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Freitag, 4. Mai 2018, 15:00

14.04.2018 Lavrion - Piräus
Von Lavrion ging es dann um 1100 weiter. Vorher hatten wir noch eine Ladung Wäsche gewaschen, es war uns nicht entgangen, daß Passanten die Straßenseite gewechselt haben, wenn sie unserer anrüchig wurden. Dafür hatten wir eine Menge Straßenhunde im Schlepptau. Komisch, frisch geduscht und eingekleidet hat das sofort etwas nachgelassen.
Unser Tagesziel war Kalamaki. Der Wind trieb wieder sein übliches Spiel, blies uns entgegen und lockte uns: "Wenn Ihr um die nächste Hook kommt, könnt Ihr abfallen und Segel setzen!" Das Problem war, daß der Wind immer mit unserem Kurswechsel mitdrehte und so kamen an diesem Tag auch wieder nur 10sm unter Segel zusammen. Wieder mußte ich unseren Yanmar loben, der uns etwas rumpelig aber zuverlässig voranschob. Braver Bub.
Gegen 1900 liefen wir in Kalamaki ein, unsere Funkrufe auf Kanal 9 blieben unbeantwortet. Wir legten in der halbleeren Marina mal provisorisch an und wurden barsch des Hafens verwiesen, keine Gastlieger, wir müßten zur Marina Zeas. Nun gut, weiter 5sm in die zunehmende Dunkelheit und in Zeas eingelaufen. Dort halfen uns 2 Marineros beim Anlegen und meine Befürchtung, daß der Lärm aus unserem Motorraum stammte, erwies sich als Irrtum. Motor aus, Lärm blieb. Mann, die Marina liegt Samstagabend aber so was von im Brennpunkt, da ist aber wirklich der Bär von der Kette. Halb Athen schien auf der Straße zu sein. Motorräder, Mopeds, Autos, Menschenmassen, Hundegebell, Discomusik... Nun ja, Schwerhörigkeit hat auch ihre Vorteile.
Noch kurz zur Rezeption, die allerdings macht Sa. um 16 Uhr dicht und ist Sonntag gar nicht geöffnet. Dafür konnten wir entlang der Pier einige 30-60m Yachten "bewundern", sind aber wegen meiner schlagartig einsetzenden Protzallergie schnell zum Abendessen beim Italiener gelandet. (Find mal auf die Schnelle einen Griechen in Piräus, das gelang uns erst am nächsten Tag).
Am 15. April hatten sich unsere beiden Mädels per Flugzeug nach Athen angemeldet, wir verbrachten die Zeit außer mit ein wenig Sightseeing damit Klar Schiff zu machen, Ihr wißt schon: Frauen an Bord, da läßt man keine Socken rumliegen.
Tränenreiche Begrüßung am Nachmittag, abends war dann doch ein griechisches Lokal wohlfeil und schmackhaft gleich um die Ecke.

16.04. Piräus - Korinth
OK, also wurde es Montag, der 16.4. Ich trabe zur Rezeption, bezahle 82.- für 2 Liegetage, bekomme endlich die Chipkarte für die sanitären Anlagen. Frisch geduscht bin ich dann zu Hafenpolizei, das berüchtigte DEKPA. Der Beamte nahm die Unterlagen, schaute das DEKPA an und sagte: "Sie haben doch ein gültiges DEKPA?" "Ja, aber der Eigner...!" Also gut, 10 Minuten später hatte ich es dann schriftlich,mit allen wichtigen amtlichen Stempeln und Unterschriften versehen, MEIN DEKPA!
1200 los Richtung Korinth, das wird zeitlich knapp mit dem Tageslicht, und dienstags ist wegen Wartungsarbeiten geschlossen, von den 35sm waren knapp 10 unter Segeln. Hab ich Euch schon erzählt, daß Rasmus von mir keinen Ouzo mehr kriegt?
Gegen 1900 anlegen und rein ins Kanalbüro, nachdem wir uns per Funk vorangemeldet hatten. € 115.- bezahlt und bei einsetzender Dämmerung in den korinthischen Kanal.
Davon hatte ich schon als kleiner Junge geträumt und jetzt war es Wirklichkeit. Ich kann nur sagen: Jungs, macht das, ist jeden Cent wert, einfach umwerfend.
Dann beim Einlaufen im Stadthafen von Korinth fast noch ein auslaufendes Fischerboot übersehen, denn es war natürlich schon wieder dunkel.
Längs fest gemacht, nix los im Hafen. Korinth hat eine einladende Fußgängerzone, wo wir dann kurz darauf unser Nachtmahl zu uns nahmen. Griechische Mezze und eine Hauptspeise, hat locker für uns 4 gereicht und mit Bier und Wein für 4 Personen, keine € 50.- gekostet.
»zooom« hat folgende Bilder angehängt:
  • Marina Zeas.jpg
  • Die ganze Bagage.jpg
  • Korithischer Kanal.jpg

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Kategorien: Langfahrt


Kommentare (3)

  • 3

    Von MichaelK (Samstag, 5. Mai 2018, 14:34)

    Klaus, ihr werdet dem Ionischen doch nicht etwa untreu werden?

  • 2

    Von zooom (Freitag, 4. Mai 2018, 21:51)

    Das kommt sowohl auf den Pflegezustand der Mülltonnen, als auch den der Segler an..

  • 1

    Von Kokopelli (Freitag, 4. Mai 2018, 19:57)

    Sehr schön und launig beschrieben! Wenn ich im Herbst in Lavrion sein werde, haben sich die Hunde hoffentlich wieder den Mülltonnen zugewandt und lassen die Segler links liegen. ;-)

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