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Freitag, 9. August 2019, 14:32

Cuxhaven, 9.8.2019

Cherbourg - Cuxhaven in vier Tagen nonstop, wenn man von dem kleinen Stop in IJmuiden mal absieht. Mit Erlaubnis des freundlichen Hafenmeisters sind wir einfach für vierzig Minuten am Meldeponton liegen geblieben, haben Martin an Land gesetzt, das Gemüse und Fleisch fürs Hähnchencurry geschnippelt und vor allem die von der Masttoprolle durchgescheuerte Stelle am Großfall abgeschnitten. Und Leinen los, wieder raus!

Der Rest des Tages und die Nacht verliefen sehr gemütlich, ich hatte eine ausgesprochen angenehme Nachtwache. Die westfriesischen Inseln zogen vorbei, fast kein anderes Schiff, selbst kein Fischer, auf die zu achten gewesen wäre.

Gestern frischte der Wind dann deutlich auf und kam nach wie vor von achtern. Wir hatten schon frühzeitig die Genua eingerollt ohne an Geschwindigkeit zu verlieren. Nur unter Groß wurde die Zehnknotenmarke immer wieder geknackt; auch über Grund! Besonderes Lob kam per Textnachricht von meiner Frau, die unsere Reise auf Marine Traffic verfolgt: "12,7 Knoten! Wow!" Das kam in einzelnen Surfs schon mal vor, hatte aber auch Nachteile. Der Autopilot kam bisweilen an seine Grenzen. Besonders zum Mittagessen, es gab leckeres Cassoutet au Confit du Canard, das ich fertig im Glas auf dem Wochenmarkt in Cherbourg erstanden hatte, kam der große Knall. Der AP hatte eine Patenthalse gefahren just, als wir den ersten Bissen zum Mund führen wollten. Bis Marco am Ruder war, um ihn abzuschalten, stand das Groß back und das Boot schräg. Wir drifteten rückwärts in eine Richtung, die nichts mit unserer Törnplanung zu tun hatte. Nur durch kräftigen Motoreinsatz brachte Marco das Boot aus dieser Situation, während ich im Salon kardanische Aufhängung für zwei Suppenschüsseln spielte. Danach war das geplante gemütliche Gemeinschaftsessen mit französischer Landküche vorbei. Jeder mampfte separat, nachdem die anderen jeweils fertig waren. Mal wieder ein Beispiel aus der Rubrik: Erstens kommt es anders...

Es blieb sehr windig, gute fünf Beaufort; der AP genoss nicht mehr unser uneingeschränktes Vertrauen. Ab Höhe Wangerooge haben wir dan abwechselnd lieber selbst gesteuert und dem AP insgeheim Respekt gezollt, angesichts der Kräfte, die er zu bewältigen hat.

Weseransteuerung, Elbansteuerung und dann endlich die grüne Tonne 1, aber noch lange kein Land in Sicht. Lotsenversetzstation, dann tauchte Neuwerk am Horizont auf und dann endlich Cuxhaven. 22.05 fest beim SVC, Anlegebier und ab in die Kojen. 578 sm in 83 Stunden, unser Rekord! Das bedeutet einen Schnitt von sieben Knoten, hat uns allerdings auch so gefordert, dass wir in Cuxhaven einen Ruhetag einlegen.

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Kategorien: Törnberichte


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