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Samstag, 20. Juli 2019, 21:32

Sines vor Anker, 19.7.2019

"Wer das Lokal 'Rasmus' betritt, der bekommt aufgetischt!" Das ist er wieder, der fiese Oberkellner. Eine Speisekarte, aus der man wählen könnte, gibt's hier nicht. Heute hat der Koch Amwindkurs mit sechs Beaufort an drei Meter Dünung und Windseetopping vorbereitet. Absolut lieblos zubereitet, versalzen und so unwirsch auf den Tisch geknallt, dass es mir ins Gesicht spritzt. Ich finde den Fraß ungenießbar und lasse ihn zurückgehen.


Therban abfahrbereit in Lagos

Dabei fing alles gestern sooo schön an: um
6.13 h, Leinen los, das Licht reicht jetzt um die Tonnen im Kanal von Lagos zu erkennen. Langsam motoren wir durch die noch schlafende Stadt, um direkt beim Passieren der Molen von der aufgehenden Sonne und gleich darauf von einem Delfin begrüßt zu werden. Der Wind ist mit zwölf Knoten freundlich zu uns, die See nur leicht bewegt. Nachdem die Abdeckung der Steilküste verlassen ist, ziehen die Segel uns mit sechs Knoten westwärts. Das Cabo de São Vicente wird schnell klar an Steuerbord voraus sichtbar. Kurz vor Erreichen des Kaps binden wir gleich zwei Reffs ins Groß und das ist nicht zu früh.


Cabo de São Vicente

Gegen elf Uhr passieren wir das Kap, von Rundung kann nämlich keine Rede sein bei Wind aus Nordwest. Wir gehen lediglich dreißig Grad höher ran. Die Dünung ist unmittelbar und deutlich spürbar. Bis 13 Uhr fahren wir mit Genalkurs 285° raus aufs Meer.

Die Sonne wird bald von diffusem Grau abgelöst. Kalt ist es, ähnlich wie Ostsee im April. Die Temperaturunterschiede zum Land sind immer wieder frappierend; während wir dort sogar Umwege in Kauf nehmen, um im Schatten zu bleiben, werden nach dem Auslaufen umgehend die Pullis und Fleecejacken übereinander angezogen, heute auch Ölzeug.

Nach der 13-Uhr-Wende fahren wir mit Nordostkurs auf Sines zu. Marco stellt uns die aktuellen Wetterdaten und unsere Möglichkeiten vor: Entweder Sines, erreichbar bis Mitternacht oder ca. 50 sm weiter bis Lissabon. Wir alle nehmen begeistert die erste Alternative an.

Und es wird Mitternacht, als wir im weitläufigen Vorhafen ankern. Es begüßt uns die Uferpromede mit Wummermucke und Frohsinn. Reizt uns nicht; ein paar Stunden Schlaf, dann geht's morgen früh weiter.

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Kategorien: Törnberichte


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