Posts by F28

    VP hat die Empfehlung ausgesprochen von ATF auf das Standardöl 15-W40 umzuölen

    ja, für (fast) alle Saildrives.

    Z.B. für mein Modell (120 S-E) aber nicht, dafür ist auch jetzt noch noch API-GL vorgeschrieben.

    Keine Ahnung, was für dieses Wendegetriebe (MS15 a/b) gilt. Aber ich würde vorsichtshalber NICHT davon ausgehen, dass diese Umstellung pauschal für alle Getriebe gilt.

    Hier die Idee:

    Gar kein Antifouling auftragen, mit dem Schiff mehrmals im Jahr trocken fallen (da sowieso geplant), einen starken Hochdruckreiniger mit nehmen und halt regelmäßig mal abkärchern.

    mein Stegnachbar macht das mit seinem 12-Meter-Aluboot seit vielen Jahren so (allerdings ohne Hochdruckreiniger). Er verwendet weder Antifouling noch sonst irgendwas. Vor längeren Touren lässt er das Boot am Hafenrand trockenfallen und schrubbt es mit der Hand ab. Einen Hochdruckreiniger könnte er dort gar nicht verwenden, da auch bei Niedrigwasser dort noch etwa 1 Meter Wasserhöhe ist.

    In unseren Nordseegewässern bleibt das Boot nach der Reinigung etwa 4 Wochen lang halbwegs sauber. Ab dann wächst es zügig wieder zu, auch dann, wenn es ausgiebig bewegt wird.

    Bei auf Grundlaufen ist das sicher was anderes, nur hier ist der Schaden wohl durch Seegang entstanden und noch nicht mal wirklich heftigen, war ja kein Orkan.

    nein, es war kein Orkan. Aber 5 bis 6 Bft aus SW, gegen ablaufendes Wasser aus der Westerschelde. Da würde ich schon mit mindestens 1 bis zu 2 Meter teils steilen Wellen rechnen.

    Dazu kommt noch: der Untergang passierte am südlichen Rand der Untiefe Walvishstaart (gemäß der Wrackposition, die in der NAVTEX-Meldung angegeben wurde). Dort liegt die LAT bei 1,1 Meter, im südlichen Umfeld sind es etwa 7 Meter.

    Auch wenn zum Zeitpunkt des Unterganges noch ausreichender Wasserstand vorhanden gewesen sein muss (war etwa 2 bis 3 1 bis 2 Stunden nach Hochwasser Vlissingen), müsste nach meinen Erfahrungen dort recht hässlicher Wellengang gewesen sein:

    1) 5 bis 6 Bft aus SW erzeugen schon ordentliche Wellen, die in die Westerschelde laufen

    2) bei ablaufender Tide herscht dort Wind gegen Strom, was es noch ungemütlicher macht

    3) der Untergang fand an einer Stelle statt, wo die LAT in sehr kurzer Strecke von 7 Meter auf 1 Meter runtergeht. Das macht die Sache äußerst rumpelig.


    Natürlich muss ein Bugstrahlruder auch (oder besser: erst recht) bei diesen Bedingungen unbedingt brav an Bord bleiben. Um die Situation zu verstehen sollte man aber auch das Drumherum erwähnen.

    Vielleicht gehe ich doch lieber durch die Brück in die hintere Marina, da ist es wohl was tiefer.

    Genau dort waren wir vor einigen Jahren. Ja, die Wassertiefe dort ist ausreichen.

    Allerdings lagen einige gesunkene Boote auf dem Boden herum. Also gut die Augen aufhalten!

    P1000052.jpg


    Ach ja, und auf dem Rückweg stellte sich heraus, dass unser Propeller sich dort eine Plastikplane eingefangen hatte...

    ein Klo-Foto habe ich nicht.

    Kann es aber beschreiben: in die Ansaugleitung habe ich unmittelbar vor dem Eingang in die Jabsco-Pumpe ein T-Stück eingefügt.

    Daran nach oben ein Leitung angeschlossen, die mit einem Kugelhahn geschlossen werden kann. Oberhalb des Kugelhahnes steht ein Trichter drauf, in den ich das Wasser einfülle.

    Es gibt aber auch andere Möglichkeiten: im Idealfall kann man eine Verbindung zwischen dem Waschbeckenablauf und dem Toiletten-Zulauf herstellen. Das klappte bei unserem Boot aber aus Platzgründen nicht.

    er hat doch oben geschrieben, dass er den Fäkalientank gar nicht benutzt...


    Ich würde die Ansaugleitung erstmal mit Chlor (Danklorix) gründlich reinigen.

    Und dann sicherstellen, dass nie über einen längeren Zeitraum Seewasser in der Leitung steht und vergammelt. Dazu meine oben beschriebene Lösung, die Ansaugleitung von oben mit Frischwasser durchzuspülen.


    Ich habe das Problem auf diese Weise lösen können. Bevor ich das Boot verlasse, spüle ich das gesamte System mit Frischwasser durch. Komme ich zurück, spüle ich es sicherheitshalber noch einmal durch (und zwar so, dass das "alte" Wasser rückwärts wieder rausgedrückt wird). Seitdem stinkt nix mehr.

    … wie lang ist die Ansaugleitung?

    das ist genau die richtige Frage.

    Unsere Ansaugleitung ist ca. 2 Meter lang. Steht das Boot im Sommer etwa 1 Woche lang still, stinkt das (See-)Wasser aus dieser Leitung beim ersten Durchpumpen wie die Pest nach faulen Eiern.

    Ich habe das Problem so gelöst: eine zusätzliche Leitung, in die ich von oben frisches Süßwasser reinkippe, welches das vergammelte Seewasser nach außen drückt. Funktioniert perfekt.

    sebu78:

    wir haben auf unserem Boot ziemlich genau die Konstellation, nach der Du gefragt hast: den Raymarine Evolution EVO 200 mit SeaTalk NG-Netz, das an das NMEA 2000 Netz angeschlossen ist, in dem auch die Daten des Windmessers liegen.

    Und ja: der Autopilot empfängt die Daten des Windmessers und kann ihnen bei der Steuerung folgen (wenn man es entsprechend einstellt).


    Unser Windmesser ist zwar nicht von B&G, sondern von SilvaNexus. Die Daten werden vom Silva-Server erst auf NMEA 0183 umgestellt und dann vom Miniplexer auf MNEA 2000. Ist aber egal, wenn die Daten erstmal in NMEA 2000 ankommen, laufen sie auch in SeaTalk NG rüber.


    Die Verbindung von NMEA 2000 und SeaTalk NG läuft sehr einfach über dieses Adapterkabel:

    Adapterkabel

    Einfach einstöpseln.


    Beim Zusammenschluss der beiden Netzwerke muss man allerdings darauf achten, dass dazwischen keine Endwiderstände mehr stehen dürfen. Und doppelte Stromversorgung sollte auch vermieden werden. Der Autopilot versorgt das SeaTalk NG-Netz bereits mit Strom, das NMEA 2000-Netz wird dadurch mitversorgt.


    Edit + Nachtrag: das mit der Stromversorgung gilt nur für den ACU 200. Der ACU 100 tut das nicht (siehe weitere Beiträge unten).

    Jetzt aber mein eigenes Boot und grad bei der Elektronik ist das nicht trivial da durchzusteigen was geht und was nicht.

    In der Tat, so isses.

    Bei unserem Boot (Baujahr 2000) stand im letzten Winter dieselbe Situation an. Der alte Raymarine-Plotter (C120) lief nicht mehr richtig und musste durch einen Neuen ersetzt werden. Das analoge Radar musste ebenfalls ausgetauscht werden. Der Autopilot war erst 3 Jahre alt und konnte bleiben. Weil die neuen Plotter nur noch mit NMEA 2000 arbeiten, musste das elektronische Netzwerk komplett umgebaut werden.


    Mit der Elektronik hatte ich mich in der Vergangenheit noch nie ernsthaft beschäftigt. Musste ich jetzt aber tun, da die Elektronik nicht die Kernkompetenz unserer Werft ist.


    Falls Du an das Thema selbst rangehen willst / musst, kannst Du Dir hier mal angucken, was man alles tun muss.


    Schritt 1: erstmal lesen, was es alles an Netzwerken gibt (NMEA 0183, SeaTalk, NMEA 2000, SeaTalk NG etc.pp.). Dann verstehen, wie die aufgebaut sind und wie die Verknüpfung der Netzwerke erfolgen kann (Multiplexer, Adapter etc.). Kann man alles googeln und im Netz studieren.


    Schritt 2: im Boot abtauchen und erforschen, was für Systeme vorhanden sind. Kostet ziemlich viel Zeit, geht aber nicht anders. Ich habe mir damals aufgemalt, welche Systeme bei mir vorhanden waren und wie die Verknüpfungen aussahen. Bei mir sah das so aus:

    Bord-Elektronik ALTER Istzustand.jpg


    Schritt 3: dann entscheiden, welche Systeme bleiben bzw. ausgetauscht werden sollen. Bei mir mussten "nur" der Plotter und das Radargerät ersetzt werden. Aber deshalb musste eben auch das Netzwerk auf den aktuellen Stand gebracht werden.


    Schritt 4: festlegen, wie die neuen Systeme mit den alten verbunden werden sollen. Das neue Konzept habe ich ebenfalls aufgemalt und sieht so aus:

    Schaltplan Navigations-Elektronik.jpg


    Von einem befreundeten Elektronik-Profi habe ich das prüfen und optimieren lassen.


    Schritt 5: die neuen Systeme möglichst günstig einkaufen. Und dazu das Material für das neue Netzwerk (heute praktisch immer NMEA 2000).


    Schritt 6: mit besagtem Elektronik-Profi zusammen habe ich 2 lange Wochenenden auf dem Boot damit verbracht, das alte Zeugs rauszuwerfen, das Neue zu installieren und alle Datenverkehre wieder herzustellen. Er hat die komplizierten Sachen gemacht, während ich mich durch's Boot gewälzt habe, die alten Kabel rausgeworfen und die Neuen verlegt habe.


    Damit weißt Du jetzt, was etwa auf Dich zukommen wird, wenn Du selber an die Sache rangehen willst. Details kann Dir hier natürlich niemand erklären, solange Du selbst nicht weißt, was bei Dir an Bord eigentlich vorhanden ist.

    Eine letzte Frage habe ich aber noch an Euch:

    Im Manual steht nichts, wie man das Rohrbündel herausnehmen muss. Habt Ihr dazu noch Hinweise für mich?

    das Herausnehmen ist sehr einfach:

    Erst das Kühlmittel soweit ablassen, dass das Gehäuse ausreichend geleert ist.

    Dann die Schellen an den Gummikappen lösen und die Gummikappen abziehen.

    Dann ist das Rohrbündel frei und kann einfach herausgenommen werden.


    Ich habe zwar keine Ahnung, wie das beim 2010 ist, aber beim 2030 ist die Montage der achteren Gummikappe (also zwischen Rohrbündel und Krümmer) etwas tricky.

    Ja, die Montage der achteren Kappe ist schwierig. Wenn man nur das Rohrbündel rausnehmen will, kann man die achtere Kappe auch einfacherweise montiert lassen. Dann muss man dort nur die kleinere Schelle lösen, damit das Rohrbündel frei ist und nach vorne herausgezogen werden kann.

    Klappt natürlich nur in Maschinenräumen, wo nach vorne genug Platz dafür vorhanden ist!

    Da stimme ich F28 (wie immer :smiling_face: ) zu und möchte ich ergänzen, dass es auch auf den richtigen Sitz des Rohrbündels im Gehäuse ankommt. Der Einsatz muss an beiden Seiten gleich weit aus dem Gehäuse herausstehen.

    danke dito :winking_face:


    Wenn die Gummikappen zu alt und ausgelutscht sind halten sie einfach nicht mehr richtig. Auch dann nicht, wenn man das Rohrbündel akribisch richtig in's Gehäuse geschoben hat (also mit exakt gleichen Abständen nach außen auf beiden Seiten). Wenn man dann die kleinere Schelle festzieht (also die, welche die Aufgabe hat, Seewasser und Kühlmittel voneinander zu trennen) dehnt sich die Kappe vom Gehäuse zu weit weg und die Abdichtung funktioniert nicht mehr.

    Dieses Gummikappen-System ist leider etwas blöd konstruiert.

    Naja, im Zweifelsfall einfach neue Kappen kaufen. Sind nicht besonders teuer, und dann funktioniert es wieder.

    es gibt bei diesen Motoren öfter Fälle, wo der Auspuffkrümmer innen (!) zugerottet ist. Was dazu führt, dass der Druck zwischen Seewasserpumpe und Krümmer deutlich höher wird.

    Und das kann wiederum dazu führen, dass die Gummikappen am Wärmetauscher nicht mehr dichthalten können und das Seewasser in das innere Kühlsystem eindringt.


    Aber unabhängig von der Frage, ob Dein Krümmer zugerottet ist: man muss sich diese blöden Gummikappen sehr genau anschauen und prüfen, ob die Schellen ordentlich festsitzen und alles abdichten. Bei alten und ausgelutschten Gummikappen funktioniert das nämlich oft nicht mehr richtig.

    Ich lese hier aufmerksam mit, in der Hoffnung, dass irgendjemand in der Lage ist, den Navionics-Update-Scheiß allgemeinverständlich erklären zu können.

    Ich kapier diese nebulöse Logik nämlich ebenfalls nicht.

    Abgas riecht auch recht dieselig vom Cockpit aus, aber direkt mit der Hand hab ichs noch nicht gecheckt :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Wenn ich recht viel Gas gebe sieht man leicht bräunliche Schlieren im Wasser, unverbrannter Kraftstoff?

    das hört sich alles nach einem Problem mit der Einspritz-Anlage an. Besonders sauber liefen die alten Volvo-Modelle zwar noch nie, aber mit weißem Qualm am Heck und verteilten Schlieren im Wasser möchte man ja üblicherweise nicht herumfahren.

    Da muss wohl mal ein Fachmann draufgucken...

    weiße Abgase sind üblicherweise entweder

    a) unverbrannter Diesel

    oder

    b) verdampftes Kühlwasser.


    Halt mal die Hand dran und guck, wie das Zeug riecht.

    Wenn es stinkt, dann ist es Fall a) und weist auf Probleme mit der Einspritzanlage hin.

    Wenn's nicht riecht, dann ist es Fall b) und hat was mit dem Kühlsystem zu tun.