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Sonntag, 13. Mai 2018, 18:52

Nachdem wir also den Anker klariert und den Felsen an der Einfahrt umschifft hatten, setzen wir Kurs auf Gouvia, wir wollten mal wieder vernünftig duschen, Sprit bunkern und einkaufen gehen. Nun ja, was soll ich sagen, ausnahmsweise kein Wind auf die Nase sondern ölige See, so was von Flaute aber auch, Windstärke 1, in Böen 0. Wir bemerkten also bald, daß das mit Gouvia ohne einen erneuten Motormarathon nicht zu machen war und wir wollten endlich mal erleben, wie man bei Tageslicht anlegt. Also: Neues Ziel Syvota, kaum hatten wir uns entschlossen, schob uns dann doch noch eine gnädige Nachmittagsbrise an und wir konnten am hellerlichten Vormittag gegen 1700 vor Anker auf etwa 3m Tiefe festmachen, der Grund hält nur zufällig gut, unser Anker krallte sich an einer Felsspitze fest. Der Hafen von Syvota ist nach Westen offen, also am östlichen Anleger etwas schwellig, aber in den westlichen Teil wollten wir dann nicht mehr umziehen, war ok so. An der Pier 3 andere Segelschiffe, alle bestens gepflegt und ausgestattet, konnten wir mit unserer Seestreichernußschale natürlich keinen Staat gegen machen. Direkt an der Promenade mit Kneipen und Cafes, jeweils noch schwach besucht, zur Saison ist da wahrscheinlich der Bär von der Kette. Die junge Hafenpolitesse kassierte 10.- von uns, Strom und Wasser inclusive. (Übrigens das einzige Mal, daß wir auf unserem Weg von GR nach Norden im Hafen was bezahlen mußten seit Zeas). Das Hotel, in dem man duschen kann (Richtung Süden am Hang) machte erst zum Wochenende auf und so haben wir halt weiter vor uns hin gemüffelt. Wenig Einkaufsmöglichkeit, der Mini Market hat Preise, wie wenn man grammweise in der Apotheke kaufen würde. Nun gut, denn halt nicht.
Am Nachbarschiff wurde gerade die Notration in Form von 3 Paletten Dosenbier angeliefert, aber so schlimm war unser Notstand noch nicht.
Rund um Syvota gibt es auch eine Menge guter Ankerplätze, die in der Hauptsaison vermutlich gut besucht, aber dafür wesentlich geräuschärmer sind, als der Hafen.

Kleines Intermezzo, ich muß denn doch ein paar Worte über Michael, den "beduinen" verlieren, der ja seit Patras mein Mitsegler war: Michael erwies sich als äußerst besonnener und erfahrener Segler, ich hab ihm dauernd auf die Finger geschaut, nicht um ihn zu kontrollieren, nein, da konnte ich richtig was lernen. Danke Michael dafür! Außer Deinem dauernden Spott darüber, daß ich mir immer und überall den blöden Schädel angehauen habe, warst Du gut zu ertragen. :D

Die abendliche Einkehr in der nächstgelegenen Taverne bescherte uns (wie des Öfteren) gleich die Verpflegung für den nächsten Tag, was wir nicht geschafft haben, wurde eingepackt und am nächsten Abend oder tagsüber in der Bordküche verarbeitet.
Noch ein kleiner Absacker und wir schliefen den Schlaf der Gerechten.
»zooom« hat folgende Bilder angehängt:
  • syvota hafen.jpg
  • syvota sonnenuntergang.jpg

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Kategorien: Langfahrt


Kommentare (1)

  • 1

    Von janni (Montag, 14. Mai 2018, 20:35)

    Sehr schön geschrieben
    Danke,
    Jan

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