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Dienstag, 13. August 2019, 13:52

Warnemünde, 12.8.2019

Nach dem Ruhetag in Cuxhaven ging es früh um sieben mit auflaufendem Wasse und Südwind die Elbe hoch bis vor die Schleuse Brunsbüttel. Da Wind und Strom stimmten, flogen die Fahrwassertonnen allesamt mit acht Knoten an uns vorbei.Der NOK war wie immer unpektakulär: Rechts ein Ufer, links ein Ufer und dazwischen ein schmales Wasserband. In Kiel mussten wir uns eineinhalb Stunden gedulden, bis wir in die einzige noch funktionierende Schleuse (von vier) einfahren durften. Meine Anerkennung gilt dem Schleusenpersonal, das aus der von der Politik verursachten Verlotterung der Technik immer noch das Bestmögliche herausholt. Genauso verlottert wie die Schleusen ist auch der Kanalhafen, den ich früher gern genutzt habe. Ein Steg völlig wrackig und das Hafenbecken versandet. Wir sind zweimal auf Schiet gelaufen und haben dann entnervt einen sehr guten Platz in Stickenhörn gefunden.

Nachts und am Vormittag pfiff noch das angekündigte Tief über uns hinweg. Wir haben es pfeifen lassen und sind erst Mittags bei abnehmendem aber immer noch frischem Wind auf die vorletzte Etappe gegangen. Raumschots nach Fehrmarn wieder mit begeisterndem Speed. Und dann die Brücke über den Fehmarnsund! Und ich am Ruder! Mehrfaches Durchrechnen: Mastlänge plus einen Meter fürs Antennengedöns plus geschätze Höhe Wasserlinie bis Kajütdach. Sollte hinkommen, wenn der vorherige Westwind Wasser aus der Westlichen in die Zentrale Ostsee gedrückt hat. Angestrengtes Gucken auf den Pegel am rechten Brückenpfeiler: 22,00 m! Und dann der Blick nach oben! Angestrengte Stille an Bord. Und was kann ich euch sagen? Wir haben die Brücke nicht umgerissen, riesige Erleichterung macht sich bei uns breit.

Wir machen am Rundsteg von Burgtiefe fest, der auch schon mal bessere Tage gesehen hat und gehen schnurstracks ins Café Sorgenfrei auf einen Mojito; den können sie dort.Der Endspurt: SW 4-5, strahlend blauer Himmel am Montag morgen. Wieder vor dem Hafen Segel setzen, auf Kurs gehen und in einem herrlichen Ritt in viereinhalb Stunden nach Warnemünde. Jeder Augenblick ist purer Segelgenuss bei frischem halbem Wind. Wenig Segler sind an diesem Montag auf dem Wasser, aber in Warnemünde quellen förmlich die Teilnehmer der Warnemünder Woche aus der Warnow. Dazu die Fähren, Ausflugsdampfer und eine Fregatte der Marine. Wir passen eine Lücke ab, um zwischen all dem Verkehr das Fahrwasser zu kreuzen und sind schon vor der Marina Hohe Düne. Segel bergen, Anlegen und große Freude, als uns Gerhard, unser Crewmitglied bis Mallorca, uns besucht.


So sieht Europa rechtsrum im Ergebnis aus

Wir hatten ein tolles letztes Drittel unserer Reise; seit Cherbourg wurde nur noch sehr flott gesegelt (NOK einmal ausgenommen). Das hat uns für so manche Flautendieselei entschädigt. Die Bilanz sieht so aus: auf der gesamten Reise haben wir 3647 Meilen über Grund geloggt, 4088 durchs Wasser. Ich bin damit erstmal satt gesegelt.

Dieser Artikel wurde bereits 448 mal gelesen.

Kategorien: Törnberichte


Kommentare (5)

  • 5

    Von Kokopelli (Freitag, 16. August 2019, 16:04)

    "Schade, dass es schon vorbei ist!"

    Äh, kannst du meine Gedanken lesen @Profillemäuschen: ?
    :-)

  • 4

    Von Profillemäuschen (Donnerstag, 15. August 2019, 23:35)

    Schade, dass es schon vorbei ist! Ich hätte gern weiter gelesen!
    Aber Eure Familien sind ja bestimmt froh, Euch wieder zu haben!
    Viele Grüße aus Gosen bei Berlin!

  • 3

    Von dolphin24 (Donnerstag, 15. August 2019, 09:45)

    Es war eine tolle seglerische und seemännische Leistung von euch.
    Ihr könnt auf euch stolz sein.
    .....und dir Klaus nochmals vielen Dank dafür, dass du Intersssierte an eurer Reise hast teilnehmen lassen.

    Gruß aus Karlskrona, nächste Woche scheint es den richtigen Wind zu geben, um auf angenehme Weise wieder in die Förde
    zurückzukommen. :-)

  • 2

    Von Kokopelli (Dienstag, 13. August 2019, 18:38)

    Da bin ich aber überhaupt nicht zerknirscht. Ich habe nämlich die Flaggen zusammen geknübbelt.
    Und wir haben die Länder ja auch nicht in alphabetischer Reihenfolge abgesegelt. Und überhaupt: die Flaggenritual Lobby kann mich mal! ;-)

  • 1

    Von MichaelK (Dienstag, 13. August 2019, 15:47)

    So ein schöner Törn... Und dann am Ende die Flaggenparade versemmelt ;)

    Die Flaggen der besuchten Länder gehören in alphabetischer Reihenfolge gesetzt... Tststs...

    Lasst das bloß nicht die Flaggenritual Lobby hier sehen. Und dann auch noch den Unionjack statt Red Ensign...Den darf nur die Queen fahren.

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