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Sonntag, 31. Januar 2016, 10:40

Hallo,

Hier noch einmal für Interessierte: mein Fenstereinbau



Habe mich endlich getraut und noch vor dem kommenden Wintereinbruch neue
Fenster in meine über 30 Jahre alte Micro Neptune 550 eingebaut.

Dafür habe ich meine alten Fenster an die Fa. Marin Acryl gesandt ,die mir wirklich sehr schnell neue schickten.

Diese waren auch gleich mit Bohrlöchern einschließlich der Senkungen versehen.

Die angefasten 45 Grad Kanten verliefen aber nicht ganz bis zum Ende.
Dadurch ergibt sich eine bis zum Aufbau verlaufende Kante, die sich dann
durch die Verlängerung mit dem Kleber verbindet.



Die Fa war sehr kooperativ und so erhielt ich auch den dazu gehörigen
kostengünstigen schwarzen Sikaflex 295 UV Kleber in 2 Kartuschen,
einschließlich kostenlos 2 kleine Flaschen

Primer und 1 kleine Flasche Aktivator.

Hier möchte ich noch einmal die Schritte für den Einbau erläutern, und
mich für die telefonische Hilfe durch Anno Rodenkirchen bedanken.



Also, zuerst habe ich die neuen Scheiben wieder provisorisch mit ein
paar Schrauben auf denAufbau fixiert, und dann die Ränder des Aufbaus
mit einem Malerband in einem Abstand von 5mm abgeklebt.

Dieser Abstand ist deshalb erforderlich um später die Fase an der Scheibe zu verlängern.

Dann provisorisch die Scheiben aufgesetzt und von innen im Schiff am Rand mit einem scharfen Cuttermesser die
Scheibenfolie rund herum nur leicht eingeschnitten und später die Folie
abgezogen.



Der nächste Schritt war, die Scheiben abzunehmen und noch einmal über
die Folie innen und außen mit Malerband zu überkleben und dann die
freigelegten Flächen leicht anzuschleifen.

Das gleiche habe ich dann auch am Aufbau gemacht Zusätzlich habe ich
auch noch die angefasten schrägen Kanten der Scheiben angeschliffen und
abgeklebt.



Alle freigelegten angeschliffenen Teile mit einem Tuch gut säubern, dann den Aktivator auftragen. (15 min. ablüften lassen).

All diese Vorarbeiten müssen gemacht werden, um einen tragfähigen Untergrund zu schaffen.



Nun habe ich die 2 Primer aufgetragen, einer auf das GFK und einer auf das Plexiglas.

Eine halben Stunde braucht auch der Primer bevor man den Kleber mit einer Spritze auftragen kann.

Er muss allerdings innerhalb von 24 Stunden weiter verarbeitet werden!!.

Auch die dafür gebrauchten 2 Düsen habe ich von der Fa geschenkt
bekommen. Eine hatte man mir schon in sehr breiter Form vorgeschnitten.

Den Kleber sollte man ohne abzusetzen auf das vorgearbeitete Plexiglas auftragen.

Zwischenzeitlich hatte ich aus, schon von der Fa. vorgefertigtem
ausgehärtetem Sikaflexwürsten, Scheiben von 4mm als Abstandshalter
geschnitten und den in den nassen Kleber in unmittelbarer Nähe der
Schraubenlöcher gedrückt.
Dadurch wird der Druck gleichmäßig auf die
Scheiben verteilt und ein gleichmäßiger Abstand hergestellt.

Mit 2 längeren Gewindeschrauben, die als Halterung dienten und die wir
durch die Löcher steckten, haben wir dann die Scheiben am Aufbau
fixiert.
Man muss unbedingt darauf achten das die Abstandshalter nicht verrutschen!!
Man kann sie natürlich mit vorher mit Sekundenkleber ankleben aber dann muss das
Sikaflex gut verteilt werden damit keine Lücken entstehen!

Wechselseitig haben wir dann die Schrauben eingedrückt. Dabei haben wir
in der Mitte angefangen und uns nach außen vorgearbeitet. Alle Schrauben
wurden aber nur handwarm angezogen.

An meinem Aufbau habe ich nur sehr dünnen Kunstoff, daher konnte ich
keine normalen Schrauben verwenden und so musste ich die 4mm
Gewindeschrauben von innen mit kleinen Muttern kontern.
Nachtrag: die Fenster sind jetzt mit neuen Schrauben versehen und zwar mit solchen http://www.ebay.de/itm/360782696634?_trk…N36.S2.R11.TR13

Das war eine tolle Sauerei , denn der schwarze Kleber drückte auch durch
die Löcher schön durch. Mit Handschuhen war da nichts, und so sahen
dann auch meine Finger aus.
Ich empfehle daher alle Teile, wo dieser
schöne schwarze Kleber hin kommen könnte, auch innen, vorher sorgfältig
mit Folie auszulegen und abzukleben!
Den überschüssigen Kleber haben wir dann sofort mit einem Profilschaber
aus dem Baumarkt, den es in der Sanitärabteil gibt und der dort mit
verschiedene Profilen angeboten wird, gleichmäßig außen und innen
übergangslos abgezogen.

Meine neuen Scheiben haben ein Profil das erst eine 45 Grad und dann
aber senkrecht verlief. So konnte ich die senkrechte Kante durch einen
weiterführenden Winkel mit dem Sikaflex verlängern.
Das ergab dann einen Winkel von 45 Grad das die Gewähr hat, dass das Wasser gut ablaufen kann.

Nun wird es auch ersichtlich, warum das Malerband 5mm zurückversetzt geklebt wird.

Noch im nassen Zustand muss jetzt noch das Malerband abgezogen werden!.

Das Ergebnis kann sich jetzt glaube wirklich sehen lassen.

Weiteres Refit innen für die Fensterrahmen folgt.



Gruß Alcor
»Alcor« hat folgende Bilder angehängt:
  • K800_Plexischeibe.JPG
  • K800_DSC04082.JPG

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Kategorien: Refit


Kommentare (3)

  • 3

    Von Jollenkreuzergreif (Sonntag, 7. Februar 2016, 23:05)

    Hallo Alcor, mir steht das selbige nach komplett Refit meiner Greif 650 auch noch bevor.Danke für die Anleitung und vielleicht sieht man sich ja wieder auf dem Senftenberger See. Ich wünsche eine schöne Segelsaison 2016 mit besten Grüssen Stefan Leutert aus dem SC 78 SFB

  • 2

    Von PoseidonXL (Dienstag, 2. Februar 2016, 21:17)

    Perfekte Eigenleistung ! Meine Gratulation..wenn man die Abstandshalter zuvor mit Sekundenkleber an die Bordwand klebt..verhindert man deren verrutschen..

  • 1

    Von reneko (Montag, 1. Februar 2016, 13:56)

    Stimmt wohl, das ist eine undankbare Arbeit, sieht aber super aus!

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