roompot-Schleuse aus ist es dann relativ simpel, über die Oosterschelde und das Mastgat in's Grevelingen zu gelangen.

    konnte die Fragen nach unserem "Soundsystem" leider nicht beantworten. Ja, irgendwo sitzen bei uns im Salon 2 Lautsprecher. Die werden aber nie benutzt - wenn wir mal Musik hören wollen, legt meine Gemahlin ihr Smartphone und eine Bluetooth-Box auf den Tisch.


    Mich interessiert an Soundsystemen auf Booten nur eine Sache: wie kann man die von außen abknipsen, wenn besoffene Vollidioten im Hafen damit rücksichtlosen Radau veranstalten?

    tja, ca. 9.000 Euro für den kompletten Saildrive ist natürlich heftig.

    Dafür kann man viel Schrauberei einkaufen. Und wenn der Saildrive kurzfristig gar nicht besorgt werden kann gibt es ja wohl keine Alternative zur Reparatur.

    Hier mal die Zeichnung des oberen Teils des Saildrives (wenn tatsächlich die Kupplung(en) hinüber sind, muss der zerlegt und neu aufgebaut werden):

    47819.png


    Auf der horizontalen Welle sitzen die Kupplungen. Diese Welle besteht aus etwa 80 Einzelteilen, die pedantisch montiert werden müssen.

    Ich drück Dir den Daumen, dass der angesagte Mechaniker das gut auf die Reihe bekommt.

    Ohne Motor an: laute Geräusche und Klopfen aus der Saildrive Getriebe.

    (Motor ist aus, Gang auf Leerlauf oder Gang vorwärts)

    Beim Gang rückwärts sind die Klopfende Geräusche weg.

    Im Öl kann man zum Teil Metall Abrieb sehen.

    Das Saildrive Getriebe hat 2020 Service bekommen und es wurden Kupplungslammelen und Dichtungen getauscht.

    Diese 4 Auskünfte lassen mich darauf schließen, dass zumindest eine der beiden Kupplungen im Saildrive verschrottet ist (vermutlich der Vorwärtsgang).

    Da das Saildrive Getriebe vor 2 Jahren einen "Service" bekommen hat, bei dem Kupplungsteile ausgetauscht wurden, vermute ich: da wurde irgendwas falsch gemacht. Oder die Ursache für die damalige Beschädigung der Kupplung wurde nicht erkannt und beseitigt. Die anstehende Reparatur wird auf jeden Fall einen gut qualifizierten Mechaniker erfordern.

    Falls es den dort nicht gibt, wird wohl nur ein komplett neuer Saildrive die praktikable Lösung sein.

    Da Ihr beiden wahrscheinlich noch nicht diesen Erfahrungsschatz habt, bleibt nichts anderes übrig als die Erfahrungen zu sammeln.

    volle Zustimmung!

    Ein krasses Erlebnis aus meinem Bekanntenkreis: das Paar hat sich mehrere Jahre sehr intensiv mit der technischen Vorbereitung ihrer geplanten Langstrecken-Segelei beschäftigt. Richtige See-Erfahrung hatten sie nicht - und auch keine Zeit dafür, die zu erwerben.


    Nach dem Start in der Ostsee schafften sie es bis in die Niederlande. Dort angekommen stellten sie fest, dass ihnen Segelei auf ungemütlichen Gewässern überhaupt keine Freude machte. Alle Pläne wurden in die Tonne getreten und das Boot verkauft.

    Die Drehzahl lag glaube ich ca. bei 2800-3000.

    wenn dem so ist, dann liegt das Problem in der Tat mit größter Wahrscheinlichkeit beim Propeller. Entweder vergammelt oder die falschen Abmessungen.

    Ich würde den Prop ordentlich reinigen und die draufstehenden Abmessungen ablesen.

    Und dann wie Ohlson38 gesagt hat: mal nachrechnen lassen, ob das passt.

    stimmt, 10 PS sollten bei den angegebenen Maßen (7,59 x 2,97 x 1,20) ausreichen, um die Rumpfgeschwindigkeit zu erreichen.

    Irgendwas stimmt da also nicht.

    Welche Drehzahl erreicht die Maschine denn unter Voll-Last? Sollte irgendwo bei 3.000 U/min liegen

    tja, man kann auf dem Video nicht sehen, wie der Kran *vor* der Durchfahrt ausgesehen hat (also: wie hoch der stand). Mit Kränen kenne ich mich auch nicht aus.


    Aber eine Sache ist mir noch eingefallen: der Frachter MERI scheint ein typischer Schwerlastfrachter zu sein (auf marinetraffic gibt es ein einsames, kleines Bild von dem Schiff - edit: nein, es gibt auch viele richtige Fotos, grade gefunden). Manche dieser Schiffe können ihren Tiefgang beliebig ändern, um schwerste Ladungen möglichst einfach an Bord nehmen zu können. Vielleicht hat da jemand an Bord irgendwas falsch gemacht.

    Aber gut, Spekulationen helfen uns nicht weiter. Warten wir geduldig ab, was rauskommt.